Beiträge von bashman

    Sehr cooler und ausführlicher Bericht. Besten Dank fürs teilen :bier: .

    Bin ja mal gespannt wie es für mich am Sonntag in Köln läuft...

    Ich drück dir die Daumen. Schon für eine Zielpace entschieden? Deine Vorbereitung schaut auf jeden Fall sehr gut aus.

    Das war eine starke Verbesserung zu den ersten zwei Spielen vom Coaching! ST heute auch sehr stark (bis auf das missed FG). Das wichtigste für mich war zu sehen, dass man sich verbessert und das hat man.


    Defense: Mega stark. Surtain hat mich dabei am meisten beeindruckt. Aber auch die Front 7 und der Rest der Defense waren heute top!


    Offense: Da geht noch einiges mehr und insbesondere Russ wirkt noch nicht 100% komfortabel. Keine Ahnung, ob oft einfach keine WR frei sind oder er einfach zu lange zögert. Kann mir vorstellen, dass man oft extra blocker an der Line lässt und dadurch wenige Anspielstationen verfügbar sind. Die dump offs auf die RBs sind auf jeden Fall nicht sehr produktiv. Es wird viel zone gegen uns gespielt und da fehlen mir of die quick slants, mesh routes, etc. um das aufzubrechen. Positiv war die einzige RZ offense heute. Genau so hätte man es die Spiele vorher machen sollen, wobei die 2 Fumbles im ersten Spiel natürlich der Killer waren. Time management im Huddle auch sehr gut heute. Negativ war die Offense zwischen 50 und 30yd line. Da hat man einige Punkte liegen lassen. Mal sehen wann die Offense ihren Grove findet. Ein Schritt in die richtige Richtung war es heute.


    ST: Super punts, KO coverage, etc.


    Coaching: Sehr große Steigerungen und auch die verlorenen Challenges fand ich ok. Waren wichtige Entscheidungen.

    Hier mal mein etwas längerer Bericht vom Berlin Marathon gestern und den Tagen zuvor. Spoiler: Es war ein Kampf, aber ich hab ihn wenigstens gewonnen :)


    Die letzten Tage vorm Rennen waren nicht die ideale Vorbereitung, wobei meine Beine sich super anfühlten. Am Donnerstag Abend hatte ich einen wunderschönen Abend mit 5 Kollegen aus Montreal in Berlin, nachdem ich vorher noch kurz meine Startnummer abgeholt hatte. Ich zeigte Ihnen die Berliner Innenstadt und dann ging es zum leckeren Steak-Essen. Am Samstag erhielt ich dann leider die Nachricht, dass einer meiner Kollegen mit Corona im Bett liegt und sofort fühlte ich mich auch leicht kränklich, was natürlich nicht stimmte. Aber die Gedanken jetzt kurz vorm Rennen mich angesteckt zu haben, beschäftigte mich schon sehr und immerhin saßen wir 2 Std. im Restaurant am gleichen Tisch. Aber der 30min shake out run am Morgen war wenigstens bestens. Nun ja...erstmal ging es jetzt eh mal wieder in Möbelhäuser und noch etwas die Wohnung meiner Freundin für den Umzug vorbereiten. Insgesamt waren wir so 5 Stunden unterwegs und als ich am späten Nachmittag endlich zu Hause war, legte ich mich nur noch ko auf die Couch. Um 23h ging es dann ins Bett und erstmals konnte ich komplett durchschlafen bis um 6h der Wecker klingelte. Das hatte ich noch nie vorm Rennen.


    Der Weg zum Start, die Kleiderbeutel-Abgabe und alles im Startbereich klappte wieder ohne Probleme, nur dass plötzlich meine Garmin Uhr mit kaputtem Armband am Boden lag. Warum genau heute? Zum Glück konnte ich es mit etwas tape provisorisch fixieren und mit Uhr an den Start gehen. Im Startblock ordnete ich mich relativ weit vorne im Block C ein. Das Wetter war nahezu perfekt, wobei es mir wärmer vorkam als gedacht (ich mag es einfach kalt zum laufen, da ich immer sehr schnell schwitze). Anderthalb Minuten nach dem Startschuss ging es für mich über die Startlinie und obwohl es deutlich voller auf der Strecke war, konnte ich gut mein Tempo laufen. Bei 2.5 km wartete dann schon das erste Mal meine Tochter und zauberte mir ein Lächeln auf die Lippen. Ansonsten war ich heute leider wenig am lächeln. Der Stress der letzten Wochen hatten schon die Vorfreude auf den Marathon in Grenzen gehalten, da ich eher mit dem Umzug beschäftigt war und irgendwie fühlte ich mich heute schlapp.

    Meine Pace, war aber sehr gut und die ersten 5km lief ich in genau 00:22:00 (4:24/km).


    Es ging jetzt über die Turmstr. zurück zum Regierungsviertel und auch wenn sich die Beine gut anfühlten, fehlte mir etwas Kraft im Körper. Bei jedem Getränkestand kippte ich mir einen Becher Wasser über den Kopf weil mir schon sehr warm war. Mein Puls war leicht zu hoch aber ich wollte auch nicht wirklich die Pace reduzieren, da sich der Schritt super anfühlte. Schwer zu beschreiben was ich da fühlte. Irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen heute 42km in egal welcher Pace zu laufen. Die Stimmung an der Strecke war aber super heute und es waren viel mehr Zuschauer als bei meinen zwei letzten Teilnahmen. Das pushte mich immer wieder und ich nahm mir vor immer nur in 5km Abschnitten zu denken.

    KM 5-10: 00:22:07 (4:26/km)

    Zwischenzeit KM 10: 00:44:07


    Langsam dachte ich mal wieder an den weisen Spruch "Bis Halbmarathon muss man mit Handbremse laufen" und merkte, dass ich das heute überhaupt nicht tat. Ich lief die Pace die ich trainiert hatte und die sich gut anfühlte, aber nach Handbremse oder "noch sehr locker" fühlte es sich nicht an. Mein Puls passte dazu und war ca. 5 Schläge zu hoch. Ab ich entschloss mich zu kämpfen und bei KM 14 wartete dann meine Freundin mit Getränk und zweitem Gel für mich. Ich lief wie im Tunnel und die KM flogen nur so an mir vorbei, aber es war mega hart.

    KM 10-15: 00:22:17 (4:28/km)

    Zwischenzeit KM 15: 01:06:24


    Es ging jetzt durch Kreuzberg Richtung Schöneberg und die Stimmung wurde immer besser, aber ich war leider nur mit meinem Kampf gegen meinen Schweinehund beschäftigt. Ich nahm die Zuschauer war und klatschte auch mit ein paar Kindern ab, aber irgenwie nahm ich das alles nicht so bewusst war. Die Vorstellung an den Rest der Strecke fiel mir immer schwerer. Ich dachte ich würde langsamer, aber erstaunlicherweise hielt ich die Pace noch relativ konstant. Ich schaute auch nicht mehr auf den Puls, da der eh zu hoch war und lief nur noch nach Gefühl. Ich war nah am roten Bereich, aber versuchte stets die Grenze dazu nicht zu überschreiten, was erstaunlich gut ging.

    KM 15-20: 00:22:19 (4:28/km)

    Zwischenzeit KM 20: 01:28:43


    Es folgte jetzt die Halbmarathon-Marke, die ich in 01:33:38 passierte. Das entsprach relativ genau meiner Zielpace. Mein Hauptziel war zwar eine Sub 3:10h, aber innerlich schielte ich seit dem HM im April eher in Richtung 3:06h (4:25/km). Ich entspannte ein wenig, weil ich daran dachte, dass jetzt einfach umdrehen und zurücklaufen von der Entfernung her machbar wäre. Das war leichter als mir vorzustellen noch einen HM laufen zu müssen. In Schöneberg war die Stimmung auch weiterhin super. Bei KM 23 stand mein Vater und rief mir zu, dass ich super aussehe. Ich rief nur zurück, wie hart es heute ist. Bei KM 25 ging es dann quasi an meiner Haustür vorbei in Richtung Wilmersdorf. Ein paar Nachbarn und Freunde feuerten mich an und mir ging es etwas besser. Meine Mutter wartete mit Gel und Getränk auf mich und die Gels brauchte ich heute sehr. Insgesamt nahm ich diesmal 6 statt 5 gels zu mir, weil ich hoffte dadurch mehr Energie zu bekommen, was auch kurzfristig ganz gut half.

    KM 20-25: 00:22:34 (4:31/km)

    Zwischenzeit KM 25: 01:51:17


    Kurz nach KM 25 kam eine Familie auf die super Idee die Strecke mit einem Bollerwagen zu überqueren. Es waren aber keinerlei Lücken da und so blieben sie direkt vor mir stehen. Ich schrie sie nur an und konnte gerade noch so ausweichen. Das zusätzliche Adrenalin war aber dafür ganz hilfreich. wink.gif Es ging jetzt Richtung Wilden Eber und die Steigung merkte ich deutlich. Die Beine fühlten sich aber dank der Gels noch gut an und ich überlegte kurz etwas zu Beschleunigen, was ich aber schnell wieder beiseite schob. Ab KM 35 wollte ich frühestens nochmal alles geben, da ich heute doch Angst vor dem Mann mit dem Hammer hatte, den ich bisher bei allen Marathons vermeiden konnte. Die KM gingen immer noch total schnell vorüber, was meinen Kampf erträglicher machte. KM 30 sehnte ich herbei, obwohl ich daran dachte, dass dort ja erst so richtig der Marathon beginnt. Aber mich entspannte es eher, weil ich wusste, dass ich 12km noch schaffen würde irgenwie.

    KM 25-30: 00:22:30 (4:30/km)

    Zwischenzeit KM 30: 02:13:47

    Am Fehbelliner Platz war die Stimmung wieder mega und plötzlich hörte ich meinen Namen rufen. Meine Tochter stand mit ihrer Schwester, meiner Ex-Frau und ihrem Mann an der rechten Straßenseite (eigentlich wollten sie am Ku-Damm stehen). Schnell kreuzte ich nach rechts um natürlich wieder abzuklatschen. Per Whatsapp durfte ich später den schönen Spruch lesen, dass man als Mann ja nur noch eine Brustwarze braucht wink.gif. Im Ziel hatte ich dann auch festgestellt, dass sich irgenwann im Rennen mein eines Tape verabschiedet hatte und meine rechte Brustwarze blutig das Singlet Rot gefärbt hatte. klatsch.gif Die Pace konnte ich noch ganz gut um 4:30/km halten und ich wusste, dass ich etwas über 1min Puffer auf 3:10h hatte. Ich fing an zu rechnen auf wieviel ich die Pace später reduzieren könnte wenn nötig um noch mein Hauptziel zu erreichen. Jeder KM der nah an 4:30 war, beruhigte mich immer mehr. Bei KM 34 stand dann meine Freundin mit dem letzten Cola-Koffein Gel und der Ku-Damm war dann schnell passiert.

    KM 30-35: 00:22:36 (4:31/km)

    Zwischenzeit KM 35: 02:36:23


    Bei KM 35 hatte ich vor 10km überlegt leicht zu beschleunigen, aber dafür war keine Kraft dar. Im Gegenteil, es wurde jetzt doch deutlich härter und der Kampf wurde größer. Die KM wurden immer zäher und kamen mir immer weiter vor. Die Pace ging jetzt doch deutlich runter, aber ich war mir sicher, dass ich noch genug Puffer hatte. Gleichzeitig war ich zuversichtlich dass ich die letzten 2km auch nochmal beschleunigen könnte. Ab KM 30 wurden die Getränkestationen immer anstrengender, da mehr und mehr Läufer sich einen Becher nahmen und sofort stehen blieben um zu trinken. Nur wenige tates dies erst nach den Ständen um die anderen Läufer nicht zu blockieren. So lief ich 2x fast direkt in andere Läufer rein, da sie abrupt vor mir anhielten um zu trinken (wer das liest und es noch nicht weiß: Bitte immer erst nach den Getränkeständen am Rand zum Trinken anhalten, ansonsten funktioniert das bei diesen Massen nicht und führt immer zu Kollissionen).

    KM 35-40: 00:23:02 (4:37/km)

    Zwischenzeit KM 40: 02:59:25


    Das Ziel war jetzt in Reichweite und ich wusste, dass ich die letzten 2,195km in ca. 10min schaffen kann. Die Beine waren jetzt schwer und so richtig Beschleunigen ging auch nicht mehr. Daher konzentrierte ich mich darauf die Pace zu halten und nicht noch einzubrechen. Das Einbiegen auf die Straße unter den Linden war dann eine riesen Befreiung und ich sah das Brandenburger Tor immer näher kommen. Ich genoss die letzten Meter, winkte meiner Freundin zu und freute mich über das errichen meines Hauptziels.

    KM 40-Ziel: 00:10:01 (4:34/km)

    Ziel: 03:09:26


    Insgesamt war es heute mein härtester Wettkampf. Ich kämpfte fast die gesamte Strecke mit mir und konnte das schöne Wetter, die super Atmosphäre und auch meine tolle Zeit nie richtig genießen. Nach 24h darüber nachdenken, bin ich sicher, dass zwei Gründe dazu führten.

    1. Ich bin zu schnell angegangen und gerade auf den ersten 5 km hätte ich 5s / km langsamer laufen sollen. Dann hätte ich mehr Kraft für den zweiten Teil gehabt und das Rennen mehr genießen können. Die Zielzeit wäre ziemlich sicher die gleiche oder noch leicht besser gewesen. Viel mehr als 3:09:00 wäre aber heute einfach nicht drin gewesen, was auch ok ist.

    2. Der Umzugsstress der letzten Wochen und Tage war einfach kontraproduktiv für ein schönes Rennen. Ich war vom Kopf her nicht frei und nicht entspannt. Das war jetzt nichts was ich anders hätte planen können, aber zeigt mir, dass ich in Zukunft wenn möglich mir mehr Erholung (Arbeit, etc.) in der Woche vorm Marathon gönnen werde.


    Am Ende bin ich sehr stolz, dass ich den Kampf gegen meinen Schweinehund über fast 40km gewonnen habe. Jetzt steht erstmal der Umzug und dann zwei Geschäftsreisen an, bevor es am 22.10. zum Glück endlich in den Urlaub Richtung Florida / New York geht, mit dem schönen Abschluss durch die 5 boroughs von New York :)

    Das war gestern eher ein Schritt zurück als nach vorne. Postitiv: Wir haben dann doch noch einen Sieg rausgewirkt.

    • Ohne Jeudy war das Passing Game praktisch nur noch auf Sutton beschränkt und man kam nie in einen richtigen Rhythmus mehr.
    • Der Lauf funktioniert, warum wird an der GL nur gepasst???? Da muss was passieren. Bitte Heavy Package und dann kann man schön ein paar PA Pässe auf Beck, etc. einstreuen.
    • Ich hoffe Jeudy und Surtain fallen nicht länger aus. Echt bitter.
    • Clock Management for dummies bei Amazon bitte besstellen. Das war unterirdisch.
    • Wieder viel zu viele Strafen.

    Insgesamt hat man keines der Probleme aus dem ersten Spiel verbessert und nur dank eines noch schlechteren Gegners gewonnen.

    Ganz vergessen noch auf die letzte Minute Bezug zu nehmen. Knackpunkt war Cameron Flemming aus meiner Sicht, der bei dem Screen auf Williams den Snap verschlafen hat und den Edge Rusher komplett unblocked durchließ. Dadurch musste Russ den Screen zu früh werfen und der RG (ich glaube Glasgow) hatte noch keine Zeit in die richtige Position für den Block zu kommen. Dadurch hatte man dann ein 3rd and 14. Danach war es ein Fehler von Russ aus meiner Sicht auf den RB einen Swing zu werfen anstatt den crossenden Jeudy anzuwerfen. Das man bei 58sek zu spielen mit drei Timeouts nicht den 4th and 5 ausspielt und dafür ein harakiri FG versucht ist für mich unbeschreiblich. Selbst bei einem Turnover on downs hätte man noch die Chance gehabt dank der drei Timeouts mit ca. 30sek. zu spielen erneut in FG Reichweite zu kommen. Keine Ahnung was Hackett da geritten hat, aber alle Analytic Stats hätten wohl gesagt den Versuch auszuspielen.

    Ist mir mal wieder zu Schwarz/Weiß hier. Mega frustrierende Niederlage, aber ich würde es nicht mit den letzten Jahren vergleichen. Dafür hat das Team viel mehr Qualität, gerade in der Offense.


    Defense: Erste Halbzeit war zum vergessen. Mit der Zone Coverage hat man Geno Smith wie ein All-Pro aussehen lassen. Da hätte man früher drauf reagieren müssen und ihm die einfachen Quick-Reads wegnehmen müssen. In der zweiten Hälfte kamen dann aber die notwendigen Adjustments und dann sah es deutlich besser aus.


    Offense: Man hat gemerkt, dass Russ Zeit brauchte ins Spiel zu kommen. Keine Ahnung ob das Nervosität, fehlende Pre-Season Games oder neues Playbook war. WR hat er bis ins zweite Quarter gar nicht angeworfen. Positiv war über das gesamt Spiel das Run-Game, bis auf short yardage natürlich. Ab Mitte des zweiten Quarters wurde Russ dann besser, wobei ich denke, dass er die nächsten Spiele deutlich stärker sein wird. Größter Knackpunkt war aus meiner Sicht, dass es viel zu lange gedauert hat die Plays reinzubekommen und an die Line zu kommen. Die Zeit im Huddle war viel zu lang und selbst danach musste er noch regelmäßig einzelnen Spielern Anweisungen geben. Resultat waren dann einige Delay of Games und viel schlimmer, verschenkte Plays, wo man überhastet den Snap ausführen musste und das Play nicht funktionierte. Für mich war das auch der Grund für den zweiten Fumble an der GL. Die Spieler waren noch nicht wirklich ready als der Snap kam und dann entstand dieses Chaos play. Positiv herausheben möchte ich Andrew Beck, der ein klasse Spiel auf FB gemacht hat (blocking/receiving).


    ST: Da haben wir mal wieder auf den Sack bekommen. War nicht spielentscheidend, aber ist so nicht akzeptabel und motiviert den Gegner noch mehr.


    Penalties: Delay of Games laste ich Hackett an. Personal Fouls/Unsportsmanlike Conduct/unnecessary roughness ist Schuld der Spieler und völlig unnötig. Der False start an der GL war leider einer der Game Breaker. Der Play Call war super und ich bin mir sicher es wäre ein TD geworden. Refs fand ich ok und nicht parteiisch. Da ging manches gegen uns und manches für uns.


    Coaching: In der Defense hat man hoffentlich die Lehren aus der ersten Hälfte gezogen und reduziert diese Soft Coverages, etc. Positiv fand ich die Halftime adjustments. In der Offense müssen die Plays schneller rein, die WR um Sutton und Jeudy besser genutzt werden und für die GL / short yardage bitte auch mal Russ under Center packen. Wenn man an der 1 steht, dann hätte man super sich in Shotgun aufstellen können (war glaub ich zu meist nur ne 4 man line mit blitzing LB und der C uncovered) und dann in ne Single Back switchen und Russ einfach mal Sneaken lassen oder evtl. einen outside toss spielen. Hab eh nicht verstanden warum man an der GL inside runs aus der Shotgun called, wo klar ist, dass mind. 1 LB blitzt und bis der RB an der LOS ist, war alles dicht. Das wichtigste ist es die Plays schneller reinzubekommen und dann wird schon vieles besser imo.


    Fazit: Das Spiel darf man nicht verlieren, aber andererseits gebe ich dem Team noch etwas Zeit sich einzuspielen bevor ich sie mit den letzten Jahren vergleiche. Die fehlende Spielpraxis aus der Pre-Season war fand ich deutlich zu sehen, gerade da es ein Team mit neuen Coaches und QB ist. Da hätte man dann vielleicht doch etwas Verletzungsrisiko in Kauf nehmen sollen und den Startern ein paar Drives geben sollen um sich einzuspielen.


    P.s.: Für night games stehe ich jetzt immer erst eine Stunde später auf und kann dann die ganzen Pausen überspringen. Mitte 4. Quarter bin ich dann beim live bild und habe so eine Stunde Schlaf gewonnen.

    Heute Nacht ist es dann soweit. Mal schaun ob wir endlich nach 6 langen dürre Jahren uns wieder auf ein starkes Team freuen können. In der Offense bin ich besonders auf die O-Line gespannt (neben Russ natürlich). Da man in der Pre-Season fast alle starter geschont hat, weiß man eigentlich gar nicht wo man steht. Die Trainingscamp berichte taugen dafür null-komma-null. Wenn es danach gehen würden, hätten wir in den letzten Jahren schon 4 neue Franchise QBs gehabt und fast jedes Jahr die Playoffs erreicht. Schaun mer mal....


    Wilson Vertrag: Ganz schön viel Geld, aber das ist der aktuelle Marktpreis. Hoffe er bleibt fit und zeigt, dass er das Geld Wert ist. So wie ich das gesehen hab, ist er praktisch für 5 Jahre fest und dann noch 2 Jahre, die die Broncos aber ohne große Dead-Cap auflösen können. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Vertrag und man hat endlich Ruhe auf der Position. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Russ sich stark präsentieren wird und er noch einige Jahre auf sehr hohem Level spielen kann.


    Gregory: Questionable für heute Abend und so langsam frage ich mich, ob das nicht eine neverending story wird. Hoffe wir können ihn bald fit auf dem Feld sehen. Mit Browning und Chubb (wobei der auch endlich mal zeigen muss wozu er in der Lage ist), könnte das sehr gut aussehen.


    ILB: Ich glaube so schwach waren wir fast noch nie auf der Position aufgestellt. Keine sehr guten starter, noch weniger depth und dazu Jewell gleich zu Beginn verletzt und Griffith gerade erst zurück von einer schweren Verletzung. Ich hoffe die D-line kann das ausgelichen, ansonsten sehe ich frustrierende Spiele mit einer super secondary, die aber kaum genutzt wird, auf uns zukommen.


    Am meisten bin ich auf die neuen und sehr jungen Coaches / Koordinatoren gespannt. Hoffe sie werden ihren Erwartungen gerecht und dann könnte das ein schönes Jahr werden (und hoffentlich noch mehrere Jahre).


    Go Broncos!

    Nach langer Zeit auch mal ein update von mir zum Stand meines Marathontrainings. Die ersten 8 Wochen vom 12 Wochen Trainingsplan liegen hinter mir und jetzt läufts. Die ersten 4 Wochen waren sehr grenzwertig, da ich viele kleine Probleme hatte (Reisestrapazen mit Gepäck kurzfristig weg und keinen Laufsachen für anderthalb Tage, Knieprobleme vom Fußball und Tennisspielen, kleiner Faserriss oder Zerrung in der linken Wade der nach ein paar Tagen aber wieder ausgeheilt war, kleinere Probleme mit dem Hamstring der verkrampfte, ...). In den ersten 4 Wochen kamm ich daher nich über 70WKM (geplant waren über 80 WKM) und meinen 10k Testwettkampf musste ich ausfallen lassen. Ab da lief es aber nahezu perfekt. Ich konnte miene Umfänge auf 80, 88 und 93 WKM steigern, alle langen Läufe wie geplant durchführen und auch die Tempoeinheiten liefen gut. Nach Corona im April, hatte ich sehr lange gebraucht um mich wieder ans Renntempo ranzutasten und war etwas nervös, dass doch noch etwas zu meiner Form aus dem Frühjahr fehlt.


    Gestern stand dann der erste Wettkampf an mit dem HM vom SCC in Berlin Steglitz (quasi vor meiner Haustür). Der Kurs ist nicht ganz einfach, da es 2 heftige Anstiege gibt und es fast permanent leicht hoch und runter geht (der Rest aber eher harmlos). Der Kurs geht über 2 Runden und die erste Runde konnte ich wie geplant in 4:14er Pace laufen. Ab da wurde es aber hart und durch die Anstiege musste ich zwischen KM 10-15 meine Pace auf im Schnitt 4:24/km reduzieren. Mein Puls war eigentlich auch viel zu hoch, aber ich kämpfte mich durch und die letzten 4 KM hatte ich dann noch eine kleine Gruppe vor mir, die mich zog. Die letzten 3 KM schaffte ich dann sogar noch auf 4:08/km zu beschleunigen und erreichte mein Ziel von Sub 90 genau mit 1:29:50. Da ich nur einen Mini-Taper gemacht habe und der Kurs nicht ideal für Top Zeiten war, bin ich sehr zufrieden mit der Zeit und meine Form ist ähnlich wie im Frühjahr, was mich sehr zuversichtlich für die nächsten 10 Wochen mit Berlin und New York Marathon macht (so lange das miese C mir nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht).


    Für Berlin stehen jetzt noch zwei lange Läufe in den nächsten 2 Wochen an (33km Crescendo und 35km laLa), aber der schwierigste Teil des Trainingsplans ist geschafft.

    Mal eine Frage an die Laufexperten:


    Ich (48, aktuell leider ca. 100 kg) laufe meistens dreimal pro Woche (Mo/Do/Sa) im Lauftreff (1 h) jeweils ca. 10 km. Da nach der letzten krankheitsbedingten Trainingspause nur noch 9 km gingen und es danach nicht richtig besser wurde, habe ich an den letzten 7 oder 8 Sonntagen zusätzlich eine halbe Stunde Intervall-Läufe auf dem Laufband (7 Läufe à 2 Minuten mit jeweils 2 Minuten "Joggingpause") zusätzlich eingefügt. Ich kann nun im Lauftreff wieder die 10 km/h mitlaufen.


    Da nun rund 2 1/2 Wochen Urlaub anstehen (und ich gerade motiviert bin), wollte ich mal fragen, ob es sinnvoll wäre, noch zusätzliche Trainingseinheiten (z. B. längere Läufe, weitere Intervall-Läufe, kürzerer Lauf mit etwas höherem Tempo - alternativ oder kumulativ auch Radfahren) einzuschieben, oder ob das (z. B. im Hinblick auf Regeneration oder Belastung von Muskeln/Gelenken) eher kontraproduktiv wäre.

    Da du bereits 3x die Woche 10k plus in den letzten Wochen noch die 4. Einheit eingeschoben hast, sollte das eigentlich kein großes Problem sein. Grundsätzlich ist bei 3 Einheiten pro Woche zu empfehlen 1x kurz/schnell, 1x mittel/mittel, 1x lang/langsam. Sprich bei dir könntest du 1x 6k bisschen schneller, 1x 10k in 60min, 1x 75-80min (Tempo so locker wie möglich). Falls du 4 Einheiten machst, sollte die 4. Einheit nur lockeres Tempo sein. Radfahren, Schwimmen, etc. parallel geht eigentlich immer. Mach einfach worauf du Lust hast. In 2 Wochen wirst du dich kaum abschießen. Falls du längerfristig mehr machen willst, gilt die 10% Regel (jede Woche max. 10% mehr) und alle 3-4 Wochen eine Erholungswoche mit reduziertem Training.

    Jaja, wenn man keine Argumente mehr hat, dann haut man einfach auf die Lions drauf. Kann man gerne so machen. Ändert trotzdem nichts daran, dass es für mich völlig unverständlich ist, warum die Frauen auf Männer-Tore spielen, obwohl die Damen körperlich im Schnitt einfach ca. 8-10 cm kleiner sind und das macht halt mMn viel aus. Jeder hohe Ball in Richtung Tor ist gefühlt ein Tor, mich wundert eh warum die Damen nicht mehr außerhalb vom Strafraum draufhalten, bei diesem klaren Wettbewerbsnachteil der Torfrauen. Das Tor von der Britin Stanway (ich glaub im Viertelfinale gegen Spanien?) zeigt die Problematik ganz deutlich, den hätte jeder professionelle Torwart im Männerfußball locker gehalten. Sicher gibs auch Torfrauen über 190, aber die haben halt dann immer noch den muskulären Nachteil (Sprungkraft usw)..

    Jeder hohe Ball gefühlt ein Tor? Sicher, dass du dir die Spiele wirklich angeschaut hast? Gerade im Torwart Spiel, aber auch bei den Distanzschüssen hat sich die Qualität enorm gesteigert und ich sehe bei der Torgröße kein entscheidendes Problem. Umgekehrt würde ich denken, dass bei kleineren Toren, die Attraktivität sinken würde, da weniger Tore fallen. Schau dir mal die Sprungkraft der deutschen Torhüterin an. Bei den ganzen Alutreffern der letzten Spiele kannst du ganz gut erkennen, dass sie das komplette Tor sehr gut abgedeckt hat mit ihrer Sprungkraft. P.s.: Wenn man einzelne Tore als Evidenz für etwas verwendet, könntest du das gleiche auch bei den Männern machen. Da gibt es so einige Sahnestückchen von Torwart Fehlern.


    Ebenso verstehe ich nicht, warum man das Spielfeld verkleinert und die Spielzeit verringert - 2x30 Minuten würden auch langen, dann kommt der Athletik-Nachteil nicht so zum vorschein und das Spiel bliebe schneller.

    Ich nehme jetzt mal das Spiel Deutschland - Frankreich als Beispiel. Ein kleineres Feld hätte das Spiel komplett kaputt gemacht. Das Spiel war über die kompletten 90min auf enorm hohen Niveau, also warum nach 60min aufhören? Klar setzte ab der 70. Minute langsam die Erschöpfung ein, aber ist das bei Männern anders? Das gehört doch gerade zum Spiel dazu. Schau dir mal an, was die Damen noch für Laufwege / Sprints nach über 80 Minuten hingelegt haben.


    Meinst du wirklich, dass bei kleinerem Feld, Toren und kürzerer Spielzeit das Interesse steigern würde? Ich behaupte genau das Gegenteil, da es dann viel weniger mit dem Fußball den alle kennen zu tun hätte und noch mehr zur Randsportart werden würde. Ja, das Interesse an Frauenfußball ist deutlich geringer als bei den Männern. Das liegt aber aus meiner Sicht an anderen Faktoren, die sehr viel mit dem allgemeinen Rollenbild von Frauen und Männern zu tun haben, und die sich zum Glück Schritt für Schritt ändern. Man sieht es ja auch an den Kommentaren hier im Thread. Früher habe ich immer gelacht, wenn meine Frau beim Fußball schauen nur das Aussehen oder die Kleidung der Spieler kommentiert hat, aber jetzt verstehe ich, dass das Problem nicht Sie war, sondern, dass das Spielfeld zu groß für die Männer war und sie daher einfach kein Interesse an Kommentaren zum Spielgeschehen hatte.


    Freu mich auf jeden Fall aufs Spiel am Sonntag!

    Hab letzte Woche nochmal einen zweiten Versuch bei The Boys gestartet... nachdem ich letztes Jahr nach der ersten Folge irgendwie das Interesse verloren hatte, habe ich es nach den Beiträgen hier nochmal versucht.

    Und ja... manchmal braucht man zwei Versuche. Jetzt hat es bei mir auch gezündet. Coole Sendung, ziemlich übel in Sachen Brutalität, aber tolle Schauspieler dabei.


    Karl Urban macht das überragend :fleh

    Ging mir exakt genauso. Hatte vor einem Jahr die erste Folge nach 20min abgebrochen, da sie mich so gar nicht gepackt hatte. Habe jetzt auf einer Geschäftsreise der Serie aufgrund der Empfehlungen hier eine zweite Chance gegeben und zack hat es mich nach 30min der ersten Folge gepackt.

    Oh man...gute Besserung. Erinnert mich sehr an das Covid Timing bei mir kurz vorm Hamburg Marathon. Glückwunsch zum starken B-Wettkampf vorher!


    Bei mir ist es echt schwierig zu sagen, wie lange Covid nach gewirkt hat. Minimum 3 Wochen, eher 4. Da parallel zur Erholung von Covid auch die Temperaturen extrem anstiegen und der Pollenflug dieses Jahr extrem war, kann ich schwer beurteilen, wieviel meiner Leistungsrückschläge in den letzten 4 Wochen noch mit Corona oder mit den anderen Umständen zusammen hingen. Nächste Woche beginnt jetzt mein 12-Wochen Plan für den Berlin Marathon und rechtzeitig vorher fühle ich mich wieder gut in Form und habe mich auch langsam an die Hitze besser gewöhnt (wobei ich die immernoch extrem nervig finde beim laufen). Jetzt gehts erstmal für 3 Wochen nach Kanada und die USA auf Geschäftsreise und da freue ich mich schon auf die Läufe und hoffe, dass ich von Corona erstmal verschont bleibe. 2x dieses Jahr wäre dann doch zu viel.


    Gute Besserung und schnelle Regeneration dir!

    Am Sonntag steht mein erster Wettkampf an, der "Wings for Life App Run", man läuft mit der entsprechenden App virtuell gegen das Catcher-Car, dass nach und nach die Leute einholt.

    War letztes Jahr schon toll, so viele Läufer mit "Wings for Life Shirts" rumlaufen zu sehen. Und dass alles für den guten Zweck.

    Ziel sind mal mehr Kilometer als letztes Jahr, also 26+, das wäre so ca. 5 min/km Pace.

    Glückwunsch. Da hast du ja noch ein paar mehr KM draufgelegt. Starke Leistung. Wie wars?

    Wobei Amazon sehr kulant ist und den Artikel anstandslos ersetzt, sollte er "verschwunden" sein. Klar ist nicht die Lösung für das Zustellproblem, aber immerhin unkompliziert. Das zumindest meine Erfahrung.

    Bei Amazon werden die Zusteller sogar meiner Meinung nach angewiesen Lieferungen, die einen gewissen Warenwert nicht überschreiten, vor der Tür abzustellen wenn keiner zu Hause ist. Amazon trägt hier das Risiko selber und die Zeitersparnis bei der Zustellung ist deutlich höher als die Kosten für manchmal anfallendene Reklamationen und erneute Sendung (nur der EK-Preis fällt hier für sie wahrscheinlich an). Daher gibt es dort auch keine Unterschrift mehr. DHL kann das so nicht machen, da sie ja nicht ihre eigenen Produkte auslieferen und die Kosten dann deutlich höher wären (bis hin zu Vertragstrafen bei Überschreitung einer bestimmten Reklamationsquote). GLS, DPD, etc. sind meiner Erfahrung nach am schlechtesten bzgl. Service, aber sind halt auch die billigsten für die Versender.

    Ich glaube aber eher, dass es ihm darum geht, dass man den Tweet auch einfach so lesen könnte, dass dem FDP Mann die ganze Sache für seine Tochter einfach unglaublich Leid tut. Ich denke, dass jeder so mit seinem Kind fühlt unabhängig davon, dass die Isolation natürlich berechtigt ist.

    Einem Kind ist es mitunter nicht so leicht zu erklären (bzw. verständlich zu machen), dass es an der lang ersehnten Klassenfahrt nicht teilnehmen kann obwohl es vermeintlich gesund ist.


    Diesen Eindruck habe ich beim ersten lesen des Tweets auch bekommen und gedacht, dass man bei der FDP nicht alles aus Reflex verurteilen muss. Das "Wahnsinn" am Anfang des Tweets lässt, dann aber doch eher auf die Intention schließen, dass der FDP Mann das alles für bescheuert hält, was logischerweise zu verurteilen wäre.

    Ich finde die Intention des Tweets schon sehr deutlich und wäre es ihm nur darum gegangen wäre, wie traurig es für das Kind ist, hätte er es anders geschrieben (Die Kommentare darunter passen ja auch genau dazu). So wie er es schreibt, findet er es falsch, dass sein Kind nur wegen einem positiven Test ohne Symptome nicht an der Klassenfahrt teilnehmen darf. Das Zeigt mal wieder, dass viele Corona nur noch als kleine Erkältung abtun, die keinerlei Risiko für andere mit sich bringt. Unverantwortlich so eine Denkweise.


    Ich hatte ähnliches beim letzten Elternabend (online). Die Klassenlehrerin erklärte, dass sie immer noch positiv getestet ist (nach 10 Tagen) und daher noch nicht zurück in die Schule kann, woraufhin der Elternsprecher ihr mitteilte, dass sie sich nach 10 Tagen aber doch gar nicht mehr freitesten braucht. D.h. er hätte es lieber gehabt, wenn die Lehrerin trotz noch positivem Test in der Klasse unterrichtet (parallel wurde ja auch noch die Maskenpflicht zu der Zeit abgeschafft).

    Was mir eher Sorge macht ist das Thema flug. Hotel kann man ja flexibl handhaben. Bucht ihr bereits jetzt? oder warten bis Ihr Karten in den Händen habt? :paelzer:

    Also wenn ich Zeit gehabt hätte am 30.10. dann hätte ich die Flüge direkt gestern gebucht. Irgendwie wird man schon an Karten kommen und die Flugpreise können nach Ankündigen eines solchen Events schnell sehr stark steigen (gerade bei den Billigfluglinien), da dort nur ein sehr kleines Kontingent an billigen Flugtickets oft vorliegt. Und zur Not macht man sich einfach ein schönes London Wochenende. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man nicht wenigstens direkt am Stadion noch Tickets zu fairen Preisen bekommt. Hängt natürlich von der Anzahl an Tickets ab. 1 bekommt man immer (irgendwer wird schon krank sein und froh sein einen Abnehmer zu finden), ab 2 zusammenhängenden Tickets wird es dann etwas schwerer bzw. teurer.

    Kurzes update von mir: Läuferisch geht es in Mini-Schritten vorwärts, aber es dauert doch länger als gedacht. Ich merke die Bronchien noch und mein längster Lauf war in den letzten 2 Wochen 11km. Ansonsten laufe ich meistens zwischen 7 und 9km im langsamen Tempo. Ich habe bisher auch nur 2 Läufe die Woche gemacht, da ich es lieber vorsichtig angehe und dem Körper Zeit geben will sich zu regenerieren. Ich werde jetzt ganz langsam die Umfänge wieder aufbauen mit dem Ziel im Juli dann in die intensive Vorbereitung für die Herbstmarathons zu starten. Diese Woche werde ich erstmal versuchen wieder auf 4 Läufe zu kommen und in den folgenden Wochen dann wieder langsam auf 5-6 Einheiten steigern. Wobei der Fokus hier erstmal auf regelmäßiges Laufen liegt und nicht auf Intensität oder Umfängen. Mal sehen wann dann wieder der erste 20er geht. Insgesamt habe ich zum Glück ansonsten keinerlei Probleme (z.B. Müdigkeit oder Abgeschlagenheit) und bin zuversichtlich, dass es bald wieder ganz normal mit dem Laufen klappt. Aber es dauert doch schon deutlich länger als bei einem normalen Infekt und zum Glück habe ich jetzt erstmal die Zeit es nicht zu übertreiben. Das Hauptziel für den Rest des Jahres sind schließlich die Marathons in Berlin und New York und hoffentlich dann wieder in der alten Form bei 100%.

    Hast du schon mal überlegt, das Knie vor solchen langen Läufen tapen zu lassen? Bei mir ist das rechte Knie auf Grund einer Kreuzbandoperation die Sollbruchstelle und wenn ich plane über 10 km zu laufen, kommt die Physiotherapeutin meines Vertrauens zum Einsatz. Dann läuft es sich vom Start weg runder, bin aber natürlich kein Marathon-Läufer, das höchste der Gefühle war vor einigen Jahren ein Halbmarathon - mit getapten Knie und ohne Knieschmerzen.

    Beim Marathon kommt es bei mir fast immer zu irgendwelchen Problemen mit dem Bewegungsapparat ab KM 25. Zum Glück hielten die sich aber bisher immer so in Grenzen, dass ich die Schmerzen ertragen konnte und nicht langsamer werden musste. Meine Erfahrung ist, dass es nicht direkt mit dem einzelnen Körperteil zusammen hängt, sondern einfach das Symptom einer leichten Fehlbelastung in einem anderen Bereich ist. Beim ersten Marathon hatte ich ab KM 25 ein Ziehen im Adduktorenbereich und ab KM 30 fing ein Knie an zu schmerzen, was Schritt für Schritt doller wurde. Beim zweiten war ich ab KM 35 immer kurz vorm krampfen im Hamstring. Beim dritten fing mein Sprunggelenk an weh zu tun. D.h. den richtigen Bereich am Körper präventiv zu tapen ist nahezu unmöglich, wenn man nicht vorher im Training schon regelmäßig Probleme hatte. So wie bei dir macht es natürlich absolut Sinn zu tapen.


    Ein Marathon ist immer eine Belastung, wo man den Körper an die Grenzen bringt und darüber hinaus. Meine Freundin meinte mal am Abend vorm Marathon ich soll positiv denken und es wir sicher ein perfekter Lauf ohne Schmerzen, aber für mich ist es eher genau umgekehrt. Ich weiß, dass ab spätestens KM 30 der Körper an seine Grenzen geht und will mich mental genau darauf vorbereiten und planen wie ich damit umgehe. Am meisten hat mir bisher immer geholfen, wenn Schmerzen anfangen noch sauberer auf die Lauftechnik zu achten. Früher habe ich versucht bei Schmerzen den Bereich zu entlasten und hab dadurch nur viel größere Probleme erzeugt. Jetzt versuche ich eher bewusst den Schmerz zu akzeptieren / ignorieren und mich zu zwingen so sauber wie möglich zu laufen. Das betrifft natürlich eher Überlastungserscheinungen und nicht richtige Verletzungen.

    Luke Wie schon bei Strava geschrieben...Glückwunsch zur starken Leistung und fürs durchziehen trotz Knieschmerzen. Drück die Daumen, dass es schnell wieder besser ist.


    Ich denke ohne Corona hättest du die mind. 3h45 geschafft und wahrscheinlich sogar noch etwas schneller. Das mit den Knieschmerzen ist natürlich ärgerlich, aber kann auch sicherlich mit der Trainingszwangspause zusammen hängen. Bei schleichen sich meistens Knieprobleme ein, wenn meine Beine müde werden und ich anfange nicht mehr ganz sauber zu laufen. Ein Lauftrainer hat mir mal den Tipp gegeben, bei Knieschmerzen im Lauf besonders auf eine saubere Lauftechnik zu achten. Auch wenn man körperlich an der Grenze ist, half es mir immer sehr in diesen Momenten noch mehr auf meinen Kniehub und den Fußaufsatz zu achten. Die schmerzen wurden dann meistens besser und die gefühlte zusätzliche Anstrengung war auch schnell wieder weg.


    Wie schauen jetzt deine weiteren Pläne für den Rest des Jahres aus? Viel Erfolg weiterhin.

    Bei mir funktioniert die HF Messung der Garmin Forerunner 645 ausgezeichnet. Die Werte passen zu 99% aus meiner Sicht und gerade im Rennen laufe ich immer die erste Hälfte hauptsächlich nach HF. Aber ich kenne auch einige wo es nicht so passt. Glaube das hängt auch stark vom hauttyp ab.

    Samstag hab ich dann die 35k noch durchgezogen, aber seit heute Nacht dann leichte Symptome gehabt. Der Test heute morgen hat dann nur bestätigt was ich eh schon wusste. D.h. ich starte ab sofort meine off season und werde dann nach auskurierung ganz langsam mit dem Aufbau für die herbstsaison beginnen. Symptome sind zum Glück noch sehr mild und ich hoffe das es ähnlich problemlos wie bei meiner Tochter verläuft.


    Nach Hamburg werde ich hoffentlich trotzdem reisen können da ich 5 Karten für König der Löwen am Samstag vorm Marathon habe und mir dann den Marathon am Sonntag als Zuschauer ansehen will.

    Danke für eure Rückmeldungen. Lauf ist jetzt für morgen früh geplant mit Test vorher. Da meine Pulswerte immer ein guter Indikator sind ob ein Infekt sich anbahnt, werde ich die ersten KM dann noch verstärkt auf den Puls achten und abbrechen, falls er deutlich höher als normal ist.

    Tochter hatte jetzt gestern Abend Fieber und heute morgen war der Test dann wie erwartet positiv. Ich bin noch komplett symptomlos und Tests auch negativ. Die Chancen für Hamburg sehe ich aber als sehr gering an. Bin jetzt noch am überlegen, ob ich dieses Wochenende noch meinen letzten langen (35k) durchziehe. Für einen guten Marathon bräuchte ich das, da der letzte 30+ laLa jetzt immerhin schon 4 Wochen zurück liegt. Aber es ist schwierig sich zu motivieren, wenn man davon ausgeht, dass man nicht am Marathon teilnehmen kann.