Beiträge von Takeshi

    Ich behaupte sogar, dass einige von ihnen bereit wären, auf einen Teil des Geldes zu verzichten, nur um dieses Gefühl Woche für Woche zu haben. Aber genau hier grätschen die Berater dazwischen.

    Der Denkfehler daran ist aber, dass ein Spieler nicht sklavisch an einen Berater gebunden ist, sondern den Berater auch wechseln kann. Was im Falle von Unzufriedenheit auch passiert.

    Wenn ein Spieler also statt in Dortmund in Saudi-Arabien einen Vertrag unterschreibt, wird der Berater das nicht gegen den Willen des Spielers ausgehandelt haben.

    In Anbetracht der Tatsache, dass eine Spielerkarriere relativ kurz ist und durch Verletzung auch jederzeit beendet werden kann, macht eine Maximierung von Gehalt auch Sinn.

    Die Spiele gegen St. Pauli, den HSV oder Stuttgart beispielsweise hätte man doch dem jeweiligen Spielverlauf folgend eigentlich im Sack gehabt. Wenn man da entsprechend auftritt, macht man eben noch ein Tor und hat dann wirklich Ruhe. Stattdessen konzentriert man sich eben nur noch darauf hinten vermeintlich sicher zu stehen, schläft dabei offensiv komplett ein und wird erst wach wenn es eigentlich schon zu spät ist (Das Stuttgartspiel ist dabei vllt. noch ein Sonderfall). So hat man mindestens mal gegen den HSV und St. Pauli 4 Punkte aufgrund des eigenen Auftretens verschenkt, die man niemals hätte verschenken müssen.
    Ob man mit der von mir geforderten Herangehensweise auf das nächste Tor zu gehen dann auch in Leverkusen oder Augsburg gewinnt, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

    Unter Kovacs Vorgängern gab es deutlich mehr dieser Hand-gegen-Stirn-klatsch-Spiele (Unter Rose war es extrem). Der BVB ist unter Kovac deutlich konsistenter geworden. Weniger Ausreißer nach unten, aber auch weniger Ausreißer nach oben.

    Und da muss man bei einigen Siegen einfach anmerken, dass das wenig mit dem Fußball von Kovac sondern v.a. mit Glück zu tun hat. Exemplarisch kann man da auch dieses Spiel gegen Heidenheim anführen, dass -man muss das so deutlich sagen- im Ergebnis pures Glück war. Es kann kaum die taktischen Herangehensweise sein, dass man davon ausgeht, dass Heidenheim gleich mehrere 100%ige vergibt. Und wenn ich da mal so durch unsere Spiele scrolle, fallen mir locker drei, vier Spiele auf, bei denen die drei Punkte am Ende wirklich glücklich sind. Man muss auch gar nicht so weit zurückschauen. Man muss sich sicher nicht dafür entschuldigen, dass St. Pauli sich in der letzten Sekunde dumm anstellt und einen absolut unnötigen Elfer verursacht. Es hat aber eben auch nichts mit replizierbarem Erfolg aufgrund taktischer oder individueller Überlegenheit zu tun.

    Was für mich eigentlich das große Wunder ist, ist dass es aktuell scheinbar keine Mentalitätsdebatte in Dortmund gibt. Das, was ich v.a. auch in der Vorgabe des Trainers vermisse, ist die Herangehensweise Spiele (klar) gewinnen zu wollen. Und genau das mündet dann eben auch in den völlig unnötigen Punktverluste, die man aufgrund der viel zu passiven Herangehensweise (ganz speziell auch nach Führungen) hinnehmen musste. Exemplarisch schaue man sich das Hinspiel gegen St. Pauli, den HSV, Stuttgart oder auch Juventus, Bodo oder Inter in der CL an.

    Diese Spiele, bei denen man am Ende glücklich Punkte holt, sind kein neues Phänomen, das gab es auch unter Favre schon. Was es unter Kovac nicht mehr gibt, sind 1:5 Heimklatschen gegen Stuttgart.

    Kovac hat vor einem Jahr eine absolute Trümmertruppe übernommen und es irgendwie geschafft, das Team in einem halben Jahr zu stablisieren und fit zu bekommen. Dafür sollten ihm alle BVB Fans dankbar sein.

    Punktetechnisch holt Kovac in dieser Saison das Maximum dessen raus, was rauszuholen ist aus diesem Kader. Ich persönlich sehe lieber diesen Rumpelfußball mit einem 1:0 Sieg, als nach einer 1:4 Niederlage von Analysten vorgeschwärmt zu bekommen, wie toll doch das Pressing im Mittelfeld war in der ersten Viertelstunde.

    Klar ist aber, dass das ganze nicht mehr langfristig funktionieren wird. Dieser Kader muss kernsaniert werden und der BVB muss wieder Spieler verpflichten, die das gewisse Etwas mitbringen. Und der wichtigste Schritt in diese Richtung wäre die Trennung von Sebastian Kehl, der in 3.5 Jahren keinerlei Arbeitsnachweis erbracht hat, dass er dieser Aufgabe gewachsen ist.

    Wenn ich entscheiden müsste, sähe mein Plan so aus: Kehl jetzt entlassen und mit einem kompetenten Kaderplaner den Umbau angehen. Im Sommer dann Trennung von Kovac und ein neuer Trainer, dessen Spielweise zu dieser Kaderphilosophie passt.

    Glaubst du wirklich, dass EU Soldaten auf die USA schießen werden? Das halte ich für sehr sehr unwahrscheinlich.

    Dänische Soldaten sind laut Gesetz verpflichtet, auf Invasoren zu schießen.

    Und es braucht auch dringend die Bilder von Särgen mit amerikanischen Fahnen, damit die Öffentlichkeit auch keinerlei Zweifel hegt ob der Tatsachen.

    Mehr Glück als Verstand

    Immerhin besser als der Fußball, den man unter dem Trainer-Azubi gespielt hat, wo man keins von beiden hatte.

    Und warum ist nichts über Transfers zu lesen? Will man ernsthaft ohne Verstärkung in die zweite Saisonhälfte gehen?

    Selbstverständlich haben sie das getan. Läuft alles in Europa. Aber was nützt mir eine Infrastruktur ohne funktionierende Betriebssysteme, Middleware und Applikationen, wenn die Zentrale in Redmond den Hahn zudreht?

    Was ich sagen will: Solange genug Infrastruktur hier steht, gibt es Wege den Hahn wieder aufzudrehen. Entweder kooperiert Microsoft Europa freiwillig oder aber die Infrastruktur wird enteignet und IT-Experten umgehen die Sperren. In einem typischen kommerziellen IT-Produkt sind Sperren grundsätzlich umgehbar, wenn genug Aufwand reingesteckt wird. Das Problem ist typischerweise eher, dass dann rechtlicher Ärger droht wegen Verletzung geistigen Eigentums. Aber der Respekt vor dem geistigen Eigentum von US-Firmen dürfte so ziemlich das erste sein, was wir aufgeben in diesem Konflikt.

    Das dürfte eine Container-basierte Anwendung sein, was heutzutage Standard ist. Sowas lässt sich in der Regel mit überschaubarem Aufwand zu einem anderen Anbieter portieren falls nötig. Das Problem ist eher dass AWS als der Default angesehen wird und Alternativen nicht in Betracht gezogen werden.

    munichblue Eure Chefs haben sich hoffentlich vertraglich zusichern lassen, dass die Infrastruktur auf europäischen Servern gehostet wird. Microsoft zum Beispiel bietet das als "EU Data Boundary" an seit einem Jahr. Alle Infrastruktur, die auf europäischem Boden steht, könnte im Worst-Case-Szenario einer Abschaltung von europäischen Bebörden übernommen und weiterbetrieben werden.

    Spannend wird es auch, wenn Trump beschließt, dass die USA das "EU–US Data Privacy Framework" kündigen und Trump kündigt ja gerne mal internationale Verträge. Dann wäre es auf einen Schlag illegal, wenn Daten in den USA verarbeitet würden und europäische Firmen wären dann gezwungen, eine teure Migration zu machen.

    Ich vermute, dass die europäischen Regierungen (richtigerweise) eingesehen haben, dass sie einen Schreiwettkampf auf Social Media gegen das Trump Regime nicht gewinnen können.

    Im Hintergrund werden hoffentlich härteste Maßnahmen wie Beschlagnahme von Auslandsvermögen reicher Amerikaner oder Schließung von Militärbasen in Europa als Ultima Ratio vorbereitet und über diplomatische Kanäle als mögliche Reaktion mitgeteilt.

    Die dann wie aussieht? Rückkehr des Schah-Sohns und Installation eines Regimes, wie es vor den Mullahs war? Oder glaubst Du ernsthaft, dass sich dort eine stabile Demokratie etablieren kann?

    Die Äußerungen von Reza Pahlavi (Säkuläre Demokratie, Friedensprozess mit Israel) klingen auf jeden Fall vielversprechend.

    Ob das nur leere Versprechungen sind, wird man aber warscheinlich erst hinterher sehen.

    Ich würde mal frech behaupten, jeder, der im Beruf mit Kalkulationen, Buchhaltung oder ähnlichen Themen zu tun hat. Und das sind sicher deutlich mehr als 5% der Bevölkerung.

    Da halte ich dagegen und sage, bis auf zwei, drei Einzelfälle macht das NIEMAND im Beruf.

    Jemand, der für sowas nicht die jeweilige Software benutzt, dürfte im Büro fragende Blicke ernten. Es braucht mehr Zeit und ist fehleranfälliger.

    Aber in der zweiten Partie des Tie-Breaks überschlugen sich die Ereignisse. In der Italienischen Eröffnung kam es zu einem typischen Manöverkampf, bei dem es Esipenko mit Schwarz zunächst gelang, den weißen Anzugsvorteil langsam weitgehend auszugleichen. Im Endspiel (jeweils Turm, Springer und ein paar Bauern) unterschätzte Yi wohl die Aktivität seines russischen Kontrahenten und fand sich nach objektiven Maßstäben schon auf der Verliererstraße. Natürlich konnte man - hier im Wesentlichen nur noch mit dem Inkrement von 30 Sekunden pro Zug ausgestattet - hier nicht mehr die perfekten Züge erwarten, aber letztlich hatte Esipenko nach 54 Zügen mit zwei Mehrbauern riesige Chancen auf den Sieg und die Qualifikation für das Finale ... und dann übersah er eine Verteidigungsressource und einen Zug später auch den direkten Angriff auf seinen Turm, wonach sich Yi natürlich nicht zweimal bitten ließ. Was ein Sieg, mindestens aber ein Remis für Esipenko hätte sein müssen, endete also durch einen Turmeinsteller mit einem Finaleinzug von Wei Yi. Fassungslos waren wohl alle - Spieler, Fans und sonstige Beobachter gleichermaßen. Tja, das ist Drama pur, hat aber nur herzlich wenig mit Schach auf Weltklasseniveau zu tun.

    Der Weltcup ist ein brutales Turnier, was jetzt auch schon 3 Wochen läuft. So ein Einsteller ist auf jeden Fall tragisch, aber menschlich betrachtet bis zu einem gewissen Grad verständlich.

    Und das Inkrement beim Schnellschach sind nur 10 Sekunden.

    Klarnamenpflicht wäre schon angenehm

    Fun Fact: Das wurde schonmal versucht, 2010 bei Blizzard Entertainment. Das sollte die als toxisch empfundene World of Warcraft Community zivilisieren. Ein Blizzard Mitarbeiter postete seinen Namen mit dem Vermerk, das sei ja kein großes Ding. Die Nummer ging so dermaßen übel in die Hose, dass die Pläne in weniger als einer Woche beerdigt wurden.

    Scholz tritt zum Ende einer Pandemie an, die in den russischen Angriffkrieg übergeht (natürlich nicht sachlogisch zusammenhängend) und bekommt noch 30Mrd weg geklagt (ob nun berechtigt oder nicht). Und auch wenn er sich das selbst ausgesucht hat, arbeitete er in einem Dreierbündnis.

    Merz arbeitet auch in einem Dreierbündnis. Die CSU ist jetzt gerade nicht auf Konfrontationskurs mit der Schwesterpartei, hat aber durchaus Potential für Sabotage auf Lindner-Niveau.

    Bis vor zwei Jahren hat man über Google gesucht und hat dann meist seine Antwort bei Links zu Tageszeitungen oder Magazinen gefunden. Inzwischen hat Google (oder andere Chatbots verfahren ähnlich) zu Anfang der Suchergebnisse seine eigene KI-Antwort an erster Stelle gesetzt. Die KI recherchiert in diesen Fällen blitzschnell auf den Zeitungs/Magazin-Seiten und fastt ein Ergebnis zusammen. Dieses ist nicht nur auf Grund der Schnelligkeit oft fehlerhaft, sondern kostet den Zeitungen (ich glaube) fast 80% Traffic. Dadurch können die Zeitungen/Magazinen auch nur noch 20% Werbebanner einblenden, was schließlich fehlende, dringend benötigte Einnahmen bedeutet.

    Es sind nicht nur fehlende Werbeeinnahmen. Die LLM Crawler sind teilweise so aggressiv, dass sie auf manche Dienste wie eine DDOS Attacke wirken.

    Ich bin auch mal gespannt, wie sich das finanziell ausgehen soll. Keiner der LLM Anbieter ist Stand jetzt profitabel, alle leben quasi nur vom Geld der Investoren. Die wollen aber natürlich irgendwann einen ROI sehen. Die Adoptionsrate ist schon jetzt relativ hoch und die Preise jetzt schon relativ happig. Wie die riesigen Profite entstehen sollen, die die derzeitigen gigantischen Investitionen rechtfertigen, erschließt sich mir noch nicht.

    Viel mehr als ein Saug- oder Wischroboter würde mich ja eine Staubwischdrohne o.ä. interessieren. Dafür würde ich glaube ich viel Geld hinlegen.

    Das dürfte ungefähr so enden wie der Loriot-Sketch "Das Bild hängt schief". Zehnmal schlimmer, wenn eine Katze mit im Raum ist.

    Kugelbuch (Tim Engelke) war/ist ein Hobbyspieler mit äußerst beschränktem schachlichem Niveau, der im Internet gegen Gegner vergleichbarer "Preisklasse" Partien spielt und streamt. Das ist - wenn überhaupt - reine Unterhaltung ohne jedes schachliche Niveau. Der Unterhaltungswert von Kugelbuch liegt am ehesten darin, dass sein (schachliches) Selbstbewusstsein weit oberhalb seiner schachlichen Spielstärke liegt, was zu völlig absurden Situationen führt. Trotz seiner geringen Spielstärke war er jedenfalls am Anfang als Youtuber/Streamer damit sehr erfolgreich und wurde sogar von chess.com unter Vertrag genommen.

    Er heißt Jonas, nicht Tim.

    Er hatte eine längere Pause gemacht wegen Problemen mit der mentalen Gesundheit.

    Ich kann auch Magdeburg richtig aussprechen, aber eben nur mit dem Wissen um die Besonderheit, dass man es nicht so spricht, wie man erwarten würde. Ein a vor einem g ist im Deutschen fast immer lang: Jagd, Magd, lag, Tag, wagen, sagen...

    Ja eben. Weißt du etwa nicht, dass Mecklenburg mit langem Vokal gesprochen wird? Erwarten würde man einen kurzen wie in lecken, schmecken, keck, Weck...

    Es ist ja leider noch nicht mal mit der selben Schreibweise konsistent.

    Bensheim wird mit kurzem e ausgesprochen, Bensberg mit einem langen :madness

    Was genau diese ominösen Gott gegebenen Rechte sein sollen, die jeder US Amerikaner mit der Knarre verteidigen darf, wäre auch im 21. jhdt. mal zu hinterfragen.

    Unter dem Eindruck der Revolution in Haiti 1791 wurde ein Recht geschaffen, dass es jedem weißen Amerikaner ermöglichte, Sklavenaufstände eigenhändig niederzuschießen.

    Und warum das nicht abgeschafft wird? War schon immer so. Also bleibt es so. Warum auch was ändern? Es könnte ja besser werden.