Beiträge von okoye

    "Normalität" kehrt ein....Der Corona Thread nur noch auf Platz sieben hier im Forum und der letzte Post 19 Stunden her ;-)

    Mein Dienstherr hat jetzt auch endlich reagiert. Jeder Mitarbeiter bekommt kostenfrei ein kleines Fläschchen Desinfektionsmittel. Ist das nicht toll?
    Ansonsten bleibt alles beim alten. Die enge, stickige Behördenkantine mit viel Publikumsverkehr und nur einer Toilette (ohne warmes Wasser und Seife, die
    ist immer so schnell leer) bleibt weiter offen. Der arme Kantinenpächter müsste ja sonst Einbußen hinnehmen. HomeOffice weiterhin nur für die, die es bereits haben
    und nur für die beantragten Tage (sonst könnten diese das ja schamlos ausnutzen und daheim wilde Corona Parties feiern).

    Gibt es eigentlich überhaupt noch einen Verein, egal ob GFL oder darunter, der noch einen Trainingsbetrieb aufrecht erhält bzw. bislang aufrecht erhalten hat?
    Hat sich ja ggf. morgen mit einem ShutDown erledigt, aber kann mich an paar Facebook-Einträge von Teams erinnern, die sich vehement dagegen gesträubt
    hatten.

    Heute morgen um 7:01 Uhr bei Edeka gewesen.
    Regal mit Nudeln > 2€: alle Varianten da, Regal komplett gefüllt
    Regal mit Nudeln < 2€: leer, nur noch ein Paar Packungen Vollkorn und Glutenfrei


    :D
    Auch in apokalyptischen Zeiten spart der Deutsche halt gerne :respekt

    ich arbeite im Sozialamt. Bei meinem Kollegen hat grad ein Kunde angerufen und gesagt, dass er mehr Geld bräuchte, weil er jetzt schon alles für Lebensmittel ausgegeben habe und im TV hätte man ja dazu aufgerufen alle Lebensmittelmärkte leer zu kaufen. Ich hab zuerst gelacht...

    Da scheint er kein Einzelfall zu sein ;-)
    Hier im NETTO in der Stadt sah es bis Samstag noch vollkommen normal aus. Gerade eben in der Pause wollte ich mir was holen: fast nix mehr da. Sah aus wie nach einer Plünderung. Brot komplett, Nudeln komplett, Konserven, Schokolade weg. Selbst das Klopapier: weg :-)
    Gut, wollte eh paar Kilo abnehmen.

    Stimmt, aber derzeit fällt es mir wieder extrem auf, wie schwerfällig und unflexibel der öffentliche Dienst ist. Wir haben einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bislang
    Home Office nutzen. Allerdings meistens nur 1 bis 2 Tage in der Woche. Wäre ja dann relativ einfach, diese für die ganze Woche von zu Hause arbeiten zu lassen. Muss aber
    erst noch "umfassend" geprüft werden (dauert jetzt seit letzten Dienstag; die Gleichstellungsbeauftragte ist krank und man will sie einbinden!)
    Bis da eine Entscheidung getroffen wird, ist es wahrscheinlich schon zu spät.

    Bei uns wird seit Stunden beraten. Der öffentliche Dienst bekleckert sich da wirklich nicht mit Ruhm, das würde ich auch so unterschreiben.


    Bin dann gottlob nicht alleine ;-) Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid. Wobei mir schon Angst & Bange wird; nicht wg. des Viruses, sondern eingedenk der Tatsache, wie
    dringendst reformbedürftig der gesamte öffentliche Dienst inkl. Politikbetrieb ist. Hoffe, dies nehmen wir alle aus der Krise mit als Hausaufgabe für die Zukunft.

    Wobei: eigentlich auch wieder gutes Beispiel für den Wildwuchs. In einem Land G8 in einem andern G9. In einem Land darf man also ein Jahr früher Geld verdienen in dem anderen ein Jahr später.

    Kultus ist ja einer der (wenigen) Bereich in denen die Länder noch wirkliche, inhaltliche Kompetenz haben, insofern hinkt das Beispiel. Aktuelles Beispiel aus (meiner) Praxis: Umsetzung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes. Gesetzgebung Bund, Ausführung Land. Reinstes verwaltungsjuristisches Chaos. Und da sind auch landsmannschaftliche Sonderheiten eher zweitrangig.

    Momentan spüren wir sicherlich einige der Nachteile des Föderalismus besonders stark, aber ich bitte bei alledem die Vorteile nicht komplett zu vergessen. Einen Zentralismus französischer Prägung möchte ich hier nicht einmal annähernd haben. Und dass man kleinere Länder wie Belgien, Dänemark, Österreich etc. nur schwer mit Deutschland vergleichen kann, sollte ebenfalls offensichtlich sein.

    Habe weder verglichen noch den Föderalismus in Toto in Frage gestellt. Aber muss es wirklich auch weiterhin das Modell 16 sein? In meinem Arbeitsbereich spüre ich den Föderalismus eher als großen Hemmschuh. Man setzt nur um, was in BER ins Leben gerufen wurde, hat inhaltlich keinen Gestaltungsspielraum, aber man muss sich ja profilieren und diskutiert daher unendlich über Verfahrensmodalitäten und jeder möchte am liebsten seine eigene Lösung.

    Verstehe ich dich richtig? Du bist froh, dass dir eine Entscheidung die du machen musstest, und die auch dich betrifft, von jemand anderem getroffen wurde? :eek:

    Ja verstehst Du. Es ist nun mal nämlich so: wahrscheinlich ist das Risiko, den Ereger zu erhalten und weiter zu verteilen in meinem Job höher, als in der Woche Skiurlaub in Fiss (fahren LANGLAUF, kein Alpin und haben auch nichts mit Apres-Ski am Hut, können also Menschenansammlungen vermeiden). In meinem Job hab ich jeden Tag mit vielen, vielen Leuten zu tun, alleine auf dem Weg zur Arbeit im Bus. Trotzdem habe ich mich natürlich gefragt, ob man in "solchen Zeiten" noch lustig, fröhlich Freizeitbeschäftigungen nachgehen sollte und längere Reise auf sich nehmen soll. Letztlich hätte ich mit meiner Entscheidung auch die anderen der Gruppe "belastet" ( von den Stornokosten 90 % ganz zu schweigen). Sorry, dass ich da schon mal den ein oder anderen Moment drüber nachdenken musste ;-)

    So, Belgien macht auch dicht - wir sind nun fast lückenlos von Ländern umgeben, in denen die Schulen geschlossen sind. Aber bei uns ist das alles nicht so einfach und muss noch eine Weile geprüft und in jedem Bundesland einzeln diskutiert werden...

    Und wieder wird mir mal klar, in was für einem Land wir leben. Der Föderalismus gehört dringend reformiert, aber solange 16 MP und ihr Gefolge Posten und Pöstchen benötigen, wird da gar nichts passieren. Arbeite im öffentlichen Dienst und mir wird manchmal Angst und Bange wie schlecht wir regiert und verwaltet werden. Wenn die fetten Jahre vorbei sind, wird es scheppern, da bin ich mir sicher.


    Österreich hat den Skibetrieb eingestellt; bin froh, dass man mir die Entscheidung abgenommen hat (wäre morgen für eine Wochen nach Fiss gefahren).

    Ich glaube durchaus dass China etc. dass ganze im Griff hat. Es wird halt auch rigoros durchgegriffen mittlerweile. Hier in Deutschland kocht jeder sein eigenes Süppchen. Bestes Beispiel folgendes:

    Moralisch hinstellen, wir folgen auch bei unseren Live-Shows den Richtlinien... Bullshit. Dann sagt man den Kack ab oder halt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Bei 1001 könnte ja was passieren, aber bei 900 nicht? Dummheit kennt keine Grenzen.

    Unverantwortlich. RTL ist (für mich) gottlob kein Maßstab. Aber sich später hinstellen, und der Politik Versagen vorwerfen.

    Apropos Arrowhead:
    Was glaubt ihr, haben wir einen neuen Touchdown Song? Nach dem Ende von Gary Glitters "Rock & Roll Part II" und der legendären Chiefs Adaption ("We gonna beat the Hell outta You!"), konnte
    ja der Nachfolger wenig überzeugen. Aber mit Kelces Beastie Boys Nummer wäre ein würdiger Nachfolger gefunden mit entsprechendem Mitgröhlpotential. Könnte der Start einer neuen Tradition sein, von
    der wir noch unseren Kindern erzählen können (oder Enkelkindern, je nach Alter :-)

    So langsam beginne ich es dann auch zu begreifen. Super Bowl Champions.


    Was eine Saison. Es war einfach "unsere" Saison. Beginnend im letzten Jahr mit der bitteren Niederlage gegen die Patriots war die Ansage klar: Superbowl or Bust.
    Und dabei sah es nach der Schrecksekunde in Denver eher nach der zweiten Option aus. Aber im Nachhinein konnte uns nichts besseres passieren. Mit Mahomes
    Verletzung begann der Aufstieg der KC Defense. In den Wochen davor war ja kaum eine Verbesserung zu 2018 zu verzeichnen. Und nun, Schritt für Schritt, eine
    wirklich solide Defense. Ob es daran lag, dass das neue 4-3 System langsam Früchte trug oder die Defense einfach die Challenge angenommen hat, die Saison
    zu retten, wer weiß.
    Mahomes musste dann nach seiner Rückkehr nicht mehr die Spiele alleine gewinnen. Ein riesiger Schritt in Richtung PlayOffs. Das Saisonfinale dann wie aus dem Drehbuch: Dolphins
    schlagen die Patriots und wir sichern uns in letzter Sekunde noch den # 2 Seed. Dann das Comeback gegen Houston. Was muss solch ein Comeback Sieg für einen
    Vetrauensboost geben? Dann das Aus der Ravens gegen die Titans und das AFC Championship Spiel zu Hause. Viele plapperten weiterhin von der löchrigen Chiefs Defense und
    mussten sich eines besseren belehren lassen. Genauso wie im Super-Bowl: kaum einer hat an die Chiefs Defense geglaubt, aber am Ende des Tages waren sie für mich
    die Matchwinner. Als das Spiel auf der Kippe stand, hat man das Heft in die Hand genommen und die 49ers Offense abgemeldet.


    Der Beginn einer neuen Dynastie? Ach, wisst Ihr was? Mir vollkommen egal 8) Andy Reid hat endlich seinen Titel, er hat sich gefreut, wie ein kleines Kind. Man hat
    bis nach Koblenz gespürt wie ihm die Steinbrocken vom Herzen gefallen sind. Die Chiefs sind keine "Underachiever" mehr, sie haben seit 50 Jahren wieder eine
    Championship-Saison gespielt. Alles andere zählt erst mal nicht.

    So langsam sackt alles und ich beginne die Kombi "Chiefs & Super Bowl" doch zu begreifen :-)
    Die Bilder aus Arrowhead sind doch Balsam auf geschundene Chiefs-Fanseelen.
    Die Trophäe ist endlich zu Hause :-)



    Bei aller Freude über den Einzug in den Super-Bowl (ah, das geht runter wie Öl): wer von Euch hat auch bei bei Andys Playcalling / Clockmanagement zum Ende
    der Partie unerwünschte Erinnerungen bekämpfen müssen? Fand es wieder extrem seltsam, dass er vier Minuten vor Schluss den Fuß vom Gas nimmt und
    auf das Laufspiel setzt. Ein Laufspiel, das er in der ganzen Partie, trotz lauffreudiger Box, vernachlässigt hat. Gab ja dann auch drei und raus und wir
    haben den Titans noch mal Chance auf ein mögliches Comeback eingeräumt.

    Super Bowl....
    Man man, nach all den enttäuschenden Jahren bringt uns Mahomes ins nächste Level. Bin ehrlich: ich war Smith Anhänger, war mehr als skeptisch. Meine Fresse, hat mich #15 dafür gestraft

    Sehe ich auch so, die Defense macht mir schon länger nicht mehr die großen Sorgen. Deswegen bin ich ja optimistisch, dass es dieses Jahr mit dem Super-Bowl Einzug klappen wird. Chiefs D hatte die Texans meistens gut unter Kontrolle, der 0-24 Rückstand war komplettes Versagen und nicht auf die Defense zu schieben.


    Klar, ein Spaziergang wird es nicht. Aber Hand aufs Herz: Mit Mahomes auf der Kommandobrücke ist schon was anderes als mit Alex Smith (so gerne ich ihn auch als Charakter hatte).

    Was. Ein. Spiel.
    Wenn wir es dieses Jahr nicht schaffen dann weiß ich auch nicht mehr. Ein solchen Fehlstart noch so umzubiegen und zu dominieren (51-7 ab dem 2. QTR) zeugt von einer mentalen Stärke und einer Einstellung, die wir sonst in wichtigen Spielen nicht hatten.