Beiträge von Just|Me

    wie soll ich es nett ausdrücken? vielleicht war es im verschlafenen Wisconsin noch nicht angekommen, dass das am Sonntag nicht das übliche 4. Preseason Spiel war, sondern schon für die Saison zählte? :paelzer:


    P.S.: je eher man Strokes aufs Feld stellt, desto besser. fragt sich nur, ob Barry das auch erkennt.

    die BTW regt mich schon jetzt auf und dabei sind noch Wochen hin. dachte, der Wahl-O-Mat würde mir vielleicht helfen, aber eigentlich bin ich so schlau wie vorher.


    kurze Erklärung: ich selbst würde mich tendenziell als apolitisch bezeichnen, was nicht bedeutet, dass ich zu den Themen keine Meinung habe. jedenfalls, als sich der aktiv wählende Just|Me 2005 in den Ruhestand begab, tat er das aber mit dem Vorsatz, in dem Moment wieder aktiv zu werden, in dem Gefahr besteht, dass eine BTW zugunsten eines extremen oder extremistischen Bündnisses ausgehen könnte. also habe ich mir dieses Jahr die Wahlunterlagen zuschicklen lassen, doch so richtig kann ich ruhigen Gewissens nirgendwo mein Kreuz machen. meine Meinungen zu den verschiedenen Themen sind (und waren es auch in der Vergangenheit) so breit über die Parteienlandschaft verteilt, dass irgendiwe alle angewählten Optionen in der Wahl-o-Mat Auswertung bei 53% +/- liegen. würde ich dann halt die Entscheidung einfach an einen der Spitzenkandidaten knüpfen, wird es noch schwieriger. da habe ich die Wahl zwischen einem Sprechblasenfüller bei dem man denkt, seine Partei hat ihn nur nominiert um Zeit zu gewinnen, bis sie einen echten Kandidaten gefunden hat, dann einem Mann mit dermaßen starken Erinnerungslücken zu Themen aus seinem "Kompetenzbereich" das ich mich frage, ob man da nicht schon von Demenz sprechen kann und schlußendlich noch ens Kobold*innen.


    aber was sind die Alternativen? Stimme ungültig machen? einfach das Kreuz bei Die Partei oder Freie Wähler machen (selber Prozentbereich wie die "Etablierten")? hilft mir das wirklich weiter? bin für Ratschläge offen.

    ich habe mal den Draft noch als Datei angehängt. und hier noch die 2021er Mountain Tigers


    1.(5)Ezekiel Elliott (Dal - RB)
    2.(24)DeAndre Hopkins (Ari - WR)
    3.(33)Chris Carson (Sea - RB)
    4.(52)Robert Woods (LAR - WR)
    5.(61)Darrell Henderson Jr. (LAR - RB)
    6.(80)Tyler Higbee (LAR - TE)
    7.(89)Ryan Tannehill (Ten - QB)
    8.(108)Jonnu Smith (NE - TE)
    9.(117)Bobby Wagner (Sea - LB)
    10.(136)Trey Lance (SF - QB)
    11.(145)Jaylen Waddle (Mia - WR)
    12.(164)Jayon Brown (Ten - LB)
    13.(173)Devin Bush (Pit - LB)
    14.(192)Myles Jack (Jax - LB)
    15.(201)Rashaad Penny (Sea - RB)
    16.(220)Tua Tagovailoa (Mia - QB)
    17.(229)Nick Bosa (SF - DE)
    18.(248)Matt Prater (Ari - K)
    19.(257)Salvon Ahmed (Mia - RB)
    20.(276)Danielle Hunter (Min - DE)

    nachdem ich letztes Jahr etwas überrascht worden bin, dass einige Teams bis zu 3 QBs geparkt hatten und ich dann natürlich ziemlich scheiße dastand, als Burrow auf IR ging, habe ich das dieses Jahr anders gehandhabt. mit Tannehill habe ich meinen Wunsch QB, mit Tua einen, der ein starkes Camp + Preseason gespielt hat und mit Lance einen Sleeper, der, sollte er Starting QB werden, unglaublich gute Matchups in den letzten Wochen der Saison hat.


    mit Elliot, Carson und Henderson 3 Starting RBs mit angenehm versetzten Bye Weeks, dazu mit Penny und Ahmed 2 mögliche starting RBs, sofern da Verletzungen zuschlagen. eigentlich wette ich nur ungern gg. einen meiner Starter, indem ich auch seinen Backup nehme, aber das Board war dermaßen leergefegt, dass ich da den für mich BPA Pick machte.


    WR sind mit Hopkins und Woods gut besetzt, Waddle war ein reach, aber ich wollte ihn unbedingt haben. Depth habe ich hier quasi keine, aber da wir nur mit einem WR Spot spielen, passt das hoffentlich.


    bei den TE habe ich mit Higbee und Smith genau die beiden, die in meinem Ranking in den Runden auch oben standen. Smith traue ich bei den PAtriots eine Gronk Rolle zu, hoffentlich bleibt er mal frei von Verletzungen.


    alles in allem sehr zufrieden.

    Ich könnte aktuell nicht wirklich eine Vorhersage zu dem Spiel machen. Ich freu mich drauf, auch wenn Jacksonville jetzt nicht so mein Traum ist. Hoffentlich kommen wir nach dem Sommertheater gut aus den Startlöchern

    :paelzer: also wir spielen IN Jacksonville, aber gg. die Saints. oder verstehe ich deine Aussage falsch?

    Ok dann bleibe ich bei den 99,5 :mrgreen:


    Ich sehe Stafford als einen guten QB, der aber noch beweisen muss, ob er wirklich in der Lage ist auf höchstem Level zu performen. Da ist Brady alleine vom Kopf her ein anderes Kaliber. Aber mal sehen

    ohne jetzt zu sehr Offtopic zu posten: ich wollte keinesfalls Stafford mit Brady vergleichen. was ich aber sagen wollte ist, dass es der kreatziven Offense von McVay mMn lediglich an einem Top 12 QB mangelte, um das ganze Potential ausschöpfen zu können. den haben sie nun und es wird sie nicht schlechter machen.

    Warum siehst du aktuell die Rams noch vor den Packers ? Bin da noch nicht so im Thema drin

    für meine Begriffe fehlte den Rams nur ein guter QB, um die Offense richtig durchzuzünden. diese Lücke haben sie mE mit Stafford exzellent geschlossen. auch wenn ihr #1 RB leider out for season ist, sollte das trotzdem locker zu einer Top 10 Offense reichen. und das gepaart mit der Defense.... im Prinzip sehen wir hier das gleiche, wie 2020 bei den Buccaneers.

    ok, ich hoffe, es haben sich nicht zu viele Fehler eingeschlichen, habe ein wenig mit den ganzen Formatierungen zu kämpfen gehabt und da spirngt der Text manchmal an Stellen, wo man ihn nicht hinhaben wollte.

    da ich die Preview noch vor dem Wochenende einstellen wollte, gleichzeitig aber wenig Zeit habe, werde ich wahrscheinlich auf Veränderungen im Roster, beginnend letzte Nacht, nicht mehr im Detail eingehen können. Preview kommt im Laufe des Tages.

    Ausblick Saison 2021 – The Last Dance

    Spielplan und Prognose


    @SaintsW
    LionsW
    @ 49ers .
    L
    SteelersW
    @BengalsW
    @BearsW
    WFTW
    @CardinalsL
    @ChiefsL
    SeahawksW
    @VikingsL
    RamsL
    Bye
    BearsW
    @ Ravens .
    W
    BrownsW
    VikingsW
    @LionsW


    Sowohl Adams als auch Rodgers hatten es in einem gleichlautenden Tweet gepostet: The Last Dance. Nach den Querelen dieser Offseason zwischen dem zukünftigen HoF QB und dem Packers Frontoffice ist es sehr wahrscheinlich, dass in der Saison 2022 plötzlich die #10 als QB der Packers auflaufen wird. Die zahlreichen Vertragsumstrukturierungen mit dem damit verbundenen Verschieben von Gehältern in die Zukunft werden das Team nach dieser Saison auch völlig anders aussehen lassen. Das Verschieben zu Lasten des 2022er Caps kann man auch als eine Art all-in werten, mit dem man versucht, zusammen mit Rodgers doch noch den ganz großen Wurf zu landen. Auch wenn ich dem Team und den Coaches einiges zutraue, so wird das doch ziemlich schwer. Sowohl die Buccaneers als auch die Rams halte ich für besser besetzt und stärker, sehe also beide im Rennen um die NFC Krone vor uns. Auch die Wahrscheinlichkeitsrechnung spricht gegen uns, denn man muss zum 3. Mal innerhalb genauso vieler Seasons erstmal bis ins NFC CCG kommen. Der schwere Schedule hilft da natürlich auch nur bedingt weiter. Man muss da schon sehr fehler- und vor allem verletzungsfrei durch die Saison kommen und dann schauen, was die Gegner so an Federn gelassen haben.


    Die 5 prognostizierten Niederlagen sind vielleicht eine zu viel, allerdings halte ich auch den clean sweep gg. die AFC North für recht unwahrscheinlich. Aber ob nun 12:5 oder 13:4, beide Varianten sollten für den Gewinn der NFC North Krone reichen. Auch in diesem Jahr sehe ich da die kälteempfindlichen Jungs in lila als die größten Kontrahenten, es sei denn, Chicago stellt sehr früh auf Fields um und kann gleichzeitig an alte Defense Leistungen anknüpfen. Für die Lions wird es wohl noch min. 1 Jahr zu früh sein, um da ernsthaft um die Vorherrschaft im Norden mitzuspielen.


    Key-Faktoren

    • Wie gut übersteht unsere OLine die ersten 6 Wochen? Da stehen ein paar namhafte Pass Rusher auf der anderen Seite…
    • Wie groß ist der „Berry-Faktor“ bzw. wie sehr kann sich die Defense verbessern?
    • Werden wir wieder unter den Aussetzern bei den Special Teams zu leiden haben oder kommt nun endlich mal ein Turnaround?
    • Mit wie viel „ich zeig es euch erneut“ Motivation wird Rodgers auflaufen und transferiert sich diese dann auch in den zusätzlichen Kick Genie ohne gleichzeitig den Wahnsinn mitzubringen?

    Subjektive Prognosen

    • Es wird die letzte Saison mit #12 in Green Bay sein
    • Diese wird in den Playoffs enden
    • Die Packers holen den SB mit einem überragenden Rodgers, der danach die Pferde sattelt und Richtung Denver in den Sonnenuntergang reitet
    • Preston Smith beendet die Saison als Sack Leader
    • MVS wird seine Breakout Season haben
    • Adams wird keinen neuen Vertrag vor Ende der Saison unterzeichnen
    • Die Lions werden 2x gedemütigt (sorry sportlichkiel , aber der musste wieder sein 😊 )


    In diesem Sinne:


    GO PACK GO!

    Defense

    Defensive Line

    • Player (6)
      • DE Dean Lowry / DT Kenny Clark / DT Tyler Lancaster / DE Kingsley Keke / DE Jack Heflin / DT Tedarell Slaton
    • Rating – Starter: B- / overall: C
      • Eigentlich besteht die Line nur aus Clark, denn alle anderen haben bisher mE nur Backup Qualitäten gezeigt. Der Umstand an sich ist auch ein Teil meines Zweifels, wie sich wohl das Konzept von Berry erfolgreich und kurzfristig implementieren lässt. In der Preseason hat mir da Jack Heflin (aka Mr. trash can full of dirt) noch am besten gefallen, gefolgt von Slaton. Nun ist es ja aber so, dass die Spieler heutzutage nicht immer fest entsprechend ihrer Position eingesetzt werden. Wir werden also ganz sicher mehr Packages sehen, in denen einer der 3 OLB (Smith/Gary) mit an der Line auftauchen wird

    Inside Linebacker

    • Player (5)
      • Krys Barnes / De`Vondre Campbell / Ty Summers / Owen Biurks / Isaiah McDuffie
    • Rating - Starter: C- / Overall: C-
      • Auch hier gilt (und das leider schon seit Jahren): mehr Masse als Klasse. Für mich die mit Abstand schwächste Unit im Team und der größte Grund für meine Skepsis für unser neues Defense Konzept. Es wird hier sehr darauf ankommen, wie flexibel und kreativ Berry das Personal entsprechend der jeweiligen Stärke des einzelnen Spielers einsetzt. Wenn man es eher positiv betrachtet, könnte man auch sagen, dass zum Beispiel Burks in seinen Jahren beim Pack noch nie so gut ausgesehen hat wie in den 2021er Preseason Spielen. 5 ILB im Roster erscheint etwas viel, aber bei den Jungs wird sicherlich auch einiges an Special Teams Einsätzen dazu kommen

    Outside Linebacker

    • Player (5)
      • Za'Darius Smith / Preston Smith / Rashan Gary / Jonathan Garvin / Chauncey Rivers
    • Rating – Starter: A- / overall: B
      • Bei den OLB ist wahrscheinlich die größte Sorge die fehlende Tiefe auf der Position. Von der Smith Wrecking Crew unter freundlicher Mitwirkung von Gary erwarte ich große Dinge, denn sie müssten vom neuen DC zusätzlich profitieren. Dazu kommt, dass Preston mit seiner Vertragsstrukturierung eine Wette auf sich selbst abgeschlossen hat, die maßgeblich seinen Vertragswert für 2022 bestimmen wird. Gary darf gern mit einer Breakout Season glänzen. Aber hinter den 3en ist es halt sehr dünn. Mit Garvin behält man einfach erstmal den Draftpick im Team, komplettiert von Rivers. Ich hatte hier ursprünglich nur 4 Spieler erwartet, denn der Leistungsunterschied zwischen Garvin / Rivers / Rest war nicht sehr signifikant, so dass man sicherlich mindestens einen der Spieler ins PS bekommen hätte

    Cornerbacks

    • Player (6)
      • Kevin King / Chandon Sullivan / Jaire Alexander / Eric Stokes / Shemar Jean-Charles / Issac Yiadom
    • Rating – Starter: B- / overall: B-
      • Neben dem Probowler Alexander haben wir sowohl im Slot als auch auf dem Perimeter mit Sullivan und King 2 solide, aber eben nur durchschnittliche Starter, die in dem ein oder anderen Team vielleicht sogar nur die Backups wären. Aber solange man King nicht auf einem Island lässt und Sullivan ebenfalls ab und an Unterstützung von den Safties erhält, passt das schon irgendwie. Mit Strokes steht schon der erhoffte Qualitätssprung auf der aktuell noch von King besetzten Position in den Startlöchern. Sullivan wird den Atem von Jean-Charles im Nacken spüren und muss ebenfalls um seinen Job kämpfen. Die Tiefe in der Gruppe und der damit verbundene Konkurrenzkampf sollte das Spiel auf Corner auch weiterhin verbessern. Das gilt hoffentlich auch für Yiadom, denn was der in seinem ersten Spiel in Green&God abgeliefert hat, war eine Zumutung. Irgendwie sollten wir überlegen, die #24 nicht mehr an Corner zu vergeben. Das scheint irgendwie kein Glück zu bringen. Mein Vertrauen bezüglich weiterer Qualitätssteigerung für diese Unit liegt da übrigens auch ganz klar beim Position Coach Jerry Gray

    Safeties

    • Player (4)
      • Adrian Amos / Darnell Savage Jr. / Henry Black / Vernon Scott
    • Rating – Starter: A / overall: C+
      • Die Starter sind meiner Meinung nach mit das beste Safety Duo der Liga. Savage traue ich in diesem Jahr sogar seine erste Probowl Season zu, welche er mit 1-2 INT von Winston in Woche 1 einläuten wird. Dahinter hat sich mit seinen Leistungen in der Preseason FS Black, einer unserer 2020er UDFAs, fest etabliert. Da sich Redmond leider während der Saisonvorbereitung schwer verletzt hat, geht man mit einem angeschlagenen Scott auf SS recht dünn besetzt in die Saison. Eventuell gibt es da nach den finalen Cuts noch Bewegung, ansonsten wird man sicherlich noch 1 oder 2 Safeties im PS parken

    Special Teams

    • Player (3)
      • K Mason Crosby / P Corey Bojorquez / LS Hunter Bradley
    • Rating – C
      • Crosby ist der Fels in der Brandung, der Rest der Spezialisten ist bzw. war unterer Durchschnitt. Speziell bei LS Bradley ist mir nicht klar, wie der es ein weiteres Jahr ins Team schaffen konnte. Seine Snaps sind zu oft sehr unpräzise und Scott musste ihm mehr als nur einmal den A***h retten. Scott war ebenfalls ein Musterbeispiel schwankender Leistungen. Es gab Punts, die passen in einen Lehrfilm und dann gibt es wieder absolute Gurken, die ich mir auch noch zugetraut hätte. Offensichtlich hat auch das FO die Situation ähnlich gesehen und sich in den Final Cuts vom ehemaligen Draft Pick getrennt und dafür via Trade Corey Bojorquez von den Rams verpflichtet. Seine Stats aus 2020 lassen auf ein klares Upgrade hoffen
      • neulich erwähnte einmal einer der NFL Kommentatoren, dass man an der Stärke (oder eben Schwäche) der Special Teams auch die Qualität des Kaders erkennen kann. Wenn dem wirklich so ist, hatten wir im vergangenen Jahrzehnt ein deutlich schwächeres Gesamtteam, als es die Records jedes Jahr so vermuten lassen


    Team (vorläufig)

    Offense

    Quarterbacks

    • Player (2)
      • Aaron Rodgers / Jordan Love
    • Rating – Starter: A+ /overall B
      • In der letzten Preview hatte ich Rodgers noch B+ gelabelt mit der Einschätzung: „Auch wenn einige jetzt denken mögen: wtf? Rodgers nur B+? besoffen oder wie? Ganz ehrlich? Rodgers muss mir erst einmal beweisen, dass er wieder ein MVP Kandidat sein und in alter Qualität spielen kann.“ Und was hat er mich meine Worte fressen lassen! Als amtierender MVP der Liga ist das Label für ihn klar und das Hick Hack in der Offseason wird ihn mit einem zusätzlichen Tick Motivation spielen lassen
      • Thema Backup: eigentlich ist es egal, ob da ein Love oder ein Boyle sitzt, denn kommt der Tag, an dem der Backup QB im Spiel auflaufen muss, hat das Pack entweder das Spiel schon in Sack und Tüten oder aber es herrscht Alarmstufe rot. Love ist nach dem, was man bisher von ihm sehen konnte, noch ein ziemlicher Prospect und als Backup sicherlich aktuell noch nicht stärker, als es ein Boyle im Jahr davor war

    Runningbacks

    • Player (3)
      • Aaron Jones / AJ Dillon / Kylin Hill
    • Rating – Starter: A / overall C+
      • Ich denke, dass es aufgrund eines fehlenden Fullbacks dieses Jahr mit nur 3 RB in die Saison gehen wird. Mit Jones haben wir natürlich einen Top RB als Starter, dahinter den letztjährige 2nd Rounder Dillon. Bei ihm bin ich mir noch nicht sicher, ob er Williams qualitativ schon 1:1 ersetzen kann. Seine Verantwortung beim Pass Blocking war letztes Jahr doch noch sehr limitiert, daher fällt die Einschätzung schwer und ich bleibe für die Gruppe bei meinem C+. Rookie Hill komplettiert das Trio nach einem beeindruckenden Camp + Preseason und wird ganz sicher im kreativen Playcalling von LaFleur eine Nischenrolle finden

    Tight Ends

    • Player (4)
      • Robert Tonyan / Marcedes Lewis / Josiah Deguara / Dominique Dafney
    • Rating – Starter: B+ / overall: C+
      • Nach einem jahrelangen Nischendasein unter McCarthy hat die Integration von TE in das Packers Offense System unter LaFleur natürlich einen riesigen Boost erfahren. Darauf begründet sich auch die Breakout Season von Tonyan, der in 2020 zu den Top 5 TE der Liga gehörte. Seine Zahlen könnten in diesem Jahr vielleicht ein wenig schwächer werden, denn man wird den hohen Draft-Invest in Deguara ganz sicher auch verstärkt nutzen wollen. Der ehemalige UDFA Dafney verdrängt den 2019er 3rd Round Pick Sternberger, welcher den Erwartungen nie wirklich gerecht werden konnte und der sich mit seiner Sperre zusätzlich ins Abseits manövriert hat. Durch diese Sperre für die ersten beiden Spiele zählt er aktuell nicht gegen den 53er Roster. Das FO kann sich also noch etwas Zeit lassen mit der Entscheidung, ob man ihn eventuell noch ein Jahr Frist gibt oder eben nicht. Über Lewis gibt es nicht viel zu sagen, er blockt und blockt und blockt.....
      • Da aus der TE Gruppe heraus auch Full-/Halfback Formationen bedient werden, machen die 4 Spots auch absolut Sinn

    Wide Receiver

    • Player (6)
      • Davante Adams / Marquez Valdes-Scantling / Randall Cobb / Amani Rodgers / Allan Lazard / Malik Taylor
    • Rating – Starter: B / overall: B
      • An der Spitze der WR Position hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert. Hinter dem besten WR der Liga konkurrieren MVS und Lazard um den #2 WR Spot. Mit Cobb und Rodgers hat man gleich 2 Spieler für den Slot, was prinzipiell ja gut ist. Da wir aber in 2021 wahrscheinlich noch mehr vom sogenannten „12 Personnel“ sehen werden, also 1 RB und 2 TE, limitiert das natürlich automatisch den Einsatz des #3 WR. Allerdings hat LaFleur in den vergangenen 2 Spielzeiten genug Kreativität bewiesen, um all die Waffen für Rodgers passend in Szene zu setzen
      • Prinzipiell gab es hier vor den Cuts eigentlich 5 Locks, was nur einen Spot übrig ließ. Für den gab es nur 2 echte Aspiranten, Funchess und Taylor. Da ersterer auf IR gelandet ist, war der Weg für Taylor frei. Das bedeutet auch, dass die Zeit von EQ mit den Packers hier ein Ende gefunden hat, es sei denn, man will ihn ins PS ziehen.

    Offensive Line

    • Player (9)
      • LT Elgton Jenkins/ LG Lucas Patrick / C Josh Myers / RG Royce Newman / RT Billy Turner / T David Bakhtiari (PUP) / T Yosh Nijman / T/G Dennis Kelly / G Jon Runyan / C Jake Hanson
    • Rating – Starter: C / overall: B
      • Wie ich das hier so schreibe bin ich irgendwie sehr erstaunt, wie anders die Line doch ohne unseren Starting LT aussieht. Dadurch, dass Bakhtiari aufgrund seines Kreuzbandrisses im Dezember letzten Jahres nicht in den ersten Wochen als Starter auflaufen wird, sind die Positionswechsel doch sehr umfangreich. Mr. Swiss-Army-Knife Jenkins wird wohl die Rolle als LT übernehmen, was einen Platz auf Guard freiwerden lässt. Als Center wird es wohl Rookie Myers übernehmen und auf RT Turner. Die beiden Guard Positionen sind aktuell noch umkämpft, ich denke aber, dass Patrick aufgrund seiner Erfahrung die besten Chancen hat, einen der beiden Spots als Starter abzufassen. Das würde auch erklären, warum man lieber Hanson anstatt Braden behalten hat, denn hinter Myers gäbe es sonst nur Patrick als Backup und man müsste die Line wieder neu zusammensetzen, falls da etwas passiert. Hanson wird dann wohl auch der cut, wenn Bakhtiari wieder zurück ins Team kommt. Beim LG würde ich aktuell auf Newman als Starter wetten
      • Die Bewertung sieht vielleicht ein wenig merkwürdig aus, weshalb ich eine Erklärung nachschieben will. Die „echte“ Starting Line wäre ja wahrscheinlich eher Bakhtiari / Jenkins / Myers / Newman / Turner (Kelly), eine Kombo, die natürlich besser zu ranken ist, als die Variante für Week 1. In der Eröffnungswoche sehe ich da aber sehr viele Fragezeichen und bin deutlich skeptischer, als einige andere hier im Forum. Jenkins auf LT macht mir da wenig Sorgen, der komplette Rest aber schon. Ein Rookie auf Center, flankiert von wahrscheinlich noch einem Rookie und einem Backup ist aber schon sehr suboptimal. Dazu noch Turner auf RT, solide, aber auch nicht mehr. Ich habe bisher nicht viel von Kelly gelesen (außer über seinen Presse Prank beim ersten Training), weiß also nicht, ob er als Starter auf RT in Frage kommen könnte
      • Für den Saisonverlauf bzw. die Entwicklung der Spieler mache ich mir aber, Verletzungen natürlich außen vor, wenig Gedanken. Einer der besten Coaches im Team ist mMn OLine Coach und Rungame Coordinator Adam Stenavich, der bisher wirklich außerordentliches geleistet hat

    Offseason – Das Drama nimmt seinen Lauf

    Front Office / Coaches


    Es gab hier 2 durchaus wichtige Änderungen. Der auslaufende Vertrag von DC Pettine wurde nicht verlängert, stattdessen holte man den Assistant HC / LB Coach Joe Berry von den Rams. Der Gedanke dahinter war klar. Die Rams haben eine der besten Defense-Units der Liga und man versucht, deren Erfolgsrezept via Berry zu importieren. Ich möchte nicht vorher schon urteilen (wer bin ich auch, dass ich mir das anmaßen könnte?), was mich allerdings nicht davon abhält, zumindest meine Skepsis zum Ausdruck zu bringen. Als es bei den Rams darum ging, nach dem Weggang von Brandon Staley den DC Posten neu zu besetzen, bekam Berry nicht mal eine Interviewchance für den Job. Da fragt man sich doch: warum? Eine weitere Frage drängt sich aufgrund des zu erwartenden Defense Konzepts auf, dazu aber mehr in den Positionsbewertungen. Die andere Veränderung lag ebenfalls auf der Hand: man trennte sich mit Mennenga vom nächsten aus einer langen Reihe an erfolglosen Packers ST Coaches. Auch er konnte in seinem Stint im Norden keine neuen Akzente setzen und wurde ausgetauscht. Den Job übernommen hat Drayton, der bis dahin als Assistant ST Coach fungierte.

    Free Agency

    Kaum war die Saison beendet, richtete sich der Blick schon auf die Themen Salary Cap und Free Agency. Was soll man sagen: die Liste der eigenen Leistungsträger, deren Verträge ausliefen, war lang und das Geld sehr knapp. Doch halt, da war ja noch was. So ziemlich jeder fragte sich wohl nach dem Interview: WTF? Rodgers plötzlich unsicher, wie seine Zukunft beim Pack aussieht? Was will er zwischen den Zeilen andeuten? Was da ungesagt in der Luft hängen blieb, sollte uns noch durch die Monate der Offseason mit einer sehr hohen Medienpräsenz begleiten. Doch zurück zum Cap und den eigenen Free Agents. Man startete mit ca. $33Mio über den Cap in die Saisonvorbereitung 2021. Das FO musste also sehr kreativ werden und man tat es anders, als es wohl die meisten erwartet hätten. Der direkte Weg zur Lösung des Cap Problems wäre wohl gewesen, sowohl Rodgers als auch Adams eine Vertragsverlängerung anzubieten. Allein mit diesen beiden Schritten hätte man das Cap Problem um bis zu $30Mio senken können. Aber man hätte seitens des Front Office damit auch klar die Schlüssel zum Stadion weiterhin in Rodgers Händen gelassen und den 1st Round Pick aus 2020 bereits jetzt als möglichen Trade Bait für die Offseason 2022 oder 2023 gelabelt. Der Fairness halber muss aber auch gesagt werden, dass es durchaus möglich ist, dass man #12 einen guten Vertragsvorschlag unterbreitet hat und er den nicht wollte. Auch dazu später nochmal mehr. Die Vertragsverhandlungen mit Adams führten bisher ebenfalls zu keinem Ergebnis. Meiner Meinung nach kann das direkt an die Rodgers Thematik gehängt werden. Zum einen weiß man nicht, ob Adams ohne Rodgers in GB würde bleiben wollen, zum anderen weiß man aber auch nicht, ob das FO überhaupt gewillt ist, Adams zum bestbezahltesten WR der Liga zu machen ohne zu wissen, ob nicht nach der kommenden mehr oder weniger ein Rookie als QB aufläuft. Da könnte man für den möglichen Rodgers/Love Übergang das Geld sicherlich gut woanders gebrauchen, vor allem wenn man bedenkt, dass das Team bereits jetzt $45Mio über dem 2022er Cap liegt. Diese hohe Belastung resultiert überwiegend aus den vielen umstrukturierten Verträgen (u.a. Amos, Bakhtiari, Smith Bros. und letztlich auch Rodgers).


    Trotzdem hieß es auch Abschied nehmen von einigen Leistungsträgern. Mit Linsley verlies uns der wohl beste Center der Liga, der mit seinem $62Mio Vertrag bei den Chargers nur dann in den Packers Cap gepasst hätte, wenn man anstatt dessen Jones geopfert hätte. Weitere nennenswerten Abgänge waren RB Williams und DL Adams. Letzterer ist aber auch nur deshalb „nennenswert“, weil er ein ehemaliger 3rd Round Pick war, der seinem Draftstatus niemals gerecht werden konnte. Dafür behielt man RB Jones, der einen sehr teamfreundlichen 4-Jahresvertrag (real ein 2-Jahresvertrag) unterzeichnete. Leider (subjektive Meinung des Autors) holte man auch CB King zurück ins Team. Die Schmerzen, die ich immer empfinde, wenn er 1:1 ohne Hilfe durch den Saftey covern muss, bleiben mir also auch in der kommenden Saison erhalten. Brady wird es zumindest freuen.


    Der ursprünglich einzige externe FA Zugang im Team, der hier aktuell Beachtung gefunden hätte, ist ILB De'Vondre Campbell von den Cardinals. Die Verpflichtung eines ILB war schon allein durch den neuen DC bzw. seinem wahrscheinlichen System in der Defense, viel Druck über die Front 7 zu generieren, mehr als wahrscheinlich. Die Scouting Reports zu Campbell sind eher durchwachsen, was angesichts dessen, dass man ihn in der zweiten oder dritten FA Welle verpflichten konnte, nicht weiter verwundert. Ähnlich wie im letzten Jahr wurde man dann noch spät in der FA Phase in Sachen Backup OT fündig. Man verpflichtete rein optisch gesehen Bakhtiari 2.0, die Titans Fans kennen ihn auch als Dennis Kelly. Durch die Annäherung von Rodgers / FO gab es auf Wunsch von #12 hin eine weitere Verpflichtung. Man holte via Trade WR Randall Cobb von den Texans zurück nach GB.


    Nennenswerte Abgänge

    • C Corey Linsley (Chargers) – sein Weggang sollte uns zumindest einen vernünftigen Comp-Pick in 2022 einbringen.
    • RB Jamaal Williams (Lions) – ich denke, unsere Rivalen in Motown werden ihre Freude an ihm haben und ich glaube auch, dass seine Rolle im Team größer sein wird, als es ihm im Moment viele zutrauen
    • DL Montravius Adams (Patriots) – ein verschwendeter 3rd Round Pick
    • G Lane Taylor (Texans) – nach seinem Aufstieg vom UDFA zum Starting Guard hatte er in den letzten beiden Jahren viel Verletzungspech und war eigentlich mehr oder weniger durchweg auf IR
    • QB Tim Boyle (Lions) – ein weiterer Wechsel innerhalb der Division. Mit seiner jahrelangen Erfahrung hinter Rodgers sicherlich keine schlechte Backup Lösung für einen öfter mal verletzten Goff
    • ILB Kamal Martin (ohne Team) – etwas überraschend kam der frühe Cut des letztjährigen 5th Rounders und das auf einer Position, welche wohl zurecht als schwächste Unit im Team bezeichnet werden kann

    Nennenswerte Zugänge

    • ILB De'Vondre Campbell - 1 Jahr / $2Mio / $1.1Mio garantiert – eine typische low risk / high reward Verpflichtung
    • T Dennis Kelly – 1 Jahr / $1.325Mio / $250k garantiert – Depth für die OLine

    Trades

    • Texans - CB Ka`dar Hollman / 2022 7th Round Pick
    • Texans - WR Randall Cobb / 2022 6th Round Pick
    • Giants - CB Josh Jackson / CB Issac Yiadom
    • Rams – P Corey Bojorquez + 2023 7th Round Pick / 2023 6th Round Pick

    Man swappte also mit den Giants 2 Cornerbacks, die relativ hoch gedraftet wurden, sich aber in ihrem jeweiligen Team nicht durchsetzen konnten. Beim Trade mit den Texans tauschte man im Grunde Hollmann gegen Cobb, denn beide 2022 Picks werden aller Voraussicht nach sowieso relativ eng zusammenliegen. Am Tag der Final Cuts trennte man sich von JK Scott und holte sich von den Rams Corey Bojorquez.


    Draft

    • Rd.1 / #29 overall – CB Eric Stokes – Georgia
    • Rd. 2 / #62 overall – C Josh Myers – Ohio State
    • Rd. 3 / #85 overall – WR Amani Rodgers – Clemson
    • Rd. 4 / #142 overall – OG Royce Newman – Ole Miss
    • Rd. 5 / #173 overall – DT Tedarrell Slaton – Florida
    • Rd. 5 / #178 overall – CB Shemar Jean-Charles – Appalachian State
    • Rd.6 / #214 overall – OG Cole Van Lanen – Wisconsin
    • Rd.6 / #220 overall – LB Isaiah McDuffie - Boston College
    • Rd. 7 / #256 overall - RB Kylin Hill – Mississippi State

    Ok, sortieren wir mal durch. Mit Stokes wurde prinzipiell der Nachfolger von King gedraftet. Leider performed er bisher im TC in den Preseason Spielen noch nicht so dominant, dass er King schon am 1. Spieltag ersetzen könnte. Was man aber so an Einschätzungen seitens der WR über ihn hört, lässt zumindest etwas Hoffnung aufkommen, dass er eher früher als später den Posten gegenüber von Alexander einnehmen wird. In Runde 2 holte man sich den Nachfolger für Linsley, offensichtlich war man also von den Optionen, die sich aus der 2020er Draft ergaben, nicht vollends überzeugt. Die Einschätzungen bisher zeigen zumindest, dass man Myers wohl vom Tag 1 an die Center Rolle zutraut, also ähnlich wie seinem Vorgänger damals in dessen Rookie Saison. In Runde 3 endlich wurde in einen WR investiert. Mit Armani Rodgers kommt ein Mann für den Slot. Witzig hierbei, dass er mit Cobb einen Mentor bekommt, den er schon aus Cobbs College Zeiten kennt, denn Rodgers Vater war damals dessen Position Coach. Seitdem hat der Ältere den Jüngeren immer wieder unter seine Fittiche genommen und bei seiner Entwicklung begleitet. Normalerweise wird es dann mit den Einschätzungen der Rookies schwieriger, nicht aber so in diesem Jahr. Ok, es ist nur TC und ein paar Preseason Spiele an Material da, aber es scheint, als hätte man auch in den späteren Runden noch Spieler gefunden, die den 53er Cut schaffen könnten. Der erste aus der Gruppe ist OG Newman. Der spielte bisher eine mehr als nur solide Preseason und hatte nach Spieltag 2 die besten Grades aller Rookie Guards in der Liga. Wenn man dann schon mal in die Zukunft schaut (lies: den 2022er Cap Hit bzw. mögliche Savings von OG Turner), sind das durchaus gute Neuigkeiten. Doch es hört noch nicht auf. DT Slaton machte ebenfalls in der Preseason auf sich aufmerksam. Er ist für sein Gewicht unglaublich athletisch und schnell und wusste in den Spielen bisher, in denen er Clark vertreten hat, durchaus zu überzeugen. Mit CB Shemar Jean-Charles hat man einen zusätzlichen Nickel/Dime CB im Team, der zwar sehr gute Momente im TC hatte, aber Sullivan wohl noch nicht wirklich gefährlich werden dürfte. Mit dem Pick 3 Spots vor „Mr. Irrelevant“ holte man sich schließlich mit Hill noch einen RB, der bisher alles dafür tat, seinen Anspruch auf den #3 RB Spot im Team klar hervorzubringen.

    Rückblick Saison 2020 – das Pandemiejahr

    Das Packers FO hatte ja in der Offseason 2019 so tief in die Kriegskasse gegriffen und das Team mit Free Agents verstärkt, dass für einen ähnlichen Move vor der Saison 2020 absolut keine Luft mehr war. Aber das ist ja auch das Schöne in der NFL, es geht eben nicht immer alles und ein erfolgreicher Aufbau des Rosters bedarf halt viel Finesse und Fingerspitzengefühl. Außerdem kam man ja im ersten Jahr unter LaFleur bis ins CCG, die Schwachstellen im Team waren überschaubar. Es galt also, das Team nicht durch unnötige FA Abgänge zu schwächen und es eventuell über Verpflichtungen günstiger Free Agents und vor allem via Draft zu verstärken.


    Die to-do waren klar, das Vorgehen wahrscheinlich auch, doch dann kam Covid. Die weltweite Verbreitung des Virus sorgte für eine (zum Glück) noch nie dagewesen Ausnahmesituation. Ich will da gar nicht zu sehr darauf eingehen und daher nur meinen Respekt zum Ausdruck bringen, wie gut und professionell sich die NFL und die Teams binnen kürzester Zeit auf die neuen Umstände eingestellt haben und so eine im Mai/Juni noch für fast undenkbar gehaltene, komplette Saison (wenn auch ohne Zuschauer) abgeliefert haben.


    Aber zurück zum Thema: Trotzdem wieder mal die Packers Defense im CCG Loss gg. die 49ers vorgeführt wurde, hielt man an Pettine als DC fest. Auch ansonsten gab es keine nennenswerten Veränderungen beim Coaching Staff. Bei den eigenen Free Agents standen nur wenige große bzw. größere Namen auf der Liste. Angeführt wurde diese von OT Bulaga, ansonsten wären da vielleicht noch ILB Martinez und CB Williams zu nennen. Sowohl Bulaga als auch Martinez erhielten Verträge, die ich ihnen von ganzem Herzen gönne, für die ich sie aber in Green Bay nicht hätte halten wollen. Die entstanden Lücken versuchte man mit OT Wagner (ok) und ILB Kirksey (bust) zu füllen. Es kam außerdem noch WR Funchess, der aber aufgrund von Covid das opt-out in Anspruch nahm.


    Was dann folgte, war wohl der denkwürdigste Packers Draft an den ich mich erinnern kann (und das sind schon einige). Selbst meiner Mutter war klar (und die schaut kein Football), dass es dem Team mindestens an fähigen ILB (Mehrzahl!) und einem echten #2 WR mangelte. Aber das FO hatte da ganz andere Pläne oder eine andere Ansicht. Es wurde nicht ein einziger Starter gedraftet. Man holte sich mit QB Love via leichtem Reach einen möglichen Nachfolger für Rodgers, was für viele eher 1 Jahr zu früh passierte, aber zumindest noch irgendwie erklärbar war. Danach kamen 2 extreme Reaches für RB Dillon und TE Deguara, 2 Spieler, die auf vielen Big Boards entweder ab Runde 6 oder gar nicht gerankt waren. Komplettiert wurde die Rookie Class durch ILB Martin, bis zu seiner schweren Verletzung im College durchaus mit einem 1st oder 2nd Round Tag versehen, und einigen Backups für die OLine. Die Bühne war also vorbereitet, das Drama konnte beginnen….doch dazu später mehr.


    Nachdem die Pre-Season Spiele abgesagt worden sind, konnte die Saison aber wie geplant starten. Und die Packers starteten fulminant. Dem Sieg in der der Turnhalle um die Ecke folge ein weiterer gegen den nächsten Divisionsrivalen, einer in The Big Easy, abgerundet vom Heimsieg gg. die Falcons. Man stand zur frühen Bye Week also 4:0 und haute mir damit meine 2:2 Prognose gehörig um die Ohren. Nach der Bye ging es nach Tampa und irgendwie war das wie ein Déjà-vu zum 49ers Spiel 2019. Man kam aus der Bye Week und bezog bei einem anderen Contender (der zu dem Zeitpunkt noch nicht mal unbedingt einer war) furchtbare Prügel. 2 Wochen später gab es dann in einer wenig inspirierenden Vorstellung gg. die Vikings die 2. Niederlage der Saison. Aber abgesehen von einer ähnlichen Vorstellung in Indianapolis mit gleichem Ausgang gab man sich keine weitere Blöße mehr. Beeindruckend war vor allem die Weihnachtsvorstellung in der Frozen Tundra gg. die Titans, dem Coming-Out Spiel von RB Dillon in welchem die Packers D# mal gezeigt hat, dass sie durchaus den Run verteidigen kann. Am Ende sicherte man sich mit einem beeindruckenden 13:3 Record den #1 Seed in der NFC, einen Erfolg, den es glaube ich zuletzt in der Saison 2011 unter McCarthy gab. Da in dieser Saison erstmalig 7 Teams in die Playoffs kamen, war der Platz an der Sonne umso wertvoller, denn nur dieser garantierte dem Team eine Woche Pause am Wildcard Weekend. Ausgeruht fertigte man eine Woche später die LA Rams deutlich ab und erwartete im CCG die Buccaneers, also eben das Team, welches dem Pack die erste und leider sehr deutliche Saisonniederlage beigebracht hatte. Und nicht genug damit, die Gang rund um Brady schien sich seitdem von Woche zu Woche gesteigert zu haben. Im Gegensatz zum ersten Aufeinandertreffen war es aber ein Spiel auf Augenhöhe, welches die Packers durchaus hätten gewinnen können (müssen?). Für mich gab es 2 absolute Neckbreaker im Spiel: der eine nennt sich CB King und ja, meine Meinung mag da sehr subjektiv sein. Ging es eigentlich nur mir so, dass ich bei der Brady Entscheidung, vor der Halbzeit den 4ten Versuch doch zu gehen, nachdem es eigentlich so aussah, als würden sie punten, plötzlich massiv Bauchschmerzen bekam und sofort an unseren Umherirrer mit der #20 denken musste? Die andere spielentscheidende Situation war übrigens nicht die für das Field Goal (das war nur das Sahnehäubchen auf einen Drive, der mich meine letzten Haare gekostet hat), sondern Rodgers Spielweise im letzten Drive bei 1st/2nd/3rd&Goal. Man liest immer wieder mal, dass #12 in entscheidenden Situationen solch wichtiger Spiele „choked“ und mMn passierte genau das. Er übersah freie Receiver, weil er „locked in on Adams“ war, er sah nicht oder wollte nicht die Chance nehmen, den TD selber zu erlaufen, auch hier wohl ein „locked in on Adams“. Letztlich musste man sich zu Recht der Brady Bunch geschlagen geben und ging mit einem ganz bitteren Gefühl in die Offseason


    Ergebnisse Saison 2020


    @Vikings W43-34
    LionsW42-21
    @ Saints. W37-30
    FalconsW30-16
    bye
    @ Buccaneers. L10-38
    @ Texans.
    W35-20
    VikingsL22-28
    @ 49ers.
    W34-17
    JaguarsW24-20
    @ Colts.
    L31-34 (OT)
    BearsW41-25
    EaglesW30-16
    @LionsW31-24
    PanthersW24-16
    TitansW40-14
    @BearsW35-16


    Statistiken


    Wie immer nur die wichtigsten:

    • Offense
      • 1. In Points per Game (31.8) / 5. In Yards per Game (389)
    • Defense
      • 13. In Points per Game (23,1) / 9. In Yards per Game (334)
    • Give/Take Difference
      • 7. Mit +7

    Fazit:


    Eine eigentlich extrem erfolgreiche Saison mit dem 3. MVP Titel für Rodgers hinterlässt trotzdem einen dicken Berg Enttäuschung. Man war zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres sehr nah am Einzug in den Super Bowl, so nahe, wie seit dem Spiel gegen die Seahawks 2014 nicht mehr. Gereicht hat es aber wieder mal nicht. Trotzdem sollte man auch die positiven Seiten sehen. Die Offense kam im Jahr 2 unter LaFleur so richtig ins Rollen, man verbesserte sich um durchschnittlich mehr als 6 Punkte und 40 Yards / Game und nahm damit in beiden Kategorien Spitzenplätze in der Liga ein. Auch die Defense lieferte deutlich verbesserte Zahlen, ca. 2 Punkte und 20 Yards / Game waren es weniger als noch 2019. Lediglich die Special Teams waren schlecht wie immer. Auf derart Kontinuität könnte ich aber gern verzichten.

    ...

    aber wie hat es CB Yiadom nach der Vorstellung gegen die Bills auf's Roster geschafft.

    ich denke, hier sollte man etwas Geduld haben. man traded nicht in der Woche für einen Spieler, lässt ihn am WE ohne wirkliche Erfahrung im neuen System spielen und cuttet ihn, weil er dann massive Schwierigkeiten hatte. vertrauen wir mal auf Gray. prinzipiell sollten wir ihn aber hoffentlich nicht so oft auf dem Feld sehen......

    Ja.

    Allerdings gehe ich davon aus, dass ihn ein anderes Team auf's Roster nehmen wird.

    würde mich ehrlich gesagt wundern. außer den Physicals hat er nicht viel vorzuweisen. seine beste Option wäre wohl das PS, die Frage ist, ob die Packers ihn da überhaupt für vorsehen.

    Wieso sind 6 WR zu viel?

    Also Taylor wird in meinen Augen ziemlich sicher Teil des 53er Rosters sein. Insbesondere weil wir auch auf TE und RB jetzt nicht übermäßig viele Leute rumlaufen haben, die man zwigend mitnehmen muss.

    sry, ich meinte mit meiner Aussage, dass ein 7. WR, also die 5 Locks + Taylor + Begelton (der in den ST einen mMn guten Job gemacht hat)

    ...

    Lucas Patrick und Cole van Lanen sind Muenzwurf Things.

    bei Patrick glaube ich das nicht, denke, er hat aufgrund dessen, dass er eigentlich der einzige Backup zu Myers ist, den man unter NFL Bedingungen auf den Platz schicken kann (ohne dass man Jenkins aus seiner Position reißt) seinen Roster Spot sicherer als nur einen Münzwurf. diesen würde ich eher zwischen van Lanen und Braden sehen.


    Macht Just|Me eigentlich wieder eine Preview?

    kann ich gern machen, wenn gewünscht

    Fazit nach 3 Preseason Spielen: RB Hill scheint ein Steal gewesen zu sein, ähnlich auch OL Newman. Love ist nach wie vor ein Prospekt mit guten Ansätzen. der Cut bei den WR wird schmerzlich, da ich nicht sehe, wie es Taylor und Begelton den Sprung schaffen sollen (das wäre auch einfach zu viel an WR). ein Sternberger Cut würde mich nicht überraschen.

    knapp vorbei an meinen Top 20


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