Beiträge von BeRseRkeR

    Wir halten uns an die Vereinbarungen die mit der NATO getroffen wurden und schwächen unser Bündnis nicht indem wir Waffen, Gerät und Material liefern, was zu einem Vertragsbruch mit unseren Bündnispartnern führen würde. Ich sehe keinen wesentlichen Ansehensverlust von unseren Partnern. Egal ob EU oder NATO.

    wie würden denn Lieferungen von z.B. Rheinmetall an die Ukraine die NATO schwächen bzw. welchen Vertrag würde man damit brechen?

    Es schwebt ja immer wieder im Raum, dass Russland am 9.Mai die Generalmobilmachung ausrufen könnte. Was würde das eigentlich bedeuten? Wieviele und was für Truppen könnte Russland denn noch mobilisieren?

    bedeuten: alle Männer im Alter von x bis x müssen sich bei der nächsten Kaserne melden

    wie viele : kommt auf die Altersspanne an, aber sicher mehrere Hunderttausend


    das sind aber Männer die größtenteils nur den Grundwehrdienst absolviert haben und der kann schon Jahre zurückliegen - daher würde es vermutlich Monate dauern bis diese Männer ausgebildet sind und in die Armee integriert sind

    die Frage ist auch welche Bestände sind eigentlich noch vorhanden um diese Truppen auszustatten (sprich Gewehre, Helme etc.)


    Generalmobilmachung würde aber keines der Probleme lösen die Russland in der Ukraine hat -> Logistik, niedrige Moral, Kommunikationsschwierigkeiten etc.

    Für mich gibt es traurigerweise nur mehr 2 realistische Szenarien: 1. WW3, 2. Putin bekommt was er will = Kapitulation Ukraine.


    Die Zeit arbeitet aus meiner Sicht übrigens nicht gegen Russland wie propagiert wird, sondern gegen die EU/NATO und vorallem gegen die Ukraine, welche den Konflikt kontinuierlich mit Menschenleben bezahlen. Und die USA & NATO schauen an der Türschwelle mit vollen Hosen zu.

    wie kommst du zu solch steilen Thesen?

    Nö. Ich zähle nur anders. :tongue2:

    Nun, die Schwarzmeerflotte besteht aus mehr als einem Flagschiff.

    Hier die List der Schwarzmeerflotte der russischen Förderation . Und da wir gerade über Logistik reden, wäre sie von geringerer Wichtigkeit, als wenn wir von einem Seegefecht sprächen.

    das Flaggschiff war mehr als 3x so groß wie das nächste große Schiff und hatte zudem den Großteil der Anti-Air Verteidigung an Bord - das ist schon ein absolutes Desaster dieses Schiff zu verlieren

    zumal man wie gesagt auch zwei Landungsboote verloren hat

    U-Boote spielen in diesem gar keine Rolle und wären sicher auch nicht hilfreich bei einem Angriff auf Odessa



    Inwieweit ein härteres Brett?

    Beschuss aus der Luft (check); Eroberung des Hafens zur Anlandung. Eindringen mit schwerem Gerät, Terror der Zivilbevölkerung, Vermeidung von Evakuierungen die zu Aufgabe der Verteidigungskräfte führen. Zum Beispiel.

    Odessa ist wesentlich größer als Mariupol, die Stadt hat zudem ein ausgedehntes Tunnelsystem unter der Stadt und man hatte mehrere Monate Zeit die Verteidungsanlagen auszubauen

    eine Eroberung des Hafens und eine Anlandung ist völlig utopisch zum jetzigen Zeitpunkt, die Schwarzmeerflotte ist dafür viel zu schwach und wie gesagt man hat dafür gar nicht mehr die benötitgen Landungsboote in ausreichender Zahl

    selbst zu Beginn des Krieges als Russland noch wesentlich mehr Selbstvertrauen in die eigene Fähigkeiten hatte hat man es nicht gewagt Odessa von der See her anzugreifen, weil selbst die Russen wissen das es aussichtslos ist

    um einen Beschuss aus der Luft in größerem Unfang zu starten müsste man ja erstmal Lufthoheit haben wovon man auch weit entfernt ist



    Hat die russ. Armeeführung nicht erst vor kurzem begonnen Truppen aus dem Norden in den Süden zu verlegen. Die russischen Kräfte werden leider mehr werden.

    Ich bin der Ansicht, dass die ersten Angriffsziele verfehlt wurden, weil der Vormarsch massiv über- und die Verteidigungskraft massiv unterschätzt wurde. Das kann einmal passieren, das kann weitere Male passieren, aber es ist keine Blaupause, dass das immer so sein wird. Leider.


    die Verlegung ist seit dem Rückzug aus der Region Kyiv und Cherniv im Gange, diese Truppen hatten aber Teils heftige Verluste an Mensch und Material und die Kampfkraft dürfte eher gering sein

    Russland wollte zusätzliche Truppen anwerben aus verschiedenen Quellen (Separatistengebiete, Syrien, aus Russland selber), aber man bekam laut Berichten wohl gerade mal 20k zusammen - das zeigt wie prekär die Lage bezüglich der Manpower ist

    bisher deutet alles daraufhin das man im Donbas eine ähnliche Kampftaktik fährt die bereits im Norden gescheitert ist und die Wahrscheinlichkeit ist hoch das man auch dieses Mal scheitern wird - insbesondere dann wenn der Westen weiter moderne Artellerie und Drohnen liefert


    Aber vielleicht sehe ich auch nur einen anderen Krieg als du. :hinterha::wink2:


    es macht mir zumindest nicht den Eindruck als hättest du dich tiefergehend mit den militärischen Realitäten auseinandergesetzt


    aktuelle und lesenwerte Artikel zum Thema:

    Rob Lee on why attrition will be a critical factor in the battle for Donbas
    The expert on Russia’s armed forces says Vladimir Putin will struggle to achieve his goals
    www.economist.com


    und


    Is the Russian Military a Paper Tiger?
    At a critical juncture in the war in Ukraine, logistical miscalculations and poor planning have revealed key weaknesses in Putin’s armed forces.
    www.newyorker.com

    In ein paar Jahren, wenn Russland seine Wirtschaft an die Sanktionen angepasst und das Militär wieder neu aufgestellt hat, könnte es weiter gehen. In dieser Zeit kann viel passieren - Zusammenhalt des Westens bröckelt, der Westen wendet sich anderen Themen zu, weitere westliche Staaten kippen in Richtung Autoritarismus etc.

    halte ich für unwahrscheinlich, man war seit 2014 kaum noch in der Lage moderne Panzer zu bauen und das wird sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern, zumal wir von Mengen sprechen (große Verluste im jetzigen Krieg) die auch ökonomisch für Russland nicht zu stemmen wären selbst wenn man alle Bauteile bekäme - was dank Sanktionen nicht der Fall ist

    ähnliches gilt für alle guided missiles und bombs

    und auch die Bevölkerungspyramide in Russland macht es unwahrscheinlich das man in der nächste Dekade in der Lage ist einen größeren Krieg zu führen, die Bevölkerung ist schon jetzt überaltert und das wird nur noch zunehmen

    Die Logistik ist zu Wasser (Schwarzmeerflotte) mit den Häfen Sewastopol und demnächst auch Mariupol sowie als nächstes mit Odessa geschaffen. Gleiches gilt für den Landweg, der im Süden ebenso gerade erkämpft wird. Und die russischen Kräfte sollten zahlenmäßig weiterhin nicht die der Moldawischen Armee unterlegen sein.

    siehst du einen anderen Krieg als ich?

    die Schwarzmeerflotte hat sowohl ihr Flaggschiff verloren, als auch zwei ihrer landing ships (1x zerstört, 1x schwer beschädigt) - die werden auf absehbare Zeit auf sicherer Entfernung zu Ukrainischen Raketen bleiben

    Mariupol kann man auch nach über 2 Monaten nicht einnehmen

    und wie man deiner Meinung nach Odessa einnehmen will musst du mir mal genauer erklären - das wäre ein noch viel härteres Brett als Mariupol

    im Süden erkämpft die russische Armee gar nichts - die halten gerade so Kherson und das auch nur weil das Terrain einer Verteidigung Vorteile bietet


    und nochmal das Thema Logistik - die russische Armee hatte Probleme ihre Truppen zu versorgen als diese nur 100km von der eigenen Landesgrenze entfernt waren - über eine Distanz von fast 1000km bis nach Moldau würde das auch mit einer hypothetischen Unterstützung durch den Seeweg nicht funktionieren

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    völlig realitätsfremd

    als Ergänzung dazu gerade eine neue Meldung aus dem Pentagon: "U.S. now believes that Ukraine has more tanks than Russia on the battlefield after Czech and other NATO deliveries of T-72 tanks."


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    Der russische Raketenkreuzer Moskwa brennt scheinbar so stark, dass er ervakuiert werden musste. Die Ukraine behauptet, ihn mit 2 Raketen getroffen zu haben, während die Russen nur einen Brand der Munition einräumen.


    Wie auch immer -> ein heftiger Verlust für die russische Schwarzmeerflotte. Und DASS es sich um einen Verlust handelt, erkennt man m.E. daran, dass selbst die Russen erklärt haben, das Schiff sei evakuiert worden. Selbst wenn die Moskwa nicht sinken sollte, dürfte sie erstmal aus dem Spiel sein.

    es handelt sich dabei um das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte - "heftiger Verlust" ist also noch eine Untertreibung

    weiterhin hatte dieses Schiff wohl die Mehrheit der Luftverteidigungsmaßnahmen an Bord, was bedeutet das der Rest der Flotte jetzt noch wesentlich angreifbarer aus der Luft ist


    /edit

    übrigens das größte Kriegsschiff seitdem 2. Weltkrieg das im Kampf gesunken ist

    Wie ist das eigentlich im Donbass und vor allem in den beiden selbsternannten Separatistenstaaten - ist man dort nach wie vor überwiegend prorussisch oder hat auch da ein Umdenken stattgefunden? :paelzer:

    ich denke die sind vor allem eins - kriegsmüde nach über 8 Jahre im dauerhaften Gefecht

    Nicht mal dir quali fertig und man muss auslosen? Vorallem wenn die WM nicht im Sommer gespielt wird.. Schon sehr strange..

    Die Auslosung war immer auf morgen terminiert, aber die Playoffs haben sich wegen Covid verzögert

    Auslosung hat logistische Gründe - z.b. müssen die Teams Unterkünfte begutachten und buchen - sowas machst du nicht 4 Wochen vorher

    Das wird er. Es wird nur (wie so vieles) nicht der Wahrheit entsprechen. Darauf muss man sich einstellen. Russland lebt in einer anderen Welt, was die Faktenlage anbelangt. Es gibt keinen Krieg und die Ukraine wird gerade entnazifiziert. Und egal wieviel daran ist oder nicht, wird das auch weiter so verkauft werden bis zum Sankt Nimmerleinstag. Und man soll sich da keine allzu große Hoffnung machen, dass da ein Großteil der Bevölkerung daran zweifelt. Und die kleine Minderheit die dagegen ankämpft, wird 'entsorgt' werden.

    Wenn die "special operation" nach über 2 Monaten immer noch nicht merklich vorangekommen ist und die Toten in die Zehntausende gehen und gleichzeitig die Regale in den Supermärkten und Einkaufszentren immer leerer werden dann wird diese Minderheit sicher immer weiter anwachsen und die Fragen werden lauter werden

    Putin hat sich das sicherlich ganz anders vorgestellt. Man sollte allerdings den Faktor Zeit nicht außer Acht lassen. Die westliche Sanktionsfront könnte bröckeln, oder ein paar Wahlen in Putins Sinne verlaufen.

    den Faktor Zeit sehe ich eher auf Seiten der Ukraine

    1) die Sanktionen werden immer sichtbarer werden desto länger sie anhalten

    2) die Anzahl der Toten wird sich ebenfalls immer schwerer unter den Tisch wischen lassen

    3) auch das verlorene Gerät wird sich immer schwerer ersetzen lassen - nochmal zur Erinnerung momentan steht die einzige Panzerfabrik in Russland still weil Bauteile fehlen

    4) das Ausland wird immer mehr Gerät in die Ukraine reinbuttern - erst heute kam die Meldung aus UK das man jetzt anfangen wird Artilleriegeschütze und Infantriefahrzeuge zu schicken

    5) am 9. Mai ist die große Militärparade zum Anlass des Sieges über Nazideutschland - bis dahin will Putin sicher irgendwas Siegreiches (oder zumindest Fortschritt) verkünden