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Dan Marino
Dan Marino
Aaron Donald. Er war einer der besten Spieler aller Zeiten auf seiner Position. Bei Warner ist mir der Run einfach zu kurz, er war im Prinzip ja nur 3 Jahre Starter bei den Rams.
#158 OVR pick:
Michael Taaffe, Safety, Texas
6'0", 190 lbs
Fakten:
+ ehemaliger walk-on, der sich bei den Longhorns Jahr für Jahr vom Backup zum Starter zum defensiven Leader hochgearbeitet hat
+ Erfahrung aus 36 Starts auf hohem Niveau in der SEC
+ gute statistische production: In den letzten 3 Jahren fast 200 Tackles und 7 INT
+/- ehemaliger 0-star recruit aus Texas, hätte bei Rice ein Stipendium bekommen können, entschied sich aber dafür es bei den Longhorns als walk-on zu versuchen
+/- normales Alter für einen Rookie (gerade 23 geworden)
- fiel letzte Saison für 2 Spiele mit einem gebrochenen Daumen aus
Game Tape:
+ Special Teams Ace!
+ "coach on the field": Sorgt immer wieder dafür, dass die Mitspieler pre-snap richtig aufgestellt sind
+ read and react: Liest das play und reagiert dann schnell, gutes Spielverständnis
+ aus 2-high shells hat er guten "break" zur sideline, um dem CB zu helfen
+/- durchschnittliche Athletik (7,82 RAS, 4.50 auf 40)
- kein konstant sicherer Tackler
- klare Schwächen in man coverage
- deutlich undersized, was man in seinem Spiel auch merkt (mangelnde Physis wenn er in der Box spielt)
Rolle und NFL Comp:
Taaffe ist ein Spieler, in den sich Coaches schnell "verlieben" können. Er macht all die vielen "kleinen Dinge" richtig. Typischer "overachiever" und try-hard guy. Aber es bleibt halt die Frage, ob die Kombination aus Size und Athletik für die NFL ausreichend sind. Bei ihm würde es mich nicht wundern, wenn er über Jahre ein durchschnittlicher Starter sein könnte. Es würde mich aber genauso wenig wundern, wenn er in 3 Jahren nicht mehr in der NFL ist, weil die körperlichen Voraussetzungen einfach nicht reichen. Ich sehe ihn als tiefen Safety und dort dann eher als split-field Safety (und nicht als 1-high Centerfielder). Wenn es gut läuft, könnte Taaffe ein Spieler wie Julian Blackmon (ex Colts) werden. Wenn es blöd läuft, könnte seine Karriere aber auch einen ähnlichen Verlauf nehmen wie bei unserem ehemaligen UDFA Verone McKinley nehmen (der hatte als UDFA das 53er Roster geschafft, war aber 2 Jahre später nicht mehr in der NFL).
Impact:
Ich könnte mir bei Taaffe tatsächlich vorstellen, dass er schon als Rookie signifikante Spielzeit bekommen könnte, vielleicht sogar starten kann (was sicher auch an der mangelnden Konkurrenz in Miami liegt). Taaffe sollte ein Spieler sein, der einen hohen floor hat, ich habe aber Zweifel, ob er langfristig noch viel Luft nach oben hat.
Need:
Unser Safety Raum besteht aus Dante Trader (6th rounder 2025) und einem Haufen minimum wage jouneyman Spieler (z.B. Lonnie Johnson). Nominell dürfte kein anderes Team schlechter auf Safety besetzt sein als wir. Need könnte nicht größer sein.
Value:
Auf einem consensus board steht er an 169, galt auf den meisten Boards als Spieler für Runde 5-6. Wir haben ihn der späten 5. Runde gepickt. Finde ich ok. Kein Steal, aber auch kein Reach.
Wer wäre mein Pick an der Stelle gewesen?
Ich hätte ebenfalls einen Safety gepickt, allerdings einen Anderen: Jalen Kilgore (South Carolina) ging 9 Picks später zu den Bills, ich hatte ihn noch mit R3 Value auf dem Board.
Wie finde ich den Pick?
Ich verstehe den Pick. Persönlich hätte ich an der Stelle ein paar andere Spieler vorgezogen, aber ich verstehe, dass Hafley für seine Defense einen Spieler haben will, der früh aufs Feld kann und die mentalen Fähigkeiten mitbringt, die neue Defense in der gesamten Positionsgruppe zu implementieren. Von daher ein logischer Pick.
Wir haben LS Pepper, CB Johnson, CB Maitre, TE Kuntz, EDGE McLendon, LB Ossai und P Vernon entlassen.
#138 OVR Pick:
Kyle Louis, Linebacker/Safety, Pittsburgh
6'0", 220 lbs
Fakten:
+ gute (aber nicht überragende) athletische Werte (8,82 RAS)
+ extrem produktiv in den letzten 2 Saisons (182 tackles, 24 TFL, 10 sacks, 6 INTs)
+ keine größeren Verletzungen (in den letzten 3 Jahren in 33 von 37 Spielen auf dem Platz gestanden)
+/- normales Alter für einen Rookie (gerade 22 geworden)
+/- ehemaliger 3-star recruit aus New Jersey, hatte sich zunächst für Temple entschieden, dann aber sein Committment zu Pittsburgh geändert
- deutlich undersized für einen NFL Linebacker
- hat letzte Saison 1 Spiel aufgrund einer Gehirnerschütterung verpasst, dazu einige kleinere Verletzungen zu Beginn seiner Collegezeit
Game Tape:
+ kann fließend die Richtung wechseln ohne Tempo zu verlieren
+ coverage gegen TE und RB ist elite
+ kann gleichermaßen in man oder (short/intermediate) zone coverage eingesetzt werden
+ überraschend gut als Blitzer: Nutzt seine Beweglichkeit, um gegen den TE (manchmal auch einen OT) zu gewinnen - hatte 50 QB pressures in den letzten 2 Jahren
+ schneller "trigger"
+ diszipliniert und effektiv als QB Spy
+ am College ein absoluter Playmaker für die Defense
- Probleme als traditioneller LB gegen den Lauf: Wenn er geblockt ist, bleibt er geblockt
- Warum war die 2025er Saison nicht mehr ganz so dominant wie 2024???
- Hat er in der NFL eine Position?
Rolle und NFL Comp:
Wenn wir Louis rein als old school LB sehen sollten, wäre das m.E. zum Scheitern verurteilt. Ich gehe allerdings davon aus, dass Jeff Hafley kreativ genug ist, Louis entsprechend seiner Stärken einzusetzen: In Base Situationen eher als Box Safety oder Big Nickel gegen den RB oder TE, in klaren Passsituationen dann auch als Dime-LB, wo seine Stärken in Coverage über die Mitte des Feldes voll zum Tragen kommen. Es sollte allerdings nicht gänzlich unerwähnt bleiben, dass die Erfolgsquote solcher Tweener in der NFL einigermaßen überschaubar ist. Mit einem NFL Vergleich tue ich mich schwer, Mir würde mit Deone Bucannon (ex Cardinals) ein ähnlicher Spielertyp einfallen. In der aktuellen NFL passt vielleicht am ehesten Daiyan Henley (Chargers).
Impact:
Ich könnte mir vorstellen, dass Louis schon als Rookie durchaus eine Rolle in unserer Defense haben wird. Möglicherweise ist seine Rolle zu Saisonbeginn noch auf einen bestimmten Bereich limitiert (z.B. Big Nickel) und wächst im Laufe der Saison immer weiter an. Nach und nach könnte er dann auch andere Aufgaben übernehmen (z.B. Box Safety, Coverage LB, Blitz-Packages).
Need:
Wenn man ihn rein als LB sieht, hält sich nach dem Rodriguez-Pick in R2 das Need in Grenzen. Wenn man ihn aber als Gesamtpaket als LB und Safety sieht, war das Need durchaus da. Einen echten Slot Defender hatte man nicht im Kader, wenn man mal von ein paar minimum-wage Dartthrows absieht.
Value:
Louis galt als Day 2 prospect, auf einem consensus board steht er an 86. Wir haben ihn in der späten 4. Runde gepickt. Super Value, ich würde von einem Steal sprechen.
Wer wäre mein Pick an der Stelle gewesen?
Ich hätte ebenfalls Kyle Louis gepickt (davon ausgehend, dass ich meinen Wunschspieler Taylen Green ja bereits vorher an #130 gepickt hatte).
Wie finde ich den Pick?
Wenn man das risk/reward Verhältnis betrachtet, ist das mein Lieblingspick in unserer diesjährigen Class.
burnum schon vergessen? Die Boys sind einen hoch getradet für Downs, 11 war also ein Treffer.
Ääähm ja, ich werde alt...
#130 OVR Pick:
Trey Moore, Edge, Texas
6'1", 243 lbs
Fakten:
+ sehr schnell, sowohl in der Endgeschwindigkeit (4.54 auf 40) als auch auf den ersten Metern (1.60 auf 10)
+ gute (aber nicht überragende) Athletik: 8,86 RAS
+ Finalist für den Academic Heisman Award
+ viel Erfahrung: 57 Spiele in 5 Jahren am College, davon 47 als Starter
+ mir ist nicht bekannt, dass er am College irgendwelche Spiele verpasst hätte
+/- startete seine Karriere bei UTSA, bevor er für die letzten 2 Saisons zu den Longhorns transferierte
+/- am College ein "Tweener": Hat sowohl an der Edge als auch als off-ball LB gespielt
+/- ehemaliger 0-star recruit aus Texas
+/- 22 Sacks 2022/2023 bei UTSA, nur 8,5 Sacks 2024/2025 auf höherem Niveau bei Texas - die guten Stats früh in seiner Karriere scheinen also ein Stück weit dem geringeren level-of-competition zu verdanken zu sein
- kurze Arme (31 5/8)
- undersized für einen NFL Edge Spieler
- war in seiner letzten Saison bei den Longhorns kein uneingeschränkter Starter mehr
Game Tape:
+ technisch versiert, kann mit verschiedenen Passrush-Moves gewinnen
+ hatte am College trotz seiner kurzen Arme keine Probleme, die Edge zu setzen
- der 4.54 speed ist auf Tape nicht immer sichtbar, er wirkt teilweise etwas unbeweglich
- viele Sacks kamen eher als "effort plays" und nicht durch direkte 1v1 wins an der LOS
- lässt sich zu häufig vom OT sehr weit nach außen/hinten abdrängen und wird dadurch zu oft aus dem Play genommen, weil er am QB vorbei gelaufen ist (zu tief ins Backfield)
- in Coverage wirkt er oft verloren
Rolle und NFL Comp:
Moore wird oft als klassischer Tweener zwischen Edge und off-ball LB gesehen, ich gehe aber davon aus, dass er in Miami eher für die Edge eingeplant ist. Dort wäre er deutlich undersized und hätte sehr kurze Arme für einen Edge-Rusher. Ich sehe ihn in absehbarer Zeit nicht als Starter, sondern eher in einer Rolle als situational Passrusher. NFL Vergleiche sind für solche Tweener immer schwierig, aber ein wenig vielleicht der poor man's Andrew van Ginkel (wobei AVG deutlich beweglicher ist als Moore).
Impact:
Ich könnte mir vorstellen, dass in Miami seine primäre Konkurrenz aus 2 weiteren Rookies besteht: Max Llewellyn (R7 Pick) und Mason Reiger (UDFA). Aufgrund seines Draft-Status als 4th rounder sollte Moore aber als klarer Favorit in diesen Konkurrenzkampf gehen. Außerdem haben wir mit Josh Uche und David Ojabo noch 2 Veteranen unter Vertrag, die ich alle eher als situational Passrusher sehe und nicht als full-time Starter.
Need:
Unser Edge-Raum besteht aus Chop Robinson, Josh Uche, David Ojabo, Derrick McLendon und Cam Goode. Da ist niemand dabei, der sich nachhaltig als NFL Starter empfohlen hat. Need könnte kaum größer sein.
Value:
Wir haben ihn in R4 gepickt, in der Regel wurde er als Spieler für Runde 5-6 gesehen. Auf einem consensus board habe ich ihn sogar bloß an 211 gefunden. Da muss man vermutlich von einem Reach reden.
Wer wäre mein Pick an der Stelle gewesen?
An dieser Stelle (Mitte/Ende R4) hätte mich die Geduld verlassen und ich hätte den einen Spieler gepickt, den ich in dieser Class unbedingt haben wollte: Taylen Green, QB, Arkansas (ging real deutlich später, mit dem 1. Pick in Runde 6).
Wie finde ich den Pick?
Einer der Picks in dieser Class, die mir weniger gut gefallen haben. Das Need für einen Edge Rusher war natürlich da, ich habe aber Zweifel daran, ob Moore dieses Need beheben kann oder ob man die Position im Juni (wenn wieder etwas Capspace vorhanden ist) mit einem veteran FA besetzt, z.B. mit AJ Epenesa, der letzte Woche schon zum Visit in Miami war.
Überblick Dolphins Mock Draft:
#11: Caleb Downs, S, Ohio State - Cowboys an 11, +/- 0
#30: Blake Miller, OT, Clemson - Lions an 17, +13
#43: TJ Parker, ED, Clemson - Bills an 35, +8
#75 Sam Roush, TE, Stanford - Bears an 69, +6
#87 Bryce Lance, WR, North Dakota State - Saints an 136, -49
#90 Taylen Green, QB, Arkansas - Browns an 182, -92
#94 Davinson Igbinosun, CB, Ohio State - Bills an 62, +32
#105 Jalen Farmer, G, Kentucky - Colts an 113, -8
#227 CJ Daniels, WR, Miami - Rams an 197, +30
#238 Rene Konga, DT, Louisville - Dolphins als UDFA, -19
Mit den frühen Picks in Runde 1 und 2 bin ich zufrieden, da habe ich im Vergleich zum realen Draft gutes Value gesammelt. Ab Runde 3 habe ich bewusst Spieler eingesammelt, die mir persönlich im pre-Draft Prozess gut gefallen haben und habe mich teilweise bewusst von consensus boards gelöst. Dass ich Bryce Lance verhältnismäßig früh gepickt habe, war einem Run auf WR in unserem Mock geschuldet. Dass ich Taylen Green vermutlich viel zu früh picken würde, war mir schon bei dem Pick total klar (war mir aber egal, weil ich den Spieler unbedingt wollte). Hintenraus ist Konga etwas überraschend UDFA gegangen, aber zumindest beim richtigen Team gelandet.
Wer besonders gut/schlecht gedraftet hat, können wir sowieso erst in 2-3 Jahren abschließend bewerten...
#94 OVR Pick:
Chris Bell, Wide Receiver, Louisville
6'2", 222 lbs
Fakten:
+ viel Erfahrung: 3 Jahre als Starter, davor 1 Jahr als Backup
+ alle 4 Jahre beim gleichen College gespielt
+ hat seine statistische production am College jedes Jahr klar gesteigert (receptions, rec yards, TDs)
+ große Hände (10")
+ mit Ausnahme der aktuellen Verletzung war er am College sehr konstant und hat keine Spiele verletzungsbedingt verpasst - er ist also kein grundsätzlich verletzungsanfälliger Spieler
+/- normales Alter (wird im Juni 22)
+/- ehemaliger 3-star recruit aus Mississippi
- hat sich im November 2025 das Kreuzband gerissen, wurde im Dezember operiert und daher den gesamten pre-Draft Prozess verpasst (z.B. Senior Bowl, Combine, Pro Day)
- wird daher vermutlich zu Saisonbeginn noch nicht wieder bei 100% seiner Leistungsfähigkeit sein
Game Tape:
+ sieht auf Tape extrem schnell aus (geschätzt 4.30 bis 4.35 auf 40), aber es gibt natürlich keine validen Testwerte
+ yards after catch: Lässt potenzielle Tackler aussteigen, bzw. sorgt durch Tempowechsel dafür, dass Verteidiger nicht die richtigen pursuit angles wählen
+ sehr physischer Runner mit dem Ball in der Hand
+ sichere Hände, hat seine drop rate in jeder Saison verbessert (2025 nur noch 4,0%)
+ kann kurze Crosser (Slants, Drags) zu langen TDs machen
+ toughness über die Mitte des Feldes
+/- hier und da auch mal mit Highlight-Catches, muss aber konstanter in contested-catch Situationen werden
- route running bisher sehr eindimensional auf kurze Pässe und YAC ausgelegt (Slant, Drag, Hitch), nur sehr selten auch mit tiefen routes
- bereits am College waren auf dem Feld Tendenzen zum "DIva Receiver" erkennbar, konfrontiere mehrfach seinen QB wenn er unzufrieden war
- kein Spieler, der als outside WR double coverage erfordern sollte (außen ist er weniger gefährlich als über die MItte)
- kein konstant guter Release gegen press coverage
Rolle und NFL Comp:
Mittelfristig sehe ich Bell als NFL Starter. Bei Louisville war er ein klarer outside WR (meist auf der rechten Seite der Offense). Aufgrund der Probleme beim Release habe ich Zweifel, dass er ein echter X Receiver in der NFL sein kann, daher könnte ich mir vorstellen, dass seine Rolle außen auf Z Receiver beschränkt sein könnte. Aufgrund seines Skillsets fänd ich ihn allerdings auch als Big Slot interessant. Als reinen Receiver würde ich ihn mit Rashee Rice vergleichen (ohne dessen off-the-field Eskapaden hoffentlich).
Impact:
Der Impact als Rookie könnte durch den Kreuzbandriss stark limitiert sein. Ich gehe davon aus, dass Bell die Saison mindestens mal auf der PUP-Liste beginnen wird (wodurch er die ersten 4 Spiele verpassen würde). Wenn die Genesung gut läuft, könnte ich mir aber vorstellen, dass Bell ein Spieler ist, der im Laufe der Saison immer stärker in den Fokus gerät und sich in der zweiten Saisonhälfte einen Platz als Starter verdienen könnte.
Need:
Wir haben einen der schlechtesten WR rooms der NFL, die bisherigen Starter waren Jalen Tolbert, Tutu Atwell und Malik Washington (Slot). Das Need hätte kurz- und mittelfristig kaum größer sein können.
Value:
Ohne Verletzung wäre Bell vermutlich in den top 50 vom Board gegangen, wir haben ihn (auch wegen seiner Verletzung) am ganz späten Ende der 3. Runde bekommen. Wenn er (spätestens 2027) wieder vollständig fit wird, könnte das ein Steal gewesen sein.
Wer wäre mein Pick an der Stelle gewesen?
Davon ausgehend, dass ich zuvor bereits einen Guard (Pregnon an 87) gepickt hätte, hätte ich an dieser Stelle ebenfalls Chris Bell gepickt. Ansonsten wäre Jalen Farmer (G, Kentucky) eine Alternative gewesen.
Wie finde ich den Pick?
Value meets need, mag ich total.
Pick #87 OVR
Will Kacmarek, Tight End, Ohio State
6'5", 261 lbs
Fakten:
+ prototypische Size für einen NFL TE
+ gute (aber nicht überragende) Athletik (9,14 RAS)
+ hat zwar 2024 vier Spiele mit einer Armverletzung verpasst, ansonsten aber in 4 Jahren kein einziges Spiel verpasst
+/- nur ein 2-star recruit aus Missouri, begann seine Karriere zunächst bei Ohio als Defensive End, schulte aber schon während seiner ersten Saison (Redshirt Freshman) auf TE um. Transferierte später für die letzten 2 College Jahre zu Ohio State.
- sehr überschaubare receiving production am College (65 catches in 4 Jahren)
- etwas älter als der Durchschnitt (23)
- limiterter deep speed (4.74 auf 40)
Game Tape:
+ einer der besten blocking TE der diesjährigen Class
+ sowohl im run blocking als auch im pass blocking sehr effektiv
+ gute Hände, null Drops in den letzten beiden Jahren, durchaus auch ein paar Catches außerhalb des frames (war aber insgesamt sehr wenig ins Passspiel eingebunden)
- keine Gefahr mit dem Ball in der Hand, in der Regel geht er beim ersten Tackling zu Boden, in den Spielen die ich gesehen habe, hat er kein einziges Tackling gebrochen
- wird in der NFL Probleme bekommen, separation gegen man coverage zu bekommen (bzw. hatte diese Probleme bereits am College)
- keine besondere Gefahr als seam threat
Rolle und NFL Comp:
Ich denke kaum ein Spieler hat in dieser Class eine derart klar definierte Rolle wie Will Kacmarek. Er ist ein old school Y-TE, also in erster Linie ein Blocker. NFL Vergleiche wären Jackson Hawes (Bills Draft Pick letztes Jahr, den ich aber für nochmal etwas dominanter als Blocker halte) oder unser ehemaliger TE Julian Hill.
Impact:
Ich gehe davon aus, dass Kacmarek schon als Rookie eine klar definierte Rolle als Blocking TE haben wird. Er dürfte Day 1 unser bester Run Blocker unter den TE sein und sollte daher früh das Feld sehen (vermutlich hauptsächlich bei early downs und in short yardage Situationen). Seine direkte Konkurrenz für diese Rolle in Miami dürfte FA-Verpflichtung Ben Sims sein.
Need:
Wir werden unter OC Bobby Slowik vermutlich irgend eine Version der Shanahan Offense mit viel Wide Zone und Duo Konzepten sehen. Dafür braucht es zwingend einen TE, der blocken kann. In den letzten Jahren war das meist Julian Hill, der als FA zu den Patriots gewechselt ist. Durch dessen Abgang ist natürlich ein Need entstanden. Unser anderer TE Greg Dulcich ist zwar als receiving TE zu gebrauchen, aber er ist kein konstant guter Blocker.
Value:
Medial wurde dieser Pick stark kritisiert, weil "man doch keinen blocking TE in Runde 3 picken kann". In den letzten Jahren war es tatsächlich so, dass ähnliche Spielertypen (eindimensionale Blocker) in der Regel an Tag 3 ab Runde 5 gedraftet wurden. In diesem Jahr gab es aber bereits in Runde 2 und 3 einen nie erlebten Run auf TE, bei dem ähnliche Spielertypen auch noch früher gepickt wurden (Nate Boerkircher an #56, Marlin Klein an #59, Sam Roush an #69, Oscar Delp an #73). Es scheint also so zu sein, dass viele Teams die Rolle des Blocking TE inzwischen höher gewichten als noch vor ein paar Jahren. Dafür ist sicherlich die zunehmende Verbreitung der Shanahan Offense verantwortlich, die (in verschiedenen Variationen) inzwischen von mehr als der Hälfte der NFL Teams gespielt wird. Die Nachfrage nach solchen Spielertypen ist also gestiegen, folglich werden sie früher gepickt, weil mehr Teams solche Spieler brauchen. Angesichts des extremen TE Runs in Runde 2 und 3 finde ich die späte 3. Runde daher gar nicht so extrem früh. Kacmarek galt pre-Draft als Spieler für Runde 4-5, da war aber der extreme Run auf TE an Day 2 noch nicht einkalkuliert. Sicher an #87 kein ideales Value, aber unter den angesprochenen Umständen kann ich damit leben. Mit unserem 4th rounder an #130 wäre er in diesem Draft sicherlich nicht mehr verfügbar gewesen.
Wer wäre mein Pick an der Stelle gewesen?
Ich hätte Emmanuel Pregnon (Guard, Oregon) gepickt, der einen Pick später zu den Jaguars ging.
Wie finde ich den Pick?
Es ist nicht mein Lieblingspick, aber ich kann ihn nachvollziehen. Der Spieler deckt ein klares Need auf einer im Kontext unserer Offense wichtigen Position ab (Wide Zone funktioniert nicht ohne dass dein TE einen Verteidiger 1v1 blocken kann) und es gab einen Run auf die Position. Wenn man ihn haben wollte, musste man ihn vermutlich hier (oder spätestens an #94) picken, auch auf die Gefahr hin, dass es medial als "reach" gesehen wird.
Wurden schon immer mehr TEs gepickt als RBs?
Nein. Aber halt gute TE Class und historisch schlechte RB Class. Abgesehen davon ist der Wert von in-line blocking TE durch die zunehmende Verbreitung der Shanahan Wide Zone Offenses weiter gewachsen. Wenn du Wide Zone oder Duo oder Power/Counter laufen willst, brauchst du einen TE der auch blocken kann. Da gibt es inzwischen einfach mehr Nachfrage als vor 5 Jahren.
Dolphinator Pack in deiner Übersicht mal Salyer zu den Guards und Reiger zu den Edge Rushern, dann sollte es passen.
Die UDFA Class gefällt mir. Da sind 4 Spieler dabei, bei denen ich damit gerechnet hatte, dass sie gedraftet werden:
RB Le'Veon Moss (Texas A&M): Physischer north/south Runner, nicht besonders schnell, aber schwer zu Fall zu bringen. Hatte am College Probleme mit Verletzungen, sonst wäre er sicher gedraftet worden. Bei mir mit R6-7 Grade.
EDGE Mason Reiger (Wisconsin): Explosiver Speed Rusher mit Schwächen gegen den Lauf. Hat einen guten Getoff und kann auf verschiedene Weisen gewinnen (Passrush Moves). Muss sein Tackling verbessern. Könnte mit R7-Pick Llewellyn um einen Roster Platz als situational Passrusher kämpfen. Älterer Spieler mit langer Verletzungsgeschichte, sportlich hatte ich ihn in R5 auf dem Zettel.
DL Rene Konga (Louisville): Ein mega athletischer 3-tech DT (zumindest am College), der viel mit Explosivität gewinnt und technisch trotz 5 Jahren am College noch sehr inkonstant ist. Ich hatte ihn hier im Mock Draft in Runde 7 für die Dolphins gedraftet. Projected für die NFL entweder als 3-tech DT oder als 5-tech DE. R6 Grade.
S Louis Moore (Indiana): 2nd Team All American für Indiana, dort ein wichtiger Teil der Championship Defense. Älterer Spieler mit sehr limitierter Athletik für die NFL. Spielt sehr smart und dürfte ein Liebling der Coaches sein, aber ist er schnell genug, um rechtzeitig von A nach B zu kommen? Ich hatte ihn mit R7 Grade auf dem Zettel und würde ihn ein wenig mit unserem ehemaligen UDFA Safety Verone McKinley (Oregon) vergleichen.
QB Mark Gronowski (Iowa): Dual Threat QB, der gerne außerhalb der Pocket agiert. Laufstil ist eher Bruiser als speedy. Für die NFL hat er als Runner vielleicht zu wenig Speed (4.71 auf 40) und wird sich daher mehr auf traditionelles Passing verlassen müssen - was bisher nicht seine Stärke war. Älterer Spieler, der 1 Saison bei Iowa war und vorher lange bei South Dakota State (dem großen Gegenspieler des etwas bekannteren North Dakota State) in der FCS war. Ich hatte ihn als UDFA, finde es aber wenig überraschend, dass er bei uns unterschreibt, da er zuvor auch schon zum 30er visit da war. Camp Arm und potenzieller Practice Squad QB.
WR Romello Brinson (SMU): Deep threat WR, der trotz Limitationen im Bereich Size (6'1") und Speed (4.6) am College immer mal wieder big plays gemacht hat.
WR Donaven McCulley (Michigan): Großer outside WR (6'4") und ehemaliger QB, limitierte Erfahrung als Starter, wenig statistische production am College. 4.76 am Pro Day sprechen nicht für NFL speed.
Zu den anderen UDFA Spielern kann ich nicht viel sagen und müsste erst googlen. Bin ich dieses Jahr zu faul für.
Tatsächlich ein QB in Runde 6. 🤦♂️
Green is a Brown. My heart is broken.
Dolphins picken Edge/LB Trey Moore (Texas) an 130. Anscheinend haben die Pats noch (erfolglos) versucht, vor uns zu traden.
An 138 picken wir LB/S Kyle Lewis (Pitt). Mag ich total. Tweener zwischen Coverage LB und Box Safety. Absoluter Value Pick am Ende von R4.
Falls sich noch jemand fragen sollte, warum positional value für die NFL Teams in der frühen 1. Runde eine extrem wichtige Rolle spielt:
#75 OVR Pick
Caleb Douglas, Wide Receiver, Texas Tech
6'3", 206 lbs
Fakten:
+ prototypische Size für einen outside WR
+ extrem große Hände (über 10")
+ sehr gute athletische Voraussetzungen (9,50 RAS, u.a. 4.39 auf 40)
+/- normales Alter für einen Rookie nach 4 Jahren College (22)
+/- ehemaliger 3-star recruit aus Texas
- hat 2021 ursprünglich zu Baylor committed, änderte dann 2 Monate später sein commitment zu USC bevor er sich nochmal umentschied und schließlich in Florida seine College Karriere begann. Nach 2 Jahren transferierte er dann zu Texas Tech.
- ein Wadenbeinbruch hat ihn fast die gesamte Saison 2023 gekostet und dazu geführt, dass er seinen Job als Starter bei den Gators verloren hat, weswegen er zu TTU transferierte.
Game Tape:
+ guter deep speed (4.39) macht sich auch auf Tape bemerkbar, kann Defenses tief attackieren
+ konstant guter release gegen press
+ großer catch radius
+/- kann auch mal Bälle fangen, die ungenau geworfen sind, ist aber in diesem Bereich nicht wirklich konstant gut
- viele unnötige Drops (allein 7 in 2025)
- wenig Agilität und change-of-direction, kaum Tempowechsel in seinen routes
- im Prinzip kein underneath route tree vorhanden (z.B. drags, slants); route running generell nicht gut
- in meinen Augen war Douglas nichtmal der beste WR seines eigenen Teams (mir hat sein Teamkollege Reggie Virgil besser gefallen)
Rolle und NFL Comp:
Douglas ist meiner Meinung nach ein reiner deep threat outside Receiver, der einen QB benötigt, der tiefe 1v1 shots wagt und eine O-Line, die für die nötige Zeit sorgt, um die tiefen routes überhaupt zu laufen. Ich sehe in ihm keinen every-down Starter, eher einen sehr rollenspezifischen Spieler. In einer perfekten Welt würde ich ihn vom Spielertypen mit Marques Valdez-Scantling vergleichen. Wenn es blöd läuft haben wir den nächsten Erik Ezukanma.
Impact:
Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung, welche Rolle Douglas bei uns als Rookie spielen soll, gehe aber davon aus (bzw. hoffe), dass unser GM ihn nicht gepickt hätte, wenn die Coaches keine klare Rolle für ihn sehen würden. Die Konkurrenz ist nicht besonders groß auf WR, vielleicht kann er in einen Konkurrenzkampf mit Jalen Tolbert und Tutu Atwell um Spielzeit als outside WR kommen. Ich persönlich sehe ihn eher in Konkurrenz mit Theo Wease um einen Platz auf dem 53er Roster, aber sein Draftstatus als 3rd rounder sollte ihm den Kaderplatz zumindest für 1-2 Jahre garantieren.
Need:
Nach den Abgängen von Tyreek Hill und Jalen Waddle sind Jalen Tolbert und Tutu Atwell unsere projected starter als outside WR (mit Malik Washington im Slot). Das dürfte eine der schwächsten WR Gruppen der Liga sein. Das Need könnte daher kaum größer sein.
Value:
Auf einem consensus board habe ich Douglas an 213 gefunden, alle mir bekannten Experten sahen ihn als prospect für den späten dritten Tag. Wir haben ihn an 75 gepickt weil unser Front Office anscheinend seine Kombination aus Size und Athletik mag. In meinen Augen wären noch mindestens 10 bessere WR-prospects verfügbar gewesen (wobei mir klar ist, dass meine persönliche Meinung für den realen Draft völlig irrelevant ist). Ich sehe diesen Pick als einen der größten Reaches dieses Drafts.
Wer wäre mein Pick an der Stelle gewesen?
Ich hätte ebenfalls einen WR gepickt: Ted Hurst von Georgia State. Tatsächlich sogar ein sehr ähnlicher Spielertyp, aber ich sehe Hurst im direkten Vergleich zu Douglas relativ deutlich vorne. Sieht unser Front Office anscheinend anders und mir ist klar dass die das hauptberuflich machen und ich nicht - von daher hoffe ich mal, dass die Entscheidung von GM Sullivan besser war als mein Pick gewesen wäre.
Wie finde ich den Pick?
Fürchterlicher Pick in meinen Augen. Ich hoffe ich liege falsch, aber es wären m.E. noch so viele bessere WR-Kandidaten da gewesen. Allerdings sollte man GM Sullivan zugute halten, dass die Packers (bei denen er lange gearbeitet hat) oft ein gutes Händchen für solche WR-Typen hatten (wie z.B. der bereits angesprochene Valdez-Scantling).
Da ich mit etwas Positivem abschließen möchte: Der Ärger über diesen Pick hat mich vermutlich heute Nacht davor bewahrt, um kurz nach 4 einzuschlafen...
#43 OVR Pick
Jacob Rodriguez, Linebacker, Texas Tech
6'1", 231 lbs
Fakten:
+ gute athletische Testwerte (9,60 RAS)
+ in den letzten 2 Jahren überragende Statistiken am College in allen für einen LB relevanten Bereichen (Tackles, FF, INT)
+ wird überall als toller Charakter und echter Leader beschrieben
+ hat es 2025 auf Platz 5 im Heisman voting geschafft, was für einen LB extrem selten ist (zuletzt Manti Te'o war 2012 mal auf Platz 2)
+/- war 3-star recruit aus der HS als Quarterback
+/- kam als QB nach Virginia, transferierte dann nach einer Saison zu Texas Tech (zunächst als walk-on), wo er zum LB umgeschult wurde
- älterer Spieler (wird im September 24)
- etwas undersized für einen Inside LB (Größe, Gewicht, Armlänge)
- hatte am College mit ein paar Verletzungen zu kämpfen, die ihn 2023 fast die gesamte Saison kosteten
Game Tape:
+ absolute turnover machine: letzte Saison 7 FF und 4 INT, vor allem sein "peanut punch" auf den Ball ist herausragend
+ sehr guter Antritt aus dem stance ins Gap
+ hohe Spielintelligenz, erkennt Passkonzepte früh
+ solide in underneath zone coverage
- seine aggressive Spielweise führt zu big plays auf beiden Seiten (hält sich nicht immer an sein coverage assignment und spielt manchmal ein wenig "freestyle")
- muss im Tackling sicherer werden, geht dort zu oft auf den Turnover, statt das sichere Tackling zu setzen, dadurch zu viele missed tackles
- verlässt sich teilweise zu stark auf seine Instinkte und nimmt sich dadurch aus dem Play (z.B. bei Playaction oder im Laufspiel bei cutbacks)
Rolle und NFL Comp:
In der NFL wird er lernen müssen, mti etwas weniger Risiko zu spielen. Sollte ihm das gelingen, sehe ich ihn mittelfristig als guten starting LB. Wenn es gut läuft, kann Rodriguez langfristig zum neuen Leader unserer Defense werden. Einen wirklich passenden Vergleich zu finden, finde ich bei ihm schwer. Aber tatsächlich sehe ich einige Parallelen zu seinem neuen Teamkollegen Jordyn Brooks: Beide haben eine absurd hohe Anzahl an Tackles, beide sind für einen LB relativ beweglich und eher klein, beide sind solide (aber nicht überragend) in Coverage. Nebenbei haben auch beide für Texas Tech gespielt, aber das spielt nur eine untergeordnete Rolle.
Impact:
Als Rookie gehe ich davon aus, dass er mit Tyrel Dodson um die Rolle als LB neben Jordyn Brooks konkurrieren wird (ich gehe in diesem Szenario davon aus, dass Brooks und Dodson beide im Team sind und nicht getradet werden). Je früher Rodriguez lernt, disziplinierter zu spielen, umso früher wird er auf's Feld kommen. Es würde mich nicht wundern, wenn er schon 2026 relativ viel Spielzeit bekommen würde.
Need:
Kurzfristig hatten wir mit Brooks und Dodson (und dahinter Gay als Backup) kein echtes Need. Alle drei genannten Spieler haben aber nur noch 1 Jahr Vertrag, von daher besteht mittelfristig durchaus ein Need.
Value:
Rodriguez wurde fast überall als 2nd rounder gesehen, auf einem consensus board steht er an 41. Wir haben ihn an 43 gedraftet - Punktlandung.
Wer wäre mein Pick an der Stelle gewesen?
Ich hätte an der Stelle Zion Young von Mizzou gepickt, weil ich sowohl Need als auch positional value auf der Edge Position größer als auf LB einschätze und Young einer der letzten Edge Spieler war, die ich noch mit Runde 2 Grade auf dem Zettel hatte (Gabe Jacas wäre der Andere gewesen).
Wie finde ich den Pick?
Value trifft auf (mittelfristiges) Need. Mag ich.
Puuuh, war ne lange und hintenraus teilweise etwas frustrierende Nacht. Musste jetzt erstmal Schlaf nachholen. Unerwarteter Run auf TE in Runde 2 und 3! Bitte erwartet nicht von mir, dass ich für alle 4 gepickten Spieler heute noch die Profile fertig bekomme...
mizzery Bisher hatten wir mit Brooks und Dodson zwei klare Starter auf LB, wobei Brooks sportlich deutlich stärker ist. Beide Verträge laufen nach der Saison aus. Nach allem was GM Sullivan bisher gesagt hat, gehe ich davon aus, dass man bei Brooks versuchen wird, diesen Sommer (ab Juni, wenn wir wieder etwas Luft unter dem Cap haben) den Vertrag zu verlängern. Sollten diese Verhandlungen scheitern, könnte ich mir auch einen Trade kurz vor Saisonbeginn oder zur Trade-Deadline vorstellen. Dodson hat einfach deutlich weniger Trade Value, da gehe ich eher davon aus, dass man ihn das eine Jahr noch behält und dann als FA gehen lässt.
Spieler die noch da sind, die auf meinem Board ein Day 2 Grade haben:
(fettgedruckt sind meine absoluten Lieblingsspieler, bei denen ich deutlich höher bin als der Konsens)
QB Green
QB Payton
WR S.Bell
WR Burks
TE Joly
OG Farmer
DT Jackson
EDGE Josephs
LB Elams-Orr
LB/S Louis
S Kilgore
CB McCoy (medical)
CB Abney
CB Scott
CB Rivers
Tony Boselli
#27 OVR Pick:
Chris Johnson, Cornerback, San Diego State
6'0", 193 lbs
Fakten:
+ relativ junger Spieler (21)
+ alle seine 4 Jahre beim gleichen College
+ zu Beginn seiner College Karriere ein super Special Teamer
+ sehr gutes athletisches Profil (9,71 RAS, u.a. mit 4.40 auf 40)
+ Er generiert Turnovers: In den letzten 2 Jahren 5 INTs (davon 2x pick six) und 4 FF
+ dominante letzte Saison (2025): 4 INT (2x pick six), 13 pass deflections, 0 TD zugelassen. Gegnerische QBs hatten gegen ihn ein QB Rating von 16 (ein unvollständiger Pass ist 39)
+ solide, aber nicht überragende Size für einen NFL CB
+ Zuverlässig: Hat in seiner gesamten College Karriere nur 1 Spiel verpasst
+/- ehemaliger 3-star recruit, der sich gegen Boston College, Boise State und Northwestern und für ein College in der Nähe seiner Heimat entschieden hat
- Fragezeichen beim level of competition: In der Mountain West Conference hatte er es selten mit künftigen NFL Receivern zu tun
- relativ kurze Arme (30 5/8")
Game Tape:
+ hat die letzten 2 Jahre meist outside CB gespielt, hat aber auch ein wenig Erfahrung als Nickel CB
+ flexibler Spieler, der nicht auf ein spezifisches Scheme angewiesen ist
+ sehr enge Coverage in man
+ hervorragende Instinke in zone
+ gute route recognition in match coverage
+ aus off coverage hat er einen super break zum WR und erlaubt kaum separation
+ extrem sicheres Tackling für einen CB: 4% missed tackle rate (für einen DB gilt alles im einstelligen Bereich als wirklich gut), angeblich hat er 2025 kein einziges Tackling verpasst
+ kaum Strafen, sehr nuancierter Handeinsatz in Coverage
- trotz der 4.40 beim Combine sieht es manchmal so aus, als hätte er gegen sehr schnelle WR manchmal Probleme mit dem Speed
- kurze Arme limitieren ihn in Press Coverage gegen physische WR
- größere WR können ihn bei jump balls schlagen
- gegen den Lauf zwar ein sicherer Tackler, aber manchmal braucht er ein paar Meter, um den RB zu Boden zu bekommen
Rolle und NFL Comp:
In der NFL sehe ich ihn hauptsächlich als outside CB, der aber matchupbedingt auch mal innen spielen kann. Gute (aber nicht überragende) size & speed, aber dafür ein technisch sehr starker Spieler, der viele Feinheiten der Position bereits gut beherrscht. In off coverage sehe ich ihn stärker als in press, aber grundsätzlich ist er ein sehr vielseitiger Spieler, der in jedes NFL Scheme passen müsste. Ich würde ihn mit Eagles CB Quinyon Mitchell vergleichen. Beide technisch sehr gut in Coverage, beide kommen von einem mid major College in einer kleineren Conference und wurden in den 20ern der 1. Runde gedraftet. Mitchell ist allerdings nochmal einen kleinen Tacken schneller als Johnson.
Impact:
Ich gehe davon aus, dass er schon 2026 zum Starter als outside CB aufsteigen wird. Die Konkurrenz in Miami ist nun wirklich nicht besonders stark. Der relativ große Sprung vom kleinen San Diego State in die NFL könnte allerdings ganz zu Beginn der Karriere eine kleine Anpassungsphase benötigen, wobei er technisch eigentlich schon sehr ausgereift ist.
Need:
Sämtliche Starter der letzten Saison auf CB stehen inzwischen nicht mehr unter Vertrag, dafür haben wir ein paar Spieler zum veteran minimum verpflichtet. Wir haben zwar quantitativ einige CB im Kader, aber es mangelt eindeutig an Qualität. Need ist also zu 100 Prozent gegeben.
Value:
Auf dem consensus board steht er noch an 34, allerdings war er in den letzten Wochen ein klarer "riser" und es gab kurz vor dem Draft immer mehr Gerüchte, dass er noch in Runde 1 rutscht. Von daher finde ich das Value an 27 ok.
Wer wäre mein Pick an der Stelle gewesen?
Ich hätte den Uptrade von 30 auf 27 nicht gemacht und hätte versucht von 30 in die frühe 2. Runde runter zu traden. Falls das nicht möglich gewesen wäre, hätte ich mich zwischen TJ Parker (Edge, Clemson) und Denzel Boston (WR, Washington) entscheiden müssen und mich vermutlich knapp für Parker entschieden, weil ich Edge im Vergleich zu WR für die wichtigere Position halte (mir ist klar, dass es Leute gibt, die das anders sehen).
Wie finde ich den Pick?
Den Spieler an der Stelle mag ich. Nur den Preis für den Uptrade finde ich ganz schön teuer.
In beiden Trades gestern haben wir value-technisch (nach dem standard Jimmy Johnson chart) den Kürzeren gezogen:
Cowboys haben 1250 P. bekommen, wir im Gegenzug 1240.
49ers haben 760 P. bekommen, wir im Gegenzug 717.
Der minimale Unterschied beim Dallas Trade stört mich überhaupt nicht, da wir ja vermutlich sowieso den gleichen Spieler genommen hätten. Da kann man den Pick auch mal unter Wert verkaufen. Beim Uptrade für Chris Johnson haben wir uns aber ein wenig über den Tisch ziehen lassen. Ich habe ein Gerücht gelesen, dass die Bills wohl Johnson an 28 picken wollten, nachdem sie zuvor von 26 auf 28 runter getradet hatten und die Dolphins dann vor die Bills wollten. In einem anderen Report habe ich gelesen, die 49ers wollten ohnehin gerne von 27 runter und es habe ein regelrechtes Wettbieten um den Pick gegeben (was dann vermutlich den relativ hohen Preis erklären würde).
#12 OVR Pick:
Kadyn Proctor, Offensive Lineman, Alabama
6'7", 352 lbs
Fakten:
+ einer der jüngsten Spieler dieser Class (aktuell noch 20 Jahre alt)
+ war einer der höchstgerankten Highschool recruits seiner Class (5 stars, #5 Spieler nationwide)
+ 2023 sofort true Freshman Starter auf LT bei Alabama (so etwas gibt es bei Nick Saban eigentlich fast nie)
+ drei Jahre Starter auf LT in der SEC (insgesamt 40 Spiele)
+ hat in 3 Jahren am College nur 2 Spiele verpasst
+ 1st Team Academic All American 2025 lässt darauf schließen, dass er auch abseits des Sportplatzes noch Stärken hat
+ ein RAS score von 9,28 deutet auf einen sehr guten Athleten hin für seine Statur
+ prototypische Länge für einen OT in der NFL
+/- durchschnittliche Armlänge für einen NFL OT (33 3/8 inches)
+/- nach dem Karriereende von Nick Saban transferierte Proctor kurzfristig zu Iowa, um näher bei seiner Familie sein zu können. Er entschied sich allerdings schon nach wenigen Wochen um und kehrte nach Alabama zurück
- hatte am College teilweise Probleme damit, sein Gewicht unter Kontrolle zu haben. Kam mit 400 Pfund aus der Highschool und musste zunächst deutlich "abspecken"
- keinerlei Erfahrung auf anderen Positionen: Hat seit der High School immer nur LT gespielt (und wird in Miami eine andere Position spielen müssen)
Game Tape:
+ Power im Laufspiel: Wenn er seine Hände richtig platziert, wird der Verteidiger aus dem Gap bewegt.
+ athletisch genug, um auch ins 2nd level zu kommen, wo er regelmäßig Linebacker auf den Hintern wirft
+ kann seinen Gegenspieler an der LOS durch guten Handeinsatz kontrollieren
+ im Passblock ist er durch Bullrushes im Prinzip nicht zu bezwingen (wenn er seine Hände an den Verteidiger bekommt)
+ ungewöhnlich guter Getoff für einen Spieler seiner Statur
+ trotz seiner Masse sehr effektiv als Puller
+ "finishes plays", aber ohne dabei übermäßig unfair zu agieren
+ kaum Probleme mit Strafen: Seit 18 Spielen keine holding penalty gegen sich bekommen
- Probleme bei tieferen Pass Sets gegen Speed Rusher
- muss seinen Handeinsatz verbessern, bietet dem Verteidiger zu häufig die freie Brust als Angriffspunkt an
- muss deshalb manchmal nach außen überkompensieren und gibt dadurch unnötig die Innenbahn auf
- anfällig gegen Richtungswechsel und Counter Moves: Ist die Masse erst einmal unterwegs in eine Richtung, hat der Zug keine Bremse mehr
- gelegentlich hat er Probleme, Line Stunts richtig zu erkennen, bzw. nimmt gelegentlich den falschen Spieler auf
Rolle und NFL Comp:
Zuvor hat er ausschließlich LT gespielt, in der NFL sehe ich ihn eher als RT oder als Guard. Wenn er seine Probleme gegen outside speed beheben kann, sollte er mittelfristig auf RT seine Heimat finden. Falls nicht, dürfte ein Wechsel nach innen seinem Skillset entgegenkommen. NFL Comp ist schwer, da es so ganz viele Spieler mit seiner Statur nicht gibt. Mir würden Orlando Brown und Trent Brown einfallen, ein absolutes best-case Szenario wäre vermutlich Jordan Mailata.
Scheme Fit:
Diese Kategorie lasse ich dieses Jahr weg. Aufgrund des Regimewechsels ist sowohl in Offense als auch in Defense noch nicht klar, wie unser Scheme genau aussehen wird. Es gibt zwar Tendenzen, in welche Richtung es gehen dürfte, aber das ist mir ohne Vorerfahrung mit den jeweiligen Coaches zu schwammig.
Impact:
Ich gehe davon aus, dass Proctor direkt als Starter eingeplant ist. Ob er nun auf RT startet (und Austin Jackson auf Guard wechselt) oder ob Proctor erstmal für 1 Jahr Guard spielt und danach potenziell von Jackson (nur noch 1 Jahr Vertrag) übernimmt, lässt sich noch nicht absehen. Aber durch seine Spielweise sollte Proctor schon als Rookie eine Verstärkung im Laufspiel sein.
Need:
Wir haben seit Jahren immer wieder große Probleme in der O-Line. LT Paul und C Brewer gehören auf ihren Positionen zu den Besten der NFL, aber auf RT ist Jackson oft verletzt und beide Guard Positionen sind Dauerbaustellen. Das Need war kaum zu übersehen.
Value:
Auf dem consensus board steht Proctor an 18, wir haben ihn nach kleinem Downtrade an 12 gepickt. Wenn man ihn als reinen Guard einplanen sollte, sehe ich das als kleinen Reach. Sollte er mittelfristig Tackle spielen, kann ich mich mit dem Value schon eher anfreunden.
Was wäre mein Pick an der Stelle gewesen?
Als wir an #11 on the clock waren, waren mit Rueben Bain und Caleb Downs noch die #3 und #4 meines big boards zu haben. Den Trade mit den Cowboys habe ich gefeiert, weil ich dachte "ok, die nehmen einen der beiden, dann können wir den Anderen nehmen". Daher wäre mein Pick an der Stelle Rueben Bain gewesen. Wenn es unbedingt ein O-Liner an der Stelle hätte sein müssen, hätte ich OG Ioane noch vor Proctor auf dem Zettel gehabt, wobei Ioane natürlich nicht die T/G Flexibilität mitbringt.
Wie finde ich den Pick?
Ich kann nachvollziehen, warum Proctor an der Stelle gepickt wurde: Man will das Team "inside out" bauen und zunächst die Trenches verstärken. Alle jammern seit Jahren, dass das Team nicht physisch genug ist, also holt man einen physisch dominanten Spieler für die OL. Eindeutiger statement pick für das neue Regime. Außerdem gab es einen Run auf O-Line in Runde 1 (was absehbar war) und man hätte an 30 vermutlich keinen Spieler mehr bekommen von der Kategorie wie Proctor. Kann ich alles nachvollziehen. Aufgrund der noch vorhandenen Alternativen bin ich aber isoliert betrachtet kein allzu großer Fan dieses Picks. Ich "hasse" ihn nicht, aber ich bin der Meinung dass es mit Bain oder Downs bessere Alternativen gegeben hätte.
Das ein Fan seine Franchise verteidigt ist nachvollziehbar. Ich halte es nicht für vermessen, Entscheidungen und ihre Entscheidungsträger zu kritisieren. Fehlbesetzungen gibt es in der NFL genauso wie in der Politik oder auch in anderen Berufsfeldern.
Ich weiß nicht, in wie weit du meine Beiträge hier im Forum (Dolphins Forum und Mock Draft) kennst. Aber du kannst dir sicher sein, dass ich keiner der Fans bin, die "blind" ihre Franchise verteidigen. In der Regel bin ich auch den Dolphins gegenüber durchaus kritisch und habe in der Vergangenheit auch immer wieder Entscheidungen der sportlichen Leitung (oder der Coaches) kritisch hinterfragt.
Mir ging es auch hier gar nicht spezifisch um die Dolphins, sondern darum, dass ich es für Quatsch halte, Teams als Gewinner oder Verlierer abzustempeln noch bevor die gepickten Spieler auch nur 1x für das Team auf dem Platz gestanden hat. Aber gut - wir haben verschiedene Standpunkte und werden uns hier nicht einig. Können wir vermutlich beide mit leben... Ich überlasse euch damit hier das Feld und ziehe mich aus diesem Thread zurück.
Es geht um Value zum jetzigen Zeitpunkt, nicht um Spielerentwicklung.
BPA over Need, umso besser, sollte beides zusammenfallen. Gutes oder schlechtes Trading immer auf den Wert des Spielers zum jetzigen Zeitpunkt bezogen und welche Alternativen noch vorhanden sind, Needs noch miteinbezogen.
Das Entwicklungspotential ist im BPA bereits eingepreist.
Und wer bestimmt, welcher Spieler gerade BPA ist??? Da geht es dann offensichtlich doch wieder nach consensus boards - dann könnten sich die Teams ja das ganze Scouting sparen.
Das man auf seinem Board Protor over Famo over Lumo hat, ist völlig in Ordnung. Aber nicht vor einem Spieler mit Kaliber eines wie Downs. Dann sollte S Downs gezogen werden, auch mit dem Risiko, das der gewünschte Oline-Typ nicht mehr auf dem Board ist später.
Ich hatte Proctor hinter Fano und deutlich vor Lomu, aber darum geht es ja nicht. Bei deiner Annahme (erst Downs und halt nicht "der gewünschte O-Line Typ") spielt aber positional Value überhaupt keine Rolle. Die OL hat auf jeden einzelnen Snap der Offense direkte Auswirkungen, ein Safety hat das in der Defense nicht. Daher ist das positional value der Safety Position natürlich deutlich geringer (was sich ja auch in den Gehältern der Spielern klar erkennen lässt). Und wenn es um Need geht: Die Dolphins haben Needs auf allen Positionen außer RB und DT. Die O-Line ist seit Jahren eine Baustelle.
Sei doch ehrlich zu dir selbst:
hättest du nicht selber S Downs gezogen?
Ich hätte es gemacht und meine Kritik richtet sich an die Verantwortlichen in Miami, nicht mehr und nicht weniger.
Das habe ich doch schon beantwortet (post #13 in diesem thread). Ich hätte auch lieber Downs oder Bain gepickt. Aber trotzdem kann ich nachvollziehen, warum sich Sullivan für Proctor und gegen Bain (die Fragezeichen der kurzen Arme) und Downs (geringeres positional value auf Safety) entschieden hat - auch wenn ich persönlich an der Stelle Bain als #1 und Downs als #2 auf dem Zettel hatte.
burnum die Bewertung, wie es die Medien gerne machen, (Team XY bekommt eine B-) ist quatsch, da gebe ich dir recht. Aber man kann sicherlich eine Wertung darüber abgeben, für wen das Board gut oder schlecht gefallen ist, und welcher Spieler in einer guten, oder schlechteren Situation gelandet ist. Die Browns und Jets haben z.B. mit ihren Trades mMn das Board gut gespielt.
Wenn du den reinen "Prozess" eines Picks bewerten willst - ok. Dazu müsste man aber in der Regel einigermaßen weit ausholen und sich bei dem jeweiligen Team sehr gut auskennen (z.B. Needs, Schemes, Vertragssituationen). Das traue ich mir nur bei einem von 32 Teams zu.
Wenn ich dann aber Sätze lese wie [sinngemäß] "Team X hatte einen schlechten Draft weil es Spieler A gepickt hat und nicht Spieler B", dann fällt mir außer Kopfschütteln nicht mehr viel ein. Ich persönlich habe mich wirklich sehr intensiv mit dieser Draftclass beschäftigt, trotzdem würde ich mir doch niemals anmaßen, besser als ein NFL GM beurteilen zu können, ob nun Spieler A oder B besser ist. Dazu sind wir alle einfach viel zu weit weg. Und der überwiegende Großteil der Mock Draft Community richtet sich sowieso sehr stark nach Konsens-Boards - im Unterschied zu den NFL Teams.
Gewinner/Verlierer wenige Stunden nach dem Draft ist kompletter Quatsch. Kommt in 2 Jahren wieder, wenn absehbar ist, welche Spieler gut funktionieren und welche nicht!
Und: Nur weil ein Team Spieler anders bewertet als ich selbst (bzw. du selbst), heißt das ja nicht zwangsläufig, dass es ein schlechter Pick war. Beispiel: Ich persönlich hätte für die Dolphins gerne lieber Bain oder Downs gehabt. Unser Management wollte aber die OL verstärken, was ich grundsätzlich komplett nachvollziehen kann. Nur weil ich das persönlich anders sehe, macht es das doch nicht zu einem schlechteren Pick. Und dann kann ich auch das Argument "aber nen O-Liner hätte man auch später noch bekommen" nicht nachvollziehen. Wenn man z.B. Proctor und mit den beiden Utah Tackles (Fano/Lomu) vergleicht, sind das schematisch völlig verschiedene Spieler, die du in deiner Offense komplett unterschiedlich einsetzt. Wenn du dir vornimmst "our O-Line has to get more physical" nimmst du nicht Lomu, dann hast du Proctor ganz klar höher auf dem Board.
Danke!
Warum rankst du Ioane so weit unten? Weil es nicht sexy ist, einen Guard an 11 zu picken? Ich hätte damit absolut kein Problem, wenn man sich das patchwork ansieht, was da bei uns seit ein paar Jahrzehnten spielt. Lieber ein kleiner reach und das Problem hoffentlich gelöst.
Ja, hat etwas mit positional Value zu tun. Rein sportlich hätte ich ihn höher als Reese und Bailey, dann wäre er an 8. Aber #10 overall finde ich jetzt nicht "so weit unten", in den meisten Mocks geht er irgendwo Mitte der 1. Runde.
So Freunde, heute Nacht (ab 2 Uhr) ist es dann so weit... Hier ist noch mein top 11 Board für die Dolphins. Ich würde keinen RB an 11 picken (wir haben Achane) und ich würde in dieser Class auch keinen WR an 11 picken. Umso mehr WR/RB also in den top 10 vom Board gehen, umso mehr Auswahlmöglichkeiten haben wir an 11.
1. Fernando Mendoza, QB, Indiana
2. Sonny Styles, LB, Ohio State
3. Rueben Bain, ED, Miami
4. Caleb Downs, S, Ohio State
5. Francis Mauigoa, OL, Miami
--- tier break ---
6. Arvell Reese, ED/LB, Ohio State
7. David Bailey, ED, Texas Tech
8. Mansoor Delane, CB, LSU
9. Spencer Fano, OL, Utah
10. Olaivavega Ioane, OG, Penn State
11. Kenyon Sadiq, TE, Oregon
--- tier break ---
Cornerback
Auch hier habe ich wieder eine klare Nummer 1: Mansoor Delane (LSU) ist inzwischen die #8 overall auf meinem Board. Das Tape 2024 bei VT war schon wirklich gut. Das Tape 2025 bei LSU war herausragend. Die Fragezeichen bezüglich deep speed hat er beim Pro Day mit einer geschätzten 4.38 hinreichend beantwortet (wobei ich bei Pro Day Zahlen immer etwas skeptisch bin, aber wer 4.38 läuft - egal unter welchen Bedingungen - der sollte genug Speed haben). Speziell auf Miami bezogen könnte Delane unser neuer Xavien Howard werden.
Hinter Delane habe ich Jermod McCoy (Tennessee) gerankt. Rein sportlich war seine 2024er Saison mindestens genau so gut wie die 2025er Saison von Delane. Allerdings hat sich McCoy schwer verletzt und hat die gesamte letzte Saison verpasst. Einen Spieler, der seit anderthalb Jahren kein Football mehr gespielt hat, nehme ich nicht in den top 20, daher käme er für mich frühestens an #30, lieber erst an #43 in Frage. Sein Teamkollege Colton Hood ist ein recht scheme-spezifischer Spieler, allerdings lässt sich noch nicht mit hundertprozentiger Sicherheit abschätzen, was für ein Scheme unser neuen HC in der Defense installieren will. Bisher war Hafley immer ein Fan von langen Corners, da würde Hood mit 6'0" und 4.44 speed gut als press-man Corner rein passen. Es fällt mir allerdings negativ auf, dass Hood in 3 Jahren für 3 verschiedene Colleges gespielt hat (2023 Auburn, 2024 Colorado, 2025 Tennessee). Chris Johnson (San Diego State) ist ein Spieler von einem kleineren College, der in seinem Einsatzbereich deutlich flexibler ist als Hood. Er kann off-coverage spielen, notfalls auch man press, kann inside und outside spielen. Beide Spieler (Hood und Johnson) würde ich ab #30 picken (R1-2 grade). Avieon Terrell (Clemson), Brandon Cisse (South Carolina) und D'Angelo Ponds (Indiana) habe ich mit 2nd round grade auf dem Board und würde sie für Miami daher ab #43 picken.
Für Runde 3 hätte ich Keith Abney (Arizona State), Davison Igbinosun (Ohio State, habe ich hier im Mock in der späten 3. Runde gepickt, klarer press-man CB) oder Keionte Scott (Miami, reiner Nickel, sehr gut gegen den Run) picken. Für den frühen 3. Tag (Runde 4-5) hätte ich dann gleich 9 weitere Spieler auf dem Zettel (Rivers, Everett, Muhammad, Moore, Demmings, Neal, Lee, Davis, Prysock). Für den späteren dritten Tag (Runde 5-6) seien zumindest noch Jalen Huskey (Minnesota), Devon Marshall (NC State), Zeke Masses (Cal, undersized, reiner Nickel) und Jalen Hall (Iowa) namentlich erwähnt.
My Guys:
Ich mag die beiden Washington Corners Tacario Davis und Ephesians Prysock. Beide sind extrem lang (zwischen 6'3" und 6'4"), haben beide lange Arme (über 33") und bringen guten long speed mit (Prysock 4.45, Davis 4.41). Ich würde beide Spieler ab eigentlich ab der 4. Runde picken, könnte aber nachvollziehen, wenn man einen der zahlreichen späten 3rd rounder nutzt. Beide Spieler passen perfekt in das, was ich glaube ein Hafley-Corner zu sein.
NOT My Guy:
Jermod McCoy, Tennessee: Auf einem consensus board steht er aktuell auf Platz 15, das wäre mir zu hoch. Gerade in Miami haben wir in den letzten Jahren schlechte Erfahrungen mit Spielern gemacht, die bereits verletzt aus dem College kamen. Möglicherweise bin ich daher ein wenig übersensibel bei diesem Thema.
Day 3 Sleeper:
Jalen Hall, Iowa: Technisch sehr stark (wie eigentlich alle Iowa DBs), kann zone und man spielen, kann auch press spielen, bringt gute Länge mit (6'1"). Problem: Er ist langsam (4.59 beim Combine). Wäre er schneller, würden wir hier über einen Day 2 picken reden. Hall wäre ein interessanter Spieler, der früh das Feld sehen könnte, den man ggf. aber schematisch schützen müsste (z.B. keine man coverage ohne einen tiefen Safety auf seiner Seite zu haben). Mein NFL Vergleich zu ihm wäre Nik Needham.
Damit sind die Previews auf die Positionsgruppen nun fertig (nein, für Kicker und Punter mache ich nix). Morgen gibt's hier noch mein Dolphins-spezifisches top 11 Board. Nach dem Draft werde ich (wie in den letzten Jahren) die Dolphins Picks ein wenig ausführlicher Vorstellen.