Beiträge von CougarsFan

    Ich hab´ zu der Zeit ein Tisch-Eishockey-Spiel besessen und mit einem Freund Weltmeisterschaften ausgespielt. Jeder vertrat eine Mannschaft. Dazu habe ich dann kommentiert und auch die Original-Namen der Spieler benutzt. War immer eine unglaublich schwierige Arbeit an die Namen zu kommen. Ohne Internet! Vor dem TV in aller Eile mitgeschrieben wenn Spiele übertragen wurden. :thumbsup:

    Noch ein paar Zahlen zu den Spielen.

    29 von 92 teilnehmenden Nationen fahren am Ende mit einer Medaillengewinnerin / einem Medaillengewinner nach Hause. Dabei kamen 21 (72%) aus Europa, drei (11%) aus Amerika, drei (11%) aus Asien und zwei (6%) aus Australien/Ozeanien.

    Die 116 Olympiasieger verteilten sich auf 20 Nationen. Auch hier war das Gros europäisch. Allerdings sind hier die Verhältnisse ein weing anders verteilt. 13 europäische Nationen, entspricht 65%., gewannen Goldmedaillen, sieben = 35%, gingen nach Amerika, Asien und Australien. Unter den acht nicht-europäischen Nationen mit Medaillengewinnen blieb lediglich Neuseeland ohne Olympiasieg.

    Die USA und Gastgeber Italien gewannen ihre Medaillen in zehn verschiedenen Sportarten. Deutschland folgt auf Platz drei mit neun Sportarten. Allerdings gewann Team-D davon 19 Medaillen allein im Eiskanal (entspricht 73% aller Medaillen).

    Die größte Diskrepanz zwischen Medaillengewinnen und Sportarten haben die Niederlande aufzuweisen. Sie gewannen ihre 20 Medaillen in nur zwei(!) Sportarten, Eisschnelllauf und Shorttrack. Die Nummer 1 Nation im Medaillenspiegel Norwegen sicherte sich ihre Medaillen in sieben Sportarten.

    Die erfolgreichsten Nationen in den 16 Sportarten:

    Biathlon------------------------Frankreich..............6 - 4 - 3
    Bob.....................................Deutschland.......... 3 - 4 - 1
    Curling...............................Schweden...............2 - 0 - 0
    Eischockey.........................USA.........................2 - 0 - 0
    Eiskunstlauf...................... USA.........................2 - 1 - 0
    Eisschnelllauf....................Niederlande...........5 - 6 - 2
    Freestyle-Skiing.................USA........................ 3 - 4 - 1
    Nordische Kombination..Norwegen..............3 - 0 - 0
    Rennrodeln.......................Deutschland..........3 - 1 - 1
    Shorttrack.........................Niederlande ..........5 - 1 - 1
    Skeleton............................Großbritannien.....2 - 0 - 0
    Ski Alpin............................Schweiz................. 4 - 3 - 2
    Skibergsteigen.................Frankreich..............1 - 1 - 1
    Skilanglauf........................Norwegen..............7 - 2 - 5
    Skispringen...................... Norwegen..............2 - 2 - 1
    Snowboard.......................Japan.......................4 - 2 - 3


    Team-D in den einzelnen Sportarten


    Tipp.........Real....Sportart.............................subjektive Einschätzung

    3 - 2 - 2.....3 - 4 - 1 Bobfahren....................................+

    2 - 3 - 1.....3 - 1 - 1 Rennrodeln..................................+

    1 - 1 - 1.....0 - 0 - 0 Nordische Kombination..............- -

    0 - 2 - 1.....0 - 3 - 3 Skeleton........................................+

    0 - 1 - 2.....0 - 0 - 1 Biathlon.........................................- -

    0 - 1 - 2.....1 - 0 - 0 Skispringen...................................-

    0 - 1 - 0.....0 - 2 - 0 Ski Alpin........................................+/-0

    0 - 1 - 0.....0 - 0 - 1 Eiskunstlauf.................................+/-0

    0 - 1 - 0.....0 - 0 - 0 Snowboard..................................+/-0

    0 - 0 - 1.....1 - 0 - 0 Ski Freestyle................................+

    0 - 0 - 0.....0 - 0 - 1 Skilanglauf..................................+/-0

    0 - 0 - 0.....0 - 0 - 0 Curling........................................+/-0

    0 - 0 - 0.....0 - 0 - 0 Eishockey....................................-

    0 - 0 - 0.....0 - 0 - 0 Eisschnelllauf.............................+/-0

    0 - 0 - 0.....0 - 0 - 0 Skibergsteigen...........................+/-0

    0 - 0 - 0.....0 - 0 - 0 Shorttrack...................................keine Teilnahme


    Keine neue Erkenntnis: Haben deutsche Sportler/innen einen Schlitten unter dem Hintern/Bauch, regnet es Medaillen.

    Bedenklich sind die Rückschritte im Biathlon, der Nordischen Kombiantion und teilweise auch dem Skispringen. Nach einer sehr guten Phase Anfang des Jahrtausends ist der Langlauf wieder in die relative Bedeutungslosigkeit versunken und wieder in fester skandinavischer Hand. Die Alpinen dümpeln weiter vor sich hin. Eine Emma Aicher ist da eine löbliche Ausnahme. Bei den Männern ist in den Speed-Disziplinen völlig tote Hose. Riesenslalom und Slalom schauen kaum besser aus.

    In den Trendsportarten Ski Freestyle und Snowboard, in denen es alleine 26 Goldmedaillen zu gewinnen gibt, tauchen deutsche Namen kaum auf. Auch auf der Eisschnelllauf-Bahn (14 Medaillensätze) herrscht weitestgehend Ebbe. Vielleicht kann ein Finn Sonnekalb auf den Mitteldistanzen da ein wenig Abhilfe schaffen.

    Abschlussgedanken


    Man hat das Problem, dass - wenn die Spiele weiter zurückliegen - Erinnerungen und Emotionen immer mehr verblassen. Dewegen ist es schwer OS miteinander zu vergleichen. Zumal man das Ereignis immer nur als TV-Sport-Fan erlebt. D.h. man ist immer etwas davon abhängig wie gut die TV-Sender das ganze in die Wohnzimmer bringen. Die Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo werde ich sicher erst in ein paar Monaten hinsichtlich der Attraktivität einordnen können. Nach Meinung der meisten Sportler war die Stimmung bei den Wettkämpfen hervorragend. Lassen wir mal Linus Straßers negative Einschätzung aussen vor, der zum einen eh kein Olympia-Fan ist und sicher über seine eigene Leistung zu enttäuscht war, um wirklich objektiv zu sein. Stimmungsmäßig waren - und diese Erinnerung ist mir noch sehr gut im Gedächtnis - die Spiele 1994 in Lillehammer der absolute Höhepunkt. Die Wintersport-Verrückten Norweger sorgten bei fast jedem Wettkkampf für eine grandiose Zuschauerkulisse. Daran konnte Mailand/Cortina 2026 nicht anknüpfen. Aber welche Spiele konnten das nach 1994 schon?

    Was immer hängen bleibt sind Bilder von Sportlern im größten Glück ihres Erfolgs und auch in der größten Enttäuschung eines Misserfolgs. Ilia Malinin kommt mir da als Erster in den Sinn. Entsetzen, Enttäuschung, Schock über die zurückliegenden gut vier Minuten spiegelten sich in seinem Gesicht nach der vollkommen verpatzten Kür wider. Hängen bleiben auch die Schmerzensschreie der im Abfahrtslauf gestürzten Lindsey Vonn. Tränen hervorgerufen aufgrund der Schmerzen durch die Verletzung, aber auch durch die enttäuschten Hoffnungen auf eine Medaille. Zu den emotionalen Bildern gehörte auch das des enttäuschten Atle Lie McGrath, der, nach dem ersten Durchgang im Slalom führend, im zweiten ausschied und danach erst mal Ruhe in der Nähe des benachbarten Waldes suchte. Ein Bild der Spiele war auch das ukrainische Skeleton-Team das, zur Solidarität für ihren ausgeschlossenen Teamkollegen Wladyslaw Heraskewytsch, nach dem Rennen ihre Helme in die Höhe reckten. Heraskewytsch durfte wegen, auf seinem Helm, abgedruckter Bilder im Krieg verstorbener Sportkollegen nicht starten. Ich nehme auch der IOC-Präsidentin Kirsty Coventry die Tränen der Enttäuschng über diese Entscheidung ab, als sie diese der Öffentlichekit mitteilen musste.

    Aber es gab natürlich nicht nur enttäuschte Geschter. Eines der strahlendsten gehörte der Italienerin Francesca Lollobrigida. Mit dem Sohnemann auf dem Arm jubelte sie über den Olympiasieg über 3.000m im Eischnelllauf. Und dann: "Lollo" zum zweiten. Vier Tage nach der ersten, sicherte sie sich über 5.000m die zweite Goldmedaille. Ein schönes Bild war auch das von Ski Freestylerin Mathilde Gremaud aus der Schweiz die, als sie wusste dass sie die Goldmedaille sicher hatte, bei ihrem letzten Lauf mit einer Schweizer Fahne jubelnd den Slopestyle-Parcours Gala-mäßig hinunterfuhr. Oder der gewaltige Ur-Schrei von Skispringer Philipp Raimund nach seinem unerwarteten Olympiasieg von der Normalschanze.

    Welche Athlet/innen stachen heraus? Natürlich der sechsfache Olympiasieger im Langlauf Johannes Hoesflot Klaebo. Er ließ weder seinen Teamkollegen noch Konkurrenten der anderen Nationen eine Goldmedaille übrig (Team-Sprint und Staffel mal ausgenommen). Der "neue?" Held der Schweiz gehört auch dazu. Franjo von Allmen war als Kronprinz hinter dem Überskifahrer Marco Odermatt nach Italien gefahren. Während Odermatt ohne Olympiasieg zurückfahren musste, sammelte von Allmen drei davon ein. Und nicht fehlen darf in dieser Liste natürlich Federica Brignone. Nach ihrem Sturz im April 2025 war ein Start bei den heimischen Winterspielen sehr fraglich. Sie wurde rechtzeitig fit, nein mehr noch, sie war so gut drauf, dass sie sich im Super-G und im Riesenslalom über zwei Olympiasiege freuen durfte. Beachtet werden sollte auch der dreifache Olympiasieger Jens Luraas Oeftebro, der beide Einzelentscheidungen und den Team-Sprint, mit Andreas Skoglund zusammen, in der Nordischen Kombination gewinnen konnte.

    Was fällt einem noch ein? Erstes Gold für das Erfinderland des Skeleton, Großbritannien, durch Matt Weston. Das war so schön, dass Weston mit seiner Partnerin Tabitha Stoecker das ganze im Mixed-Team gleich wiederholte. Erste Medaille bei Olympischen Winterspielen - und die gleich aus Gold - für Brasiilien durch Lucas Pinheiro Braathen. Zweimal gewinnt ein Geschwisterpaar zusammen in einem Team eine Goldmedaille. Nika und Domen Prevc gelang dies im Mixed-Team im Skispringen und die Geschwister Wranaa (SWE) schaffen dies im Mixed-Team im Curling. Die deutsche Skicrosserin Daniela Maier will ich hier auch nennen, die nach langem Zittern um die Bronzemedaille vor vier Jahren und viel Verletzungspech in letzter Zeit, diesmal überragend auftrumpfte und sich den Traum vom Olympiasieg erfüllte. Schließlich sollte man auch das bestbesetzte Eishockey-Turnier der Männer, durch eine pausierende NHL ermöglicht, mit den qualitativ auch besten Leistungen in den Spielen, das Zuschauer in der Arena und vor dem TV stundenlang fesselte, hier ausdrücklich erwähnen.

    Es gibt sicher noch mehr Bilder, Geschichten, Randnotizen und Anekdoten, aber das waren die, die mir recht schnell ins Gedächtnis kamen.

    Ich war, bin und bleibe Fan der Olympischen Spiele. Auch wenn größer werdende Kommerzialisierung, Sponsoreneingriffe und Medien dieses Event immer mehr aushöhlen und es immer schwerer wird es zu "lieben". Das IOC, an sich der Schirmherr Olympias, tut mit mancher Entscheidung leider ein übriges dazu. Es bleibt trotzdem ein Fest des Sportes und ein zweiwöchiges Feiern von Sportlern und Sportlerinnen. Man sollte nie vergessen, dass für einen Großteil der Athleti/innen ihr Auftritt bei Olympischen Spielen (Sommer wie Winter) die einzige Möglichkeit darstellt wenigstens EINMAL alle vier Jahre in den Fokus der sportlichen Aufmerksamkeit zu rücken. Alle haben Welt- oder Europameisterschaften zwischendurch; aber die meisten Wettkämpfe werden von der Öffentlickeit kaum wahrgenommen, weil es Nischensportarten sind.

    Es ist auch die einzige Möglichkeit für viele Sportler aus den Qualen, Verzichten, Einschränkungen, der aufgewendeten Arbeit und der eingestzten Zeit für ihren Sport auch einen gewissen finanziellen Erfolg zu erzielen.
    Dabei sollte man die Teilnehmer/innen nicht vergessen, die als "unter ferner liefen" oder Letzte/Vorletze mit großem Rückstand auf die Ersten ins Ziel kommen. Das sind die wahren Helden des Sports, die ihre Sportarten ausüben weil sie sie lieben. Die wissen, dass ein Olympiasieg nicht möglich ist und trotzdem trainieren und sich quälen. Es sind reine Enthusiasten und Idealisten denen man den Grundsatz der Olympischen Idee: "Dabei sein ist alles!" noch am ehesten abnimmt.

    Abschied von den Olympischen Spielen macht mich immer etwas wehmütig, weil es das Ereignis nur alle vier Jahre gibt. Auf der anderen Seite weiß man es dadurch auch mehr zu schätzen, weil es...WEIL es eben etwas besonderes im Sportkalender darstellt. Naja, da Winter- und Sommerspiele nicht mehr im gleichen Jahr stattfinden, ist die Wartezeit ein wenig kürzer geworden.

    Hinweisen will ich noch auf die Paralympics, die vom 6. bis 15. März, ebenfalls in Italien, stattfinden und bei denen es nicht weniger großartige sportliche Leistungen zu bewundern und beklatschen gilt.

    Ansonsten bedanke ich mich bei allen hier, die durch ihre geäußerten Gedanken und Diskussionsbeiträge den thread belebt haben. Der Austausch zu den Spielen an sich und den Sportarten hat Spaß gemacht. :bier:

    Also

    See you in Los Angeles 2028!

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    Man hätte es ihr soooo gegönnt...Tereza Vobornikova lag nach dem vierten Schießen im Massenstart der Frauen im Biathlon in Führung, gejagt von einer Schwedin und zwei Französinnen. Am Ende musste sie beide Läuferinnen aus Frankreich ziehen lassen und GEWANN trotzdem Bronze. Vobornikova war im Weltcup noch nie besonders in Erscheinung getreten, aber Aussenseiterinnen drückt man in dieser Situation in besonderem Mass die Daumen. Oceane Michelon holte die sechste Biathlon-Goldmedaille für die Equipe Tricolore und unterstrich damit die Vormachtstellung von Frankreich im Bathlon. Julia Simon rundete das ganze mit Silber ab. Franziska Preuß landete im letzten Rennen ihrer Karriere auf Platz 28. Sportlich hätte man ihr einen erfolgreicheren Abschied gewünscht. Aber der herzliche Empfang im Ziel von Teamkolleg/innen, Familie, Fans und Konkurrentinnen entschädigte sie mehr als genug dafür. Neben Preuß hängte auch Dorothea Wierer ihr Geweht an den Nagel. Mit den beiden verliert der Biathlonsport zwei prägende Athletinnen der letzten Jahre. Arrivederci!

    Er ist der unangefochtene König der Athleten in Cortina. Johannes Hoesflot Klaebo hat auch im sechsten Rennen gezeigt, wer der beste Skilangläufer der Gegenwart ist. Es gibt einige Athleten, die in ihrer Sportart oder zumindest Disziplin, auch über mehrere Olympiaden hinweg, die Szene beherrschen. Das Aussergwöhnliche an Klaebo ist aber von einem anderen Kaliber. Es gibt keinen Sportler, der in seiner Sportart die gesamte Breite der verschiedenen Anforderungen in den einzelnen Disziplinen seines Sports so erfüllt wie Klaebo. Was den Langlauf angeht hat man bei diesen Olympischen Spielen mit den sechs Erfolgen von Klaebo etwas Historisches erleben dürfen. Der 50er war dazu der einzige Wettbewerb, der bei den Männern ein rein norwegisches Podium bot. Nyenget und Iversen vervollständigten den totalen Triumph der Skandinavier.

    Die Weichen sind gestellt. Nach den ersten beiden Läufen sind alle drei deutschen Vierer im Bob in Front. Johannes Lochner führt mit einem beruhigendem Vorsprung von 0,43 Sekunden vor Dauerkonkurrent Francesco Friedrich, Adam Ammour liegt wiederum 0,16 Sekunden hinter Friedrich. Ammour hat auf Platz vier, überraschenderweise dem Schweizer Piloten Michael Vogt, nochmal 0,12 Sekunden Vorsprung. Die Anwärter auf die Bronzemedaille ziehen sich jedoch bis Platz 8 hinunter.

    Der Vorsprung war nicht nur ausreichend, Laura Nolte baute ihn heute sogar noch aus. Nolte fuhr mit ihrer Anschieberin Deborah Levi zweimal Bestzeit und holte sich überlegen die Goldmedaille vor ihrer Teamkollegin Lisa Buckwitz mit Neele Schuten an Bord. Und erneut holte sich die 40-jährige Kaillie Armbruster-Humphries mit ihrer Anschieberin Jasmine Jones die Bronzemedaille. Eine Leistung, vor der man sich nur verneigen kann.

    Auch die Gastgeber konnten am vorletzten Olympiatag nochmal jubeln. Simone Deromedis und Federico Tomasoni bildeten ein Doppelpodium mit Gold und Silber im Skicross der Männer im Ski Freestyle. Bronze holte sich Alex Fiva aus der Schweiz.

    Die Bronzemedaille im Curling-Turnier der Frauen ging an Kanada durch ein 10:7 gegen die USA.

    Die Männer spielten bereits das Match um die Goldmedaille aus. Großbritannien führte nach dem achten End mit 6:5. Ein Dreier-Haus im neunten End brachte dann jedoch die Vorentscheidung für Kanada im Spiel gegen die Schotten. Am Ende gewannen die Nordamerikaner mit 9:6. Der Skip der Kanadier Brad Jacobs wiederholte damit seinen Olympiasieg von vor 12 Jahren in Sotschi 2014.

    Die Niederlande konnten am letzten Tag im Eisschnelllauf-Stadion nochmal richtig absahnen. In beiden Massenstart-Rennen lag jeweils ein Oranje-Mitglied vorn. Jorrit Bergsma war am Ende bei den Männern vorn, Marijke Groenewoud bei den Frauen.

    Schließlich sicherte sich Finnland durch ein 6:1 gegen die Slowakei die Bronzemedaille im Eishockey-Turnier der Männer.

    16. und letzter Wettkampftag - So.22.02. - 5 Entscheidungen

    Johannes Lochners Ausgangsposition vor den Läufen drei und vier im Vierer-Bob der Männer ist perfekt für die zweite Goldmedaille. Friedrich und Ammour liegen auf den Medaillenplätzen. Michael Vogt (SUI) hofft auf Patzer der deutschen Bobs. Lauf 3 um 10:00 Uhr, Lauf 4 um 12:15 Uhr.

    Bestätigen die schwedischen Frauen ihre Vormachtstellung im Langlauf? Schweden gewann von 11 möglichen Medaillen acht (4 x Gold / 3 x Silber / 1 x Bronze). Konkurrenz kommt wohl nur aus Norwegen und Finnland. Schweden bietet alles auf was Rang und Namen hat. Ebba Andersson, Frida Karlsson und Jonna Sundling. Norwegen hält mit Karoline Simpson-Larsen, Astrid Oerye Sund und Heidi Weng dagegen. Jessie Diggins (USA) will sich für die bisher eher durchwachsenen Ergebnisse revanchieren. Kerttu Niskanen trägt die Hoffnungen der Finnen. Die Frauen starten zum ersten mal über die selbe Distanz wie die Männer, 50km. 10:00 Uhr.

    Der Halfpipe-Wettbewerb der Frauen im Ski Freestyle wurde aufgrund von Wetterproblemen von Samstag auf Sonntag verlegt. 10:40 Uhr.

    114 von 116 Medaillensätze sind nun verteilt. Zwei fehlen noch und die werden in den beiden Mannschaftssportarten der Olympischen Winterspiele ermittelt.

    Mit dem Curling-Finale der Frauen zwischen der Schweiz und Schweden ist die 15. von 16 Sportarten beendet. 11:05 Uhr.

    Das große Finale bildet dann auch ein Super-Finale im Eishockey der Männer. Früher war da an sich immer ein Teil davon die "Sbornaja", die russische Eischockey-Nationalmannschaft. Die haben sich aber durch ihr Verhalten im Sport und auf der politischene Ebene selbst aus dem Rennen genommen. So heißt der Klassiker der Gegenwart USA gegen Kanada. Und diese beiden Eishockey-Giganten stehen sich nun im Finale der Spiele in Mailand/Cortina gegenüber. 14:05 Uhr. In den USA und Kanada heißt das: Big-Time-Hockey zum Frühstück.

    Nach dem FInale im Eishockey haben die Athlet/innen ein paar Stunden Vorbereitungszeit bis um 20:30 Uhr dann in der Verona Olympic Arena die Schlussfeier der XXV. Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand / Corina d'Ampezzo stattfindet und die Spiele damit beendet.

    Kleine Anmerkung es gibt hier öfter mal Zeitstrafen die da eingreifen können, erfreulicherweise habe ich bei den OS keine wahrgenommen die über weiterkommen entschieden haben.

    Zum Verständnis, weil ich den Sport zum ersten mal gesehen und praktisch keine Ahnung davon habe. Die Zeitstrafen gibt es für nicht regelkonformes Verhalten, oder? D.h. wenn ich gegen irgendwelche Regeln vestosse. Nicht für ein ästhetisch unschönes Abschnallen der Ski oder sowas.

    Als echte Strafe für einen Regelverstoss, wäre es ja okay. Beispiel: Ich behindere einen Kontrahenten und bekomme dafür, sagen wir mal, fünf Sekunden auf meine Endzeit draufgesattelt. Habe ich das so richtig verstanden?

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    Es war möglich, aber damit rechnen hätte man nicht unbedingt dürfen. Daniela Maier krönte ihre bisherige Karriere mit dem Olympiasieg im Ski-Cross bei den Frauen. Und dieser Erfolg war der Schwarzwälderin aufgrund des großen Verletzungspechs der letzten Jahre auch in vollem Umfang zu gönnen. Sie landete praktisch einen Start-Ziel-Sieg. Sie war die Schnellste im Lauf für die Setzliste, führte in Viertel- und Halbfinale vom Start an und wiederholte dies auch im Finale gegen Fanny Smith (SUI), Sandra Naeslund (SWE) und Marielle Berger-Sabbatel (FRA). Die crème de la crème als Gegnerinnen im Finale und alle mussten sich Daniela Maier beugen. Man nennt Sandra Naeslund, aufgrund ihrer Erfolge, die "Außerirdische". Wie darf man jetzt Daniela Maier nennen, die die Außerirdische bei Olympia besiegt hat? Die "Galaktische"?

    Es war so klar. Als Philipp Horn die Matte nach dem letzten Schießen im Massenstart der Männer im Biathlon als Drittplatzierter verlassen hatte und ihm der Franzose Quentin Fillon-Maillet nach nur sechs Sekunden folgte, wusste man: "Das reicht für Horn nicht! Das wird der nächste vierte Platz für die Biathlon-Mannschaft in Italien". Es kam wie erwartet. Fillon-Maillet lief zu Horn auf, überholte ihn leichtfüssig und sicherte sich die Bronzemedaille. Aber trotzdem Bravo an Philipp Horn, es war zwar wieder nur der Blech-Platz, aber einer der, ohne das Rennen zu kennen, durchaus aller Ehren wert ist. Norwegen feiert durch Johannes Dale-Skjevdal und Sturla Holm Laegreid mit Gold und Silber ein doppeltes Podium. In der inoffiziellen Goldmedaillen-Wertung (von mir) liegt Frankreich mit 5:3 gegen Norwegen vorn. Schweden und Italien gewannen bisher jeweils eine. Wie ich im im ZDF gelernt habe, war es zugleich zum zwölften mal der Fall, dass es einen vierten Platz für die deutsche Olympia-Mannschaft bei diesen Spielen gegeben hat.

    Jaja, es gibt sie noch, die Eishockeyspiele OHNE Verlängerung! Beweis waren die Halbfinalbegegnungen im Männer-Turnier zwischen Kanada und Finnland sowie den USA und der Slowakei. Die Ahornträger gewannen in der regulären Spielzeit mit 3:2. Eins blieb aber doch bestehen: Ein Tor kurz vor Ende des Spiels. Diesmal allerdings nicht der Ausgleichstreffer, sondern das Tor zum 3:2-Sieg der Kanadier. Die zweite Partie war dann leider ziemlich einseitig. Die USA beherrschte die Slowaken nach Belieben und gewannen mit 6:2. Damit kommt es am Sonntag zum, von vielen ersehnten, nordamerikanischen Bruderduell zwischen Kanada und den USA. Am Samstag bereits spielen die Slowakei und Finnland um die Bronzemedaille.

    Schweden gegen Schweiz heißt das Finale im Curling der Frauen (Sonntag, 11:05 Uhr). Im Halbfinale schalteten die Skandianvierinnen Kanada mit 6:3 aus. Die Eidgenossinnen setzten sich mit 7:4 gegen die USA durch.
    Die deutschen Bobs bleiben zur Hälfte der Zweier-Konkurrenz der Frauen weiterhin im Medaillenrennen, es gibt allerdings noch eine Menge Arbeit zu erledigen. Nach den ersten beiden Läufen führen Laura Nolte und Deborah Levi, nach einer exzellenten zweiten Fahrt mit 0,23 Sekunden vor Lisa Buckwitz und Neele Schuten, die sich ebefalls im zweiten Lauf steigern konnten. Kaillie Armbruster-Humphries und Jasmine Jones (USA) fielen von Platz eins nach dem ersten Lauf auf drei zurück. Kim Kalicki und Talea Prepens, der dritte deutsche Zweier, blieb auf Platz vier, allerdings noch in machbarer Schlagdistanz auf Bronze.

    15. Wettkampftag - Sa.21.02. - 10 Entscheidungen

    Vierzehn Entscheidungen sind bei diesen Olympischen Spielen in Italien noch offen. Zehn davon fallen am heutigen Samstag. Es ist der Tag der Mixed-Teams und Massenstarts.

    Um 11:00 Uhr will es Johannes Hoesflot Klaebo aus Norwegen perfekt machen. Fünf von fünf möglichen Olympiasiegen im Ski Langlauf hat er in der Tasche. Jetzt soll der sechste und letzte folgen. Ich ärgere mich bei jeden OS und WM, dass man dieses Rennen immer im Massenstart durchführt, so macht man halt ein dröges und langweiliges zweistündiges hintereinander Herlaufen mit 30 Sekunden Spannung im Endspurt daraus. Die 50km-Strecke ist der "lange Kanten", vergleichbar dem Marathon-Lauf in der Leichtathletik. Für Klaebo ist es auch die kniffligste Aufgabe an Gold zu kommen. Stürze, falsche Verpflegung und natürlich die Tagesform können einem ganz schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Klaebos härteste Konkurrenten kommen wohl aus dem eigenen Land.

    Nach der Goldmedaille für Daniela Maier hoffen die Männer der deutschen Skicrosser im Ski Freestyle auf zusätzliche Motivation und den nötigen push für ihr Rennen. Florian Wilmsmann und Tim Hronek gehen mit Aussenseiterchancen an den Start. Die Favoriten sind allerdings andere. Die Gastgeber setzen auf Simone Deromedis, Kanada hat mit Reece Howden ein ganz heißes Eisen im Feuer und Frankreich hofft auf Youri Duplessis-Kergomard. 12:00 Uhr.

    Nochmal beglücken uns die Skibergsteiger. Die dritte Disziplin ist ein Team-Mixed-Wettbewerb. Das deutsche Duo besteht aus der Viertplatzierten im Frauen-Sprint Tatjana Paller und Finn Hösch, der als Vierter in seinem Vorlauf der Männer-Konkurrenz recht früh ausgeschieden ist. 13:30 Uhr.

    Ein weiterer Massenstart ist der der Biathletinnen über 12,5km. Letzte Chance für das deutsche Biathlon-Team die magere Bilanz von einer Bronzemedaille etwas aufzubessern. Damit man sehr wohlwollend wenigstens ein Auge bei den Leistungen zudrücken kann, müsste es schon eine Goldmedaille geben. Unwahrscheinlich. Diese Disziplin wurde im laufenden Weltcup von den Französinnen dominiert und wenn ich sage "dominiert" dann meine ich auch "DOMINIERT!". Auf den ersten vier Plätzen liegen nur Biathletinnen aus La France. Lou Jeanmonnot, Julia Simon, Camille Bened und Oceane Michelon. Dazu auf Platz sechs die fünfte Französin mit Justine Braisaz-Bouchet. Und alle fünf Französinnen sind auch am Start. Nur die Norwegerin Maren Kirkeeide durchbricht diese Armada auf Platz vier. Franziska Preuß kann mit Platz acht ihr bestes Ergebnis in einer Weltcup-Einzeldisziplin vorweisen. Ein Rennen, bei dem sie ihr Ergebnis wenigstens mal nicht beim letzten Schießen wegwirft, wäre ihr wirklich von Herzen zu wünschen. Wie sie verlautbaren ließ, ist der Massenstart nicht nur ihr letztes Rennen bei den OS, sondern sogar ihrer Karriere. Preuß wird nicht mehr in den restlichen Rennen des Weltcups antreten. Die Schweiz hofft auf Amy Baserga als Siebte in der Weltcup-Wertung. Start: 14:15 Uhr.

    Bente Kerkhoff und Marijke Groenewoud aus den Niederlanden, Ivanie Blondin (CAN) und Francesca Lollobrigida (ITA) sind die Athletinnen, die im Massenstart der Frauen auf der Eisschnelllauf-Bahn die besten Aussichten auf Medaillen haben. Bei den Männern gelten Jorrit Bergsma und Stijn van de Bunt, beide Niederlande, Bart Swings (BEL) und Andrea Giovanni (ITA) als Medaillenanwärter Der zweimalige Goldmedaillengewinner über 500m und 1.000m Jordan Stolz (USA) geht ebenfalls an den Start. 16:40 Uhr / 17:15 Uhr.

    Im Zweier Bob der Frauen versuchen Laura Nolte und Deborah Levi ihren Vorsprung im Kampf um Gold zu verteidigen. Buckwitz/Schuten und Armbruster-Humphries/Jones lauern auf ihre Chance. 19:00 Uhr / 21:05 Uhr.

    Um 19:05 Uhr kommen dann die Curling-Fans auf ihre Kosten. Das Finale der Männer verspricht eine spannende Partie zu werden. Die Briten (Schotten) haben in einem der Halbfinalspiele die bis dahin unbezwingbar erscheinenden Schweizer überraschend aus dem Turnier geworfen. Kanada setzte sich im nervenaufreibendem zweiten Halbfinale mit 5:4 nach dem Extra-End gegen Norwegen durch.

    Der vorletzte Wettbewerb im Ski Freestyle ist der Team-Mixed-Event in den Aerials um 10:45 Uhr.

    Das Finale der Frauen in der der Halfpipe beendet um 19:30 Uhr die Wettkämpfe im Ski Freestyle.

    Ab 10:00 Uhr geht Johannes Lochner mit seiner Bob-Crew die Mission "Doppel-Gold in Mailand/Cortina" an. Nach Gold im Zweier soll jetzt Gold im Vierer folgen. Francesco Friedrich wird ihm das so schwer wie möglich machen wollen. Adam Ammour geht als dritter deutscher Pilot nicht ohne Medaillenchancen an den Start. Zu fürchten hat das deutsche Trio besonders Brad Hall aus Großbritannien. Der zweite Lauf beginnt um 11:57 Uhr.

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    Ich weiß nicht woran es liegt. Vielleicht ist es auch nur eine Einbildung von mir; aber ich empfinde die zweite Woche von Olympischen Spielen - Winter wie Sommer - immer irgendwie...weniger ereignisreich und unspekatulärer als die erste. Heute war über zweieinhalb Stunden Sendepause in Mailand und Cortina. Wettkämpfe? Nix - Null - Nada! Olympia machte kurz Ferien. Schon am Mittag sendete die ARD, in Ermangelung von Live-Events, einen langen Bericht über den Eisschnellläufer Finn Sonnekalb. Naja, man hätte ein paar Stunden Curling senden können; DAS kann man dem Zuschauer ja aber nicht zumuten. "Curling...ach ja das gibt´s ja auch!" sagt der wenig geübte Sportfan am Anfang der Spiele und lächelt. Wenn es dann mal satt gesendet wird heißt es: "Schön, aber jibbet nix anderes da drüben?" Irgendwie ist in Woche zwei einfach weniger los. Ich habe mich sowieso schon gewundert dass die Alpinen Wettkämpfe so relativ früh (Mittwoch) beendet waren. Ist aber möglicherweise dem engen Terminkalender im Weltcup geschuldet.

    Mist! Die Kombinierer haben mir den Aufhänger für dieses Review kaputt gemacht! Ich hatte mir schon den "Brüller" zurechtgelegt: "Breaking News - Medaillen sind out - Blech ist in! Deutschland hat dies als erste Sportnation erkannt!" Aber dann machten mir die Italiener in der Temstaffel der Nordischen Kombination einen Strich durch die Rechnung und verwiesen das deutsche Duo noch auf Platz fünf. Aber trotzdem sammelt man im Team-D im Moment recht "gerne" vierte Plätze. Beide Biathlon-Staffeln, Annika Morgan im Snowboard, Tatjana Paller im Skibergsteigen, naja und jetzt haben die Kombinierer den vierten Platz knapp verfehlt...come on! Dabei...nicht jeder vierte Platz ist gleich. Morgan und Paller darf man als Positivum verbuchen. Jens Luraas Oeftebro holte sich zusammen mit Andreas Skoglund die dritte Goldmedaille bei diesen Spielen. Die Finnen bestätigten ihre ansteigende Form in der NK mit Platz zwei durch Eero Hirvonen und Ilkka Herola. Stefan Rettenegger und Johannes Lamparter hielten mit dem Bronzeplatz das Fähnlein der Österreicher oben. So ganz zufrieden wird man bei Rot-Weiss-Roten aber auch nicht sein. Mindestens eine Goldmedaille in der NK hat man sich im Alpenländle vor den Spielen wohl schon ausgerechnet.

    Man kann natürlich bei fast jeder Sportart die Frage nach ihrem Sinn stellen. Warum muss man Tonnen an Gewichten heben, warum sich stundenlang 20km und mehr über verschneite Wege quälen? Warum müssen sich zwei Menschen minutenlang auf die Fresse hauen? Was bringt einen dazu sich auf einen Schlitten zu legen und Kopf voran in einen sauglatten Eiskanal zu stürzen. Warum rasen 22 Menschen auf einem grünen Rasen einem einzigen Ball hinterher? Get the picture? Diese Sinnfrage kann man natürlich auch bei der neuen olympischen Sportat Skibergsteigen, oder Neudeutsch Skimo (Ski-Mountaineering), stellen. Ich denke mal diese Sportart hat nicht mehr und nicht weniger Daseinsberechtigung als Skispringen, Langlauf, Eishockey oder Rennrodeln. Nur weil man sie nicht kennt, sollte man sie nicht gleich als Unsinn oder lächerlich abtun. Was mich bei dieser Sportart auf jeden Fall einen grünen Haken dran machen lässt ist, dass hier keine Punkt- oder Wertungsrichter hineinpfuschen können. Es ist eine reine, präzise Entscheidung nach Zeit. Der/die Schnellste/r gewinnt. Da mögen andere auf Geländern herumrutschen, 30m in die Höhe springen und die spektakulärsten Drehungen in der Luft vollführen, Vierfachsprünge in Perfektion aufs Eis zaubern - Ich kann die zwei Zehntel, die der eine oder die andere mehr oder weniger in der Note bekommen nicht erkennen - das frustriert mich und nimmt mir Interesse und Spaß beim Zusehen! Was nicht heißt, dass ich die extrem athletischen oder im Falle vom Eiskusntlaufen ästhetischen Leistungen nicht wert zu schätzen weiß. Sportarten die rein nach Zeit, Weite, Höhe, Toren oder Körben usw. entschieden werden sind mir wesentlich lieber. Ich mag Sportarten nicht die durch "EInschätzung" einer Leistung entschieden werden. Skibergsteigen gehört zumindest dazu NICHT! Die ersten Olympiasieger der Geschichte in dieser Sportart: Marianne Fatton aus der Schweiz bei den Frauen und Oriol Cardona Coll aus Spanien. Glückwunsch!

    Damit hatte der US-Amerikaner Jordan Stolz wohl nicht gerechnet. Die 500m und 1.000m hatte er mit dem Olympiasieg abgeschlossen. Über 1.500m sollte die dritte Goldmedaille folgen. Am Ende war es "nur" Silber weil der Chinese Zhongyang Ning schneller war. Und das nicht mal knapp! 0,77 Sekunden nahm der Chinese Stolz ab.

    Eishockey-Spiele gibt es nur noch mit Verlängerung, scheint ein neues feature des IOC zu sein. Die letzten drei Viertelfinalspiele der Männer am Mittwoch und beide Medaillenmatches der Frauen heute liefen in der Form ab. Und in vier von fünf Fällen gewann immer das Team, das zurücklag, den Ausgleich machte und in OT den entscheidenden Treffer setzen konnte. So passiert im Bronzematch zwischen der Schweiz und Schweden, das die Eidgenossinnen mit 2:1 gewannen und auch im Endspiel zwischen den USA und Kanada. Kanada führte bis zwei Minuten vor Ende, dann gelang den US-Girls der Ausgleich und nach vier Minuten der Verlängerung der Siegestreffer. Ein weiteres Merkmal: fast immer fällt der Ausgleichstreffer kurz vor Ende der Partie. Für die meisten Olympioniken ist der Gewinn einer Silbermedaille am Ende ein Erfolg. Wenn du, wie im Frauen-Eishockey, an sich nur einen Gegner hast, ist Silber für den Verlierer des Endpsiels ein absoluter Misserfolg. Kanada KANN sich nicht über Silber freuen. Alles sehr spannend, nur a bisserl wenig Tore fallen halt! Ich komme aus einer Zeit, in der Eishockeyspiele regelmäßig noch 6:5 oder 7:4 ausgingen. Auch das Eishockey hat sich seit dieser Zeit (30 bis 40 Jahre her) natürlich verändert. Aber wer hat den Eishockey-Trainern den unseligen Satz von Fußball-Coach Hub Stevens ("Hinten muss die Null stehen!") ins Ohr geflüstert.

    Obwohl drei Japanerinnen nach dem Kurzprogramm auf Platz eins, zwei und vier lagen jubelte am Ende die US-Amerikanerin Alysa Liu über Gold. Kaori Sakamoto und Ami Nakai, beide Japan, mussten sich mit Silber und Bronze begnügen.

    14. Wettkampftag - Fr.20.02. - 6 Entscheidungen

    Nach den bisherigen Leistungen fällt es einem schwer von der lezten Chance auf eine Medaille für das deutsche Biathlon-Team der Männer zu sprechen. In den bisherigen drei Einzeldisziplinen war die beste Platzierung Rang fünf von Philipp Nawrath im Einzel. Die Favoriten rekrutieren sich zunächst wieder aus Franzosen, Norwegern und Schweden. Italien hofft, dass bei ihrem besten Biathleten Tommaso Giacomel, immerhin Zweiter in der Massenstart-Wertung im laufenden Weltcup, wenigstens im letzten Rennen der Knoten platzt. 14:15 Uhr.

    Im Eisschnelllauf-Oval hoffen die Niederländer auf eine weitere Goldmedaille über 1.500m. Marijke Groenewoud und Antoinette Rijpma-de Jong müssen vor allem die, über diese Strecke im Weltcup führende, Japanerin Miho Takagi fürchten. Ragne Wiklund aus Norwegen und der US-Amerikanerin Brittany Bowe werden ebenfalls Chancen auf eine Medaille eingeräumt. 16:30 Uhr.

    Die Ski Freestyler tragen ihren Wettbewerb im Skicross der Frauen aus. Daniela Maier aus Furtwangen gehört zu den möglichen Medaillenanwärterinnen. Zu den Favoritinnen gehören auch die Weltcup-Führende Sandra Naeslund (SWE), Fanny Smith (SUI), Marielle Berger-Sabatelle (FRA) und Katrin Ofner (AUT). 12:00 Uhr.

    Die Männer ziehen ihre Bahnen im Ski Freestyle dagegen in der Halfpipe. 19:30 Uhr.

    Die 5.000m-Staffel der Männer (21:29 Uhr) und die 1.500m der Frauen (22:03 Uhr) beenden heute die Wettkämpfe auf dem Shorttrack-Oval.

    Mit den beiden Finals im Shorttrack haben sich acht von 16 Sportarten von den Olympischen Spielen 2026 verabschiedet.

    Um 18:00 Uhr startet der vorletzte Wettbewerb im Eiskanal. Die Frauen beginnen mit dem ersten von vier Läufen im Zweier der Bob-Rennen. Klare Favoritin ist Laura Nolte mit ihrer Anschieberin Deborah Levi. Nolte konnte fünf der sieben Zweier-Rennen gewinnen und holte sich damit den Weltcupsieg in der Saison 25/26. Die härteste Konkurrenz kommt aus dem eigenen Lager und den USA. Lisa Buckwitz mit ihrer Anschieberin Neele Schuten wurden in dieser Saison Weltcup-Zweite. Kim Kalicki und Talea Prepens sind das dritte deutsche Duo. Kalicki beendet den Weltcup auf Platz 4. Kaillie Armbruter-Humphries (USA) gewann die beiden Weltcup-Rennen, in denen Laura Nolte Rang drei belegte und endete in der Weltcup-Wertung 25/26 auf Platz 3. Nach dem Erfolg im Monobob muss man allerdings auch die zweite US-Amerikanerin Elana Myers-Taylor zu den Mitfavoritinnen rechnen, da sie mit der Bahn anscheinend gut zurecht kommt und auch das Material stimmt.

    Im Eishockey-Turnier der Männer hofft man, als neutraler Fan, auf zwei weitere spannende Highlights bei den Halbfinalspielen zwischen Kanada und Finnland (16:40 Uhr) sowie den USA und der Slowakei (21:10 Uhr). Gibt es das nordamerikanische Finale zwischen den USA und Kanada - wie bei den Frauen?

    Im Curling der Frauen stehen sich, nach der Vorrunde, in einem Halbfinale Schweden und Kanada, im anderen die USA und die Schweiz gegenüber. Der erste Stein wird um 14:05 Uhr gespielt.

    Toll, kaum olympisch, gibt´s im Skibergsteigen in Deutschland einen Skandal bei den Offiziellen. Nach einem ARD-Bericht soll es bei Blutabnahmen bei Athlete/innen für eine Studie vor den Spielen zu unsachgemäßen Behandlugen gekommen sein. Die Vorwürde gegen von der Nötigung bis hin zur Körperverletzung durch Nichtbeachtung von hygienischen Vorschriften. Gegen den Sportdirektor des DAV (Deutscher Alpen Verein), ist ein Strafantrag gestellt worden.

    Sehe ich anders, selbst ohne Sturz wäre Geiger abgehangen worden. Er sah schon auf der ersten Runde angeschlagen aus und der Verlust nach dem Sturz war ja auch deutlich mehr als dieser ausgemacht hat.

    Naja, bis zum Sturz war das deutsche Duo in der Fünfer-Spitzengruppe absolut gut positioniert. Japan war schon dabei abgehängt zu werden.

    Ohne jetzt zu wissen, ob sich Geiger vielleicht sogar verletzt hat, ist so ein Sturz und der dadurch entstandene Rückstand auch ein psychischer Treffer, der die Leistung beeinflusst. Du spielst um die Medaillen mit und dann - ZACK von jetzt auf gleich - bist du vollkommen raus. Das ist dann wohl wie ein Luftballon mit einem Loch aus dem dann recht schnell die Luft entweicht.

    Im Football entspricht das wohl der Situation, dass man drei Viertel lang ein Remis hält und dann kommt ein Punt-Return-TD und danach gleich noch ein Pick Six, der Gegner führt mit 14 und am Ende verliert man das Ding mit 28 Punkten Rückstand - weil die Luft raus war. Negatives Momentum. :ja:

    m Ergebnis ist Olympia das negative i-Tüpfelchen auf eine generell recht schwache Saison der Kombinierer.

    Da gebe ich dir recht. Man muss allerdings auch konstatieren, dass die Österreicher in den letzten Jahren eine sehr schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt haben. Die haben im Moment halt einen Lauf. Das begann vor fünf, sechs Jahren mit Franz-Josef Rehrl und jetzt hat man mit den Rettenbergers und Lamparter drei abolsute Siegläufer nachgezogen. Im DSV zeigte der Leistungspfeil schon in den letzten Jahren leicht nach unten. Die Alten haben aufgehört oder kommen langsam an ihr Karriereende und die Jungen sind noch nicht soweit. Über die Klasse und das Arsenal der Norweger braucht man erst gar nicht zu reden.

    Aber nochmal, ich hab mir den Langlauf, seine Entwicklung betreffend, genauso vorgestellt. Es wäre tatktisch Unsinn gewesen, wenn man versucht hätte die paar Sekündchen gegenüber den Norwegern zu verteidigen. Es war ja nicht so, dass die beiden Deutschen nicht schneller hätten laufen können, man hat diese Taktik bewusst gewählt. Aber bei allem Einsatz von Geiger und Rydzek...das norwegische Duo hätte trotzdem irgenwann aufgeschlossen.

    Eine taktische Variante wäre gewesen, dass man, nachdem die Norweger aufgeschlossen hätten, den Schwerpunkt auf "gemeinsame Sache" mit den Norwegern machen, gewählt und versucht hätte Österreich und Finnland gemeinsam auf Abstand zu halten. Problem dabei: Man hätte am Ende vielleicht ein "totgerittenes Pferd" - wenn ich das mal sehr drastisch ausdrückem darf - unter dem Sattel gehabt. Die Norweger springen dann doch weg und Österreich und Finnland wären dennoch peu á peu rangekommen und man hätte Im Endeffekt doch mit den anderen Konkurrenten in den Schlussssprint gehen müssen. Die Ausgangsposition kurz vor Rennende wäre wohl IMMER die gleiche gewesen.

    Unfassbar. Als ich gelesen hatte, dass die Kombinierer nach dem Springen - eigentlich der Wackeldisziplin - in Führung lagen, dachte ich: Da kann ja eigentlich nichts mehr anbrennen. Okay, Silber hätte ich mir noch verkaufen lassen - aber Rang 5? Es ist echt erbärmlich.

    Die Zeitabstände nach dem Springen waren relativ belanglos. Bei einer Gesamtlaufstrecke von 15km war klar, dass da recht schnell eine 5er-Gruppe entstehen würde. Im Höchstfall hätte der starke Schneefall dazu geführt, dass die Duos hinter den Deutschen schon viel an Kraft hätten investieren müssen, um ranzukommen. Kraft, die dann am Ende eventuell gefehlt hätte. Vor allem die beiden starken norwegischen Läufer hätten die 13 Sekunden in spätestens zwei Runden aufgeholt und wahrscheinlich wenig an Kraft dafür einsetzen müssen. Finnland 27 und Österreich 29 Sekunden zurück, war auch kein superschweres Unterfangen für die beiden Teams.

    Ohne die Stürze von Geiger und Rettenberger wären vier Teams (Japan hätte man abgehängt) etwa gleichauf in die letzte Runde gegangen. Erst ab da hätte sich der Kampf um die Medaillen entschieden.

    Ich hatte mir vor dem Wettkampf überhaupt nichts ausgerechnet. Nach dem Springen dachte ich: "Okay, die Deutschen sind in der Verlosung dabei!" Mehr aber auch nicht.

    Die Halbfinalbegegnungen im Curling-Turnier der Männer stehen fest.

    Heute abend um 19:00 Uhr treffen die Schweiz und Großbritannien sowie Kanada und Norwegen aufeinander.

    Die Schweiz beendete die Vorrunde sehr souverän und ungeschlagen. Das Problem beim Curling ist allerdings, dass man an einem schlechten Tag, trotz aller bisherigen Klasse, gegen alles und jeden verlieren kann. Aber ich will´s nicht beschreien. Wenn es spannend wird, reicht mir das schon. Sieger? - vollkommen egal.

    Und ich bin jeden Morgen von deiner Zusammenfassung des Tages und dem Ausblick auf das heutige Programm hingerissen!

    Die Ereignisse Messerscharf seziert und mit viel Humor und Anekdoten gewürzt, das macht einfach viel Laune beim lesen.

    Machst du das beruflich? Auf jeden Fall vielen lieben Dank für die Mühe die du dir da tagtäglich machst! :fleh

    Ein treuer Fan. :xywave:

    Vielen Dank für das Lob. :bier:

    Hmmmm...ich hatte in der Schule immer gute Noten im Aufsatz (gibt´s das heute noch - Diktat und Aufsatz? :paelzer:). Aber nein, beruflich war ich Gross- und Aussenhandelskaufmann.

    In erster Linie bin ich einfach Sportfan und liebe seit meiner Kindheit die Olympischen Spiele. Dieses "Olympia-Tagebuch" soll an sich nur eine Ansammlung meiner Gedanken sein, die sich im Laufe eines Olympia-Tages bei mir angehäuft haben.

    Wenn das Lesen anderen Spaß macht, freue ich mich natürlich darüber. :)

    Review

    Schweden war nicht zu gefährden. Der zweite Platz der Schweiz war eine ziemliche Überraschung. Aber der dritte Platz der deutschen Team-Staffel im Langlauf der Frauen war auch ein echtes Tollstück. ZDF-Reporter Heiko Klasen ließ sich zu dem Satz hinreissen: "Coletta Rydzek, bu bist unsere Langlauf-Göttin!" Nebenbei - Passend dazu fällt mir der Spruch des Tages am gestrigen Dienstag ein, den ich ganz vergessen habe zu erwähnen. ARD-Reporter Eik Galley beim Siegeslauf von Bob-Ikone Johannes Lochner: "Sehen sie wie die Kurven, sich ganz leicht zu ihnen neigen, dem Hansi und dem Georg, wie sie ihnen applaudieren zu dieser fantastischen Leistung!" Schön oder schon cringe? Auf jeden Fall beinahe poetisch. Zurück zum Langlauf. Laura Gimmler und Coletta Rydzek fügten dem Erfolg in diesem Wettbewerb von vor vier Jahren mit der Goldmedaille von Katharina Hennig und Victoria Carl ein weiteres Glanzstück hinzu. Hochachtung! Das Wort "Hochachtung" reicht bei Johannes Hoesflot Klaebo an sich nicht mehr aus. Fünftes Rennen der Langlauf-Männer, fünfter Start von Klaebo, fünfte Goldmedaille für den Norweger. Über den langen Kanten (50km) am Samstag kann er sich mit einem weiteren Sieg die Langlauf-Krone aufsetzen.

    Mikaela Schiffrin dominierte den Slalom der Frauen nach Belieben. Klare Bestzeit im ersten und die zweitbeste Zeit im zweiten Lauf bedeuteten am Ende einen Riesenvorsprung von eineinhalb Sekunden und den Olympiasieg. Sie WAR die beste im Weltcup, sie gewann zu recht die Goldmedaille in Mailand/Cortina. Die Schweiz jubelte über die erste Medaille für die alpinen Frauen durch Camille Rast und Ann-Swenn Larsson (SWE) holte sich Bronze. Weniger befriedigend verlief der letzte Wettbewerb für die Deutschen. Weder Emma Aicher, noch Lena Dürr standen am Ende auf dem Podest. Emma Aicher fuhr, vor allem im unteren Teil der Strecke, zu zaghaft und Lena Dürr...tja, tragisch, unglücklich oder dumm...nach dem ersten Lauf auf Rang 2 (wie im Riesenslalom) und dann IM ERSTEN Tor des 2. Durchgangs eingefädelt und raus! Wie kann man soetwas erklären? Es war ein Flüchtigkeitsfehler, der im Slalom immer, auch am ersten Tor, passieren kann. Dass es gerade beim olympischen Slalom geschieht ist...bitter!

    Relativ unspektakulär verlief dagegen das Ausscheiden der deutschen Puckjäger. Schon im ersten Gruppenspiel gegen Dänemark hatte es sich angedeutet: Auf dem Eis stehen gute bis sehr gute Spieler - aber keine Mannschaft!. Zu diesem Zeitpunkt konnte man sich aber immer noch einreden, dass sich das Team im Laufe des Turniers schon noch finden würde. Man sollte auf keinen Fall auf diesem unseligen Satz von vor den Spielen: "Das beste deutsche Team aller Zeiten!" herumreiten. Ja, es wäre besser gewesen eine neutralere Bezeichnung wie z.B.: "Der qualitativ beste deutsche Spielerkader" zu verwenden. Natürlich weckte die Ausgangsposition Träume von einer Medaille. Nicht nur bei den Spielern. Das 2:6 heute gegen die Slowakei im Viertelfinale kam nicht überraschend, sondern erfolgte fast mit mathematisch und logisch genauer Präzision. Gründe für den Misserfolg?: Die kurze Vorbereitungszeit? (Ich weiß nicht wieviel Zeit die anderen Teams hatten). Falsche Maßnahmen der Trainer? Um das beurteilen zu können ist man zu weit vom Team entfernt. Die kleine Eisfläche? Naja, die war für die anderen Mannschaften ja auch nicht größer. Die längere Erholungszeit der Slowaken? Das ist sicher ein Punkt, aber ob er entscheidend war? Man kann im Viertelfinale gegen ein Team wie das der Slowakei ausscheiden, keine Frage. Was wirklich enttäuschend war, ist der Umstand, dass es vorher kein einziges Spiel gab, das der Qualität der Spieler im Kader gerecht geworden ist.

    Bedingt durch den sportlichen Zeitplan, bekam auch der Konsument des ZDF-Hauptprogramms heute Eishockey satt zu sehen. Und das war gut so! Nach dem doch recht einseitigen ersten Viertelfinale Slowakei gegen Deutschland, folgten drei hinreissend spannende matches. Kanada glich kurz vor dem Ende gegen Tschechien aus und gewann in der Overtime 4:3. Die Schweiz führte sechs Minuten vor dem Ende sogar mit zwei Toren, musste dann doch den Anschluss- und Ausgleichstreffer der Finnen hinnehmen, die das Spiel dann in der OT mit 3:2 gewannen. Im dritten Spiel, USA gegen Schweden, wurde zwar mit Toren gegeizt - die USA führte mit 1:0 - aber je näher man der Schlusssirene kam, hatte man das Gefühl, nein irgendwie WUSSTE man: Es geht in Verlängerung. Und - das war dann auch so. Eineinhalb Minuten vor dem Ende glich Schweden zum 1:1 aus und - gewann das Spiel - nein, diesmal ging es anders herum! In diesem Spiel setzte sich das Team, das den Ausgleich hinnehmen musste durch. Die US-Boys gewannen 2:1.

    Im ZDF gab´s früher immer an Heiligabend mal eine Sendung mit dem Namen "Wenn die andern feiern...". Es wurden Menschen gezeigt, die das Schicksal hatten den Heiligabend nicht mit der Familie oder den Freunden begehen zu können. Zumindest den Titel könnte man derzeit auf das deutsche Biathlon anwenden. Auch die Frauen-Staffel lief den drei führenden Nationen (Frankreich, Schweden und Norwegen), wie die Männer gestern, hinterher und landete ebenfalls nur auf Platz 4. Bei jeder Großveranstaltung gibt es tragische (wenn man dieses Wort im Sport überhaupt verwenden darf) Figuren. Bei diesen OS gehört sicherlich der Eiskunstläufer Ilia Malinin dazu, der - aus physischen oder/und psychischen Gründen - seiner hohen Favoritenrolle nicht gerecht werden konnte und ein Debakel erlebte. Ein Debakel ist es sicher nicht, aber ein wenig Tragik hat der Auftritt der deutschen Biathletin Franziska Preuß doch in sich. Sie wollte sich ihren Entschluss, mit dem Leistungssport nach dieser Saison aufzuhören, mit dem Gewinn einer Medaille in einem Einzelrennen bei olympischen Spielen etwas versüßen. Als Nummer zwei der deutschen Staffel laufend, brachte sie Deutschland nach dem Liegend-Schießen sogar in Führung. Aber dann kam ihr - wie in den Rennen zuvor auch - das vermaledeite Stehend-Schießen in die Quere. Vier Fehlschüsse und eine Strafrunde von Preuß kosteten der Mannschaft wahrscheinliche eine Medaille.

    Nicht unerwähnt bleiben soll der vierte Platz von Annika Morgan im Slopestyle-Wettbewerb der Frauen im Snowboard. Die beste deutsche Platzierung in dieser Sportart bei diesen Spielen.


    13. Wettkampftag - Do.19.02. - 7 Entscheidungen

    Die Eishockey-Turniere gehen in die entscheidende Phase, auch die Curling-Teams beenden ihre Vorrunde und widmen sich den Play Offs. Die Vorläufe und Qualifikationen in den Sportarten nehmen langsam ab und Finals beherrschen Immer mehr den olympischen Tag. Man kann es nicht leugnen, wir gehen zweifellos schon wieder auf die Zielgerade der Olympischen Spiele. Sieben Wettkämpfe um Gold, Silber und Bronze sind für heute angesetzt.

    Gaaaanz spannend (weil neu) - Ski-Bergsteigen! Eine, in die Olympischen Spiele, neu integrierte Sportart. Ich geb´ zu: Bis auf ein paar Erklär-Bär-Videos habe ich noch nie etwas von diesem Sport mitbekommen. Wie ich gelernt habe besitzt Deutschland mit Tatjana Paller die Drittplatzierte der letzten Weltmeisterschaften, die sich, nach eigener Aussage, als WM-Dritte auch gut eine Olympia-Medaille vorstellen kann. Also gut - ich lass´ mich mal gerne überraschen. Drei Diszplinen werden in Mailand und Cortina mit Medaillen bedacht. Heute sind es die sogenannten Sprints der Frauen und Männer. 13:55 Uhr / 14:15 Uhr.

    Letzte Chance für die deutschen Kombinierer um ihr schwaches Ergebnis bisher aufzubessern. Auch hier wurde die traditionelle Staffel durch einen Zwei-Mann-Team-Sprint über jeweils 7,5km ersetzt. Halbierte Mannschaft, aber immerhin...Springen hat das IOC noch gestattet. 10:00 Uhr / 14:00 Uhr.

    Nach den Olympiasiegen über 500m und 1.000m strebt das us-amerikanische Eisschnelllauf-Wunderkind Jordan Stolz heute seine dritte Goldmedaille an. Distanz: 1.500m. Start: 16:30 Uhr.

    Mit der Kür der Frauen enden die Eiskunstlauf-Wettbewerbe. Nach dem Kurzprogramm unter den ersten vier: Drei Japanerinnen. Es führt Ami Nakai, vor Kaori Sakamoto, auf dem dritten Platz rangiert Alysa Liu aus den USA. Platz vier nimmt die dritte Japanerin Mone Chiba ein. 19:00 Uhr. Am Samstag findet noch die traditionelle Schaulauf-Gala der Medaillengewinner statt.

    Alle Welt hat es vorausgesagt und schließlich ist es auch so gekommen. Im Endspiel des Eishockey-Turniers der Frauen stehen sich die USA und Kanada gegenüber. Face off: 19:10 Uhr. Um 14:40 Uhr kämpfen schon die Schweiz und Schweden um die Bronzemedaille.

    Um 11:30 Uhr findet das Finale bei den Aerials der Männer im Ski Freestyle statt.

    Im Curling schliessen Frauen und Männer die Vorrundenphase mit den letzten Spielen ab. Die Männer tragen um 19:05 Uhr dann schon die beiden Halbfinalbegegnungen aus. Das deutsche Team beendet die Olympischen Spiele mit der Begegnung gegen China. 9:05 Uhr.

    Das ist eine Bronzemedaille, die golden glänzt. Tolle Leistung der beiden Damen.

    Blech hingegen für die Kameraführung, die es geschafft hat, so zu filmen, dass man nur die letzten paar Meter des Schlussspurts sehen konnte.

    Ja, richtig,.Man hätte die seitliche Kamera nehmen müssen, dann hätte man alle vier Teams verfolgen können. Die Kamera im Ziel war eine ungünstige Entscheidung. Aber wenn´s so knapp zugeht, ist es natürlich auch schwierig alles mitzunehmen.

    Lena Dürr auf Platz 2 nach dem 1. Lauf im Slalom, wie schon auch im Riesenslalom. Mal sehen, ob sie´s in Lauf 2 besser runterbringt als am Sonntag. Im RS fiel sie durch einen Patzer noch auf Platz 9 zurück. Shiffrin allerdings wie sie will. Wie in einer anderen Welt. Mehr als acht Zehntel Vorsprung vor Dürr. Emma Aicher mit 1,32 Sek. Rückstand (auf Bronze nur 0,32 Sek.) noch mit Chancen.

    Laura Gimmler und Coletta Rydzek sechstbeste Zeit nach der Quali im Team-Sprint. Zeit spielt allerdings keine große Rolle, hier kommt es in erster Linie auf den Kampf Frau gegen Frau in der Loipe an. Zeitmäßig waren die Schwedinnen in der Quali weit voraus.

    Für mein ungeübtes Auge hatte der Rumäne die viel saubere Fahrt als alle vier Bobs danach, die viel Drift hatten und öfter in die Bande sind, verliert aber trotzdem gut zwei Zehntel. Ist das alles Material, bessere Anschieber, oder etwas anderes?

    Sicher eine Mischung aus verschiedenen Ursachen. Zum einen ist Tentea mit seinem Anschieber am Start um etwa ein gutes Zehntel zu langsam, das fehlt natürlich, dadurch fehlt ihm von Anfang an logischerweise ein wenig Geschwindikeit, was sich durch die ganze Bahn zieht. Rein am Material kann es nicht liegen, da, soweit ich es mitbekommen habe, ein "Einheitsbob" bei diesen Spielen gefahren wird. Aber natürlich haben die großen Bob-Nationen ihre Techniker und Spezialisten, die vor allem an den Kufen noch ein paar "Tricks" auf Lager haben.

    Review


    Die Eisrinne war, ist - und bleibt wohl auch - der beste Freund von Team-D bei Olympischen Winterspielen. Nicht nur bei diesen. Nach den Rodlern und Skeletonis okkupieren traditionell in Woche zwei die Bobfahrer/innen den Eiskanal. Der Wettbewerb im Zweier der Männer brachte für den deutschen Bobsport heute die maximale Ausbeute an Medaillen. Johannes Lochner holte sich - zusammen mit seinem Anschieber Georg Fleischhauer, beim ersten der letzten beiden Starts seiner Karriere, den ersten Olympiasieg. Im Vierer will er seine Laufbahn am Sonntag mit der zweiten Goldmedaille krönen. Francesco Friedrich und Alexander Schüller fuhren mit großem Rückstand auf Lochner, aber auch mit großem Vorsprung auf Bronze, auf Platz zwei. Den kompletten deutschen Medaillensatz sicherte Olympia-Neuling Adam Ammour mit seinem Anschieber Alexander Schaller mit der Bronzemedaille ab.

    In der Loipe zu langsam, am Schießstand zuviele Fehler...eine Kombination, die für Biathlon mehr als ungünstig ist. Leider ist das im Moment der Zustand der deutschen Biathleten. Am Ende reichte es zwar in der Staffel für Platz 4, allerdings mit gehörigem Abstand zu den "großen Drei" Frankreich, Norwegen und Schweden. Diesen oder jenen Ausreisser mal aussen vor gelassen, muss man konstatieren, dass das deutsche Biathlon - zumindest bei den Männern - nur noch zweitklassig ist.

    Auch bei den Nordisch Kombinierten scheint sich ein gewisses Debakel bei diesen Spielen für den DSV abzuzeichnen. Von der Normalschanze war Johannes Rydzek bester Deutscher auf Platz acht. Heute, von der Großschanze, war es Vinzenz Geiger auf Platz neun. Mit dem zehnten Platz von Rydzek und dem zwölften von Julian Schmid zeigten die deutschen Kombinierer zwar ein geschlossenes Mannschaftsergebnis, allerdings waren sie erneut weit entfernt von den Medaillenplätzen. Man läuft Gefahr zum ersten mal seit 1998 ohne olympische Medaille in dieser Sportart zu bleiben. Jens Luraas Oeftebro sicherte sich sein zweites Gold in Italien. Johannes Lamparter aus Österreich landete erneuit auf dem Silberplatz. Und auch in diesem Rennen konnte sich Finnland über Bronze freuen. Nach Eero Hirvonen auf der Normalschanze war es jetzt Ilkka Herola.

    In der Qaulifikationsrunde des Eishockey-Turniers der Männer gab es die erwarteten Sieger. Dabei taten sich die Tschechen gegen Dänemark allerdings genauso schwer, wie die Deutschen in ihrem ersten Gruppenspiel gegen die Skandinavier. Am Ende zitterte sich Tschechien zu einem knappen 3:2-Sieg. Die Schweiz ließ mit einem 3:0 gegen Italien nichts anbrennen und Schweden warf Lettland mit 5:1 aus dem Turnier. Die deutschen Puckjäger erzielten mit einem klaren 5:1 einen souveränen und standesgemäßen Sieg gegen Frankreich.

    Den Traum von einer Olympiamedaille musste heute leider auch das deutsche Curling-Team um Skip Marc Muskatewitz begraben. Nach einer unnötigen Niederlage im Vormittagsspiel gegen die bis dahin sieglosen Tschechen, musste die deutsche Mannschaft auch in der Abend-Session gegen die unbesiegten Schweizer mit 4:8 die Segel streichen. Auch ein Sieg im letzten Gruppenspiel am Donnerstag gegen China verhilft dem Team nicht mehr unter die ersten vier Mannschaften und damit ins Halbfinale zu kommen.

    12. Wettkampftag - Mi.18.02. - 8 Entscheidungen

    Zwei Medaillen hat sie bei den diesjährigen OS schon errungen. Heute soll eine dritte folgen. Emma Aicher geht auf jeden Fall als Mitfavoritin in den alpinen Slalom der Frauen. Ihre schärfsten Konkurrentinnen sind natürlich Mikaela Schiffrin und Paula Moltzan aus den USA, die beiden Schweizerinnen Camille Rast und Wendy Holdener, Lara Colturi für Albanien startend, Katahrina Truppe aus Österreich und Sarah Hector (SWE). Auch der zweiten deutschen Starterin. Lena Dürr, kann man an einem guten Tag einen Platz weit vorne zutrauen. Das Problem im Slalom ist aber, dass einem nicht nur die Gegner zu schaffen machen. Die Tücken des Stangenwaldes werfen einen schnell mal von der Piste. Es ist bereits an diesem Mittwoch der letzte Alpine Wettbewerb bei diesen Spielen. Startzeiten: 10:00 Uhr / 13:30 Uhr.

    Frankreich, Norwegen, Schweden, Italien und Deutschland sind die ausgewiesenen Medaillenanwärter in der 4x6km Staffel der Frauen im Biathlon. 14:45 Uhr.

    Erinnerungen an 2022 werden heute wach. Katharina Hennig und Victoria Carl sorgten für die große Überraschung in den Langlauf-Entscheidungen in Peking mit dem Gewinn der Goldmedaille im Team-Sprint der Frauen. Das wird heute wohl nicht passieren. Die führenden Langlauf-Nationen Schweden, Norwegen, FInnland, dazu Italien und die USA sind zunächst mal favorisiert. Das deutsche Duo besteht aus Laura Gimmler und Coletta Rydzek. Zwei gute Sprinterinnen, aber ob es für´s Podium reicht? Finals 12:15 Uhr / 12:30 Uhr.

    Der Slopestyle-Wettbewerb der Männer beendet die Wettkämpfe im Snowboard bei diesen Spielen. 12:30 Uhr.

    Drei weitere Finals:

    11:30 Uhr Ski Freestyle Aerials der Frauen.
    20:59 Uhr Shorttrack 3.000m-Staffel der Frauen.
    21:29 Uhr Shorttrack 500m der Männer.


    Im Eishockey der Männer werden die vier Viertelfinalspiele ausgetragen:

    12:10 Uhr Slowakei - Deutschland
    16:40 Uhr Kanada - Tschechien
    18:10 Uhr Finnland - Schweiz
    21:10 Uhr USA - Schweden

    Das liegt aber auch daran das wir des öfter Gold knapp verpasst haben bzw. auch weggegeben haben.

    Gestern war z.B. so ein Tag. (Bob,Eiskunstlaufen)

    Das funktioniert aber anders rum halt auch, siehe Skispringen. Mit DER Goldmedaille konnte keiner rechnen.

    Okay, Bob war knapp, aber im Eiskunstlaufen war der Abstand zu Gold schon eklatant hoch.


    Er ist the The Goat in seiner Sportart, der das Glück hat, dass es viele Wettkämpfe in seiner Sportart gibt, so wie auch bei Phelps.

    Stimme ich auch nicht so ganz zu. Wenn man Klaebos Leistung richtig einordnen will, wäre das so als ob Usain Bolt Olympiasieger über 100m und 10.000m geworden wäre. Es macht schon einen Unterschied ob ich zum einen die Fähigkeit habe Schnelligkeit einzusetzen oder Ausdauer besitze. Die Einzigartigkeit von Klaebo ist schon, dass er über BEIDES verfügt.

    ch würde gerne mal hinterfragen, warum es insgesamt 25 mal Gold zu gewinnen gibt, wenn man schnell über das Eis laufen kann (Eisschnelllauf und Shorttrack)? Und das dann z.T. auch noch über die selben Distanzen, nur unterschieden von der Stadionlänge.

    Da kannst du aber auch die Frage stellen, warum es im Schwimmen VIER Schwimmstile gibt und dann für jeden Stil mindestens zwei Strecken (100m und 200m) existieren.

    Oder warum es soviele verschiedene Lauf-Distanzen in der Leichtathletik gibt, z.T. sogar noch mit Hindernissen bestückt.

    Das ganz kannst du erweitern auf Boxen, Judo, Ringen mit den vielen unterschiedlichen Gewichtsklassen.