Beiträge von CougarsFan

    Chief sagt es richtig. "Sinnlos" ist aber fast noch zu wenig. Sinnlos, dumm, lächerlich...gibt noch ein paar Adjektive, die ich aber hier lieber nicht schreibe.


    Ich bin kein Freund vom Satz: "Das Spiel hat nicht der Gegner gewonnen, sondern man selbst verloren!" Aber wenn er für ein Spiel stimmt, dann für das gestern bei den Colts. Soviele Möglichkeiten zum Punkten ausgelassen, soviele dumme Feher gemacht. Das hat zeitweise weh getan und doch hatte man immer das Gefühl: "Der nächste drive bringt die Entscheidung für die Chiefs!" Am Ende hielt die Defense nicht und bestrafte damit alle vertanen Chancen in der Zeit davor. Un-glaub-lich!


    Mit einem Blick auf den Spielplan wäre der dritte Sieg im dritten Spiel verdammt wichtig gewesen. Mit den Bucs und Bills warten in Woche 4 und in Woche 6 zwei Gegner, die schwer zu schlagen sind. Und das Heimspiel dazwischen gegen die Raiders ist auch nicht unbedingt zum Ausruhen gedacht. Vor der bye week muss man noch nach San Francisco, sodass man bis dahin nach sieben Spielen vielleicht nur bei 4-3 oder sogar 3-4 steht. Die Ansetzung ist aber vielleicht sogar etwas günstig für die Chiefs. Tampa Bay ist verletzungsbedingt etwas geschwächt und das würde das roadgame dann etwas erleichtern. Buffalo hat man vor eigenem Publikum, was eben in DIESEM match etwas helfen könnte.


    Immerhin hat der schärfste(?) Konkurrent im Westen, die Chargers, auch Federn lassen müssen. Mein lieber Mann, das war schon eine heftige und an sich nicht erwartete Heimklatsche für San Diego gegen die Jaguars.

    Das war das erwartet schwere Stück Arbeit. Aber immerhin hat man Moral bewiesen. Zweimal mit zwei scores im Rückstand, zweimal zurückgekommen und am Schluss die Oberhand behalten. Cousins diesmal mit seinen beiden Pässen im drive zur Führung als matchwinner.


    Licht und Schatten gab es auf beiden Seiten der LOS. Man muss aber auch zugestehen, dass die Lions nicht mehr das Kanonnenfutter der letzten Jahre sind.


    Viel kann man sich aber von dieser Saison zunächst mal nicht erwarten, das hat das Spiel gestern auch gezeigt. Vielleicht endet man mit einem record über .500, ob damit aber irgendwas anderes anzufangen ist, als eine positive W/L-Bilanz zu haben, muss man abwarten.


    Die Verletzung von Cook scheint nicht schwer zu sein. Er verließ das Spiel in Hz.2 mit einer ausgekugelten Schulter (lt. Vikings), scheint aber im nächsten Spiel wieder fit zu sein.

    Sehe uns da nicht als Favorit. Die Lions haben bisher immer 30+ Punkte erzielt und haben einen ordentlichen Pass Rush, v.a. jetzt mit Hutchinson, in einer Defense, die ähnlich der D der Eagles eher aggressiv spielt.

    Daher brauchen wir Sonntag entweder eine Defense, die die Lions O in Schach hält oder eine Offense, die 30+ Punkte erzielt. Nach dem Auftritt gestern bin ich nicht gerade positiv gestimmt, dass eins der beiden eintritt.

    Hmmm...die Lions gehören wohl in dieser Saison nicht zum Bodensatz der NFL, aber gefestigt erscheint mir das Team auch noch nicht zu sein. Ein Vikings-Team in halbwegs normaler Form sollte da schon gute Chancen haben. Ich sehe die Leistung vom Montag zwar nicht als Ausrutscher nach unten an (solche Leistungen werden wir wahrscheinlich noch einige male erleben), auf der anderen Seite ist da in der Mannschaft mehr Potenzial als das, was Montag Nacht zu sehen war. Wenn man das wieder auspacken kann müsste es an sich reichen um die Lions in Schach zu halten.


    Aber, da hast du natürlich recht, mit solch einer Vorstellung wie gegen Philly wird das dann auch schwer umzusetzen sein.

    Gross erwartet habe ich mir im Eagles-Spiel nichts. Das wurde dann auch bestätigt. Philly war in fast allen Belangen, zwar nicht dominant, aber doch deutlich besser. Das Team kann in der NFC East (Cowboys mit oder ohne Prescott spielt keine Rolle) die Nummer 1 werden.


    Die Vikings fanden auf beiden Seiten der LOS keine Mittel um die Eagles in echte Bedrängnis zu bringen. In der ersten Hz. war das teilweise sogar eklatant.


    Cousins mal wieder der gewohnte Kirk. In ein, zwei Spielen pro Saison kann er der Siegbringer sein, in zwei drei verliert er allein das Spiel und im Rest ist er ein einigermaßen zuverlässiger Verwalter, der seinem Team zumindest keinen großen Schaden zufügt. Insgesamt zuwenig um mehr als eine Mannschaft zu sein, die so eben um die PO-Teilnahme mitspielen kann.


    Wenn der Gegner das Laufspiel der Vikings stoppen kann und einen halbwegs vernünftigen pass rush hat, stehen die Vikings offensiv fast immer auf verlorenem Posten. Und wenn dann die Defense auch noch einen schlechten Tag erwischt, gibt´s für Minnesota keinen Blumentopf zu gewinnen.


    Gegen Detroit gehen die Vikings wohl als Favorit ins Spiel, aber das match könnte sich auch zu einem echten trap game entwickeln.

    Mit dem Beginn der Saison kann man - aus Chiefs-Sicht - mehr als zufrieden sein. Nach dem Sieg im ersten road game, erster Sieg in der Division, dazu noch gegen den wohl stärksten Konkurrenten im Westen...was will man mehr.


    Dass das Spiel knapp werden würde, war vorher klar. Die Chargers sind nicht umsonst bei vielen ein heisser Tipp auf die Conference-Krone (mit gehörigem Abstand zu den Bills natürlich). Ein Sieg in einem Spiel gegen einen so hoch eingeschätzten Gegner ist schon ein statement. Der neckbreaker für die Chargers war natürlich der INT-TD-Return von Watson.


    Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Dass die Chargers den Sieg "weggeschmissen" haben sehe ich allerdings nicht ganz so. Es war schon eine exzellente Antizipation der Spielsituation von Watson, die zur INT von Herbert geführt hat. Der Wurf von ihm war ja nicht schlecht, Watson hat nur extrem gut auf ihn reagiert. Meine Analyse sieht eher so aus, dass die Chiefs-Offense in der Lage war genügend Punkte zu machen und die Chiefs-Defense im richtigen Moment zur Stelle war um das Spiel mitzuentscheiden.


    Aber klar, ohne die INT von Watson hätten die Chiefs das Spiel auch 23:24 verlieren können. Aber Fehler (wenn man die INT von Herbert so bezeichnen will) gehören zum Spiel dazu und wer weniger Fehler macht gewinnt in der Regel. Das waren gestern die Chiefs und so sehe ich den Sieg auch nicht als besonders glücklich an. In solch engen matchups entscheiden oft ein, zwei Szenen für die eine oder andere Mannschaft. Für mich hatten die Chiefs in diesem Spiel in diesen Szenen die besseren Antworten und Watson hatte die beste des Spiels. Weder wurde der Wurf von Herbert unglücklich abgefälscht, noch sprang er wild in der Luft herum und Watson stand zufällig günstig herum um den Ball zu fangen.


    Das Spel hätte auch anders herum ausgehen können, aber das ist bei zwei Teams, die etwa auf dem gleich hohen level spielen immer so. Gestern hatten die Chiefs halt die Nase vorn.


    Die Saison ist noch lang und wie sich die Teams entwickeln weiß kein Mensch. Vielleicht kristallisiert sich einer der beiden als echter Herausforderer für die Bills heraus. Die Chiefs UND die Chargers haben auf jeden Fall beide das Potenzial dazu.

    Das war ein gelungener Saisonauftakt. Egal was, wann, wo...ein Sieg im Eröffnungsspiel der Saison gegen die Packers MUSS einen Vikings-Fan zufrieden lächeln lassen.


    Rodgers braucht an sich immer ein bisschen um in einer Saison auf Touren zu kommen, deshalb kann man ihn im ersten Spiel schon mal kalt erwischen. Die Vikings-D machte ihm das Leben über weite Strecken des Spiels aber auch wirklich schwer. Da zeigten einige schoin eine sehr gute Frühform. Auf die Defense kann man sich, glaube ich, in dieser Saison durchaus wieder verlassen.


    Der Offense reichte ein leicht überdurchschnittlicher Tag (NFL-Maßstab) - mit dem Sahnehäubchen Justin Jefferson - um Green Bay vor Probleme zu stellen. Trotzdem merkte man, dass auch bei den Packers die D wohl das Prunkstück in dieser Saison darstellen wird.


    Mit Jefferson und Cook sind zwei skill positions in der Offense hervorragend besetzt. Dazu Adam Thielen als "zweite Spitze" im Passfang. Solange Cousins solide spielt, wird die Vikings-Offense vielen Gegnern Kopfzerbrechen bereiten.


    Auch nach dem überraschenden Sieg der Bears gegen die 49ers und der knappen NL der Lions gegen die Eagles, sehe ich die Packers als Favorit in der NFC North, wobei sich Minnesota evtl. sogar als echter Herausforderer für den Divisionstitel herausstellen kann. Das Potenzial ist da. Zumindest in den Kampf um einen PO-Platz sollten die Vikings eingreifen können. Mehr sehe ich allerdings nicht. Da sind die Bucs, Rams und (normalerweise) Packers schon vor.

    Erst mal ein großes Dankeschön an Chief für das umfangreiche und hochinformative preview für diese Saison. :bier::thumbsup:

    Da ich mich im Sommer fast ausschließlich mit der MLB beschäftige, bin ich immer froh auf diese Weise einen detaillierten Ausblick auf eines meiner Lieblingsteams zu bekommen.


    Zum Sonntagsspiel: Manches von dem was Chief in seiner preview angemerkt hat, konnte man gegen die Cardinals schon als bestätigt finden.


    Die Hill-lose Offense der Chiefs machte auf jeden Fall schon mal einen sehr guten Eindruck. Mahomes gehört Gott sein Dank zu der Klasse an QB´s, die praktisch keine Aufwärmzeit für eine neue Saison brauchen. Von 0 auf 100 in 5 Sekunden. Die Chiefs haben ohne Hill in dieser Saison natürlich nicht mehr den speedster und deep thread der letzten Jahre, Mahomes verteilte die Bälle dafür sehr gut und effektiv auf das Receiver-Korps und den RBs. Kelce bleibt dabei für ihn weiterhin der go-to-guy wenn´s mal brenzlig wird. Smith-Schuster vergrößert das Potenzial in den mittellangen Pass-Distanzen, kann so Kelce etwas entlasten und den Gegner zum Grübeln bringen.


    Das Lauspiel bleibt weiterhin eine "Beilage" zum sonstigen Chiefs-Offense-Menü. Edwards-Helaire ist solide, aber keine Bedrohung, die dem Ggner echte Kopfschmerzen bereiten kann. Gut gefallen hat mir Isiah Pacheco. Zusammen mit Edwards-Helaire könnte daraus vielleicht ein effektives RB-Tandem entstehen.


    Über die Defense läßt sich noch nichts konkretes aussagen, da die Cardinals-Offense (erstzgeschwächt) evetuell noch keinen echten Prüfstein darstellte. Aber immerhin hielt die Chiefs-D die Cardinals-O bis zum letzten Viertel bei nur 7 Punkten. Die zwei TD´s im 4. rechne ich der garbage time zu, da das Spiel dort schon entschieden war und die Intensität der Spieler dann naturgemäß etwas nachlässt. Einige Spieler wurden im Lauf der Zeit auch schon etwas geschont und die Chiefs holten einige von der Bank ins Spiel.


    Arizona im eigenen Stadion mit 23 Punkten Abstand zu besiegen, ist schon ein Wort. Wieviel der Chiefs-Auftritt wert ist, wird man aber erst im Heimspiel gegen die Chargers am Donnerstag sehen. Nach dem ersten Spieltag scheint es aber so zu sein, wie die Experten es erwartet haben. Chargers und Chiefs spielen um die Krone in der AFC West.


    Letztes Jahr gewann man zwar den season opener auch, bei den vor der Saison hochgewetteten Cleveland Browns, das Spiel (das man auch hötte verlieren können) war aber über weite Strecken wesentlich weiniger beeindruckend und souverän, wie das gegen die Cardinals am Sonntag.


    Die settings für eine Saison, in der alles passieren kann, sind gegeben.

    AFC Championship Game


    Die meisten Team-Nennungen:


    60 x Bills

    24 x Chiefs

    18 x Chargers

    09 x Bengals

    08 x Ravens

    (ebenfalls: Broncos, Raiders, Browns, Colts, Titans)


    Die häufigsten matchups:


    21 x Bills vs. Chiefs

    16 x Bills vs. Chargers

    07 x Bills vs. Bengals

    (13 weitere matchups)


    AFC-Champion:


    46 x Bills

    08 x Chargers

    05 x Chiefs

    02 x Ravens

    02 x Raiders

    (Bengals, Browns, Broncos je einmal)


    Die Bills sind nicht nur der klare Favorit in der AFC East sondern auch für den Gewinn der Conference-Krone. Nur sechs Tipper sehen Buffalo NICHT im CCG der AFC. Keine Überraschung also, dass die Bills auch von 46 Tippern für stark genug gehalten werden der Vertreter der AFC im SB zu sein. Alle anderen möglichen Champs kommen nicht mal auf die Hälfte dieser Zahl.



    NFC Championship Game:


    Die meisten Team-Nennungen:


    40 x Rams

    36 x Buccaneers

    35 x Packers

    10 x Eagles

    (ebenfalls: 49ers, Cardinals, Vikings, Cowboys)


    Die häufigsten matchups:


    19 x Buccaneers vs. Rams

    17 x Packers vs. Rams

    12 x Packers vs. Buccaneers

    (12 weitere matchups)


    NFC Champion:


    22 x Packers

    21 x Rams

    20 x Buccaneers

    (Cardinals, Vikings, 49ers je einmal)


    In der NFC teilen sich die Packers, Bucs und Rams die (mehr oder weniger großen) Sympathien unserer Tipper. Kein Wunder also, dass die meisten Mitglieder den NFC-Vertreter im SB aus diesem Trio kommend sehen. In 48 Tipps gibt es im CCG der NFC eine Kombination aus diesen drei Teams. Nur den Cardinals, Vikings und 49ers traute jeweils ein Tipper den Sprung in den SB zu.



    Super Bowl


    Die häufigsten matchups:


    16 x Bills vs. Rams

    15 x Bills vs, Buccaneers

    13 x Bills vs. Packers

    (14 weitere matchups)


    Etwa ein Viertel der Tipper sieht im SB eine Wiederholung des diesjährigen Eröffnungsspiels der Saison zwischen den Bills und den Rams. Bucs vs. Bills und Packers vs. Bills folgen knapp dahinter. Also – Bills auf jeden Fall!


    Super Bowl Gewinner:


    35 x Bills

    07 x Packers

    06 x Buccaneers

    05 x Chargers

    04 x Chiefs

    03 x Rams

    (Ravens, Bengals, Browns, Broncos, Raiders, Vikings je einmal)


    Daraus folgt logischerweise, dass man den Bills auch die besten Chancen auf den Gewinn der Vince Lombardi Trophy zurechnet. Gut die Hälfte der Tipper sieht Buffalo als SB-Champ. Hohe Vorschusslorbeeren für das Team aus dem Bundesstaat New York. Erstaunlich, dass man dem amtierenden Champ, den Los Angeles Rams, wenig Chancen gibt seinen Titel zu verteidigen. Nur drei Tipper sehen die Rams als SB-Gewinner.


    Bleiben die Fragen: Welches Team ist DIE Überraschung dieser Saison, welches die größte Enttäuschung?


    Am Ende der Regular Season werde ich eine Zwischenwertung und am Ende der Saison auch wieder eine Endabrechnung liefern.


    Bis dahin eine schöne und spannende NFL-Saison an alle. :bier:

    Hier eine kleine Auswertung unserer Glaskugel-Tipps. Insgesamt wurden
    66 Tipps abgegeben.



    AFC East
    Platz 1
    Platz 2
    Platz 3
    Platz 4
    Bills65100
    Dolphins145137
    Patriots018426
    Jets
    021153
    AFC North
    Bengals362271
    Ravens293331
    Steelers063030
    Browns152634
    AFC South
    Colts451920
    Titans203970
    Jaguars17508
    Texans01758
    AFC West
    Chiefs372072
    Chargers222897
    Broncos493320
    Raiders391737
    NFC East
    Eagles
    402240
    Cowboys253740
    Commanders163722
    Giants012144
    NFC North
    Packers60600
    Vikings645150
    Lions013476
    Bears02460
    NFC South
    Buccaneers62400
    Saints445161
    Panthers016473
    Falcons01362
    NFC West
    Rams6330
    49ers235290
    Cardinals128352
    Seahawks00264


    Buffalo ist der absolute Favorit in der AFC East. Nur ein Tipper traute einem anderen Team (Dolphins) den ersten Platz zu. In den
    anderen drei Divisionen vermuten wir jeweils einen Zweikampf. Im Norden zwischen den Ravens und Bengals, im Süden zwischen den Titans und Colts und im Westen sieht man die Chargers als stärksten Herausforderer der Chiefs.


    Ein anderes Bild in der NFC. Dort gibt es „die großen Drei“. Packers, Buccaneers und Rams sind die eindeutigen Favoriten in ihren Divisionen. Nur dreizehnmal, bei 198 Platzierungen, enden sie NICHT auf Platz 1 ihrer Division. Im Osten gelten die Eagles in diesem Jahr als Favorit vor den Cowboys.


    Drei Teams traut man in diesem Jahr absolut nichts zu. Bears, Falcons und Seahawks wurden fast einstimmig auf Platz vier ihrer Division gesetzt. Bei 186 Tipps von 198 kamen diese Teams jeweils als Tabellenletzter durchs Ziel. In der AFC kommen nur die Jets und Texans in diesen Bereich.


    Weitere Auswertungen folgen morgen.

    Ich lass dir gern den Vortritt, wenn du möchtest. :bier:

    Heuer dürfte die Auswertung wesentlich einfacher gehen aufgrund der Sortierung und gleichen Beschreibung.

    An der Stelle an (fast) alle Member vielen Dank, dass das so super klappt. Offensichtlich sind wir hier nicht im Anmeldethread für unseren Mock ("Ich melde für Team xyz") und jeder liest den Eingangspost. :tongue2:

    Mach ich gerne. Deine Bitte um Vereinheitlichung der Tipps war natürlich klasse und sehr hilfreich. Das verkürzt die Arbeit um einiges. :bier: War sehr nett, dass sich alle dran gehalten haben. :thumbsup:

    Kein Problem, hätte natürlich lieber gesehen, dass du Chiefs als SB-Gewinner getippt hättest. :mrgreen:


    Bis Freitagfrüh können noch Tipps abgegeben werden. Letzter Zeitpunkt: Kickoff des Eröffnungsspiels.

    Am Schluss kam es noch zum Happy End für die Alpinen des DSV. Die Silbermedaille im Mixed-Teamwettbewerb versöhnt mit einigen Enttäuschungen während der Spiele. Zwei vierte Plätze von Lena Dürr und Kira Weidle sind aller Ehren wert. Bei Olympischen Spielen zählen aber halt die Medaillen und von denen hat sich Team D nun auch im alpinen Bereich zu guter letzt eine sichern können. Österreich konnte seine alpine Bilanz mit der Goldmedaille auf insgesamt sieben Medaillen, davon drei goldenen aufbessern.


    Ein Happy End hätte man auch ihr gewünscht. Mikaela Shiffrin unterlag mit ihrem Team im kleinen Finale um Bronze den Norwegern. So blieb der Ski-Queen aus den USA auch dieser kleine Trost für die vorausgegangenen Enttäuschungen in Peking versagt. Vor allem nach all der Häme und dem Hass, den die kleingeistigen Dummköpfe in den, ach so „sozialen“ Medien über sie nach den nicht zufriedenstellenden Ergebnissen ausgeschüttet hatten, hätte man ihr diesen Erfolg gegönnt. Solchen Leuten sollten die Finger abfaulen, wenn sie die Tastatur berühren oder wie es der Kabarettist Frank-Markus Barwasser einmal deutlich ausgedrückt hat: „Die sozialen Medien sind eine gefährliche Mischung aus Rechtschreibschwäche und Dummheit!“


    Nach dem ersten Tag waren die Weichen schon auf Medaillen gestellt. Francesco Friedrich erledigte auch die Aufgabe am zweiten Tag souverän und holte sich mit seiner Mannschaft die Goldmedaille im Viererbob und seine vierte insgesamt bei Olympischen Spielen. Johannes Lochner fuhr mit seinem Team auf den Silberplatz, der Kanadier Justin Kripps sicherte sich Bronze.


    Stichwort Happy End zum dritten. Finnland gewann das Endspiel im Eishockey-Turnier der Männer gegen die Hockey-Sputniks aus Russland mit 2:1. Weltmeister konnten die Finnen schon dreimal werden, ein Olympiasieg fehlte noch in den Annalen. Die nun errungene Goldmedaille lässt ganz Finnland feiern. Bronze sicherte sich überraschend die Slowakei mit einem 4:0 gegen desillusionierte Schweden im Kampf um Platz 3. Das ist fast das gleiche Märchen und nur einen Platz schlechter als die Silbermedaille der Deutschen 2018.


    Großbritannien fährt zu Winterspielen mit an sich nur drei realistischen Chancen auf Medaillen und zwar im Curling Nach dem Silber der Männer setzten die schottischen Frauen um Skip Eve Muirhead mit dem Goldmedaillengewinn im Finale gegen Japan noch eins oben drauf. Mit 10:3 wurde das Überraschungsteam aus dem Land der aufgehenden Sonne deutlich geschlagen.


    Happy End zum vierten. Nach den Enttäuschungen in den Staffeln und im langen Kanten bei den Männern, sicherte Therese Johaug mit dem Gewinn der Goldmedaille Norwegen wenigstens einen Sieg in den für sie wichtigsten Wettbewerben im Skilanglauf. Überlegen und mit einem eklatant großen Vorsprung von über 1:40 Minuten verwies sie die US-Amerkanerin Jessica Diggins auf Silber und Kerttu Niskanen aus Finnland auf Bronze und fährt damit mit drei Goldmedaillen im Gepäck als erfolgreichste Skilangläuferin der Spiele in Peking nach Hause zurück.



    Epilog


    Es waren die zweiten Spiele unter der Corona-Knute. Hoffentlich auch die letzten. Meine Einschätzung der Spiele von Peking ist: Trotz aller Irrungen und Wirrungen, Fehlern und unmöglicher Entscheidungen, das IOC kann einem Fan wie mir die Freude und Begeisterung an den Olympischen Spielen und am Sport an sich nicht nehmen. Dazu gab und gibt es zu viele Emotionen der Trauer, Freude, Enttäuschung und Euphorie, die der Sport auslöst. Und davon gab es in Peking reichlich.


    Sportlich hochwertige Wettkämpfe waren in Peking fast an der Tagesordnung. Zumindest die Zuschauer an den verschiedenen Mediengeräten wurden mit erstklassigem Sport und spannenden Wettkämpfen versorgt und verwöhnt. Es gab genügend „highs“ und „downs“, die die Seele des Sports für den Betrachter ausmachen. Die sportliche Katastrophe des 15-jährigen Eiskunstlaufstars Kalima Valieva, die Farce beim Mixed-Teamspringen mit fünf disqualifizierten Springerinnen, das Herzschlag-Finale bei Vinzenz Geigers Sturmlauf in der Nordischen Kombination, die Ausscheide-Dramen der besten Skifahrerin der Gegenwart Mikaela Shiffrin oder die Cinderella-Story zum Gold des italienischen Curling-Duos Constantini/Mosaner, um nur einige zu nennen. Aus deutscher Sicht stachen auch noch die sensationellen Goldmedaillen des Teamsprint Duos Hennig/Carl im Langlauf und der erst 21-jährigen Hannah Neise im Skeleton heraus. Es gab auch emotionale Abschiede wie den der niederländischen Eisschnelllauf-Ikone Ireen Wüst oder dem Snowboarder Shaun White aus den USA, die ihre olympischen Karrieren beendeten. Ohja, Emotionen nach oben und unten gab es genug.


    Nüchtern betrachtet hat China alles getan um den Sportlern und Sportlerinnen möglichst gut präparierte Wettkampfstätten und ein funktionierendes Umfeld der Spiele zur Verfügung zu stellen. Dass das unter Corono-Bedingungen äußerst erschwert war, wusste man vorher schon. Dirk Schimmelpfennig, Chef de Mission des deutschen Olympia-Teams, sprach in einem ZDF-Interview zu diesem Punkt von „funktionalen Spielen“. Eine Bezeichnung, die die Nüchternheit der Entscheidung die Spiele auf die reine Austragung der sportlichen Wettkämpfe ohne Treffen der Sportler/Sportlerinnen untereinander und mit der Bevölkerung des Gastgeberlandes zu beschränken, gut umschreibt. Was die Wettkampfstätten angeht scheinen die Bemühungen der Veranstalter aber insgesamt gelungen zu sein. Zumindest die Sportler/Sportlerinnen waren überwiegend des Lobes voll. Was die Umsetzung der Corona-Maßnahmen, hinsichtlich Tests, Überwachung und Quarantäne angeht gibt es im besten Fall die Note mangelhaft.


    Zu hoffen bleibt, dass die nächsten Spiele (Sommer 2024 in Paris) weniger umstritten ablaufen, dass dem IOC eine Kehrtwendung in der Gesinnung gelingt (frommer Wunsch!). Vor allem aber, das es wieder Wettkämpfe mit Zuschauern gibt, die den Sportlern und Sportlerinnen das zukommen lassen können, was sie verdient haben – Begeisterung über ihre Leistungen und Beifall für ihr Können.


    Trotz aller Querelen, Einschränkungen und unangenehmer Nebengeräusche – mir persönlich haben die Spiele in Peking – sportlich viel Spaß, Emotionen und Abwechslung gebracht und ich freue mich schon auf die nächsten Spiele in Paris, bei denen am 26. Juli 2024 mit der Eröffnungsfeier der offizielle Startschuss fällt. Und dann OHNE Corona und wieder MIT Zuschauern in den Stadien.


    Zum Abschluss noch ein Fazit der Leistungen des Teams D. Als Grundlage habe ich meine Prognosen vor den Spielen genommen.


    Fünfmal wurden meine Prognosen übertroffen (Bob, Rodeln, Skeleton, Ski Freestyle und Skilanglauf), viermal waren Prognosen und Ergebnisse gleich (Eisschnelllauf, Eiskunstlauf, Shorttrack und Ski Alpin) und fünfmal blieb man leicht oder klar hinter der Prognose zurück (Biathlon, Eishockey, Nordische Kombination, Skispringen und Snowboard). Curling fällt aus der Wertung heraus, da keine Teams vor Ort waren.


    Mit 12 mal Gold, 10 mal Silber und 5 mal Bronze (insgesamt 27 Medaillen) blieb man hinter dem Ergebnis von Pyeongchang 2018 zurück (31 Medaillen, 14 mal Gold, 10 mal Silber, 7 mal Bronze), erzielte aber eine deutlich bessere Bilanz gegenüber Sotschi 2014 (19 Medaillen, 8 mal Gold, 6 mal Silber und 5 mal Bronze). Den zweiten Platz im Medaillenspiegel von 2018 hinter Norwegen konnte man jedoch behaupten.


    Sportart
    Prognose
    Real
    Differenz
    Benotung


    GoldSilberBronzeGoldSilberBronzeGoldSilberBronze
    Biathlon012101+1-1-1-
    Bobfahren221331
    +1+10+
    Eishockey000000000-
    Eiskunstlauf0000000000
    Eisschnelllauf0000000000
    Nordische Kombination
    11211000-2-
    Rennrodeln311420+1+1-1+
    Shorttrack0000000000
    Skeleton101210+1+1-1+
    Ski Alpin
    0010100+1-10
    Ski Freestyle
    00000100+1+
    Ski Langlauf
    000110+1+10+
    Ski Springen111012-10+1
    -
    Snowboard00100000-1-

    Ich respektiere diese deutsche Dominanz im Eiskanal wirklich, mein Problem ist aber ehrlich, dass ich keine einzige dieser Sportarten wirklich zum schauen attraktiv finde. Am ehesten noch der relativ neue rodel Teamwettbewerb.

    Naja, ich weiß nicht ob es um soviel attraktiver ist wenn 50 bis 60 Leute eine Schanze runterspringen mit immer den selben Bewegungsabläufen, getrennt nur durch ein paar Meter Weite und Punkten der Kampfrichter, oder wenn zwei Leute "stundenlang" um eine Eisbahn flitzen oder acht Menschen schwere Steine über das Eis schieben. ABER - nichts gegen Skispringen, Eisschnelllauf, Shorttrack oder Curling. Jede Sportart hat ihre Eigenheiten, die sie interessant machen kann. Am Ende geht es halt immer darum wer schneller läuft, höher springt oder mehr Punkte macht. Daraus entsteht dann die Spannung, die den Sport so schön macht.


    Im Endeffekt entsteht die Attraktivität einer Sportart immer im Auge des Betrachters.

    Wer hätte gedacht, dass der „Haka“, der Kriegstanz der Maori auf Neuseeland, bei Olympischen Winterspielen aufgeführt werden würde. In Peking geschah es nun schon zum zweiten mal. Nach dem Goldmedaillengewinn der Snowboarderin Zoi Sadowski Synnot gelang nun auch Nico Porteous dieses Kunststück in der Halfpipe im Ski Freestyle. Neuseeland schickte insgesamt 15 Athleten/Athletinnen in fünf Sportarten nach Peking. Mit zwei Gold- und einer Silbermedaille lassen sie im Moment sogar eine Wintersportnation wie Finnland hinter sich und sind, von den Goldenen her, gleichauf mit Italien, Slowenien und Südkorea. Keine schlechte Ausbeute für ein Land, das in den 98 zurückliegenden Jahren lediglich eine Silber- und zwei Bronzemedaillen verbuchen konnte.


    Irene Schouten ist, nachdem Ireen Wüst ihre olympische Karriere beendet hat, der neue Star am Himmel der niederländischen Eiskunstlauf-Fans. Die beiden Langstrecken konnte sie in Peking bereits gewinnen, nun entschied sie auch noch den Massenstart für sich und ist mit drei Gold- und einer Bronzemedaille die erfolgreichste Eisschnellläuferin der Spiele in Peking.


    Der 50er, der ein 30er war und nicht so langweilig verlief wie sonst üblich. Zwei Russen in Front (Bolshunov und Yakimushkin) und Norwegen durch Simen Hegstad Krueger „nur“ auf Platz 3. Eine Bronzemedaille zählt im Langlauf-verrückten Norwegen an sich nur, wenn sie zusätzlich zu einer Goldmedaille errungen worden ist. Auf zwei Wettbewerbe legen die Norweger im Langlauf immer besonderes Augenmerk: Die Staffeln und die beiden längsten Strecken. Sieger in diesen Disziplinen werden in Skandinavien immer besonders gefeiert. Drei dieser Wettbewerbe sind in Peking durchgeführt, dreimal gab es kein Gold für Norwegen, dreimal musste man den Olympiasieg Russland überlassen. Eine letzte Chance diese magere Bilanz zu verbessern besteht morgen noch über 30(?)km der Frauen.

    Für den Langlauf-Star der Männer in Norwegen Johannes Klaebo endeten die Spiele, so wie sie begonnen hatten. Mit einer deftigen Enttäuschung. In seinem ersten Wettbewerb, dem Skiathlon, musste er schon relativ früh seine Chancenlosigkeit erkennen, steckte zurück und schonte sich für die anderen Rennen und wurde, für ihn, indiskutabler 40ster. Heute, über die längste Distanz, beendete er das Rennen nicht mal. Seine Bilanz liest sich dabei nicht mal schlecht: Zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze...darüber würden sich 95% der Läufer ein Loch ins Knie freuen, aber nur eine Goldmedaille in den Einzeldisziplinen (Sprint) ist nicht der Anspruch den Klaebo vor den Spielen an sich selbst gehabt hat.


    Wenn von einem Reporter bei seinem Kommentar eines Curling-Spiels das Wort „schwupp-di-wupp“ eingebaut wird, weiß man: „Man ist bei den Öffentlich-Rechtlichen!“ Bei allen anderen Sportarten ist der Kommentar durch den Reporter oder seinem Experten-sidekick in Ordnung, beim Curling schüttelt man bei den ÖR allerdings regelmäßig den Kopf. Man sollte überlegen ob mna sich da nicht für die Spiele einen Esperten (Ex-Curler/Curlerin) dazu holt. Eurosport ist hier einfach top!

    Die Goldmedaille im Curling-Turnier der Männer sicherte sich Schweden in einem spannenden Match, das in ein Extra End ging, gegen die Schotten aus Großbritannien. Nach Bronze in Sotschi 2014 und Silber in Pyeongchang 2018 komplettierte (an sich logisch) der schwedische Skip Niclas Edin damit seinen Olympischen Medaillensatz.


    Im Eiskanal ging die Goldmedaille zum achten mal nach Deutschland. Laura Nolte legte mit ihrer Anschieberin Deborah Levi in den ersten drei Läufen schon stark vor und brachte den Sieg im vierten überlegen und souverän ins Ziel. Nach dreimal Bahnrekord musste sie sich im letzten Lauf nur ihren Teamkolleginnen Mariama Jamanka und Alexandra Burghardt beugen, die vorher dreimal die zweitbeste Zeit gefahren waren und mit ihrer Silbermedaille die deutsche Bilanz auf 14 bei den Schlittensportarten erhöhen konnten. Bronze ging an Elana Meyers Taylor und Sylvia Hoffman. Der vierte Platz von Kim Kalicki und Lisa Buckwitz rundete das gute Bild der deutschen Bobsportlerinnen in Peking ab.


    Im letzten Eiskunstlaufwettbewerb, dem Paarlauf, sicherte das chinesische Paar Wenjin Sui/Cong Han die inzwischen neunte Goldmedaille und die fünfzehnte für das Gastgeberland insgesamt bei diesen Spielen (Silber und Bronze gingen mit den Paaren Tarasova/Morozov und Mishina/Galliamov nach Russland). Nachdem es nach den Spielen 2010 in Vancouver (5 x Gold, 11 Medaillen insgesamt) für China in den beiden folgenden Olympischen Winterspeielen medaillenmäßig abwärts gegangen war, kann man die sportliche „Aufrüstung“ für die Spiele im eigenen Land als extrem erfolgreich bewerten. Vor allem in den etwas „jüngeren“ olympischen Sportarten wie Shorttrack, Ski Freestyle und Snowboard, in denen das Land der Mitte 12 seiner 15 Medaillen gewinnen konnte. In der Sportart Ski Freestyle sind die Chinesen mit vier Gold- und zwei Silbermedaillen sogar das erfolgreichste Land bei diesen Spielen und Platz drei im gesamten Medaillenspiegel scheint möglich zu sein.



    16. Wettkampftag So.20.02.


    Die heutigen Entscheidungen (5):


    02:05 – Curling (F)

    Im Endspiel treffen Großbritannien und Japan aufeinander.


    03:37 – Ski Alpin – Teamwettbewerb (Mix)

    Aufgrund der Wetterbedingungen von Samstag auf Sonntag verlegt. Fraglich allerdings ob der Wettkampf überhaupt stattfinden kann, da auch für den Sonntag starker Wind angesagt ist. Achtel- bis Halbfinale zwischen 02:00 und 03:09 Uhr.


    04:20 – Bobfahren – Vierer (M)

    Friedrich vor Lochner nach zwei Läufen. Aber nur drei Hundertstel Abdtand zwischen den beiden. Der Abstand zum Dritten Justin Kripps aus Kanada beträgt allerdings nur 35 bzw. 38 Hundertstel. Gold und Silber möglich...aber noch nicht sicher. 3. Lauf um 02:30 Uhr.


    05:10 – Eishockey (M)

    Das Finale bestreiten Finnland und Russland.


    07:30 – Skilanglauf – 30km Freistil (F)

    Für die Wettkampfform gilt das gleiche wie das, was ich gestern bei den Männern geschrieben habe: Leider Massenstart, leider Freistil. Norwegen kann an sich nur auf seinen Star Therese Johaug hoffen. Die stärkste Konkurrenz kommt aus Russland, Schweden, Finnland und den USA.


    13:00 – Schlussfeier


    Wen´s interessiert: Der zweite Platz im Medaillenspiegel hinter Norwegen ist für Team D, aufgrund der ausstehenden Wettkämpfe am Sonntag, bereits gesichert.



    Weitere Wettbewerbe:


    Keine mehr – leider!

    Wenn Laura Noltes Schlitten nicht kippt, ist Gold für sie sicher. Und wenn Jamanka kein grober Fehler unterläuft sollte sie an sich auf dem Silberrang enden. Die Abstände sprechen zumindest für dieses Szenario.

    Schon erstaunlich, niemand konnte bisher das Tippspiel, immerhin schon 13 Jahre unterwegs, zweimal gewinnen, geschweige denn seinen Titel verteidigen. OK...da hat man doch mal `ne Aufagbe...für nächstes Jahr. :xywave:

    Es war eine Demonstration der Überlegenheit. Chinas Publikumsliebling Eileen Gu war nicht nur die Beste in beiden Qualifikationsrunden, sie distanzierte die Konkurrenz in den ersten beiden Finalläufen deutlich und gewann, wie erwartet, die Goldmedaille in der Disziplin Halfpipe im Ski Freestyle der Frauen. Und die USA hadern immer noch mit dem Verlust der beiden Gold- und der Silbermedaille, die Gu in Peking errungen hat. Gu hatte 2019 angeblich die Staatsbürgerschaft Chinas angenommen, so zumindest die Aussage chinesischer Staatsmedien. Offizielle Medien in den USA zweifeln allerdings an der Rechtmäßigkeit dieses Umstandes. Gu ist Tochter einer chinesischen Mutter und eines US-amerikanischen Vaters. Eine klare Aussage gab es von Eileen Gu zu dieser Problematik bisher nicht. Aber wer fragt nach der Nationalität einer Athletin, wenn sie solche phantastische Leistungen in ihrer Sportart vollbringt.


    Die Speed-Disziplinen auf Skiern sind bei diesen Olympischen Spielen fest in Schweizer Hand. Nachdem sie bei den Alpinen bereits drei von vier mit der Goldmedaille abschließen konnten, holte sich heute auch noch der Ski Freestyler Ryan Regez im Ski Cross Gold ab. Sein Landsmann Alex Fiva sicherte sich zudem noch den Silberrang.


    Den Zweikampf zwischen den Norwegern und Franzosen um den inoffiziellen Titel „Beste Biathlon-Nation“ entschieden die Skandinavier am Ende der Spiele deutlich für sich. Bei den Frauen triumphierte heute zwar Justine Braisaz-Bouchet aus Frankreich, Silber ging hier an Norwegen für Tiril Eckhoff und Bronze an die erfolgreichste Biathletin in Peking Marte Olsbu Roeiseland, die drei Gold- und eine Bronzemedaille in Peking hamstern konnte. Bei den Männern revanchierten sich die Norweger dann allerdings mit Gold für Johnnes Thingnes Boe, der so, mit vier Gold- und einer Bronzemedaille, zum männlichen Pendant zu Roeiseland, als bester Biathlet in Peking wurde. Die Bronzemedaille von Vetle Sjaastad Christiansen rundete das Bild für die Norweger ab. 14 Medaillen, davon sechs Goldene in 11 Wettbewerben, stehen auf dem Konto der Skandinavier. Frankreich brachte es, als zweitbeste Nation, immerhin auf sieben Medaillen, davon dreimal Gold.


    Für ein bisschen Balsam auf die Wunden der kanadischen Curling-Seele sorgte heute das Männerteam mit dem Gewinn der Bronzemedaille nach einem 8:5 gegen die USA im Spiel um Platz 3. Trotzdem...weder im Mixed, noch bei der Frauen- und Männerdisziplin erreichten die kanadischen Teams das Finale – für die Curling-Nation Kanada an sich indiskutabel.


    Thomas Krol aus den Niederlanden machte mit seiner Goldmedaille über 1.000m sein Land erneut zur erfolgreichsten Nation im Eisschnelllauf-Stadion. Vor den beiden abschließenden Massenstarts am Samstag kann Oranje fünf Goldmedaillen aufweisen. Schweden liegt mit zwei Goldenen auf Rang 2.


    Das Finale im Eishockey-Turnier der Männern bestreiten Finnland und Russland. In zwei, erneut betont defensiv und übervorsichtig gestalteten, Spielen fielen nur vier Tore während der regulären Spielzeit. Finnland kämpfte dabei die Slowakei mit 2:0 nieder. Im Spiel zwischen Schweden und Russland stand es nach 60 Minuten und Verlängerung 1:1. Erst die achte Runde im Penaltyschießen, nachdem jede Mannschaft bis dahin zweimal einnetzen konnte, brachte dann durch den Russen Gritsyuk, der den schwedischen Torwart Johansson zum 3:2 überwinden konnte, die Entscheidung für die Sbornaja.


    Nach zwei Läufen im Zweierbob der Frauen sieht es für Team D wieder mal gut hinsichtlich Medaillen im Eiskanal aus. Laura Nolte revanchierte sich für den enttäuschenden vierten Platz im Monobob mit zwei blitzsauberen Läufen mit jeweils Bestzeit. In Lauf 1 stellte die Winterbergerin mit 1:01,04 Minuten einen neuen Bahnrekord auf, den sie in Lauf 2 sogar nochmal um drei Hundertstel drücken konnte. Nolte führt vor der Olympiasiegerin von 2018 Mariama Jamanka mit einer halben Sekunde Vorsprung und vor der Silbermedaillengewinnerin im Monobob Elana Meyers Taylor sogar mit 74 Hundertstel. Ein durchaus komfortabler Vorsprung, auf dem man sich auf der schwierigen Bahn in Peking jedoch nicht ausruhen kann.


    In einem grandios spannendem Spiel zwischen Schweden und Großbritannien im Halbfinale des Curling-Turniers der Frauen wurden in sage und schreibe vier Ends mehr als zwei Steine von einem Team geschrieben. Schweden schrieb im ersten End bereits vier Steine, die Britinnen antworteten jedoch bereits im zweiten mit drei und setzten so den Ton für ein Spiel, das besonders angriffslustig von beiden Seiten geführt wurde. Großbritannien holte sich im neunten End mit vier Steinen eine 11:8-Führung und sah schon wie der sichere Sieger aus. Schweden kam jedoch im 10. End mit drei Steinen zurück und schickte das Spiel tatsächlich noch in ein Extra End, das schlussendlich von den Schottinnen mit 12:11 gewonnen werden konnte. Im zweiten, kaum weniger spannendem Spiel, rang das Überraschungsteam aus Japan die Schweiz mit 8:6 nieder. Entscheidend dabei war das fünfte End in dem den Japanerinnen vier geschriebene Steine gelangen.



    15. Wettkampftag Sa.19.02.


    Die heutigen Entscheidungen (8):


    03:24 – Ski Freestyle – Halfpipe (M)


    04:37 – Ski Alpin – Parallelslalom Team (Mix)

    Achtel- bis Halbfinale zwischen 03:00 und 4:09 Uhr. Österreich hat in der ersten Runde ein Freilos. Deutschland trifft auf Schweden und die Schweiz auf China.


    07:00 – Skilanglauf – 50km Freistil (M)

    Der lange Kanten bei den Männern halt wieder mal im Massenstart und der Freistil-Technik :marge:cards


    07:50 – Curling (M)

    Im Finale stehen sich Schweden und Großbritannien gegenüber.


    09:30 – Eisschnelllauf – Massenstart (M)

    Halbfinale um 08:00 Uhr.


    10:00 – Eisschnelllauf – Massenstart (F)

    Halbfinale um 08:45 Uhr. Im ersten Halbfinallauf startet die Berlinerin Claudia Pechstein, die am Dienstag kommender Woche 50! Jahre alt wird. Eine geplante Teilnahme an den Spielen in vier Jahren in Cortina hat sie nicht ausgeschlossen. Zum einen ringt einem das Hochachtung vor der sportlichen Leistung ab. Zum anderen sagt es aber auch viel über das Nachwuchsproblem im deutschen Eisschnelllauf aus.


    12:00 – Eiskunstlauf – Kür Paarlauf (Mix)

    Nach dem Kurzprogramm führen die Chinesen Wenjin Sui/Cong Han vor drei russischen Paaren.


    14:30 – Bobfahren – Zweier (F)

    Laura Nolte in Front, aber auf der Bahn in Peking darf man sich nie sicher sein. 3. Lauf um 13:00 Uhr.



    Weitere Wettbewerbe:


    Der letzte Bobwettbewerb startet mit den ersten beiden Läufen im Vierer der Männer (03:30 / 04:05 Uhr). Francesco Friedrich will seine vierte olympische Goldmedaille erringen. Stärkste Konkurrenten sind Friedrichs Teamkollege Johannes Lochner, der Kanadier Justin Kripps, Rostislav Gaitukevich aus Russland, Bradley Hall aus Großbritannien und Oskars Kibermanis aus Lettland. Die Österreicher hoffen auf einen guten Auftritt von Benjamin Maier und die Schweiz auf Michael Vogt.

    Die Enttäuschten von gestern im Curling-Turnier der Frauen, Schweden und die Schweiz, wollen sich mit dem Gewinn der Bronzemedaille ein wenig Balsam auf die Wunden geben, für ein Team wird’s am Ende Salz in die Wunde sein (13:05 Uhr).

    Das gleiche gilt auch für die Eishockeyteams von Schweden und der Slowakei im Spiel um Platz 3 (14:10 Uhr). Wobei die Slowaken auch bei einem Platz 4 das Turnier mit hocherhobenem Haupt verlassen können.

    Man hätte ihr, ähnlich wie Shaun White im Snowboard, eine Medaille zum Abschluss ihrer olympischen Karriere gegönnt. Ireen Wüst aus den Niederlanden musste sich in ihrem letzten olympischen Rennen über 1.000m mit Platz 6 begnügen. Die Goldmedaille über 1.500m hier in Peking wird sie darüber allerdings hinwegtrösten. Eine der größten Wintersportlerinnen verlässt die olympische Bühne mit insgesamt zwölf Medaillen sechs mal Gold, fünf mal Silber und ein mal Bronze. Gold ging heute an die Japanerin Miho Takagi.


    Schade dass man im Ski Freestyle Cross nicht zwei Bronzemedaillen verteilen konnte. So war die alleinige, überglückliche Gewinnerin dieser Auszeichnung allein eine Deutsche, die für den SC Urach startende Daniela Maier. Kurz vor dem Ziel wurde sie durch die Schweizerin Fanny Smith, nach Meinung der Jury, behindert und so um die Chance einer Medaille gebracht. Man kann Fanny Smith, meine ich, nicht unterstellen, dass die Behinderung der Deutschen Absicht war. Irgendwie hätte man sich gewünscht, dass Maier UND Smith, neben der Olympiasiegerin Sandra Naeslund aus Schweden und der Kanadierin Marielle Thompson auf dem Silberplatz, auf dem Treppchen als Bronzemedaillengewinnerinnen gestanden hätten. Die großartige Leistung der Schwarzwälderin kann das jedoch nicht schmälern. Daniela Maier ist, seit der Silbermedaille von Tatjana Mittermaier 1998, die zweite deutsche Medaillengewinnerin im Ski Freestyle aus Deutschland.


    Die mentale Belastung war wohl doch zuviel für sie. Die 15-jährige Kalima Valieva aus Russland musste den nervlichen Beeinträchtigung, ausgelöst durch den Doping-Skandal um ihre Person, Tribut zollen und endete, nach mehreren Patzern bei den Sprüngen bei der Kür, auf dem undankbaren vierten Platz. Die Russen jubelten dennoch über Gold für Anna Shcherbakova und Silber für Alexandra Trusova.


    Den ersten Satz des obigen Absatzes kann man auch für sie verwenden: Mikaela Shiffrin. Sie schied auch in der Alpinen Kombination im Slalom aus. Shiffrin war sicher mit hohen Erwartungen an sich selbst nach Peking gereist, den Titel der“designierten Skikönigin von Peking“ hat ihr aber hauptsächlich die Öffentlichkeit verpasst. Diesem Druck von innen und außen konnte Shiffrin anscheinend nicht standhalten. Am Ende steht ein 9. Platz im Super-G, ein 18. in der Abfahrt und drei Ausscheider in Riesenslalom, Slalom und Kombination zu Buche. Eine Riesenenttäuschung für und ein grausames Drama um die wohl beste alpine Skiläuferin der Gegenwart.


    Die Schweiz ist dagegen DAS alpine Sportland 2022 bei den Olympischen Spielen. Michelle Gisin errang mit dem Sieg in der Kombination die bereits fünfte Goldmedaille für die Eidgenossen. Soviel, wie alle andere Nationen zusammen gewonnen haben. Und der Teamwettbewerb steht noch aus. Mit Wendy Holdeners Silbermedaille kommt die Schweiz damit auf insgesamt neun Medaillen im alpinen Bereich.


    Die Freude über die Silbermedaille war im deutschen Lager übergroß. Manuel Faißt, Julian Schmid, Eric Frenzel und Vinzenz Geiger wurden, hinter den überlegen gewinnenden Norwegern, Zweiter im Mannschaftswettbewerb. Die Goldmedaille der Norweger, die auf Riiber (der ebenfalls Quarantäne-bedingte konditionale Schwächen im Lauf beim Wettkampf von der Großschanze gezeigt hatte) verzichtet hatten, zeichnete sich dabei schon nach dem Springen ab, da sie nur acht Sekunden hinter den Österreichern gelegen hatten. Am glücklichsten dürfte jedoch Eric Frenzel gewesen sein. Die unfreiwillige Quarantäne-Pause hatte halt doch an der nötigen Kondition gezehrt. Er verlor auf seiner Schleife den Anschluss an die Spitzengruppe und handelte dem deutschen Team einen Rückstand von 37 Sekunden auf Norwegen und 27 Sekunden auf Österreich und Japan ein. Vinzenz Geiger holte den Abstand auf Österreich und Japan auf und ließ den Japaner Yamamoto im Zielsprint hinter sich. Die Österreicher fanden sich am Ende überraschend auf dem Blech-Platz Nummer vier wieder. Yamamoto bescherte mit dem Bronze-Platz damit seinem Teamkameraden Akito Watabe, nach Silber im Wettkampf von der Großschanze, die zweite Medaille in Peking.


    Kanada holte sich zum fünften mal Gold im Eishockey der Frauen. In einem Spiel, das an sich klarer verlief als das knappe 3:2 vermuten lässt, rangen sie ihren Erzrivalen aus den USA nieder. Nach dem 3:0 zu Beginn des zweiten Drittels, schalteten die Ahornblättler einen Gang zurück. Der Anschlusstreffer zum 2:3 der USA, 13 Sekunden vor Ende der Partie, kam jedoch zu spät. Nach sieben olympischen Eishockey-Turnieren der Frauen steht es bei den Goldmedaillen jetzt 5:2 für Kanada.


    Das Finale im Curling der Männer bestreiten Großbritannien und Schweden. Die Briten (Schotten) bezwangen die USA im Halbfinale mit 8:4. Schweden setzte sich mit 5:3 gegen Kanada durch. Den kanadischen Frauen nütze auch ein 10:4 Sieg im abschließenden Spiel gegen Dänemark nichts mehr. Nachdem Großbritannien, Japan und Kanada nach der Vorrunde punktgleich waren mussten zwei tiebreaker angewendet werden. Danach landeten die Kanadierinnen nur auf Platz 5 und waren aus dem Turnier raus. Da die kanadischen Männer ihr Halbfinalspiel gegen Schweden verloren hatten (nach dem Aus der Eishockey-Cracks im Viertelfinale wird Schweden zur Nemesis der Kanadier), ist nun kein kanadisches Team im Kampf um Gold dabei. In den reinen Männer- und Frauenturnieren läuft Kanada Gefahr wie 2018 in Pyeongchang ohne Medaille zu bleiben.



    14. Wettkampftag Fr.18.02.


    Die heutigen Entscheidungen (5):


    03:24 – Ski Freestyle – Halfpipe (F)

    Ganz China erwartet die zweite Goldmedaille von Eileen Gu.


    08:10 – Ski Freestyle – Ski Cross (M)

    Der DSV hofft auf den Sechstplatzierten im Weltcup Florian Wilmsmann. Die Schweiz schickt den Weltcupführenden Ryan Regez aussichtsreich ins Rennen und Österreich Johannes Rohrweck (Platz 5 im Weltcup).


    09:30 – Eisschnelllauf – 1.000m (M)


    08:00 – Biathlon – 12,5km Massenstart (F)

    Aufgrund der Wetterbedingungen ist der Massenstart der Frauen von Samstag auf Freitag vorgezogen worden.


    10:00 – Biathlon – 15km Massenstart (M)

    Nach Rennrodeln, Skeleton, Skispringen, Shorttrack, Snowbaord und der Nordischen Kombination ist Biathlon die siebte Sportart, die ihr Wettkampfprogramm in Peking mit dem Massenstart der Männer beendet.


    Weitere Wettkämpfe:


    Die Frauen bestreiten ihre ersten beiden Läufe im Zweierbob (13:00 / 14:30 Uhr). Anders als im Monobob sollten die Medaillenaussichten für das deutsche Pilotinnen-Trio Mariama Jamanka, Laura Nolte und Kim Kalicki etwas besser sein. Aber auch hier sind Kaillie Humphries, Elana Myers Taylor aus den USA und Christine de Bruin aus Kanada zumindest ebenbürtige Gegnerinnen.

    Im Curling findet das Spiel um Bronze bei den Männern zwischen Kanada und den USA statt (07:05 Uhr). Die Frauen spielen ihre Halbfinals aus. Schweden gegen Großbritannien und Japan gegen die Schweiz (beide um 13:05 Uhr)

    Das Eishockey-Turnier der Männer geht in die absolut heiße Phase. In den Halbfinalspielen treffen Finnland und die Slowakei (05:10 Uhr), sowie Russland und Schweden (14:10 Uhr) aufeinander.

    Im Eiskunstlauf absolvieren die Paare ihr Kurzprogramm (11:30 Uhr).


    Die Olympischen Spiele 2022 in Peking befinden sich bereits ein gutes Stück auf der Zielgeraden. Nach dem Freitag sind nur noch 12 Entscheidungen in acht Sportarten offen.

    Salto vorwärts und rückwärts will ich endlich sehen oder mal ein Rad schlagen - kann ja nicht so schwer sein.


    Oder den Iron Lotus im Paarlauf.

    Es würde mir schon reichen, wenn im Paarlauf oder Eistanz der Mann von der einen Seite der Eisfläche einen Touchdown zur anderen Seite auf seine Partnerin werfen würde. Ich glaub´ ich würd´ da häufiger zuschauen. :ja:

    Wenn mir irgendeiner mal den Unterschied zwischen Salcho, Rittberger, Toulop. Lutz (ergänzt) und Flip so erzählen kann, dass ich es auch verstehe und selber erkenne, wäre ich ihm zu großem Dank verpflichtet. Ok, Axel erkenn mittlerweile sogar ich :mrgreen: (weil vorwärts abgesprungen). Die anderen... :madness

    Ist, glaub´ ich, hauptsächlich `ne Frage mit welchem Bein man abspringt und aufkommt auf dem Eis und ob rückwärts oder vorwärts eingesprungen. Bin allerdings kein Experte (Rupi weiß da mehr, meine ich). Aber das geht alles so schnell, dass nur Experten das wirklich alles unterscheiden können. Ich richte mich immer danach: "Wenn eine hinfällt, ist das schlecht!" :mrgreen:

    Mit dem Ski Freestyle und dem Snowboard geht es mir wie mit einigen anderen Sportarten wie z.B. Eistanzen und Turnen. Das sind attraktive Sportarten, reizvoll, spektakulär und athletisch auf hohem Niveau. Aber als Wettkampfform habe ich so meine Probleme damit. Ich mag Sportarten in denen die Plätze in Form von Kampfrichterbenotung entschieden werden einfach nicht. So geschehen heute bei der Disziplin Aerials bei den Freestylern der Männer. Ich würde so eine Veranstaltung durchaus freiwillig anschauen, aber einen Wettkampf zwischen den Athleten brauche ich dabei nicht. Zu undurchsichtig sind die Benotungskriterien für den Zuschauer. OK, fällt einer auf die Nase ist er schlechter, als der der den Sprung gestanden hat. Entfällt aber dieser Fehler ist es für den nicht regelmäßigen Beobachter kaum auszumachen warum dieser oder jener jetzt die 1,5 Punkte besser oder schlechter ist. Bei der Schnelligkeit der Ausführung der Sprünge ist es ja schon wahnsinnig schwer auszumachen ob das jetzt vier oder fünf Schrauben, Drehungen oder sonstwas waren. Mir sind die Sportarten wo Zeiten, Weiten, Punkte (oder Touchdowns) und Höhen den Wettkampf entscheiden. Überlegen gewonnen hat übrigens der chinesische Favorit Guangpu Qi, genannt "King Qi".


    Es war eine der größten Überraschungen dieser Spiele, zumindest für das deutsche Team. Dass die Skilangläuferinnen in Peking gut drauf sind, hatten sie mit der Silbermedaille in der 4x5km-Staffel ja bereits angedeutet, der heutige Coup mit dem Gold im Teamsprint kam allerdings völlig unerwartet. Katharina Hennig und Victoria Carl blieben während des ganzen Rennens in der Spitzengruppe und ließen am Ende alle Konkurrentinnen hinter sich. Victoria Carl hängte erst die Finnin Parmakoski ab und überspurtete auf der Zielgeraden auch noch die sprintstarke Russin Nepryaeva und die aktuelle Olympiasiegerin im Sprint Jonna Sundling aus Schweden. Vor allem dass Victoria Carl Sundling niederringen konnte ist dabei besonders erstaunlich. Die beiden Damen hatten sich für Trainer Peter Schlickenrieder das richtige Geburtstagsgeschenk für den heutigen Tag aufgehoben. Das ist einer der Gründe warum man so gerne Sport anschaut. Das Unerwartete erleben, den Außenseiter, der über sich hinaus wächst und gegen alle Favoriten durchsetzt, das Gefühl als Zuschauer DABEI gewesen zu sein, bei dieser Überraschung/Sensation. DAS erzeugt unglaubliche Emotionen und Gänsehautmomente, so wie beim ARD-Kommentator Jens-Jörg Rieck:„Komm! Heiz´ da jetzt rein! Bring das Ding durch die Kurve, verdammt!“ oder – nach dem Zieleinlauf - „Ja hast denn du die Fanne heiß, hast-denn-du-die-Fanne-heiß“, Es ist Goooold (mit den Händen vor dem Mund hörte sich das wie „Goooouuuulld“ an) untermalt von mehrmaligem Schlagen auf seinen Tisch. Für einen Sportreporter, der die Athleten/Athletinnen über Jahre am Mikrofon begleitet und sich mit ihnen freut und leidet ein durchaus verständlicher und angenehmer Gefühlsausbruch.


    Ein bisschen ungewöhnlich war das Podium in der Biathlon-Staffel der Frauen schon. Nicht das Schweden die Goldmedaille holte, aber – kein Norwegen...kein Frankreich…? Damit hätte man bei den Experten kaum gerechnet. Dafür standen Russland (Silber) und Deutschland (Bronze) ganz oben. Vorher sicher medaillenverdächtige Länder, aber nicht VOR den Norwegerinnen und Französinnen. Denise Herrmann konnte dabei den Angriff der immer näher kommenden Olympiasiegerin Marte Olsbu Roeiseland auf der letzten Runde abwehren und ein paar Sekunden Vorsprung ins Ziel retten.


    Den alpinen Slalom der Männer gewann der Franzose Clement Noel vor dem Sieger der Kombination Johannes Strolz aus Österreich und Sebastian Foss-Solveaag aus Norwegen. Inzwischen haben alle Alpenländer – wenn man Liechtenstein und Monaco mal rauslässt – Medaillen in Peking gewonnen. Bis auf Deutschland! Die Schweiz, Österreich und Frankreich zieren dabei sogar Olympiasieger. Eine realistische Chance bleibt dem DSV noch um medaillenlose Spiele, wie vor vier Jahren in Pyeongchang, zu verhindern, der Teamwettbewerb am Samstag.


    In den Eishockey-Viertelfinalspielen der Männer gab es, nach dem bisherigen Verlauf des Turniers zu urteilen, drei normale Ergebnisse und eine Überraschung. Die Slowakei warf dabei die höher eingeschätzten US-Boys aus dem Rennen um die Medaillen. Im ersten Duell zweier Giganten setzten sich die schwedischen Tre Kroners gehen die Ahornblattträger Kanadas in einem, von beiden Seiten betont defensiv geführtem, Spiel mit 2:0 durch. Finnland und Russland gingen ebenfalls als Sieger vom Platz. Die Bronzemedaille bei den Frauen sicherte sich Finnland durch ein 4:0 gegen die Schweiz.


    Enttäuschung herrschte bei den Gastgebern beim verlassen des Shorttrack-Stadions. Weder in der Staffel der Männer, noch bei den 1.500m der Frauen stand ein Chinese oder eine Chinesin auf dem Treppchen. Gold ging bei den Frauen an Ming-jeon Choi aus Südkorea und bei der Männerstaffel, überraschend, an Kanada.


    Vor den abschließenden Partien der Vorrunde im Curling stehen bei den Frauen Schweden und die Schweiz bereits sicher im Halbfinale. Sechs weitere Teams können sich noch Hoffnungen auf eine Teilnahme machen. Bei den Männern sind Großbritannien, Schweden und Kanada in der nächsten Runde. Den vierten Halbfinalplatz kann sich die USA morgen mit einem Sieg gegen den Tabellenletzten Dänemark sichern.



    13. Wettkampftag Do.17.02.


    Die heutigen Entscheidungen (6):


    05:10 – Eishockey (F)

    Das erwartete Finale zwischen Kanada und USA verspricht einer der wenigen Höhepunkte beim Eishockey-Turnier der Frauen zu werden. Kanada ist dabei leicht favorisiert.


    07:00 – Ski Alpin – Kombinations-Slalom (F)

    Der Abfahrtslauf ist für 03:30 Uhr angesetzt.


    08:20 – Ski Freestyle – Ski Cross (F)

    Achtel- bis Halbfinale zwischen 07:00 und 07:54 Uhr.


    09:30 – Eisschnelllauf – 1.000m (F)


    11:00 – Eiskunstlauf – Kür Einzel (F)

    Wie stark haben die Turbulenzen um die Doping-Affäre am Nervenkostüm der Russin Kamila Valieva gezehrt? Nach dem Kurzprogramm liegt die Favoritin erst mal in Führung.


    12:00 – Nordische Kombination – Team 4x5km Staffel (M)

    Österreich, Norwegen und Deutschland gehen vorab als Favoriten auf die Medaillen ins Rennen. Es wäre sehr erstaunlich wenn diese drei Nationen am Ende nicht – in beliebiger Reihenfolge – auf dem Treppchen stehen sollten. Hermann Weinbuch kann dabei wieder auf Eric Frenzel zurückgreifen. Die Frage ist allerdings, wie weit die Corona-Quarantäne sein Leistungsniveau negativ beeinflusst hat. Vor allem was die Kondition im Langlauf angeht ist diese Frage berechtigt, wie man am Beispiel von Jarl Magnus Riiber beim Wettkampf von der Großschanze gesehen hat. Springen: 09:00 Uhr.


    Weitere Wettbewerbe:


    Letzter Spieltag der Vorrunde im Curling mit jeweils vier Spielen bei Frauen und Männern. Die Halbfinalspiele der Männer finden dann im Anschluss um 13:05 Uhr statt.

    Im Ski Freestyle absolvieren Frauen (ab 02:30 Uhr) und Männer (ab 05:30 Uhr) die beiden Qualifikationsrunden in der Disziplin Halfpipe.

    Wat war das denn? :jeck:


    Im B-Finale der Damen (Shorttrack) ist Japanerin ganz hinten. Plötzlich tritt sie an überholt alle und schafft sogar die Überrundung aller Gegnerinnen. Dann kommt der ganze Pulk ins Ziel und die Letzte gewinnt.

    Sie machte den "Bradbury".

    Der Beginn der Spiele war für Johannes Klaebo alles andere als beglückend. Inzwischen wird er aber zum DEM Langläufer der Spiele. Er war der Top-Star vor den Spielen und er bestätigt dies mit der zweiten Goldmedaille.


    Man muss bei den deutschen Langläufern allerdings auch Peter Schlickenrieder mal wirklich ein Lob zollen. Die großen Zeiten von der Mitte des ersten Jahrzehnts in den 2000ern waren vorbei. Nach dem Karrierende von Angerer, Teichmann und Sommerfeldt kam an sich nichts im Nachwuchs nach. Schlickenrieder übernahm den deutschen Skilanglauf quasi auf dem Boden liegend. Und zumindest bei den Frauen hat er in seinen Jahren als Cheftrainer schon was wirklich tolles auf die Beine gestellt und krönt das ganze mit Gold und Silber bei den Spielen in Peking.


    Gute Arbeit, Peter Schlickenrieder! :thumbsup:

    Deiner Analyse stimme ich vollkommen zu, das war ein echt schlechtes Auftreten bei den diesjährigen Spielen. Aber deine Schlussfolgerung teile ich nicht, in den letzten Jahren hat sich das Team zurecht mit guten Leistungen auf Platz 5 der Weltrangliste hochgespielt. Anfang der 2000er war das Team "drittklassig", mittlerweile zählt es wie auch die Schweiz zu den ersten Verfolgern der großen 6 :ja: . Daran ändert ein schlechtes Turnier (unter pandemischen Umständen) nix :nono: .

    Okay das mit den Klassen ist eine Einteilungssache. Ich sehe Kanadier, Russen, Schweden und Finnen als "die großen VIER". Dahinter Nationen wie Tschechien, Slowakei, USA oder die Schweiz. Die Mannschaften dahinter können mal andere Teams "eindringen". Diese Grenze zwischen Klasse 2 und Klasse drei ist durchlässig, manchmal. Über einen längeren Zeitraum gesehen werden die deutschen aber überwiegend hinter ihnen bleiben. Aber, wie gesagt, das ist immer eine subjektive Beurteilung.


    Unglaublich! :eek: Gold für Hennig und Carl im Teamsprint. Jens-Jörg Rieck flippt am Mikrofon aus und schlägt auf seinen Tisch. :thumbsup:


    DAMIT konnte man nun wirklich nicht rechnen. Eine Medaille...naja, bei sehr gutem Lauf...war möglich. Aber GOLD!!! Eine der überraschendsten Medaillen für Team D in Peking überhaupt.