Beiträge von CougarsFan

    Die Verletzungen spielen leider zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt eine Rolle. Normalerweise hoffe ich immer darauf, dass man vor allem in den play offs in möglichst stärkster Form aufspielen kann. Aber in dieser Saison heißt es halt: Erst mal dahinkommen!

    Ist natürlich richtig, gerade gegen ein defensiv so starkes Team wie den Texans ist eine Schwächung der O-line das absolut schlechteste, was passieren kann.

    Chief hat in seinem letzten Absatz die Frage angesprochen, die auch für mich die entscheidende ist. Egal wie die Gegnerschaft spielt, wer noch untereinander wen schlägt...Entscheidend ist das zu was die Chiefs noch fähig sind. Kann man einem Team, das in 12 Spielen 50% Siege einfahren konnte, zutrauen, dass es in den restlichen fünf Spielen 100% Erfolg erzielen kann?

    Normalerweise spielt man auf dem bisherigen Niveau weiter. Das würde bedeuten ein 3-2 wäre den bisherigen Leistungen/Record entsprechend. Zuwenig, ganz klar. Ein 4-1 wäre schon wesentlich über dem momentan gezeigten Niveau, wird aber auch kaum reichen.

    Ganz klar ist, die beiden nächsten Spiele entscheiden über das Schicksal der Chiefs 2025. Mit zwei Siegen gegen die Texans und Chargers kann man sich, im Kampf um die play offs, an sich nur noch selbst ein Bein stellen. Titans und Raiders dürfen, für ein Team das in die playoffs will, wirklich keinen Stolperstein darstellen. Bleibt noch Denver im vorletzten Spiel. Wichtig: Das Spiel ist im Arrowhead vor heimischer Kulisse. Frage: Um was geht es in diesem match noch für die Broncos? Ich denke mal, die Division dürfte Denver zu diesem Zeitpunkt klar gemacht haben. Der #1 seed in der AFC ist dort wohl noch möglich. Die dann herrschende Situation wird die Mannschaftsaufstellung und Leistung von Denver beeinflussen.

    Das Restprogramm der Chargers ist zwar auch nicht leicht, aber mit einem Sieg gegen Denver könnten sie trotz möglicher Niederlage gegen die Chiefs den Tie Breaker holen.

    Bei der Gegnerschaft Philadelphia, KC, Dallas, Houston und Denver halte ich drei Siege für die Chargers als immens schwierig zu erreichen. Das sind alles Teams, die entweder ziemlich sicher PO-bound sind oder es für sie noch um die PO´s geht. In allen fünf Spielen würde ich die Chargers nicht als Favoriten ansehen. Ein 10-7 ist, meine ich, der Höhepunkt an Ausbeute für Los Angeles. Ein 11-6 würde den Chiefs damit reichen um vor den Chargers zu stehen.

    Tipp daher: Entweder Colts oder Chiefs an 7 oder die Chiefs sind raus.

    Wie oben gezeigt sehe ich für die Chiefs auch eine gute Chance die Chargers noch hinter sich zu lassen. Bei den Colts muss ich langsam annehmen, dass sie am Ende wirklich nur die Nr. 3 in der AFC South sein werden. Indianapolis hat mit Abstand das schwerste Restprogramm aller 32 NFL-Teams. Die Gegner haben z.Zt. zusammen einen record von 41-20 (67% !). 2x Jaguars, Seahawks, 49ers und Texans. Das ist...brutal! Dazu zeigt der Leistungspfeil der Colts eher nach unten. Wie ich schon in einem anderen posting erwähnt habe, wären mir die Jaguars als AFC South Champion am liebsten. gegen die Colts HABEN die Chiefs schon den tiebreaker, gegen Houston KANN man ihn sich an diesem Wochenende noch holen.

    In einer NFL-Saison, in der es kaum ein konstantes Team gibt (in der AFC noch am ehesten die Patriots und Broncos, in der NFC die Bears), ist alles möglich und denkbar. Die großen Namen schwächeln durch die Bank: Bills, Ravens, Chiefs, Eagles, Lions, Buccaneers, jetzt auch noch die Rams.

    Ich bin mir aber sicher, dass unter den letzten vier in der NFL dann doch wieder eher erwartbare Namen auftauchen werden, weil die PO-Erfahrung viel zählt.

    Vielleicht besteht einer der Städtenamen dieser vier Teams ja aus zwei Teilen und beginnt mit einem "K". :ja:

    Die Chancen auf den Divisionssieg sind für New England immens groß. Wenn man zwei der drei ausstehenden Spiele innerhalb der Division gewinnt, können die Bills sowieso nicht mehr an den Patriots vorbei.

    Der Nummer #1 seed in der AFC?: Möglich. Aber der Gegner - Denver - hat in dieser Saison so die Attitüde, das man in vielen Spielen zwar Probleme hat, am Ende aber immer einen Weg findet das Spiel zu gewinnen. Ähnlich den Chiefs letztes Jahr. Entweder ist es Glück oder Dummheit des Gegners oder eine Einzelaktion eines Spielers, die den Sieg bringt. Naja und die starke Defense legt natürlich den Grundstein für den Erfolg, darf man nicht vergessen.

    Ich denke mit 14 Siegen wird man in der AFC ziemlich sicher in den Genuss der bye week in der ersten Runde der play offs kommen. 13 könnten auch schon reichen.

    Ich drücke den Patriots die Daumen, das sie am Ende dort oben stehen. :thumbsup:

    1) Nach einem Spiel in seiner Rookeisaison als UDFA kannst Du also beurteilen, dass er nicht das Zeug zum Backup hat? Alle Achtung.

    Das muss nicht stimmen, gebe ich zu; aber zum einen ist die QB-Position für mich schon immer die gewesen, für die ich mich am meisten interessiert habe und zum zweiten - ok DAS kann man sich auch einbilden - glaube ich in über vierzig Jahren College und NFL einen gewissen Blick dafür entwickelt zu haben. Aussagen zu anderen Positionen würde ich mir nicht zutrauen.

    Aber ja, ich weiß, ist schon irgendwie ein arroganter und besserwisserischer take. :madfan:

    Ich hab´ aus Neugier mal die PO-Maschine angeworfen (mache ich sonst an sich nur zwei, drei Spieltage vor Ende der Saison) und ich muss echt sagen, ich war überrascht. Die Prognosen mit einem 11-6 deuten wirklich häufiger auf eine PO-Teilnahme der Chiefs hin. Hätte ich nicht gedacht. In den meisten Fällen fangen sie sogar noch die Colts ab, die aber auch ein brutal schweres Restprogramm haben.

    Noch gravierender: Sogar mit einem 10-7 habe ich die Chiefs einige mal auf dem sechsten oder siebten spot gehabt. Wichtig dabei ist allerdings - wie These Days schon erwähnt hat - das man mit einem Sieg gegen die Chargers vor diesen bleibt. Dann würde evtl. auch ein 4-1 in den restlichen fünf Spielen genügen.

    Ich muss Air-raid ein wenig Abbitte leisten, SOOOO schlecht, wie ich die Chancen der Chiefs eingeschätzt habe, stehen sie doch nicht.

    Bleibt aber immer noch die Frage ob die Chiefs 2025 die Klasse haben ein 5-0 oder 4-1 in den letzten Spielen hinzulegen. Dort sind halt weiterhin meine Hauptzweifel.

    Man musste mit so einem Ausgang rechnen. "Zu Null" verloren zu haben, ist allerdings schon sehr heftig gewesen.

    Insgesamt war es der typische Auftritt eine Teams, das mit großen Ambitionen in die Saison gestartet war, durch schwache Leistungen und Verletzungen in eine, was die Play Offs angeht, ausweglose Situation geraten ist und jetzt mit einem Rookie-QB und einer ausgedünnten O-line bei Spielern und Coaches eine weitestgehend frustrierte und mutlose Vorstellung ausgelöst hat.

    Ich will da niemandem einen Vorwurf machen, denn das gleiche Gefühl hat mich vor dem Spiel in Seattle auch beschlichen. PO-Chancen waren eh nur noch rechnerisch vorhanden, realistisch waren sie nicht. Mehr als Schadensminimierung zu versuchen (nicht gelungen) war da eh nicht zu erwarten.

    OK, Brosmer hat seine Chance nicht am Schopf gepackt. Er machte allerdings auch nicht den Eindruck eine Lösung (auch nicht als Backup) auf der QB-Position zu sein. Mit der verletzungsgeschwächten O-line und Receivern, die ihm durch drops auch nicht geholfen haben, war mehr als eine grauenhafte Vorstellung nicht zu erwarten.

    Ich greife mal SKOLonge´s Eindruck von Jeffersons Verhalten auf. Dieser Eindruck trügt nicht. Jefferson war nicht enttäuscht, er hat - viel schlimmer - einen vollkommen ratlosen und resignierten Anblick abgegeben. Das war aber auch schon im zweiten Spiel nach McCarthy´s Rückkehr im Spiel bei den Ravens so. Im Moment sieht ein WR seiner Klasse einfach keine Möglichkeit um seine Qualitäten im Spiel umgesetzt zu sehen. Wobei er sich mit dem Einsatz von Brosmer sicher keine großen Hoffnungen gemacht hat, das sich daran im Spiel in Seattle etwas ändern könnte.

    Wenn man Jefferson länger an die Vikings binden will, muss man ihm von Coaches und Front Office eine überzeugende und vernünftige Lösung auf der Position des Quarterbacks vorlegen. Ansonsten wird er sich ein anderes Team suchen, das in der Lage ist, seine Fähigkeiten auch in Zahlen umzusetzen.

    Gut, was bleibt? Soll man tanken um noch einige spots im draft zu steigen? BTW, ich bin da immer etwas uninformiert. Sehe ich das richtig, dass die Vikings im Moment in den ersten drei Runden KEINEN einzigen pick haben?

    Ansonsten kann man McCarthy nur wünschen, dass er gesund wird und darauf hoffen, dass die nächste Saison für ihn und die Vikings besser verläuft.

    Naja und sonst...die restlichen Spiele in dieser Spielzeit noch ordentlich zu Ende spielen. Und dann auf ein Neues in 2026.

    Das nächste match gegen die Texans dürfte das Schlüsselspiel in der gesamten Situation werden. Man sollte in der Lage sein die Chargers und Titans in Schach zu halten. Problematisch ist das Spiel gegen Denver, da man jetzt noch nicht weiß, wie wichtig die Begegnung für die Broncos sein wird. Es wird wohl nicht mehr um den Divisionssieg gehen, der könnte da schon klar sein; aber möglicherweise haben sie noch die Chance auf den #1 seed in der AFC und die bye week in der WC-Runde. Davon wird abhängig sein, mit welcher Teamstärke Denver im Arrowhead auflaufen wird. Über das letzte Spiel bei den Raiders sollte man - ehrlich gesagt - kein Wort des Zweifels verlieren.

    Drei Siege...ok, kann ich mir vorstellen, wobei das Spiel gegen die Chargers auch kein Selbstgänger ist. Texans und Broncos zu schlagen wären schon dicke Bretter, die man da bohren muss.

    Ich bin allerdings immer noch überzeugt davon, dass die Chiefs die Saison nicht mit 5-0 beenden werden. Wie heißt es so treffend: "Der Record lügt nicht und sagt dir wie gut du bist!" 6-6 ist mittelmäßig...naja dann.

    Nützt alles nichts...man kan jetzt erst mal nur von Woche zu Woche denken und dieser oder jener Ausrutscher der Kontrahenten wäre dabei auch ganz hilfreich.

    Als Vikings Fan bleibt jetzt wohl nur zu hoffen, dass Brosmer sich als der nächste Pury/Romo entpuppt, und McCarthy sich in Ruhe hinter ihm entwickeln kann, oder?

    Ich sag´ dir ganz ehrlich...der Name des nächsten Vikings-Franchise-Qb´s ist mir egal. Ich bin da an keinen Namen gebunden. Ob McCarthy, Brosmer, Hinz oder Kunz...ich nehm´ jeden. :thumbsup:

    Ja aber gehört das jammern nicht dazu. Vorallem finde ich es brutal, das immer Fans von Team jammern die fast eh jedes Jahr in den PO sind.:xmargevic

    Ja, das ist ja das Problem...wenn es "normal" ist und zur guten Gewohnheit gehört die PO´s zu erreichen, ist das Verfehlen dieses Ziels eine absolute Enttäuschung. Jammern auf hohem Niveau, nennt man das. :wink2:

    Nochmal zu den Chancen der Chiefs zurück.

    Wir nehmen mal an, dass Kansas City wirklich ein 5-0 hinlegen, also mit 11-6 enden kann.

    Ich lasse mal die Bills raus, weil ich meine, dass sich Buffalo ziemlich sicher als WC-Team qualifizieren wird.

    Indianapolis: Die haben (zusammen mit den Packers in der NFC) das schwerste Restprogramm der NFL. Man muss wirklich sagen, dass ein 0:6 in den restlichen Spielen keine Sensation wäre. Ein 3:3 wäre, bei der Schwere des schedules, durchaus in Ordnung für die Colts. Mit einem 11:6 hätten sie, aufgrund des tiebreakers, den Nachteil gegenüber den Chiefs.

    Jacksonville: Drei Siege gegen Titans (2x) und Jets setze ich mal an. Die beiden Spiele gegen die Colts sind eminent wichtig, dazu noch das Spiel bei den Broncos. Auch die Jaguars könten bei 11-6 landen. Für die Chiefs wäre es natürlich gut wenn Jacksonville die Division gewinnen und die Colts auf Platz 2 landen würde (tiebreaker).

    Texans: Die schlechteste Ausgangsposition weil sie, wie die Chiefs, nur sechs Siege haben. Allerdings können sie morgen noch auf sieben stellen. Drei Siege gegen Cardinals, Raiders und Chargers (?) bringen sie auf 10. Auch die Texans haben noch zwei Treffen mit den Colts. Das Spiel nächste Woche im Arrowhead ist praktisch ein Play Off Spiel. Der Verlierer ist aus der WC-Verlosung raus.

    Chargers: Wenn die Chiefs das erste "PO-Spiel" gegen Houston gewinnen sollten, folgt danach gleich das zweite gegen die Chargers. Auch hier gilt wieder: Der Verlierer ist raus. Die Chargers haben mit Eagles, Cowboys und Texans dazu noch ein schweres Programm vor sich. Vorteil vielleicht: Das letzte Saisonspiel ist in Denver und die Broncos können wahrscheinlich dort schon ihre besten Spieler schonen. Vom großen Vorsprung der Broncos könnten allerdings auch die Chiefs am vorletzten Spieltag profitieren, wenn die Broncos die AFC West dort schon klar gemacht haben sollten. LA hat aber höchstens zwei "sichere" Siege (Raiders, Broncos [?]). Wie gesagt sehe ich für die Chiefs die besten Chancen, indem sie die Chargers abfangen können.

    Ganz vergessen sollte man den Zweitplatzierten in der NFC North trotzdem nicht. Auch Baltimore (tiebreaker für die Chiefs) und Steelers können da noch ein Wort mitreden. Wenn man den Chiefs ein 5-0 zutraut, muss man das anderen Teams auch konstatieren.

    Das Problem das ICH habe ist allerdings: Ein Team, das in zwölf Spielen gerade mal 50% gewonnen hat, soll jetzt in fünf Spielen eine 100%-Erfolgsbilanz haben...? Nicht ausgeschlossen, sicher, aber doch ziemlich unwahrscheinlich.

    Warten wir mal den kommenden Spieltag ab, vielleicht erübrigt sich danach jegliche Rechnerei.

    Ich halte da dagegen. Ich sehe dieses Team in den Playoffs

    Ich weiß zwar nicht worauf sich deine Zuversicht stützt, aber Gratulation zu soviel Optimismus. Lass mal die Bills (at Steelers), Jaguars (at Titans) und Chargers (vs. Raiders) ihre Spiele an diesem Wochenende gewinnen; dann haben alle drei zwei Spiele Vorsprung auf die Chiefs und alle drei haben den tie breaker auf ihrer Seite. D.h. in den restlichen fünf Spielen müssten diese Teams drei Spiele mehr verlieren als die Chiefs. OK, es gibt den Spruch mit den Pferden vor Apotheken...aber da müsste schon ein ganzes Gestüt...du weißt was ich meine.

    denn auch wenn es in der Mahomes-Ära vll. das schwächste Team ist (wobei ich das Team letztes Jahr nicht wirklich besser sehe)

    Ich würde das ähnlich wie Chief sehen. Das Team 2024 war in der Offense etwas schlechter als die aktuelle Chiefs-Ausgabe. Das lag natürlich auch an einigen Verletzungen im Kader. Die Defense sah bis etwa zur Mitte der laufenden Saison zumindest nicht schlechter aus, als letztes Jahr. In den letzten Spielen ging das Niveau allerdings insgesamt etwas nach unten.

    Der Unterschied zu diesem Jahr ist, dass man letztes Jahr eine ganze Menge an Spielen entweder mit viel Glück oder durch Dummheit des Gegners (meistens war´s eine Kombination aus beidem) gewinnen konnte. Aus dem 15-2 record hätte auch leicht ein 10-7 werden können. Das fehlt in dieser Saison.

    Finde es schon interessant, wie hier aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs, wo man statt 6-6 auch locker 8-4 oder 9-3 stehen könnte, so wenig Vertrauen in die Protagonisten hat, die in den letzten 8 Jahren eine Dynastie geprägt haben.

    Du findest es "interessant", dass man aufgrund des derzeitigen 6-6 Records "wenig Vertrauen" in das Team hat? Vielleicht liegt es eben gerade an DIESEM 6-6 Record, das vielen das Vertrauen in die Chiefs schwer fällt? Es nützt dir absolut nichts, wenn man auch acht oder sogar neun Siege haben KÖNNTE; denn es gibt im Football keine Punkte für die B-Note. Realität: Man steht halt bei mageren 6 W´s.

    Egal wie gut die Chiefs noch spielen werden, die Play Offs (WC-Spot) sind nur noch zu erreichen wenn Bills, Jaguars oder Chargers (die sind vielleicht noch am ehesten abzufangen) vollkommen einbrechen. DIe AFC West gehört sowieso schon den Broncos.

    Aber mal ab vom Thema: Die Chiefs sind mit ihren Problemen ja weiß Gott nicht alleine. Es ist schon erstaunlich wie sehr die acht Teams, die in den Divisional Play Offs der letzten Saison standen, in diesem Jahr am rum-eiern sind:

    In der AFC Baltimore, Buffalo, Kansas City, Houston.

    Die Bills können sich langsam vom gewohnten Gewinn der Division verabschieden. Ein WC-Platz sollte aber ziemlich sicher sein. Aber weder Offense noch Defense haben SB-Klasse. PO`s - wahrscheinlich

    Baltimore steht mit 6-6 nicht besser da als die Chiefs. PO´s - fraglich

    Über die Chiefs wissen wir alles. PO´s - sehr fraglich

    Die Texans werden es schwer haben hinter Indianapolis und Jacksonville noch irgendetwas zu reissen, obwohl sie im Laufe der Saison besser geworden sind. PO´s - sehr fraglich

    In der NFC: Philadelphia, Washington, Detroit, LA Rams.

    Der amtierende Champion Philly steht vom record her noch ganz gut da, aber die Offense klickt im Moment überhaupt nicht mehr und die Cowboys kriechen langsam aber sicher heran. PO´s wahrscheinlich

    Washington ist in dieser Saison nur noch ein Schatten des Teams vom letzten Jahr. PO´s - keine Chance

    Detroit steht gerade mal knapp über .500 und hat mit Green Bay und Chicago zwei Teams in der Division, die besser platziert sind. PO´s - fraglich

    Die Rams sind so ziemlich das einzige der acht Teams, das an sich sogar noch besser aussieht, als im letzten Jahr. PO´s - ziemlich sicher.

    Bestätigung des Niveaus der letzten Saison: Einer von ACHT!!!! Erstaunlich wenig mMn.

    Was war das denn für eine kaputte Thanksgiving/Black Friday Veranstaltung in der NFL? Insgesamt wurden für die vier Spiele 127 Tipps abgegeben und nur 26 !!! waren richtig. Kein Tipper hatte mehr als zwei korrekt. 14 Spieler - ich habe mich da "perfekt" eingereiht - hatten ALLE vier Begegnungen falsch.

    So einen verrückten Beginn des Thanksgiving-Wochenende habe ich noch nie erlebt.

    Das war gestern schon sehr ernüchternd und insgesamt extrem enttäuschend.

    Chief hat das Cowboys-Spiel wieder mal umfassend analysiert und ich sehe es an sich genauso.

    Die beiden primären Gründe für die NL waren:

    1. Erneut ein Wust an Strafen

    2. Die Defense (insbesondere McDuffie gegen Lamb) sah zuwenig Land.

    Wie schon bei den Broncos leistete man sich viel zu viele Strafen - 10 für 119 yards. Das ist mehr als einmal das Feld runter. Damit kannst du knappe Spiele nicht gewinnen.

    Das Duell zwischen McDuffie und Lamb verlief - gefühlt - immer gleich: (langes) 3.down Cowboys -> langer Pass auf Lamb -> DPI on McDuffie! -> 1st down Cowboys. Das war erschütternd.

    Wenn man beim Kontrahenten 28 Punkte erzielt, kann man mit der Ausbeute an sich zufrieden sein. Wenn man sich allerdings 31 Punkte einschenken läßt, weiß man WELCHER Mannschaftsteil für die NL verantwortlich ist.

    Mahomes machte an sich ein gutes Spiel. Über 66% cmp, 261 yards, keine INT, vier TD-Pässe und ein rating von 127...da gibt es kaum was zu meckern.

    Trotzdem stotterte die Offense irgendwie. Nach dem TD zum 14:7 gab´s im zweiten und dritten Viertel nur vier punts uns keine Punkte. Bei den ersten drei wurden die drives jeweils durch Strafen abgewürgt. So schießt du dir halt ständig selbst ins Knie.

    OK, fünf Spiele KANN man gewinnen; aber wenn ich ehrlich sein soll fehlt mir bei der Gegnerschaft doch heftig das Zutrauen. Zumindest bei Texans, Chargers und Broncos habe ich ganz erhebliche Zweifel. Ich gehe eher davon aus, dass die Play Offs in dieser Saison ohne die Chiefs stattfinden werden.

    Mr Blue Sky

    Da kann ich bei so ziemlich allem zu 100% zustimmen.

    Lediglich beim Veteran-QB füge ich hinzu, dass man mit Carson Wentz durchaus einen respektablen QB als Backup von McCarthy hatte. Nur leider waren seine Vorstellungen als McCarthy-Ersatz weitestgehend alles andere als respektabel und zum anderen verletzte er sich leider so stark, dass seine Saison zu Ende ist.

    Was alle vergessen, die McCarthy benchen wollen, was ust die Alternative? Ein undrafted Rookie ohne jegliche Erfahrung. Glaubt Ihr wirklich, mit Brosmer oder Wofford würde es besser? Es wäre vielleicht etwas anderes, wenn man einen Darnold oder Jones auf der Bank hätte, aber die Gefahr wäre gross, dass Brosner überfordert wäre. Nicht vergessen, auch Wentz sah in dieser Offense nicht gut aus, und teilweise schlechter als McCarthy.

    Naja, das Problem ist ja nicht, dass man mit einem anderen QB versuchen soll die Saison zu retten und die PO´s zu erreichen. Es geht in erster Linie um die Frage: "Sollen wir unserem ausgewiesenen Nr.1-QB weiterhin ins "Fegefeuer" der NFL werfen, oder ist es besser ihn auf der Bank zu "schonen"?

    Mit der Überforderung von Brosmer muss ich dir allerdings recht geben. Ist es in Ordnung den einen QB nicht zu verheizen, indem man aber genau DAS einem anderen Rookie zumutet? Das ist fast schon eine "ethische" Fragestellung. Mit einem Veteran wie Wentz an der Seite hätte ich da keine großen Skrupel. Aber so...schwierig.

    Witzig, wie kritisch ihr das Spiel eures Teams seht.

    Als Chiefs-Fan jammert man, wenn es um die Offense geht, halt immer auf hohem Niveau. :wink2: Ich weiß viele andere Teams hätten gern DIESE Probleme.

    Man ist doch aber immer solide übers Feld marschiert. Hatte am Ende immer wieder wegen Kleinigkeiten für 3 gehen müssen.

    Genau DA liegt das Problem. Das war schon im Denver-Spiel vor einer Woche so. Dort waren es in erster Linie unnötige Strafen, gegen die Colts dagegen vor allem Unkonzentriertheiten, die die Effizienz in der red zone negativ beeinflussten. Es nützt dir halt wenig, wenn du über das gesamte Feld marschierst und am Ende mit nur drei Punkten oder ganz leeren Händen dastehst. So wird es schwierig Spiele zu gewinnen, respektive einen run auf den SB durchzuführen.

    Insgesamt konnte man als Chiefs-Fan froh sein, dass man Taylor einigermaßen im Griff hatte und Jones in der zweiten Hz. (zumindest im letzten Viertel und der OT) vollkommen neben sich stand. Und man sollte nicht vergessen, das man mit Indianapolis ein Team geschlagen hat, das bisher zu den besten der NFL-Saison 2025 gehört hat.

    Also McCarthy jetzt zu benchen wäre aus meiner Sicht absolut falsch. Der hat schon so viele Spiele verpasst und braucht die Erfahrung dringend.

    Dieses Jahr ist lediglich Erfahrung sammeln und hoffen, dass er jede Woche etwas positives mitnimmt und verwerten kann.

    Ich weiß bloss nicht, ob es für sein Selbstbewusstsein zuträglich ist, wenn man Spiel um Spiel verliert und sich dabei eigestehen muss, dass man selbst einer der Gründe der NL ist.

    Der Kerl hat jetzt gerade fünf Spiele hinter sich gebracht und ist ein waschechter Rookie ohne Rookie zu sein.

    Ich vergleiche da mal die QB-Klasse vom draft 2024 nach einem halben Dutzend Spielen der letzten Saison.

    Caleb Williams - nicht so dominant wie vermutet, aber die Anlagen für einen Franchise-QB waren absolut schon zu erkennen.

    Jayden Daniels - An sich von Anfang an eine Bereicherung für die Commanders und einer der Gründe für ihren Erfolg im letzten Jahr. In dieser Saison leider häufig verletzt.

    Bo Nix - nach anfänglichen Problemen recht schnell ein zentraler Punkt in der Broncos-Offense. Das zweite Jahr schaut aber eher durchwachsen aus.

    Michael Penix - ähnlich wie McCarthy noch nicht in der NFL angekommen. Hat aber schon einige gute Spiele in der Tasche.

    Drake Maye - ohne Zweifel der QB der "big six" vom letzten Jahr, der seine Fähigkeiten schon recht früh zeigte und in diesem Jahr bestätigte.

    Zumindest bei Williams, Daniels und Maye hat man nach einem halben Dutzend Spiele bereits gesehen, dass ihre Anlagen für die NFL mehr als ausreichend sein werden. Diese Analyse stellt sich bei mir bei McCarthy nicht ein.

    McCarthy hat sich in Michigan einen guten Namen gemacht. Ich fand die Einordnung seiner Fähigkeiten aber immer etwas überschätzt. Man sollte nie übersehen, dass er mit den Wolverines unter Harbaugh in einer Offense stand die, vom Niveau her, unter NFL-Verhältnissen gecoacht wurde. Die gegnerischen Defense-Reihen im College dagegen hatten dieses Format bei weitem nicht. Dort hätten viele andere mittelmäßige QB´s ebenfalls gut ausgesehen. McCarthy war ein kleines Rädchen in einer insgesamt hervorragend geölten Offense-Maschinerie. Was die, im College zweifellos erkennbaren, Anlagen von McCarthy nicht klein reden soll. Die waren durchaus vorhanden.

    Für mich war es auch ein gewisses Wagnis der Vikings gewesen für diese Saison ohne Wenn und Aber voll auf McCarthy als Starting-QB zu setzen. Das MUSS einen rookie unter heftigen, schwer auszuhaltenden Druck setzen. McCarthy galt nie als so gesetzt wie ein Caleb Williams z.B., dem man ohne Probleme zugetraut hatte diesen Druck auszuhalten und zu von Anfang an zu performen.

    Ich weiß, es ist für uns immer einfach aus der Entfernung zu sagen: "Die Vikings müssen jetzt dies, die Vikings müssen jetzt jenes tun/lassen!" Die einzigen, die einen wirklichen Einblick in die Situation haben und dadurch wissen was zu tun ist, sind die Verantwortlichen vor Ort in Minneapolis.

    Ich kann nur das beurteilen, was mir die TV-Bilder bieten. Und meine Analyse daraus wäre, dass man McCarthy aus der Schusslinie nimmt und damit verhindert, dass er im Rest der Saison vollkommen verheizt wird.

    In einem podcast wurde in Bezug auf McCarthy die Situation im Baseball herangezogen. Dort schickt man einen Spieler, der Formprobleme hat, ins sogenannte farm-team und arbeitet dort intensiv an den basic-mechanics. Man hat Spielzeit auf dem Feld, aber auf einem niedrigerem Niveau in den Minor Leagues. Sowas wäre das richtige für Spieler wie McCarthy. Gibt´s im Football halt nicht in der Form. Die practic squad ist dort nur teilweise vergleichbar.

    Ich will McCarthy ebenfalls noch nicht aufgeben. Der Junge hat seine Fähigkeiten. Nur im Moment tut er einerseits sich selbst und andererseits die Vikings ihm keinen Gefallen für eine positive Entwicklung.

    Schon schlimm, wie weit man von der Form der letzten Saison entfernt ist. Praktisch in allen Mannschaftsteilen. Die Defense macht insgesamt noch einen einigermaßen soliden Job, wenn auch die Aggressivität und Effizienz der letzten Saison fehlen.

    Die Offense ist nur noch ein Schatten des Teams der Saison 2024. Das Laufpsiel kann man noch als ausreichend bezeichnen, das Passspiel ist vom Niveau her kaum noch zu messen. Man hat einen Justin Jefferson als WR in seinen Reihen, einen der effektivsten deep threats der Liga; aber der Junge ist mit seinen Fähigkeiten im Vikings-Team im Moment die reinste Verschwendung.

    O'Connell traut seinem QB anscheinend überhaupt nichts mehr zu. Sind ihm und McCarthy die positiven Eigenschaften von Jefferson eigentlich noch bewusst??? :madness

    Bis auf zwei Pässe in die Mitteldistanz (15 und 19 yards) "versteckte" O'Connel seinen Spielmacher im Spiel mit kurzen, einfachen Würfen und ließ sehr viel auf dem Boden geschehen. Das klappte zu Beginn noch enigermaßen, wurde dann im Lauf des Spiels aber immer schlechter und mündete in zwei INT´s von McCarthy, dazu glänzte er in Hz.2 mit einer guten Portion sacks, wobei der letzte wirklich übermäßig blöd war. Die Packers packen sich McCarthy, der reisst sich los um sich danach - anstatt den Ball ins Aus zu werfen - fast noch zu einem safety zu Boden bringen lässt. Natürlich hat ein rookie lange Welpenschutz; aber wenn ich ehrlich bin, sehe ich in McCarthy im Moment nicht ansatzweise einen Franchise-QB für die Vikings. Dabei gebe ich gerne zu, dass ein QB auch eine gute O-line und einen fähigen Coaching-Staff haben muss.

    Ich weiß nicht ob man McCarthy einen Gefallen tut, wenn man ihn weiter spielen lässt. Er ist im Moment der Aufgabe eines NFL-QB´s einfach nicht gewachsen. Es setzt NL auf NL und auch McCarthy selbst kann mit seiner eigenen Leistung einfach nicht zufrieden sein. Ob das der Psyche eines jungen, unerfahrenen Spielers zuträglich ist, wage ich mal zu bezweifeln. Irgendwie erinnert mich das alles sehr stark an die Zeit mit Terry Bridgewater, dem man eine Menge Talent nachsagte, der sich aber weder in Minnesota noch bei den späteren Stationen zu einem brauchbaren Starting NFL-QB entwickelt hat.

    Vielleicht sollte man das Experiment mit McCarthy für 2025 als beendet erklaren, in der off season intensiv mit ihm arbeiten und dann im nächsten Jahr nochmal neu ansetzen.

    Pleiten, Pech und Pannen...in der Offense.

    Wir haben uns wieder mal das Leben schwer gemacht.

    Ohne ins Detail zu gehen, ist das der Satz, der das Spiel der Chiefs-Offense bestens beschreibt.

    Turnover, Strafen zur Unzeit und vor allem: Absolute Ineffizienz in der red zone.

    Ich will gar nicht auf die einzelnen Situationen eingehen, das wird Chief später sicher noch sehr gut aufdröseln; aber dieses Spiel hätte man an sich mit etwa 33:13 gewinnen müssen.

    Das war oft hart mitanzusehen und es war ja nicht mal das Problem, dass die Colts jetzt ein Superspiel abgeliefert hätten. Nach den beiden FG´s im dritten Viertel, war´s mit der Offensivkraft von Indianapolis vollkommen zu Ende. In den vier folgenden Ballbesitzen - inkl. OT - hatten die Colts 19 Spielzüge für 18 (!) yards und vier punts. Die Chiefs quälten sich dann, mehr schlecht als recht, wenigstens zu 11 Punkten in der regulären Spielzeit und dem entscheidenden FG in OT.

    Die Offense war so wenig effektiv, dass diesmal selbst eine über weite Strecken sehr gute Defense der Chiefs fast nicht ausgereicht hätte um das Spiel doch noch zu gewinnen. Verrückt dabei ist, dass Mahomes mit 352 die meisten yards in einem Spiel in dieser Saison erzielt hat. Auf der anderen Seite "schenkte" er den Colts mit seiner INT im ersten drive einen leichten TD und schien in manchen Situationen ein wenig...tja, übermotiviert und eigensinnig zu handeln.

    Nochmal von der Schippe gesprungen. :)

    Auch hier kann ich These Days nur voll und ganz beipflichten.

    Jetzt hat man noch das zusätzliche Problem, in einer kurzen Woche die Verletzten wieder ins Spiel zu bringen. Gray (Gehirnerschütterung) könnte der erste sichere Ausfall sein. Trey Smith musste das Spiel mit einer Knöchelverletzung verlassen. Hunt und Rice schienen auch angeschlagen zu sein.

    Das sind zunächst mal keine guten Voraussetzungen für das Thanksgiving-match bei den Cowboys.

    Selbst wenn man vorsichtig rechnet, müssten die Patriots in den restlichen sechs Spielen auf mindestens drei Sieg kommen. Das wäre ein 12-5. Wenn die Bills das noch matchen wollen, müssen sie einen 5-1-Run hinlegen. Sicher nicht unmöglich (Pittsburgh und Philadelphia sind wohl die schwersten Gegner). Dazu muss Buffalo aber auch das Spiel in Foxborough gewinnen und hoffen, dass eine der Patriots-NL gegen die Jets oder Miami passiert.

    Patriots: Siege gegen Bengals oder Giants, Jets, Dolphins. NL gegen Bengals oder Giants, Bills, Ravens.

    Bills: Siege gegen Bengals, Patriots, Browns, Jets. Mögliche NL: Steelers, Eagles.

    Wenn New England die nächsten beiden Spiele (at Bengals, vs Giants) gewinnen sollte, wird es für Buffalo verdammt schwer die Division noch zu gewinnen. Das ginge dann wirklich nur über einen Totaleinbruch der Patriots in den letzten Spielen.

    Und das will ich nicht hoffen. :thumbsup:

    Laufen dagegen ein paar Spiele offensiv schlecht, dann ist er zu alt

    Soweit will ich nicht gehen. Zu alt für seinen Job ist Reid sicher nicht.

    Als Smith-Schuster vor ein paar Jahren zu den Chiefs kam, hat er nach dem Trainingscamp sinngemäß geäußert, er habe hier in wenigen Wochen mehr über Football gelernt als in seiner gesamten bisherigen Karriere. Ich halte es nicht für sonderlich taktvoll gegenüber den früheren Coaches, sich öffentlich so zu äußern, aber es spricht schon dafür, dass Reid weiß, was er tut.

    Das will ich ebenfalls nicht in Frage stellen. Reid ist ein exzellenter HC und nebenbei sicher auch ein aussergewöhnlich guter Football-Lehrer. Das haben viele Spieler in KC und Philadelphia immer wieder betont. Das eine ist aber Lehrer, das andere Gameplan-Ausarbeiter. Und der zweite Punkt steht im Moment hier im Fokus.

    Mit jemandem wie Nagy hat er schon früher erfolgreich zusammengearbeitet. Er weiß, was er bekommt, und das wollte er haben.

    Naja und DAS ist vielleicht das Problem. Nagy weiß was Reid will und Reid erwartet, dass Nagy ihm die gewohnten Vorschläge präsentiert. Da entsteht mitunter eine hemmende Routine.

    Es fällt mir auch schwer vorzustellen, dass Reid nicht mehr die Offense konzipiert, er aber HC bleibt. Ich schätze eher, dass gerade diese Tätigkeit es für ihn so interessant macht. Sonst könnte er ja auch einfach seine Karriere beenden und im Hawaii-Hemd am Pool sitzen.

    Das will auch keiner. Und das erwartet man auch nicht. Ich würde mir, durch eine Veränderung auf der Position des OC, halt ein paar neue, innovative inputs für Reid vorstellen. Das heißt ja nicht, dass Reid gleich die Zügel aus der Hand geben muss/wird. Natürlich ist dafür aber die Voraussetzung, dass Reid diesen neuen Mann auch absolut respektiert.

    OK, aber da schließt sich vielleicht auch zuviel aus.

    Ein paar frische und kreative Leute im offensiven Coaching-Staff würden den Chiefs gut tun.

    Wenigstens das.

    Ich denke schon, dass die Chiefs abgestürzt sind. Vom absoluten Überteam bis 2023 und jetzt eben nur nochoTop-Team.

    Ich schließe mich da Chiefs Meinung an. Ich habe die Chiefs in dem von dir genannten Zeitraum auch nicht als "Überteam" wahrgenommen. Mahomes kam in das Team und nahm die Festung NFL im Sturm, das mag wohl stimmen. Ein Ausnahmetalent wie Mahomes macht - wie auch ein Brady, Montana oder Marino, um nur einige zu nennen - ALLE in seiner Umgebung auf dem Feld ein gutes Stück besser.

    Was in den letzten Jahren ein wenig verloren ging, ist das "Übernatürtliche" in Mahomes´ Spiel. Er ist ein "menschlicher" QB geworden. Die dadurch fehlenden Prozentpunkte in der Offense wurde durch eine sich besser entwickelnde Defense ersetzt. Man gewann die Spiele nicht mehr mit 43:40 sondern mit 24:14. Aber man gewann weiterhin (Chief hat die Entwicklung hier aufgezeigt).

    Aber ich denke Tatsächlich, dass KC am ehesten einen frischen Wind als OC bräuchte.

    Vielleicht ist das derzeitige Playbook auch zu sehr entschlüsselt.

    Dem schließe ich mich, wie schon ein paar mal erwähnt, durchaus an. Ich befürchte bloss, dass sich Reid nicht von Nagy trennen will, weil er in ihm wohl einen willigen Gefolgsmann hat, der sich im Zweifelsfall Reids Wünschen unterordnet. Reid ist in KC halt nun mal der, der die Offense dirigiert.

    Um dort etwas zu ändern bräuchten die Chiefs einen OC, der nicht nur den Titel trägt, sondern auch die Kompetenzen hat, die die Position an sich mit sich bringt. Um das umzusetzen muss Reid aber erst einsehen, dass seine Möglichkeiten ausgeschöpft sind und er der Offense keine Impulse mehr geben kann.

    Um dort etwas zu bewegen, wäre dann vielleicht das ein heilsamer Schock, was du in einem früheren posting bereits angemahnt hast: Ein Verpassen der Play Offs in diesem Jahr.

    Ich möchte nicht Trollen, bitte nicht als Angriff werten:

    Vielleicht täte KC eine Elimination wirklich mal gut, ich habe das Gefühl, dass der gesamte Offense-Gameplan von Jahr zu Jahr mehr "Wir haben Mahomes - und ihr nicht - Ätsch".

    Ihr habt drei Lombardys geholt, einerseits müsste man sagen, dass es genug sei (ich konnte es "damals" bei meinen Pats nachvollziehen). Aber falls die Patriots ihre Dynasty 2.0 bekommen sollten, dann bitte stilecht, in dem man den Besten entthront.

    Kein Problem. Ruhige und gesittete Kritik und Analysen sind immer gerne gesehen. :bier:

    Gegenüber den meisten Teams besteht einer der Unterschiede/Vorteile schon auf der QB-Position. Mahomes gehörte seit seinem Eintritt in die NFL jedes Jahr zu den Top 5 QB´s. Das ist offensiv schon mal ein Pfund, mit dem man gegenüber den Kontrahenten wuchern kann. Um eine alte Phrase mal abzuwandeln: "Bei den Chiefs ist Mahomes nicht alles - aber ohne Mahomes ist alles nichts!"

    Reid ist ein pass-happy-coach, der - provokant ausgedrückt - das Laufspiel nur als notwendiges Übel ansieht. Die zentrale Figur ist dabei natürlich immer der QB. Darunter leidet manchmal der offensive gameplan. An sehr guten Tagen kann Mahomes auch JEDE Abwehr auseinandernehmen; aber manchmal ist diese starke Betonung des Passspiels auch ein wenig hemmend.

    Deswegen würde ich auch weiterhin gerne sehen, wenn man auf der OC-Position mal einen Tausch vornehmen würde um im Offensiv-Spiel neue Ideen und frischen WInd reinzubringen. Wenn man einen QB wie Mahomes hat, wird dieses Team nie zu einem "run-first-team" werden. Reid wird sich im Zweifel immer auf die Fähigkeiten seines QB´s verlassen; aber mit einem neuen OC brächte man vielleicht auch neue, innovative Einflüsse an Reid heran und damit in die Chiefs-Offense.

    Deswegen wünsche ich euch wirklich eure Renaissance, aber dafür muss was geschehen!

    Die Chiefs standen in den letzten sechs Jahren fünfmal im SB. Dreimal konnte man gewinnen. Kansas City ist der amtierende Runner-up im letzten Finale.

    Ich denke mal von einer notwendigen "Renaissance" (Wiedergeburt) kann man da nicht sprechen. Kontinuität trifft es, glaube ich eher. Auch wenn dieses Jahr schon nach der RS Schluss sein sollte. Einen kleinen Durchhänger hat man hin und wieder halt mal. Auch die Patriots verpassten in der Dynasty-Zeit von Belichick/Brady zweimal die Play Offs.

    Zur Einordnung: Die Patriots waren und sind - zusammen mit den Falcons - hinter den Chiefs und Vikings seit meinen ersten NFL-Kontakten (1981) die beiden Teams, die ich mit etwas mehr Sympathie verfolge als die restlichen. Deswegen sehe ich eure eigene, WIRKLICHE Renaissance mit sehr viel Freude. :thumbsup:

    Ich gehe davon aus, dass der Divisionssieg nicht mehr erreichbar ist. Selbst wenn man in der bye-week der Broncos den Abstand zu Denver mit einem Sieg gegen Indianapolis auf drei Spiele verkürzen würde, ich kann mir nicht vorstellen, dass Denver in den restlichen sechs Spielen dreimal mehr verliert als die Chiefs.

    Play Offs laufen für KC also nur über eine Wild Card (Air-Raids "erhofftes" Szenario kann also wahr werden ;))

    Die Teams, die im Moment vor den Chiefs rangieren: Bills, Chargers, Jaguars.

    1. Um die Bills einfangen zu können, müssten die Chiefs, aufgrund des verlorenen tie-breakers, ebenfalls dreimal mehr gewinnen als Buffalo. Ich glaube da ist es fast noch realistischer an den Divisionssieg zu glauben.

    2. Für die Chargers gilt: Ein Sieg im Heimspiel gegen LA ist natürlich ein absolute MUSS. Zum einen um den tie-breaker auszugleichen. Zum anderen um den Rückstand nicht anwachsen zu lassen. Trotzdem muss man, neben dem Heimsieg gegen LA, mindestens ein weiters Spiel mehr gewinnen um den zweiten tie-breaker (Divisions-Record) in Anspruch nehmen zu können. Die Chargers stehen da im Moment bei 3-0, die Chiefs bei 1-2. D.h. Die Chiefs müssen alle ausstehenden Divisionsspiele gewinnen und die Chargers müssten, zusätzlich zur NL in KC, noch ein weiteres Spiel in der Divisions verlieren. Beide stünden bei 4-2, so würde der nächste tie-breaker (common games) ins Spiel kommen. Die Bolts haben immer wieder große Probleme. Einmal funktioniert die Offense nicht, ein anderes mal geht die Defense unter. Es wird nicht einfach, aber die Chargers KANN man noch abfangen.

    3. Wie die Bills haben auch die Jaguars den tie-breaker auf ihrer Seite. Wie bei den Chargers muss man zwei Spiele auf Jacksonville aufholen. Gelingt das, ist man vor den Jaguars. Bei dem Restprogramm der beiden Teams zumindest gut denkbar.

    Die Teams, die mit den Chiefs gleichauf liegen: Baltimore, Houston

    1. Baltimore - respektive Pittsburgh. Je nachdem wer die AFC North gewinnt. Gegen die Ravens würde es reichen mit identischem Record ins Ziel zu kommen, da man den tie-breaker gegen Baltimore in der Tasche hat. Gegen Pittsburgh gibt es keinen direkten Vergleich. Man muss also auf jeden Fall mindestens ein Spiel aufholen.

    2. Houston kommt am 8. Dezember ins Arrowhead. Mit einem Sieg würde man im Kampf gegen die Texans alle Asse in der Hand halten.

    Droht "von hinten" noch Gefahr? Miami (4-7), Cincinnati (3-7)

    Ganz ehrlich, wenn man da das Rechnen anfangen muss, ist jegliche Diskussion über einen WC-Platz überflüssig.

    Alle anderen Szenarien (drei oder vier Teams haben identische Records) sind im Moment nicht analysierbar.

    Ich denke mal mit einem 11-6 sollte ein WC-Platz (#2 oder #3) gut möglich sein. Das bedeutet: In den letzten sieben Spielen darf man sich höchstens nur noch EINE einzige NL erlauben. Das ist sicher nicht einfach umzusetzen; aber ich sehe bei dem Restprogramm dazu eine realistische Chance.

    Allerdings muss man dann - anders als in Denver - die Undiszipliniertheiten und die daraus resultierenden Strafen abstellen und die Offense muss wieder Fahrt aufnehmen.

    Im Moment kann man nur von Spieltag zu Spieltag denken und die eigenen Hausaufgaben (Siege einfahren) positiv bewältigen. D.h. jetzt kommen erst mal die Colts nach Kansas City. Das wird sicher kein leichter Gang. Aber ich spekuliere. ehrlich gesagt, immer noch darauf, dass Daniel Jones das hohe Niveau der ersten Saisonhälfte nicht halten kann und langsam wieder zur "Normalgröße zusammenschrumpft".

    Die Falcons möchten anscheinend wissen, wie sich verschiedene Arten des Verlierens anfühlen.

    Nach NL gegen Teams auf Augenhöhe (z.B. Tampa Bay), blowouts (einmal sogar zu Null im ersten Spiel in Carolina, oder Miami), gab es dann die Variante: "Lasst uns mal ein comeback starten und dann den wichtigen letzten XP verschießen!".

    Naja, eine OT-NL musste natürlich auch dabei sein und weil einem das sooooo gut gefallen hat, machte man das, in Kombination mit dem Verspielen eines komfortablen Vorsprungs, ein Woche später gleich nochmal.

    Sorry für die Ironie, aber als jemand, der die Falcons etwas mehr verfolgt als die meisten NFL-Teams bleibt einem ja gar nichts anderes übrig um das alles zu ertragen.

    Jetzt hat sich auch noch Penix anscheinend so schwer verletzt, dass er den Rest der Saison ausfällt. Oder soll man ihn beneiden, dass er das Elend nicht Sonntag für Sonntag auf dem Platz live miterleben muss? Nein, eine Verletzung ist natürlich schlimmer.

    In vielen Prognosen waren die Falcons echte Herausforderer der Buccaneers in der NFC South. Manche trauten ihnen sogar den Divisionssieg zu. Gemessen an diesen Prognosen und Erwartungen ist das jetzige Saisonergebnis ein Desaster.

    Es bleibt einem immer nur der Wunsch nach einem guten Coaching-Staff, der die absolut vorhandenen Qualitäten des Teams endlich herausarbeiten und in adäquate Ergbnisse umsetzen kann.

    Nach dem TD zum 10:16 hatte ich die Hoffnung auf ein déjà-vu. Hat auch fast geklappt. Wie im ersten Spiel in Chicago drehten die Vikings das Spiel im letzten Viertel. Dann versagte aber das kick off coverage team und legte den Grundstein für die 17:19-Niederlage.

    Wenn man den Gegner unter 20 Punkte halten kann, sollte man in der Lage sein so ein Spiel zu gewinnen. Aber erneut spielte die Offense nicht effektiv genug. Jefferson, Hockenson und Addison waren 22 mal Ziel von Würfen, fingen aber nur zehn (!) davon. Das lag z.T. an McCarthy, z.T. an O'Connells Spielauswahl und z.T. an den unsicheren Händen der Receiver.

    Zu McCarthy:

    Heute hat er sicher kein Bewerbungsschreiben abgegeben, aber andererseits waren es auch einige Drops von seinen Receivern und ich bleibe dabei, dass O‘Connell ihm playcallingtechnisch weiterhin wenig hilft.

    Alle drei Aussagen sind richtig.

    - McCarthy war seiner Aufgabe wieder mal über weite Strecken nicht gewachsen.

    - Seine Mitspieler waren mit ihren Butterfingern teilweise nicht besonders unterstützend.

    - O'Connell tut seinem QB mit manchen playcallings keinen Gefallen.

    Aber momentan ist klar, dass McCarthy ein großes übles Problem hat: Accuracy.

    ...und er hat ein zweites Problem: Seine Nerven. Mr Blue Sky hat das in seinem posting (#267) schon angemerkt. Sobald mal ein Wurf in die Hose geht, hat man das Gefühl er vertraut sich im nächsten Versuch selbst nicht, will sich aber mit aller Gewalt beweisen, dass das nicht stimmt. Das geht dann fast immer schief und er würgt dadurch einige drives selbst ab.

    O'Connells playcalling setzt ein Können voraus, das sein QB im Moment einfach nicht bringen kann. Es ist ja gar nicht mal der Arm von McCarthy. Der scheint NFL-Format zu haben; aber der Druck, der durch O'Connells Spielzüge auf McCarthy ausgeübt wird und der Druck den er sich selbst macht, sind in ihrer Abhängigkeit voneinander für einen "Quasi-Rookie" einfach nicht stemmbar.

    McCarthy braucht einen "QB-Flüsterer". Wenn O'Connell seinen QB nicht verheizen will, muss er das Experiment mit McCarthy dahingehend ändern, dass er sein playcalling an McCarthys derzeitigen Status anpassen muss, anstatt ihn in ein System zu zwingen, in dem er sich nicht wohl fühlt und das er nicht umsetzen kann. McCarthy hat an sich alles um ein effizienter NFL-QB zu sein. Er hat fähige Receiver, ein gutes Laufspiel zur Unterstützung und eine einigermaßen solide O-line, die ihm genug Schutz und damit ausreichend Zeit gibt um seine Pässe an den Mann zu bringen. Aber er kann all das im Moment nicht zum Vorteil nutzen.

    Im Moment habe ich bei der Vikings-Offense das Gefühl, dass es an einer klaren Identität fehlt und dadurch langsam aber sicher alles auseinanderbricht.

    Die Play Off Chancen vor dem Bears-Spiel musste man ehrlichweise als "wenig wahrscheinlich" bezeichnen. Nach der NL ändern wir den Status mal auf "unrealistisch".