Beiträge von Derek Brown

    Alles in allem keine Punkte die die besseren Möglichkeiten schlange stehen lassen.

    Meier passt m.E. gut. Erfahren, kan Abstiegskampf (behält die nerven) und passt auch zu der Art wie Darmstadt Fußball spielt.

    Das fand ich auch. Ich habe mal ein wenig einem Arminen-Forum herumgestöbert und da scheinen die Heimspiele ähnliche
    fussballerische Begeisterungsstürme ausgelöst zu haben wie in Südhessen.


    War das 98 Fo nicht Schuster ?Mir persönlich würde der Name Holger Fach wesentlich mehr bauchschmerzen machen als der Name Meier. Letzterer hat schon auf unterschiedlichen Ebenen Erfolg gehabt. Fach hingegen...

    Vielleicht nicht Schuster alleine, sondern sein Team, aber das ist nun zum größten Teil weg. Allerdings ist Fach mit dem Segen Schusters
    verpflichtet worden, was erstmal kein schlechtes Zeichen ist, aber insgesamt finde ich auch, dass es da zu wenige Anhaltspunkte gibt,
    um Aussagen in die eine oder andere Richtung zu machen. Dass es aber besser laufen wird als in der Vergangenheit, ist angesichts deren
    Erfolgssträhne eher unwahrscheinlich.

    Was mir nur auf den Nerv gehen wird wenn wieder soeine Betroffenheistwelle kommt, wie bei Enke damals, und man danach wieder nichts daraus lernt.

    Aber ist das zu beklagen nicht auch nur die Welle, die auf die Betroffenheitswelle folgt?

    Ich frage mich eher, was genau man da lernen soll. Dass es schöner wäre, wenn wir öfters netter zu einander wären?
    Solange wir nicht mit guten Inhalten ankommen, sollte man nicht beklagen, dass die niemand lernt.

    Über sowas zu diskutieren, ist doch ein wenig müßig. Klar, als Fan regt man sich da gerne auf und ich will
    mich da gar nicht ausnehmen: "Wie konnte er denn nur so etwas sagen! Der hat mich menschlich enttäuscht. Etc., etc."

    Was Meier da gesagt hat, ist nicht anders als das was Schuster gesagt hat ("So ein Baby, wie wir es hochgezogen
    haben, verlässt man nicht so ohne weiteres.") oder ein Spieler wie Gerrit Holtmann, der vor einem halben Jahr
    in Braunschweig verlängerte ("Für mich gibt es nur einen Verein, das ist die Eintracht"), um 6 Monate später in
    Mainz zu unterschreiben. An der Stelle ist für mich die Schuster-Sache frustrierender, denn wenn selbst die
    fussball-romantischste Geschichte seit keine-Ahnung-wann nicht reicht, um einen Trainer zu halten, ist das
    sehr ernüchternd.

    Sobald ich einem Weg gefunden habe, damit umzugehen, ohne total zynisch zu werden, sage ich Bescheid ;)

    Diese Inszenierung finde ich auch problematisch. Ich vergleiche das mal mit Sandro Wagner. Der hat nie ein Hehl daraus gemacht,
    dass er Darmstadt nur als Durchlauferhitzer für seine Karriere sieht und hat sich dort nicht mal eine Wohnung genommen. Dass er
    dann nach einer guten Saison wieder geht, nimmt ihm dann auch keiner übel. Wenn ich wie Schuster aber damit kokettiere,
    anders zu sein und es dann doch nicht bin, ist das kein Ruhmesblatt.

    Bei einem Trainer finde ich das noch problematischer als bei einem Spieler, weil die allein schon von der Dauer her andere Karrieren
    haben. Wagner muss die Chance jetzt nutzen, weil ihm ein Jahr in Darmstadt wahrscheinlich nur hätte schaden können. Aber Schuster?

    Nehmen wir mal an, Darmstadt steigt nächste Saison ab. Hätte man ihm ernsthaft ankreiden können, dass er dass er das 4. Wunder
    in Folge nicht schafft? Wohl kaum. Dass er dennoch wechseln will, zeigt, dass das Projekt Darmstadt, dass ihm vorher so wichtig
    war, ihm letztlich doch nicht so viel bedeutete wie zuvor suggeriert.

    Das Problem hier ist, dass die Attraktivität für Free Agents oft daher kommt, dass man auf einer bestimmten Position so schwach besetzt ist, dass die Leute sich bei einem Team (hier Saints/OLine) die besten Chancen ausrechnen. Das ist also ein zweifelhaftes Kompliment.

    Als Saints-Scout hat man es leicht, die Leute zu überzeugen, denn das "Schaut euch mal an, wer bei uns startet oder Backup ist"-Argument zieht natürlich gut. Mir persönlich wäre es lieber, wenn ungedraftete Spieler einen Bogen um die Saints machen würden, weil der Kader so gut besetzt ist, dass die sich da wenig ausrechnen. Aber das ist nun offensichtlich nicht der Fall.

    Mal sehn, ob "Alex der Große" dann doch noch einmal den Verein wechselt .. schade wärs, aber ich könnte ihn gut verstehen. Bleibt er aber doch, dann macht er sich noch unsterblicher, als er es sowieso schon ist.

    ...oder er spart sich das Umziehen und wechselt im im Rhein-Gebiet... so wie es aussieht, wird bei den Lilien, ein Stürmer-Posten frei ;) Daran
    müsste der harte Fan-Kern aber lange kauen ;)

    Aber auf jeden Fall muss man irgendwas brauchbares aus den ersten beiden Draftrunden heranschaffen und evtl. nochmal in den late rounds bedienen. Dann mit billigen UDFAs auffüllen.

    Das FO wird doch nicht in die Draft gehen und hoffen, dass möglicherweise auf einer Need-Position zufällig irgendwer da ist, den man draften könnte. Da würde man nicht nur riskieren, einen deutlich besseren Spieler nicht nehmen zu können, man kann auch nicht einfach hoffen, dass selbst hohe Picks als Rookies Leistung bringen. Die beiden letzten Second Round Picks vor Kickaha waren Baptiste und Charles Brown und wir wissen, was die gebracht haben.

    Jordan ist ein toller Spieler, der aber nie das große Rampenlicht bekommen wird, weil er nichts herausragend macht, aber viele Dinge sehr gut. 10 Sacks ist z.B. gut, aber eben nicht das, was reine Speed Rusher oder ein Watt hinbekommen. Er macht das oft ja auch eher über pure Hartnäckigkeit, als dass er seinen Gegner sofort austrickst und am QB ist... bei mir punktet er damit aber sofort.

    Er ist aber schon bedenklich, wenn man mal darüber nachdenkt, wie wenig Spieler von dieser Qualität da im Augenblick im Team stehen. Jordan und Breaux in der Defense, Brees, Armstead in der Offense ... und dann war es das auch schon. Klar, da sind auch erfahrene Leute, denen man mehr zutrauen kann (Byrd, Unger) und junge Leute, die Potenzial für mehr haben (Cooks, Vaccaro, Anthony, Kickaha), aber der Graben zwischen 2009 und 2015 war schon ganz gewaltig.

    Bei Galette habe ich mich mal wieder über Fans in US-Foren aufgeregt. Erst hieß es "Oh mein Gott, warum wartet er nur so lange, um ihm einen neuen Vertrag zu geben?", dann "Warum nur für zwei Jahre?!?", Loomis macht das nie richtig!" und dann, als Loomis ihm den teuren Vertrag gab und die Sache kolossal schief ging "Die haben einfach keine Ahnung von Spielern!". Dass das FO so lange wartete, weil die aus alltäglichem Umgang wussten, dass er das Potenzial zur tickenden Zeitbombe hatte, war als Erklärung nicht drin....*seufz*.

    Skandal! Dir sagt Galette nichts? Der Mann hat doch ein tolles Strand-Video von sich drehen lassen. Er ist der junge in Weiß :)

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    Bei Brees ist die Sache eigentlich recht klar. 10 Millionen sind fest, egal was passiert. Es geht also um 20 Millionen Grundgehalt, die verhandelbar sind. Würde man ihn entlassen, würde man die einsparen. Versuchte man nun einen irgendwie kompetenten neuen QB zu verpflichten (falls es so jemanden gäbe), würde der auch Millionen kosten. Das hieße, dass die finanzielle Entlastung nicht besonders groß wäre, der spielerische Verlust aber enorm. Das lohnt sich mE einfach nicht.

    Das Problem bei Brees ist natürlich das Geld. 30 Millionen ist der Cap Hit nächstes Jahr, 10 Millionen sind davon nicht wegverhandelbar. Wenn er nun verlängert und einen Teil der Grundgehalts in die Zukunft verschiebt, heißt das, dass er dann logischerweise um so stärker die Cap belasten wird, wenn er es vermutlich nicht mehr wert sein wird. Dann haben wir eine Situation wie am Ende von Will Smith, der aus Cap-Gründen nicht rechtzeitig entlassen werden konnte oder wie jetzt bei Evans, der auch überbezahlt wird, aber in einer Position ist, wo sein Vertrag es ihm erlaubt, auf Gehaltskürzungen nicht eingehen zu müssen.

    Ich bin trotzdem für eine Vertragsverlängerung, denn ohne Brees geht man nächste Saison niergendwo hin. Das eigentliche Problem ist gehaltsmäßig auch nicht er, sondern Fehlinvestitionen wie Spiller oder Browner.

    Mich würde es gar nicht wundern, wenn Payton gehen würde. Nicht, dass ich das gut fände, aber neben allgemeinen Gründen (neue Herausforderung, größerer Markt, etc.) muss man sich doch auch fragen, wie die mittelfristige Perspektive des Teams aussieht. Der Teamumbau ist dieses Jahr voran gekommen, aber auch nächstes Jahr wird mein kein SB-Anwärter sein. Dafür fehlen nicht nur zu viele Starter mit überdurchschnittlicher Qualität - es fehlt vor allem an talentierten Ersatzleuten. Das aufzubauen, wird Zeit und Geld kosten... und beides hat man nicht. Die Cap wird man unter Kontrolle kriegen... aber eben nicht 2016. Das heißt, das während das Team sich hoffentlich in die richtige Richtung entwickelt, sieht es bei Drew aber anders aus. Der hat noch mal eine tolle Saison hingelegt, aber auch an ihm geht der Zahn der Zeit nicht spurlos vorbei und Verletzungen häufen sich. Es kann gut sein, dass wenn der Rest des Teams "SB-ready" ist, es Drew vielleicht nicht mehr sein wird. Da kann man sich als Coach schönere Szenarien ausdenken. Wenn Payton da eine angenehmere Perspektive eröffnet werden würde (z.B. Colts), könnte das schon sehr reizvoll sein.

    Dass Trainerwechsel im Sport viel bringen ist nun mehr als zigfach bewiesen, und allermeist geht es rein um den Kopf.

    Und wenn es nichts bringt ... ok, dann ist die Saison halt verloren, das war sie ohne Trainerwechsel auch.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m…s-a-754907.html

    "Die Analyse von mehr als 150 Trainerentlassungen in der Fußball-Bundesliga von 1963 bis 2009 konnte dies jedoch nicht bestätigen: "Ein Wechsel des Coaches hat keinen Effekt", sagt Heuer, die Spielstärke ändere sich dadurch nicht. Die betroffene Mannschaft spiele den Rest der Saison genauso gut oder schlecht wie ohne Trainerwechsel, schreiben die Forscher im Fachblatt "Plos One"."

    Dass die Regel überprüft wird, ist Standard und niemand hat da etwas dagegen. Die Frage ist halt nur, wie eine bessere Alternative aussehen soll. Die aktuelle Regel ist ja schon eine Vereinfachung, weil es jetzt keine "Football Moves" mehr gibt. Regeländerungen werden vom competition committee vorgeschlagen und den Ownern beschlossen.

    Im comittee sitzen keine verschrobenen Nerds, sondern Leute, für die Spiele Tagesgeschäft sind. Wenn die nichts Besseres hinkriegen, zeigt das, wie knifflig die Sache ist... es sei denn, wir Fans würden über unseren eigenen Schatten springen und sagen, dass wir einfach ein gewisses Maß an Fehlern akzeptieren und den Refs vertrauen. Dann würde sich hinterher vielleicht rausstellen, dass manche Plays vielleicht Fehlentscheidungen waren, aber dafür würde man nicht immer wieder auf Ref-Entscheidungen warten müssen, die manchmal den Charme der Verkündigung der Lottozahlen haben.

    Das Problem ist kein NFL-Problem. Man muss sich ja nur mal anschauen, wie sich unsere Steuergesetzgebung entwickelt hat, weil wir jede Ungerechtigkeit mit einer Sonderregelung wiedergutmachen wollen :D.

    Um noch mal den Blick auf das grundsätzliche Problem zu werfen: Das Problem hier ist, ob Tates Bewegung genug war, um ihn klar zu einem Runner zu machen. Da gibt es immer auch ein zeitliches Element, wie Blandino bei anderen Gelegenheiten sagte. Was soll die NFL also tun, um die Regel noch mehr zu präzisieren? In die Regel reinschreiben, dass das Wegdrehen mindestens 0.75 Sekunden dauern muss? Dann wäre die Regel noch komplizierter, wir bräuchten Stoppuhren für Catches und am Ende würde es wieder endlose Diskussionen darüber geben, ab wann genau überhaupt gemessen werden soll. Damit wäre nichts gewonnen.

    Warum ist der Catch beendet, wenn er eben BEVOR er den Catch überhaupt beginnt, bereits getackelt wird. Ergo muss er 'maintain the ball throughout' und das ist in meinen Augen nicht gegeben.

    Nochmal: Das hat nichts mit dem Tackle zu tun. In der entsprechenden Regel zum "Going to the ground" wird extra darauf hingewiesen, dass das egal ist. Wir sollten darauf achten, dass wir nicht Sachen ins Spiel bringen, die hier irrelevant sind.

    "A player who goes to the ground in the process of attempting to secure possession of a loose ball (with or withoutcontact by an opponent) must maintain control of the ball until after his initial contact with the ground, whether in thefield of play or the end zone. If he loses control of the ball, and the ball touches the ground before he regains control,there is no possession. If he regains control prior to the ball touching the ground, it is a catch, interception, orrecovery. A player is considered to be going to the ground if he does not remain upright long enough to demonstratethat he is clearly a runner."

    Ein Spieler, der den Ball hoch in der Luft fängt, muss das auch erfüllen. Wenn er den Ball fängt und mit beiden Beinen landet, lang genug upright ist, ist er ein Runner: Catch gemacht. Bleibt er nicht upright, muss er den Ball sicher haben, biss er mit dem Körper auf den Boden aufkommt und kurz danach.

    Im Fall von Tate ist die Argumentation der NFL so: Tate hat den Ball sicher (s. Bilder), kommt mit beiden Füßen auf und macht den weiteren Move, nämlich er dreht sich weg. Das ist wie Johnny richtig sagt, die "ability to ward of an opponent". Dadurch wird er runner: "A playerbecomes a runner when he is capable of avoiding or warding off impending contact of an opponent".

    Pereira sagt erstmal selbst, dass Tate nicht "to the ground" ging. Das sieht er also wie die NFL. Was er kritisiert - und das ist auch nachvollziehbar - ist, dass ihm die Zeit, in der Tate den Ball nach dem 2. Schritt hatte, zu kurz vor kommt, um Tate klar zu einem Runner zu machen. Darüber kann man auch streiten. Wäre eine Sekunde mehr nötig gewesen? Oder 2? Oder doch nur eine halbe?

    Das hat aber nichts mit der Regel zu tun, sondern wie man als Zuschauer Tates Aktion bewertet. Der NFL reichte das Wegdrehen, Pereira hätte gerne mehr, gerade weil der erste Call INT war. Auch Pereira geht es aber nicht darum, dass Tate den Ball noch hätte haben müssen, als er auf dem Boden lag.

    Aber er wird doch bereits vor dem ersten Schritt berührt, also muss er die gleichen Voraussetzungen erfüllen, wie Bryant, Freeman und Co. Sprich Control the Ball through the catch.

    Mit dem Verteidiger hat das doch erstmal gar nichts zu tun. Jeder Spieler muss immer die Voraussetzungen für einen Catch erfüllen, egal ob da ein Verteidiger dran ist. Wenn ein WR einen Ball ohne Verteidiger in der Nähe im Fallen fängt und nicht possession behält, ist's doch auch incomplete.

    Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht über unterschiedliche Dinge streiten. Wer hier davon ausgeht, dass Tate den Ball vor der Endzone nicht sicher hatte, sieht die Situation einfach anders als die NFL, Seifert, PFT, usw. . Dann hat das nichts mit der Regel zu tun, sondern damit, wie man das beurteilt, was auf den Feld passierte.

    Wenn man aber sagt, dass er den Ball sicher hatte, er beide Beine auf dem Boden hatte (s.o.) und er Runner wurde, dann hatte er "control through the catch" - der catch war nämlich beendet. Die sieht bei einem Spieler, der zu Boden geht aber anders aus, weil er nicht Runner wird und daher "he must maintain complete and continuous control of the ball until after his initial contact with the ground, or there is no possession."

    wenn "going to the ground" bedeutet kein bodenkontakt =

    Jetzt wollen wir mal nicht päpstlicher sein als der Papst :) Zu Boden gehen, heißt zu Boden gehen, nicht den Bodenkontakt verlieren. Wenn es anders wäre, würde jeder Läufer ständig zu Boden gehen, weil man beim Laufen im Gegensatz zum Gehen ständig den Bodenkontakt verliert.

    Aber spielen wir den Fall (no pun intended ;) ), dennoch mal durch und tun so, als wäre Tate zu Boden gegangen. Das zu Boden Gehen wäre beendet gewesen, sobald Tate sich als Runner etabliert hat, denn das sieht die Regel vor:"A player is considered to be going to the ground if he does not remain upright long enough to demonstrate that he is clearly a runner." Da er nach dem Fang fast 3 Schritte upright war, war er Runner und musste den Ball nicht mehr weiter kontrollieren, weil das Play over war.

    Aehm... der erste Schritt wird mit dem Aufsetzen des zweitens Fusses in der Endzone vollendet. Das pure Aufsetzen des ersten Fusses stellt letztlich keinen Schritt dar. Oder liege ich da jetzt komplett daneben? :mrgreen:

    Jetzt wird's wirklich haarspalterisch :D, aber die Frage ist natürlich völlig berechtigt. Das zeigt, wie kompliziert die Sache geworden ist und warum die NFL eine große Belohnung rausrücken würde, wenn irgendwer mit einer eine Regel ankommen würde, die leicht verständlich ist ;).

    Also, das Aufsetzen der beiden Füße zählt hier als 2 Schritte. Den dritten schafft er ja nicht mehr ganz, denn da ist der Ball schon verloren. Um Blandino zu zitieren: "When you watch the play the ball comes loose, he is taking his third step, the third step is almost on the ground when the ball comes out." Wenn das Aufsetzen des ersten Fusses kein Schritt wäre, dann würde Blandino über einen Schritt reden, der lange nach dem Ballverlust stattfand.

    Also hier der erste "Step" (nach meiner Interpretation) mit dem linken Fuss. Der Ball ist gefangen, der linke Fuss auf dem Boden.

    Dann der 2. Schritt:

    Und jetzt der 3. Schritt, bei dem der Ball aber gerade "loose" wurde:

    Trotz allem frage ich mich bei dieser Szene immer noch, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, er hätte sich als Runner etabliert.

    Wie gesagt, darüber kann man reden, nur ist dass dann eine Sache der Sichtweise auf das Play, nicht der Regelinterpretation. Für die "Catch-Fraktion" hat er den Ball schon vor der Endzone sicher, setzt den zweiten Fuss in der Endzone auf und gerade als der 3. Schritt machen will, kommt der Ball frei.

    Zudem stellt sich mir noch die Frage, seit wann man sich in der Endzone als Runner etablieren kann?! Ist es nicht so, dass ein Catch, der in der Endzone beendet wird (und erst dann kann man sich ja letztlich als Runner etablieren), auch nur ein Catch sein kann und dann eben dementsprechend "beendet" werden muss?! Kann mir das jemand per Regelbuch entschlüsseln? ;)

    Da bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich die Frage richtig verstehe. Als Runner kann ich mich in der Endzone etablieren, wenn ich possession über den Ball habe, z.B. wenn ich den Ball fange. Das muss aber nicht heißen, dass der Spielzug beendet wird, denn sonst könnte es keine Returns aus der Endzone geben. Wenn es ein Offense-Spieler ist, fällt die Etablierung als Runner mit dem Ende des Spielzugs zusammen, da es ein TD ist (s. Tate). Bei einem Defense-Spieler hängt's von der Situation ab, wie es weiter geht. (Hoffentlich :D )

    Die Regeln werden ja ständig überprüft und deswegen auch immer wieder verändert. Das Problem ist, dass viele die eierlegende Wollmilchsau wollen: Regeln, die keinen Ermessensspielraum lassen (damit die Auslegung einheitlich ist), einfach und intuitiv sind (damit jeder sie versteht ohne das Regelbuch dabei haben zu müssen) und Fälle richtig lösen (es soll ja auch gerecht zugehen).

    An der Stelle beißt sich die Katze dann aber in den Schwanz, denn je detaillierter die Regeln werden, desto mehr Wissen braucht man, um Entscheidungen zu verstehen... und am besten auch noch die Zeitlupe. Jetzt wo immer mehr Leute Zeit hatten, sich das Tate-Play in Zeitlupe anzuschauen, sieht man, dass die Entscheidung der Refs richtig war.

    PFT: "Blandino is right, and the conclusion was correct — even though the ability to slow the play down helped persuade referee Walt Coleman that Tate had the ball long enough, despite that the know-it-when-you-see-it expectations of some were that Tate didn’t hold the ball long enough for it to be a catch."

    Einfach unglaublich, was du dir da zusammenreimst. Du zitierst zwar (ich gehe davon aus, korrekt) das Regelwerk, aber die Bilder in dem Video passen überhaupt nicht zu dem, was du schreibst!
    Ich schaue mir das Video an: 1:05 bis 1:06 hat Eifert den Ball bombensicher in der Hand, kommt dann mit beiden Füßen gleichzeitig 1:06-1:07 noch im Feld auf dem Boden auf, bevor überhaupt der Verteidiger an ihm dran ist.

    Edit: Das stimmt so nicht. Es ist klar zu sehen, dass der Verteidiger an ihm dran ist, bevor er beide Beine auf dem Boden hat. Deine Beschreibung ist also falsch. Ich finde es interessant, dass du mir vorwirfst, meine Beschreibung würde nicht stimmen, während dich dieses Standbild sofort widerlegt:

    Das Entscheidende ist nun, dass das Play ist nicht over war, weil du ja völlig richtig sagst, dass er den Ball in der Luft fing. Er muss den Ball so lange sicher haben, bis der Fall (going to the ground) beendet ist. Deine Frage wo er von Anfang an gefallen ist? Nun ab genau hier:


    In dem Moment (1:07) ist der Catch complete,

    Das ist nicht richtig. Auch hier hilft ein Blick ins Regelbuch: "A player is considered to be going to the ground if he does not remain upright long enough to demonstratethat he is clearly a runner."

    Auf dem Boden aufkommen und den Ball zu halten, reicht hier nicht. Da sind die Regeln klar. Er muss auch Runner werden. Das wurde er aber nicht. Die Tatsache, dass er den Ball über die Linie hielt, macht ihn NICHT zu einem Runner.

    Das ist exakt das gleiche wie wenn ein RB auf die Corner der Endzone zurennt, sich streckt und mit dem Ball die Pylone berührt. Wenn dann der Ball verloren geht, war das schon immer shitegal, es war ein TD.

    Aber in dem Fall hatte er den Ball (possession) bevor er den Pylon berührte, also ist das ein klarer TD und was danach passiert ist tatsächlich egal. Es ist aber nictht exakt das gleiche wie bei Eifert, da er den Regeln nach eben nicht possession hatte, weil er nie einen Catch hatte. Der RB war vor dem Pylonen schon Runner, Eifert war es nie.

    "Long enough"???? I don't see it. Meiner Meinung nach war der Ball schon schwer am Rumwackeln als der Defender seine Hand drangekriegt hat.

    Darüber kann man gerne diskutieren, aber das hat dann nichts mit der Regel selber zu tun, sondern damit, wie man die Szene sieht und ab wann man glaubt, dass der Ball sicher war. Wenn man die Szene so sieht, dass er den Ball sicher hatte und 2 Schritte machte, dann war er ein Runner und der TD war korrekt. Wenn man sagt, dass er ihn nicht sicher hatte, dann war es eine INT.

    Kevin Seifert von ESPN, der die aktuelle Regel hasst, hat sich die Sache in SloMo angeschaut und sieht das so:
    Rule 3, Section 2, Article 7, Item 2 of the NFL rule book requires a receiver to "clearly become a runner" before going to the ground in order to achieve possession. The rule goes on to say: "He does that by gaining control of the ball, touching both feet down, and then after the second foot is down, having the ball long enough to clearly become a runner, which is defined as the ability to ward off or protect himself from impending contact." When watched in slow motion, the replay of Tate's catch shows that he took two steps before Fuller pulled the ball loose. This was not a case of Tate going to the ground before he had possession. By the strict definition of the rule, Tate had possession."

    Bei Tyler Eifert ist die Sache in meinen Augen sowas von glasklar: Catch, 2 Füße auf dem Boden, den berühmt-berüchtigten "Football Move" indem er sich mit einem Defender am Bein hängend in die Endzone gestreckt hat, Ball ist über der Linie, TD. Was danach passiert ist scheißegal, schreibst du ja selbst.

    Nein. Eifert kann gar keinen "Football Move" mit dem Ball gemacht haben, weil er dafür ja den Ball sicher bräuchte (possession). Die hatte er aber gar nicht, da er ja nie einen regulären Catch hatte. Für einen regulären Catch hätte er - weil er von Anfang an fiel - die Kontrolle haben müssen "until after his initial contact with the ground, whether in the field of play or the end zone. If he loses control of the ball and the ball touches the ground before he regains control, the pass is incomplete." (Mike Pereira via Twitter noch vor der Saison). Da Eifert den Ball aber sogar verliert, bevor er voll auf dem Boden aufschlägt - was die Sprecherin ja auch selbst sagt -, kann es kein TD sein. Wie soll man mit einem incomplete pass Punkte machen?

    Mußt du nicht selbst lachen? :jeck:

    Nein, worüber denn?

    Erstens lag Tate auf seinem Hintern wie ein umgedrehter Käfer

    Und am Abend nach dem Spiel lag er vermutlich sogar stundenlang auf dem Rücken. Für die Situation ist das beides völlig unwichtig, weil in beiden Fällen das Play schon vorbei war.

    zweitens möchte ich mal wissen, wo die Definition von "to the ground" anfängt. Wenn ich Rückenprobleme und einen alten Bandscheibenvorfall als WR habe und deshalb gebückt in die Endzone einmarschiere und dabei den Ball verliere: war ich jetzt "going to the ground"? :mrgreen:

    A player is considered to be going to the ground if he does not remain upright long enough to demonstratethat he is clearly a runner.

    Das ist bei den anderen beiden WRs offensichtlich nicht der Fall. Bei Tate sieht man, dass er beide Füße auf den Boden bringt, den Ball hat, einen dritten Schritt machen will. An der Stelle ist das Play over, da er in der Endzone ist. Ober danach fällt, Samba tanzt, den Ball verliert oder ihn spikt, ist irrelevant.

    Das Problem hier ist keines der Regelauslegung, sondern dass der Abstand zwischen dem Zeitpunkt wo er Runner wurde und dem Ballverlust so verdammt klein war. Wenn Tate noch 5 weitere Schritte gemacht hätte, dann hingefallen wäre und den Ball verloren hätte, hätte sich an der Situation gar nichts geändert. Trotzdem würden plötzlich alle sagen - klar TD! Für die Regel ist es aber völlig egal ob er die 5 Schritte gemacht hat, weil das Play schon davor beendet war.

    Kinder, stop pulling shit out of your asses. Ihr hört euch ja schon an wie die NFL selbst.

    Das kommt halt dabei raus, wenn man sich an die Regeln hält, wie sie im Rulebook stehen.

    Das eigentliche Problem ist, dass viele Leute glauben, sie verstünden die Regeln, was sie aber gar nicht tun. Schau dir nur die Kommentatorin im Video an, die bei 1:15 darauf hinweist, dass der Spieler mit dem Ball in der Endzone war - obwohl das völlig unerheblich ist, denn wenn es kein Catch ist, ist es kein Catch. Endzone hin, Endzone her. Anstatt aber zuzugeben, dass man die Regeln nicht richtig verstanden hat, ist es natürlich einfacher so zu tun, als würde die NFL die Regelauslegung ändern.

    Nuff said...

    Was ist der Unterschied zum Tyler Eifert-Catch bei 1:03 und zum Devonte Freeman-Catch bei 1:16?

    Richtig: keiner.

    Falsch. Der Unterschied ist, dass beide Spieler "to the ground" gingen, Tate aber nicht. Deswegen fallen Tate und die anderen beiden in unterschiedliche Kategorien und unter unterschiedliche Regeln.

    (Wenn ich die Frau in dem Video wäre, würde ich mich übrigens beim Produzenten beschweren, dass der mich wie ein Dummchen dastehen lässt. Bloss weil "sie" den Unterschied nicht versteht, heißt das nicht, dass es ihn nicht gibt.)

    Ich hab mir das Replay jetzt zwanzig Mal angeschaut. Er war kein Runner vor der Endzone und man kann kein Runner in der Endzone werden. Das wäre völlig unlogisch, dann wären nämlich alle Calvin Johnsons, Louis Murphys und Dez Bryants dieser Welt auch Runner gewesen....

    Das stimmt so nicht. Um Runner zu werden, muss man "complete control" über den Ball haben. Den hatte z.B. Johnson aber nicht, weil er den Ball ja nie gefangen hatten (s. Definition eines catches).

    Die Runner Definition im Rule Book ist: "A playerbecomes a runner when he is capable of avoiding or warding off impending contact of an opponent."

    Das war im Rahmen dessen, was man erwarten konnte, wobei die Cardinals auch nicht immer einen Sahnetag hatten... es war für beide Teams das erste richtige Spiel.

    Jetzt wird natürlich wieder das Play Calling kritisiert, aber naja - ist das nach Niederlagen nicht immer der Fall? Nicht, dass wir uns hier falsch verstehen, natürlich sind gute Calls wichtig. Aber hier halte ich mich eher an die Devise "Great players make great plays - not great calls".

    In der Offense hat sich fortgesetzt, was man in der PreSeason sehen konnte. Auf manchen Positionen sind wir dünn besetzt, solange da nicht jüngere Spieler deutlich zulegen. Das kann passieren - muss aber nicht. Vor allem aber heißt das für Payton, dass er einfach weniger Möglichkeiten im Play Calling hat. Bringt ja nichts tolle Calls zu machen, von denen er nach den Trainingseindrücken annehmen muss, dass die Spieler sie (noch) nicht hinkriegen.

    In der Beziehung ist die Offense anders als wir das aus der Vergangenheit kannten. TE war z.B. immer eine zentrale Position und jetzt muss man schon weit (pre-Shockey?) zurückgehen, um Jahre zu finden, wo man schlechter besetzt war. Das soll gar keine Kritik am FO sein. Wenn man das Geld so ausgibt wie in den letzten Jahren und bei Neuverpflichtungen zu viele Nieten zieht, kommt irgendwann die Rechnung und da wollte man dieses Jahr viel von bezahlen.

    Ich rede hier von Nuancen. Nämlich den Nuancen die vielleicht einen Anthony statt einem Kendricks bei den Saints auf dem Board stehen lassen, oder halt einen Kikaha mit zwei ACLs statt einem Harold oder Gregory. Gibt halt Gründe warum das eine Team sich für den, und das andere für Team für jemand anders entscheidet. Und alles was ich sage ist daß diese Gründe nicht für 20 Jahre in Stein gehauen sind.

    Da sind wir uns glaube ich ganz einig. Man muss sich natürlich auch immer am Kader orientieren oder was man in der Zukunft vor hat... und daran orientieren sich ja auch die Draft Boards. Wer nicht ins System passt, wird dann eben tiefer eingeordnet als bei anderen Teams. Da die Saints jetzt mehr 3-4 spielen als früher, werden LBs vielleicht jetzt etwas wichtiger genommen. Payton hat auch letztes Jahr schon gesagt, dass man gerade bei den DBs größer werden will ... und dann kam SJB, jetzt Browner und auch unsere neuen CBs sind etwas größer als der NFL-Durchschnitt.

    Gerade diese Charakter-Geschichte möchte ich aber nicht unter den Tisch fallen lassen. Ich gebe dir ja völlig Recht - man hört das jedes Jahr von allen Teams. Wer würde auch schon behaupten, dass man unzuverlässige Spieler holen wolle, die koksen, keine wirkliche Lust auf Football haben und nur hinter dem Geld her sind? ;) Aber ich finde schon, dass das bei dein Saints mehr als nur Gerede ist, denn hohe Picks hat man da eigentlich nie für fragwürdige Typen genutzt... mid-round picks aber schon. Sei es nun ein Typ wie Stills oder Carl Nicks.

    Aber gerade deswegen ärgert es mich, wenn dann jetzt in Ami-Foren oft getan wird, als ob dieses Jahr da irgendwas anders wäre und da sogar die Presse darauf anspringt (s. Frage an Payton). Da werden dann Klischees bedient wie, dass das so eine Art ehrlicher Football hart arbeitender Jungs ist, die vielleicht nicht die talentiertesten Typen sind, aber immer alles geben.


    Sei mir bitte nicht böse, aber bei dir liest sich das manchmal so als wären die Fans alle blöd, weil sie halt über die saints moves spekulieren und thesen aufstellen. Ich finde das zum beispiel alles völlig in ordnung und interessant, solange halt keiner so tut als hätte er den totalen Durchblick ;)

    Ach, ich bin nicht böse, aber das ist nun mal meine 20. (?) Draft. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich am Dienstag nach meiner ersten "richtigen" Draft zum Bahnhof pilgerte, USA Today kaufte, und erfreut feststellte, dass die Saints Ray Zellars gepickt hatten... den Erstrundenpick erfuhr ich schon vorher per CNN Videotext ;) Irgendwann ist es dann einfach nicht mehr so unterhaltsam, wenn man sieht, dass die Fan-Reaktionen nach jeder Draft ziemlich identisch sind. ;)

    Eine nuance mehr wert auf gewisse eigenschaften gelegt hat als die letzten jahre (glaube spieler wie stills oder vacarro wären dieses jahr nicht bei den saints gelandet). Zu denken in den Jahren nach 2006 hätte sich das Anspruchsdenken und die Perspektiven bei den Saints Verantwortlichen nicht verändert würde ich nämlich mal als Blauäugig bezeichnen.

    Über was reden wir an der Stelle genau? Dass es je nach aktuellem Kader mal andere Schwerpunkte gibt? Klar. Aber haben die Saints in diesem Jahr wirklich mehr Gewicht auf Charakter gelegt? Ich nehme mal die von dir angesprochene '13er Draft. In der PK davor betonte Loomis auch, wie wichtig der Charakter der Spieler sei und die Presse stellte fest, dass die Saints in den Jahren zuvor auch immer auf den Charakter geachtet hätten. Was also soll 2015 anders als 2013 oder den Jahren davor gewesen sein?

    (Frage:) You guys have stayed away, for the most part, from players that have had character issues especially in the earlier rounds? Is that a philosophy?

    “Character is important to us and that encompasses a lot of things. You can’t just look at one incident, you have to kind of dig deep and understand what the incidents were, how it was involved, how long ago it was and what has happened subsequently. But we do pay attention to that. We spend a lot of time talking about the character of each player that we might select. Sometimes it may be a matter of it just knocks him down a couple of rounds and the risk is less, but it is important.”

    Und dann wurden Vaccaro und Stills genommen. Payton hat in seiner aktuellen PK ganz ausdrücklich über "character" und Spielerauswahl gesagt: "That has not been a change in philosophy, it has been very consistent with what we have been trying to be." Ich glaube, dass diese Charakter-Geschichte eine nette Story ist, aber nicht viel mehr.