Wie alle finde ich auch, dass ein 24 Team-Playoff Mist ist.
Aber es gibt soviele Fürsprecher, dass das wohl nur eine Frage der Zeit ist. Die meisten Networks finden es gut (und das ist wohl das Entscheidende; auch wenn ESPN allerdings nur halb happy ist); die ADs finden es gut, weil es ihnen mehr Geld gibt, um NIL and other zu finanzieren; viele Coaches finden es gut, weil es ihnen mehr Chancen gibt, die Playoffs zu erreichen und die kleineren Conferences finden es auch gut, weil sie dann eher zur Big Party eingeladen werden. Nur die SEC ziert sich noch, u.a. weil das SEC Championship Game ggf. wegfällt (weniger Geld).
Aber ich finde es nicht gut, NIL and Transfer Portal zu limitieren. Zum einen, weil es wohl rechtlich schwierig ist (bin da aber kein Experte), zum anderen weil ich glaube, dass die oben beschriebene Ungleichheit nicht mehr, sondern eher weniger wird als in den Jahren vor NIL und Transfer Portal. Warum? Es hat sich mE gezeigt, dass jetzt Teams nach oben gespült werden, die vorher nicht ständig zu den Besten und Größten gehören. Dazu gehören zB Miami, Indiana, Texas Tech, Ole Miss etc. Das hat immer verschiedenste Gründe, meistens eine Kombination aus mehr Geld für NIL, gutes Coaching, gutes Recruiting und gutes "Bespielen" des Transfer Portals (Geld hier auch wieder ein Faktor). Früher wollten alle zu Alabama oder zu Georgia. Das ist heute nicht mehr so und das finde ich gut so. Und das Transfer Portal führt dazu, dass Spieler von sehr guten Teams, die vermeintlich zweite Geige sind, zu vermeintlich schlechteren Teams wechseln (die NC States und SMU's dieser Welt, wobei letztere auch wieder einiges an Geld haben). Diese Teams werden dadurch schneller besser als vorher und sind dann nun wieder wettbewerbsfähiger, was der Spannung und dem allgemeinen Niveau nur zuträglich ist.
Als Fan eines Teams, das mehr Geld zu haben scheint als andere, habe ich natürlich gut reden, aber ich sehe derzeit nicht, dass wir weniger Parität haben als früher (ganz im Gegenteil).
Und lasst den Spielern doch die Freiheit, solange am College zu spielen wie sie mögen und die Coaches sie lassen.
Das Geld ist jetzt da und darf an die Spieler fließen, die alten College Football-Zeiten kommen nicht wieder. Der Geist ist aus der Flasche!