Beiträge von Kenneth Gant #29

    Ich hätte jetzt gedacht, dass der Umstieg für viele Bewohner ländlicher Gebiete einfacher ist, weil es dort anteilig viel mehr Einfamilienhäuser gibt, bei denen man recht einfach Lademöglichkeiten für das eigene Auto schaffen kann. In den Städten mit den großen Wohnanlagen, viele davon noch nicht mal mit ausreichend Stellplätzen für die PKW der Bewohner, stelle ich mir das viel schwieriger vor. Zumal man als Mieter in so einer großen Anlage den Vermieter wohl nur schwer überzeugen kann, Lademöglichkeiten zu schaffen. In den Städten müsste man mMn noch viel mehr darauf hinarbeiten, dass die Menschen aufs eigene Auto verzichten, die täglichen Wege mit ÖPNV oder Zweirad (Fahrrad, e-Bike, e-Scooter, Lastenrad) zurücklegt und nur bei Bedarf auf Autos von Sharingdiensten zurückgreift.

    Der Punkt mit den Einfamilienhäusern stimmt grundsätzlich , wer ein eigenes Haus mit Stellplatz hat, hat beim Laden natürlich deutlich bessere Voraussetzungen.👍🏼

    Aber das betrifft eben nicht alle im ländlichen Raum. Viele wohnen auch dort zur Miete oder haben keine einfache Möglichkeit, eine eigene Wallbox zu installieren. Und zusätzlich kommt dazu, dass auf dem Land die Abhängigkeit vom Auto oft viel größer ist : längere Strecken, weniger Alternativen und damit auch weniger Spielraum, mal eben „umzuplanen“, wenn Laden gerade unpraktisch ist.

    In Städten ist die Ladesituation oft schwieriger, dafür gibt es dort aber mehr Alternativen zum eigenen Auto und eine dichtere öffentliche Infrastruktur. Auf dem Land ist es genau umgekehrt.

    Deshalb ist es aus meiner Sicht kein „einfacher“ oder „schwieriger“, sondern eher ein unterschiedliches Problem und genau deshalb braucht es auch unterschiedliche Lösungen je nach Region 🙂

    1. Verstehe ich nicht. Also da wo es funktioniert und die Akzeptanz recht hoch ist, soll weiter investiert werden, während man es auf dem Land weiter schleifen lässt und die Leute weiterhin eine Ausrede haben? Muss es nicht genau anders herum laufen?

    2.„Praktische Gründe“ bedeutet mehr „Ich will nicht“, anstatt „ich kann nicht“. Ein eAuto zu fahren bedeutet halt einen Wechsel des Mindsets. Da kann man nunmal nicht einfach alle 600 km schnell mal 5 Minuten an die Tanke, sondern muss auch zwischendurch bewusst auch mal einen Ladepunkt mitnehmen (beim einkaufen, beim Besuch einer öffentlichen Einrichtung etc.), selbst wenn es eben nicht akut ist.

    3.Wie gesagt, der Fokus muss darauf liegen, dass es überall funktioniert und nicht, dass sich der Schützenverein auf dem Land über die hippen Stadtökos lästert.

    1. Ich glaube, du hast meinen Punkt etwas anders verstanden, als ich ihn gemeint habe. Mir ging es nicht darum, das Land „schleifen zu lassen“ oder dort nichts zu tun. Im Gegenteil , gerade dort braucht es gezielte Investitionen, weil die Voraussetzungen oft noch fehlen.

    Mein Punkt war eher, dass es wenig sinnvoll ist, überall gleichzeitig mit den gleichen Erwartungen und dem gleichen Druck zu arbeiten, obwohl die Ausgangslage so unterschiedlich ist. In Städten funktioniert Elektromobilität heute schon deutlich besser ..unter anderem, weil sich der Ausbau der Infrastruktur dort schneller rechnet: mehr Nutzer auf engem Raum sorgen dafür, dass sich Investitionen schneller amortisieren.

    Das erklärt, warum dort oft zuerst ausgebaut wird , nicht, weil das Land unwichtig ist, sondern weil es wirtschaftlich einfacher ist. Umso wichtiger ist dann aber, den Ausbau auf dem Land gezielt zu fördern, weil er sich eben nicht von allein trägt.

    Für mich heißt das: differenziert vorgehen statt pauschal ..also dort weiter ausbauen, wo es schon gut funktioniert, und gleichzeitig gezielt die Hürden dort abbauen, wo es noch nicht passt.

    2. Sicher spielt Mindset eine Rolle aber „praktische Gründe“ sind oft eben nicht nur eine Frage des Wollens.

    Wenn ich z. B. keine Lademöglichkeit zuhause habe, auf tägliche Strecken angewiesen bin oder in einer Region lebe, in der Ladepunkte rar sind, dann ist das kein reines Komfortthema, sondern eine reale Einschränkung im Alltag.

    Das Umdenken funktioniert deutlich leichter, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Genau deshalb ist der Ausbau der Infrastruktur so entscheidend, weil er aus „ich kann nicht“ überhaupt erst ein „ich will vielleicht“ machen kann.

    3. Da bin ich grundsätzlich bei dir ..am Ende muss es überall funktionieren. Die Frage ist nur, wie man dahin kommt.

    Wenn man die Unterschiede ignoriert und überall gleich vorgeht, riskiert man eher Frust als Fortschritt. Gerade auf dem Land bringt es wenig, Druck aufzubauen, wenn die Voraussetzungen noch gar nicht da sind.

    Deshalb halte ich es für sinnvoller, beides zu verbinden: dort weiter ausbauen, wo es schon gut läuft, und gleichzeitig gezielt die Lücken schließen, damit es eben langfristig überall funktioniert ,nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Alltag.

    Vielleicht sollte man die Diskussion mal etwas anders führen: Nicht warum andere Länder es schaffen und wir nicht , ondern ob es überhaupt sinnvoll ist, überall gleichzeitig die gleichen Maßstäbe anzulegen.

    Deutschland ist nun mal sehr unterschiedlich: Es gibt Städte, in denen Elektromobilität heute schon gut funktioniert, und es gibt ländliche Regionen, in denen die Infrastruktur dafür einfach noch nicht ausreichend vorhanden ist. Warum setzt man nicht gezielt dort an, wo die Voraussetzungen bereits gut sind, und baut das Schritt für Schritt weiter aus, anstatt überall gleichzeitig den gleichen Druck aufzubauen?

    Und genauso wichtig finde ich: Man sollte aufhören, Menschen pauschal in eine Ecke zu stellen. Wer heute aus praktischen Gründen noch keinen Umstieg schafft, ist nicht automatisch gegen Elektromobilität ..oft passt es einfach noch nicht zur eigenen Lebensrealität.

    Vielleicht wäre eine ehrlichere Debatte genau das: mehr Differenzierung, weniger Schwarz-Weiß und ein Fokus darauf, wo es schon funktioniert und wo eben noch nicht.

    Man kann sich fragen, wie z.B. Norwegen es schafft, dass nur noch 2% aller Neuzulassungen nicht elektrisch sind. Ja, dort werden potentiell mehr Leute in Einfamilienhäuser mit entsprechenden Möglichkeiten leben. Aber Norwegen hat auch größere Städte mit den genannten Problemen und automatisch reich ist dort auch nicht jeder. Rein an der besseren Ladeinfrastruktur kann das auch nicht liegen?

    Norwegen ist ein spannendes Beispiel aber dort sind die Rahmenbedingungen insgesamt ganz andere. Die Elektromobilität wurde über viele Jahre konsequent gefördert, die Infrastruktur ist deutlich weiter ausgebaut und die Nutzung im Alltag entsprechend einfacher.

    Es ist also nicht ein einzelner Faktor, sondern ein Zusammenspiel aus Infrastruktur, politischer Förderung und praktischer Umsetzbarkeit im Alltag.

    Genau das ist hier vielerorts , gerade im ländlicheren Raum , noch nicht in gleicher Weise gegeben. Und am Ende entscheiden die Leute nach ihrer konkreten Lebensrealität vor Ort. Wenn Laden im Alltag schwierig ist, dann hilft es wenig, dass es in Norwegen funktioniert.

    Da hast du einen Punkt. Gleichzeitig lag der durchschnittliche Gebrauchtwagenpreis lt. ADAC in 2024 bei ungefähr 18.600 Euro. Da könnte der eine oder andere durchaus daran denken sich für ein wenig mehr dafür einen Neuwagen-Stromer zu kaufen.

    Wenn ich mir anschaue was VW jetzt auch auf dem Markt bringen wird, können wir davon ausgehen, dass das Thema Bezahlbarkeit bei Elektro-Autos bald kein wirklich valider Grund mehr ist. Nicht für alle Konsumenten, aber für deutlich mehr als es gerne von passionierten Gegnern behauptet wird.

    Am Ende spielt bei der Kaufentscheidung vor allem die Praktikabilität eine Rolle. Gerade hier in der Gegend wohnen viele im Mehrfamilienhaus und es gibt nur wenige Lademöglichkeiten. Deshalb entscheiden sich viele im Zweifel eher für einen Verbrenner, weil er im Alltag einfach unkomplizierter nutzbar ist. Wir haben hier im Umkreis von 1 bis 2 km 4Tankstellen mit mehreren Säulen zum Tanken und im gleichen Umkreisinsgesamt drei Ladestationen für 6 Autos. Davon ist eine schnell und man hat sein Fahrzeug in 50 Minuten wieder aufgeladen. Das überzeugt die Mehrheit hier leider noch nicht.


    Nachtrag: Mag sein, dass das langfristig alles aufgebaut wird aber die Leute treffen ihre Kaufentscheidung heute und nicht in fünf oder zehn Jahren. Und heute ist es für viele in meiner Umgebung einfach noch nicht praktikabel

    Nicht falsch verstehen, kann das meiste von dem unterschreiben was du sagst.

    Aber können wir uns bitte endlich von dieser absichtlich verbreiteten Phrase verabschieden. Es gibt mittlerweile eine große Palette an E-Autos zwischen 20k und 30k, eine Bandbreite die bei den meisten Neuwagen mit Verbrennern locker ausgegeben werden.

    Natürlich gibt es Menschen, für die auch 20k nicht realisierbar sind, aber das entspricht nicht der großen Mehrheit der Autokäufe in Deutschland.

    Ich verstehe, was du meinst, aber ich glaube, wir reden da ein Stück weit über unterschiedliche Dinge.

    Wenn man nur auf den Neuwagenmarkt schaut, mag das stimmen. Aber insgesamt sieht die Realität anders aus: In Deutschland werden etwa doppelt so viele Gebrauchtwagen wie Neuwagen verkauft.

    Das heißt, der Großteil der tatsächlichen Autokäufe findet eben nicht im Bereich von 20–30k statt, sondern deutlich darunter.

    Genau das ist der Punkt, den ich meine: Die Diskussion über 20–30k bildet vor allem den Neuwagenmarkt ab, aber nicht die Lebensrealität vieler Menschen, die auf günstige Gebrauchtwagen angewiesen sind.

    Und für diese Gruppe stellt sich die Frage nach E-Mobilität aktuell nochmal ganz anders.

    Ist alles keine Sache von 10 Jahren, sondern es braucht nur genug politischen Willen und motivierende Förderungen. Und wenn jeder Photovoltaik auf dem Dach hat, ist auch die öffentliche Infrastruktur kein riesen Kostenfaktor mehr, da die Nachfrage sinkt. Das einzige Problem, was wir dann vielleicht haben, ist die Beschaffung.

    Förderungen helfen beim Einstieg, aber sie ersetzen ja keine vollständige Finanzierung. Gerade bei Mehrfamilienhäusern oder ganzen Wohnblöcken wird es schnell komplex: Wer investiert in Ladeinfrastruktur, Netzanschlüsse und Umbauten – der Eigentümer, die Mieter oder am Ende doch die Allgemeinheit über höhere Preise und Abgaben?

    Und selbst mit Förderung bleibt die Frage der Kaufkraft. Es gibt viele Haushalte, die sich weder ein E-Auto noch Investitionen in Infrastruktur leisten können – selbst dann nicht, wenn ein Teil gefördert wird.

    Die Transformation funktioniert nur dann wirklich, wenn sie nicht nur technisch möglich ist, sondern auch für die breite Bevölkerung finanziell tragbar bleibt ...und genau da sehe ich aktuell noch viele offene Fragen.

    Ich bin absolut für den Wechsel ...aber aktuell wirkt es eher wie ein Konzept für einen Teil der Gesellschaft, nicht für alle.

    Eine größere Wohltat wären ordentliche staatliche Förderungen für eAutos, Ladeinfrastruktur, Ladeeinrichtungen zu Hause inkl. Solarpanels. Dazu interessante Förderungen bei Eigentümern von Miethäusern, damit sie ihren Bewohnern unbürokratisch Ladesäulen zur Verfügung stellen können. Ggf. auch gerne verpflichtend, wenn der Raum zur Verfügung steht.

    Ja, auf jeden Fall. Das wäre das große Ganze und in einem modernen Land sicherlich ein wichtiges Ziel.

    Aktuell ist Deutschland davon aber noch ein gutes Stück entfernt. Für viele Menschen ist E-Mobilität derzeit schlicht nicht praktikabel – sei es wegen fehlender Ladeinfrastruktur, Wohnsituation (z. B. Miete ohne Stellplatz) oder den hohen Anschaffungskosten.

    Was in der Diskussion oft auffällt: Bei steigenden Benzinpreisen ist der öffentliche Aufschrei sehr groß – was auch absolut nachvollziehbar ist. Gleichzeitig wird aber kaum darüber gesprochen, dass auch das Laden von E-Autos inzwischen sehr teuer sein kann. An öffentlichen Ladesäulen liegen die Preise teilweise bei über 80 Cent pro kWh.

    Damit entsteht ein Dilemma: Die E-Mobilität soll die Alternative sein, wird aber für viele ebenfalls zunehmend teuer. Genau deshalb braucht es durchdachte Förderungen und faire Rahmenbedingungen , sowohl beim Ausbau der Infrastruktur als auch bei den laufenden Kosten ...damit die Mobilitätswende wirklich für breite Teile der Bevölkerung umsetzbar wird.

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    Emmitt Smith! Ich erinnere gerne an die 93er Spielzeit als er für zwei Spiele sich im Holdout befand und Dallas beide Spiele direkt verlor. Ja,es gab noch Aikman, Irvin, eine der stärksten Linie und eine Bomben Defense. Dennoch konnte man ohne Ihn kaum Spiele gewinnen in den Jahren. Ein Profi durch und durch, der sogar mit ausgekugelter Schulter noch ein Spiel beendet hat. Für mich ganz klar der GOAT, der einen Stern am Helm getragen hat.

    Ja, die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig und mein Charakter hüpft hier und da auch mal blöd rum weil ein icon nicht aktiviert wird. Dennoch ist es jetzt nicht so schwer wie im Netz behauptet. Da hat man ja das Gefühl, dass man sich auf etwas völlig Neues einstellen muss. Wow, für Angriff benutzt man R1 und R2 auf der PS5, statt vielleicht einen der Buttons.

    Man kommt da schon rein :thumbsup:

    Zudem darf man ja nicht vergessen, dass wir eine historische schlechte Verteidigung hatten. Da reichen 2- 3 Top Signings auch nicht aus. Wenn allerdings die Überlegung ist, die Verteidigung in einer Zeitspanne der nächsten 3 Jahre wieder wettbewerbsfähig zu machen, dann machen die Verpflichtungen für mich schon Sinn. Unser Angriff hat allerdings nicht diese Zeitfenster. Würde sich die Katze in den eigenen Schwanz beißen.

    Wir sind gerade einmal ein paar Tage in der Free Agency und die Cowboys waren dieses Jahr zumindest etwas aktiver als sonst. Mit Gary, Thompson und Locke hat man zumindest versucht, der Defense etwas mehr Tiefe zu geben. Dass jetzt nicht direkt die ganz großen Namen gekommen sind, überrascht mich bei Dallas ehrlich gesagt auch nicht wirklich.

    Was für mich aber weiterhin auffällt: Die größten Baustellen liegen nach wie vor bei Linebacker und teilweise auch noch in der Interior D-Line. Bei LB würde ich mir schon noch mindestens einen vernünftigen Starter wünschen, sonst wird das wieder sehr stark vom Draft abhängen.

    Die Cap-Situation darf man dabei auch nicht vergessen. Mit weiteren Restrukturierungen (Clark, Williams etc.) kann man zwar noch einiges freischaufeln, aber komplett eskalieren wird Dallas auf dem Markt trotzdem nicht.

    Am Ende wird es wahrscheinlich wieder eine Mischung aus ein paar Value-Signings, Draft und vielleicht noch einem etwas größeren Move nach der ersten Free-Agency-Welle. Wirklich beurteilen kann man die Offseason für mich erst nach dem Draft.