Gedanken über ein Böllerverbot schön und gut, insbesondere, dass man kriegstraumatisierte Flüchtlinge schützen möchte. Das war aber genau das Publikum, was ausnahmslos um 07.00 Uhr den Markt stürmte.
Das ist jetzt aber stark vereinfacht diese Aussage... Nicht jeder Flüchtling ist kriegstraumatisiert, da nicht jeder Flüchtling auch Krieg am eigenen Leib erlebt hat, sondern auch einfach aus einem anderen Landesteil in dem keine Kampfhandlungen stattgefunden haben geflüchtet ist, damit er eben keine Kampfhandlungen erleben muss...
Dann erleben Menschen Traumata auf unterschiedlichste Art und Weise. Ich habe mit Flüchtlingen zusammen gearbeitet, die sich auf den Boden geworfen haben und geweint haben, wenn in ihrer Nähe nur eine Tasse auf den Boden gefallen ist. Andere scheinen resilienter zu sein, und finden sogar Böllern ganz toll, sehen aber einen Menschen mit langem Bart (Taliban vertriebene) und bekommen Zitteranfälle. Krieg ist nicht immer laut, aber immer dreckig und für jeden Menschen"anders" schlimm...
Das sollte man bedenken, wenn man hier Kriegsflüchtlingen mehr oder weniger versucht aufgrund von einer einzelnen Beobachtung Posttraumatische Belastungsstörungen abzusprechen...