Beiträge von AlexSmith

    Die Frage ist ja jetzt erstmal, was in der ACC passiert. Ich könnte mir vorstellen, dass Clemson, Florida State und Miami gerade in engem Kontakt mit Birmingham (Alabama) stehen und Pittsburgh Richtung Big 10 schielt. Zerfällt auch die ACC, muss ND handeln.

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    :birthday:


    Big-Pac 26 :jeck:

    Kommt mir irgendwie bekannt vor.

    Die Politikerin, die für diese Geschichten verantwortlich war, ist anschließend deswegen als Menschenrechtsbeauftragte der ukrainischen Regierung entlassen worden. In Russland werden im Gegensatz dazu von oben bis unten und von links nach rechts Propagandalügen verbreitet - nicht nur völlig ohne Konsequenzen, sondern mit voller Absicht.


    Manchen hier scheint das - wenig überraschend - vollkommen egal zu sein. Das lässt tief blicken.

    Eine Nachricht von gestern:


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    mit welcher manpower und mit welchem millitärischem Gerät soll das denn erfolgen?

    von beidem ist nämlich nicht mehr viel vorhanden und in mittelfristiger Zukunft wird es da keine großen Sprünge nach oben geben

    Putins Playbook liegt doch auf dem Tisch, aber viele in Europa, leider auch zu viele in Regierungsverantwortung, schauen es sich nicht an.


    PS: Das Militär kommt erst ganz zum Schluss.



    Die ethisch-moralische Verwahrlosung der Gazprompartei ist atemberaubend.


    SPD-Außenpolitiker fordern Baerbock zu Friedensbemühungen auf
    Debatten nur über Waffen, aber keine über Frieden in der Ukraine - das ist etlichen Sozialdemokraten zu wenig. Sie wollen Initiativen der Außenministerin.
    m.tagesspiegel.de

    Geht's noch etwas kleiner? Deutschland und Frankreich hatten eigentlich auch schon zur Zeiten der Sowjetunion Freiheit und Demokratie.


    Das würde sich dann nämlich sonst auch mit dem Zarenreich beissen

    Sind GB, Frankreich und mit Abstrichen Deutschland heute noch militärische Großmächte in globalem Maßstab? Wären Frankreich und GB in der Lage gewesen, die Sowjetunion (nach dem 2. WK. stärkste konventionelle Militärmacht) ohne unverbrüchlichen Rückhalt der USA in Schach zu halten? Dazu kommt ein unglaublich hohes Aggressivitätslevel und ein Expansionswille der russischen Führung, wie es ihn selbst in der russischen Geschichte nur selten gab.


    Wir haben es heute mit einer anderen Situation und mit anderen militärischen Kräfteverhältnissen zu tun. Zudem gibt es anders als damals in Europa starke politische Kräfte*, die dem Kreml nahestehen und von ihm finanziert werden. Deutschland steht da noch relativ stabil da.


    *Die kommunistischen Parteien Westeuropas waren nie so stark und haben später mit Moskau gebrochen.

    Ja, genau das meine ich. Ist natürlich dein gutes Recht, diese Haltung einzunehmen. Mich würde das komplett zermürben. Aber jeder so, wie es ihm beliebt. :)

    Es ist nicht so, dass es mich nicht belasten würde. Deshalb nehme ich mir regelmäßig eine Pause vom Thema.


    Leicht ist es nicht. Vor ein paar Tagen habe ich einer ukrainischen Familie (junge Frau, zwei Kinder 12 und 1 Jahr alt) Klamotten vorbeigebracht, die meinen Kindern zu klein sind. Wir haben uns über eine Stunde unterhalten und sie war sichtlich froh, jemanden zum reden zu haben. Der Mann/Vater musste zurückbleiben und hat einige Wochen russischer Besatzung in der Nähe von Kyiv erlebt. Sie hat mir von Raketen in den ersten Kriegstagen und ihrer tagelangen Flucht mit der Kleinen auf dem Arm erzählt.

    Birdman


    Ich bin kein "Merkel-Basher". Das kannst du nicht wissen, aber ich habe sie in vielen Diskussionen z. B. gegen Rechtsaußenleuten verteidigt.


    Natürlich sollte sich Politik auch an Mehrheitsmeinungen orientieren. Das heißt allerdings nicht, dass Politik nicht auch an Überzeugungen und Prinzipien ausgerichtet werden sollte und das habe ich bei ihr in einigen Fällen vermisst.


    In Bezug auf Russland schiebe ich ihr ganz gewiss nicht "alles in die Schuhe". Diesen Vorwurf habe ich hier schon in Bezug auf die SPD zu hören bekommen. Ich kritisiere die deutsche Russlandpolitik der vergangenen Jahre scharf, mache dafür aber nicht eine einzige Partei oder eine einzelne Person verantwortlich.

    Benno Alles gut, bis auf die Verallgemeinerung. Ich bin kein Berufspessimist.


    In Bezug auf Russland kann man m. E. allerdings gar nicht pessimistisch genug sein. Was die Bedeutung Putins für das derzeitige politische System angeht, gehen die Meinungen weit auseinander. Von völliger Zusammenbruch Russlands nach seinem Tod bis hin zu Putin ist für das System nicht (überlebens-)wichtig ist da alles dabei. Ich tendiere zu Position zwei, was bedeuten würde, dass Russland in den nächsten Jahrzehnten einen knallharten Revanchismuskurs fährt. Dort, wo wir nicht deutlich in Wort und Tat Position beziehen, sticht Russland rein.


    Die Entwicklung in den USA beobachte ich mit großer Sorge, da sich in einem Zweiparteiensystem eine Partei größtenteils von der Demokratie verabschiedet hat und auch die NATO in Frage gestellt wird. Und das ist für uns angesichts unserer großen militärischen Abhängigkeit von den USA ein großes Problem, das durch Ignorieren nicht einfach verschwindet.

    Ich schrob "mittel- bis langfristig", nicht innerhalb von 2 bis 3 Jahren.


    Russland spielt auf Zeit, setzt darauf, dass die Einheit und der Durchhaltewillen des Westens bröckelt (beides bröckelt schon), dass andere Themen wichtiger werden, dass die pro-russische Propaganda in Europa durchschlägt (Russland hat die erste Propagandaschlacht verloren, aber nicht den Propagandakrieg).


    Und dann muss man sich z. B. Gedanken darüber machen, wie das Kräfteverhältnis Europa-Russland aussieht, falls sich die USA aus der NATO zurückziehen sollte.


    Eine Nachricht von gestern:


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    Merkel soll schon 2014 Obama über Putin gesagt haben, dass er in seiner eigenen Welt leben würde.*


    Dennoch hat Deutschland zusammen mit Frankreich schärfere Sanktionen gegen Russland blockiert.


    Mir ist es ein Rätsel, wie man als Politikerin - wider besseren Wissens - eine derart fatale Politik durchziehen kann. Aber so war eben ihr Stil - keinerlei eigenen politischen Projekte und sich immer an die (vermeintliche) Mehrheitsmeinung dranhängen - in diesem Fall: die Gazprompartei gewähren lassen, die deutsche Wirtschaft wollte billig(st)es Gas, die Gesellschaft damals war alles andere als pro-ukrainisch (Putin-Trolle, Putinversteher, traditionelle deutsch-russische Zusammenarbeit, widerliche Opportunisten).


    Dieses politische Versagen v. a. in Deutschland und Frankreich wird uns teuer zu stehen kommen, die Frage ist nur wie teuer. Im schlimmsten Fall bedeutet es mittel- bis langfristig den Verlust von Freiheit und Demokratie in ganz Europa.


    Das faschistische Regime in Moskau hat seine Ziele klar definiert:


    1. Russland in den Grenzen der Sowjetunion bzw. des Zarenreichs

    2. Einflussbereich/Satellitenstaaten Warschauer Pakt

    3. Einflussbereich/Satellitenstaaten ganz Europa + USA vollständig hinausdrängen


    *Quelle finde ich gerade nicht - ich habe es vor einigen Monaten gelesen.

    Die Definition eines Kotzbrockens


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    KRIEG IN DER UKRAINE

    „Eine koloniale Haltung“

    Der amerikanische Historiker Timothy Snyder sieht Parallelen zwischen Putin, Mussolini und Hitler. Und er kritisiert Deutschlands Sicht auf die Ukraine.


    Herr Snyder, Sie halten Russland für einen faschistischen Staat. Warum?


    Gibt es etwas am russischen Staat, was heute nicht faschistisch ist? Hier eine Liste von Merkmalen des Faschismus, die auf Russland zutreffen: Eins: Einparteienherrschaft. Zwei: der Kult des Führers. Drei: Kontrolle der Medien. Vier: Kult des Imperiums, seiner Toten und seiner historischen Unschuld. Fünf: Die Welt wird durch Verschwörungstheorien erklärt. Sechs: ein Ständestaat nach dem Vorbild von Mussolinis Italien, nur noch radikaler. Sieben: Vernichtungskrieg und Völkermord. Acht: ein Kult des Willens und der Tat. Russlands hybride Kriegsführung, diese Kombination aus Propaganda und Gewalt, kann als Triumph des Willens über die Realität gesehen werden. Und dann natürlich die Idee vom Feind. Der Ausgangspunkt des Faschismus ist der Begriff des Feindes, und der Feind Russlands in Putins Sicht ist der Westen. So hat Carl Schmitt das definiert: Politik heißt, zu bestimmen, wer der Feind ist.

    also ich könnte die 10 km mit der Bahn zur Arbeit fahren. Das kostet mich für die 2 Stationen aber normalerweise 125€

    Und das dann mal 2, da meine Frau den gleichen Weg hat. Fahrzeit ist zwar auch nur 10 min aber es kommt noch die insgesamt 3 km Fußweg vom und zum Bahnhof dazu.

    Da kann ich dann lieber die 20 min mit dem Auto fahren.

    10+x km könnte man allerdings auch gut mit dem Rad zurücklegen, wenn die Strecke (keine Hauptverkehrsadern) einigermaßen passt. Ich arbeite seit einer Woche für einige Zeit wieder an meinem alten Standort (12 km einfache Strecke, größtenteils Elbradweg) und brauche mit dem Rad abhängig vom Wind und von den wenigen Ampeln unterwegs 30 bis 35 Minuten. Mit der Straßenbahn wäre ich mit Umsteigen 40-50 Minuten unterwegs, mit dem Auto und Parkplatzsuche 30-45 Minuten.

    Es zeigt aber was für Potential im ÖPNV steckt. Wenn es eine kostengünstige Alternative zum Individualverkehr ist wird es auch vermehrt benutzt.

    Und klar muss man langfristig auch die Kapazitäten schaffen das es auch nicht zur Qual wird.

    Auf jeden Fall - ich denke mit Wehmut an meine Studentenzeiten und das günstige Semesterticket zurück. Damals habe ich die Öffentlichen intensiv genutzt.


    Damals war man mit 50-70 € Semesterbeitrag dabei (heute ca. 250 €) und konnte dafür abends/nachts/am WE/feiertags Bus und Bahn nutzen. Das Semesterticket für die übrigen Zeiten kostete um die 60-90 € (heute 135 €).


    Heute würde sich ein Abo kaum lohnen, da ich maximal 3 bis 4 im Monat die Öffentlichen nutze bzw. nutzen würde. Da ich ungünstig wohne und eine Zweizonenkarte brauche, bin ich bei 9,40 € für hin und zurück auf einer ziemlich kurzen Strecke. Meistens nehme ich daher das Rad für die 10-13 km.

    Nicht ganz so schlimm, aber letztendlich auch fragwürdig ist das 9-Euro-Ticket. Natürlich habe ich es für meine Kinder und mich gekauft, aber die Züge und der ÖPNV sind hoffnungslos überfüllt. Das Geld hätte man lieber nachhaltiger investieren sollen.


    Es ist ein Unding, dass der deutsche ÖPNV teurer ist als in ansonsten Hochpreisstädten wie Paris oder London.

    Zum Thema "Scheuklappen"/"Schwarz-Weiß" - solche Aussagen/Vorwürfe irritieren mich angesichts solcher Berichte am meisten.


    🧵

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    Deutschland ist garantiert nicht nur aus reiner Nächstenliebe zu dem Staat geworden, der er nach dem Krieg war. Da ist bis heute vieles nicht verziehen. Das hatte wohl eher geopolitische Gründe im Interesse der Westmächte, einen Puffer zum Ostblock zu haben, um den damals wirklich starken Russen nach dem Krieg nicht die Tür zum ebenfalls noch geschwächten Westen aufzumachen. Kein Wunder, dass der Morgenthau-Plan verworfen wurde, obwohl da noch genug Nazis rumgerannt sind und die Politik der frühen Bundesrepublik mitgeprägt haben. Denk mal drüber nach, wie "super" Thatcher und Mitterand die deutsche Wiedervereinigung gefunden haben. Das ist also ein eher unpassender Vergleich zur Ukraine.

    Ein Vergleich ist keine Gleichsetzung.


    Und du hast recht, der aufkommende Kalte Krieg hat für Deutschland vieles leichter gemacht.


    Der Punkt ist aber, Demokratieentwicklung geht von einem eher unvollkommenen Startpunkt aus.

    So.. Und DA sind wir bei der Quintessenz. Das ist Deine persönliche Meinung und Dein gutes Recht, ABER: es gibt auch unzählige andere Meinungen dazu. Die Ukraine war speziell vor dem Russland-Konflikt meilenweit davon entfernt, Mitglied von der EU oder NATO zu werden. Wahrscheinlich ca 20 Jahre+, wenn man die Türkei mal als EU Maßstab nimmt. Und in Europa kann man zwar eine wie auch immer geartete (gerne auch hochtrabende) Erwartungshaltung an Deutschland haben, aber in erster Linie kümmert sich Deutschland mal um sich (wie jedes andere Land der EU es auch ebenfalls und ständig tut). Die Solidarität mit der Ukraine endet zB bei den Ungarn ebenso, wenn es an die eigene Versorgung geht. Ebenso in Polen. Das ist auch verständlich. In erster Linie sind die Regierungen nämlich ihrem eigenen Volk gegenüber verantwortlich. Und das ganz ohne Russland-Liebe oder eingeredetem Anti-Amerikanismus, der in der deutschen Bevölkerung eine absolute Minderheit darstellen dürfte (was nicht bedeutet, dass man Amerika durchaus auch kritisieren darf. Gründe gibt's genug). Aber starte mal eine Umfrage, wo die Leute lieber wohnen wollen. New York oder Moskau...

    Die Quintessenz ist Demokratie bzw. deren Förderung und strategische Überlegungen, wie ich sie heute ausgeführt habe.


    Die Ukraine ist ein Transformationsland, aber ehrlich gesagt hat jede heutige Demokratie so angefangen, keine Demokratie ist auch nur annähernd perfekt - am ehesten noch SWE und FIN. Der entscheidende Punkt ist der erkennbare Wille sich zu einer Demokratie zu entwickeln. Die US-Demokratie bspw. begann mit einem Völkermord und Sklaverei.


    Besonders sauer stößt mir auf, dass so ein belehrender Ton ausgerechnet aus Deutschland kommt. Aus dem Land, dass nur durch Waffengewalt an einem noch größeren Völkermord gehindert werden konnte und aus dem Rassenwahnland, für dessen Bekämpfung Millionen von Soldaten aus zig verschiedenen Ländern ihr Leben lassen mussten.


    Wie demokratiefähig war Deutschland 1945? 1949? Hätte man damals dieselben Maßstäbe an Deutschland angesetzt, wie sie heute mitunter an die Ukraine angelegt werden, hätte es damals nicht nur 0 Vertrauen in eine demokratische Entwicklung Deutschlands geben dürfen, nein, das Land hätte schlichtweg aufgelöst bzw. nie wieder auch nur ansatzweise Autonomie erhalten dürfen.


    Ungarn bzw. Orban ist Putin in klein. Ein armseliger Mann, der einem lange untergegangenen Imperium nachtrauert und gern - wenn er denn könnte - die ungarischen Grenzen, auch zu Lasten der Ukraine, deutlich erweitern würde.


    Lesestoff: Trianon: Ein Friedensvertrag stiftet Unfrieden https://www.mdr.de/geschichte/…rtrag-geschichte-100.html


    Eigene Interessen zu verfolgen, ist kein Makel. Da Deutschland aber Mitglied von internationalen Organisationen wie NATO und EU ist, von denen wir massiv profitieren, ist ein Interessenausgleich notwendig. Dieser hat hinsichtlich der deutschen Russlandpolitik in den letzten Jahrzehnten praktisch nicht stattgefunden.

    Und nochmal: DU hast bei dem Thema leider die Scheuklappen auf. Sowohl bezüglich Hintergründen als auch zum Thema deutsche Politik gibt es für dich nur eine einzige (DEINE) Sichtweise. Argumente ignorierst du gekonnt, Diskussionen begegnest du mit immer den gleichen Aussagen ohne auf die weiteren Punkte überhaupt einzugehen. Es wurde hier zu beiden Themen durchaus kontrovers diskutiert bevor immer mehr deine Keule kam.


    Du hast leider nur einen einzigen Fokus, siehst das Gesamtbild nicht und ignorierst alles was nicht in deine Sichtweise passt. Sehr Schade, denn so ist eine - angeblich auch von dir gewünschte - Auseinandersetzung mit den vielfältigen Themen innerhalb der Hauptthemas nicht möglich.

    Welche Argumente "ignoriere" ich den "gekonnt"? Auf meine Einschätzung der Lage für Europa habe ich jedenfalls keine Antworten von den Leuten bekommen, die meinen Positionen kritisch gegenüberstehen.


    Dass man aufgrund der Gesamtsituation besorgt ist, kann ich absolut nachvollziehen. Bin ich auch. Dass man eine militärische Konfrontation zwischen Russland und NATO vermeiden sollte, ist auch meine Position, auch wenn es mir angesichts der Geschehnisse in der Ukraine schwerfällt.


    Und um es klarzustellen - es ist keinesfalls nur Deutschland, das blockiert und durch Gleichgültigkeit auffällt. In Italien und in Frankreich ist das auch zu beobachten, einschließlich eines guten Anteils an Antiamerikanismus.


    Im östlichen Europa sehe ich in den meisten Ländern, die ich 2015 (da war ich noch nicht im Forum) wg. ihrer Haltung zum Thema Flüchtlinge sehr kritisch gesehen habe, gerade eine sehr große Solidaritätswelle. Die gibt es im westlichen Europa hinsichtlich humanitärer Hilfe auch, aber das im Osten geht militärisch und emotional viel weiter.


    Die polnisch-ukrainische Geschichte ist z. B. auch nicht ganz problemfrei. Während des 2. Weltkriegs gab es "ethnische Säuberungen", der Spruch "Ruhm der Ukraine" (Slava Ukraini/Слава Україні) ist von der UPA um Bandera dabei als Losung benutzt worden - es gab ihn allerdings schon vorher. Heute prangt dieser Spruch in ganz Polen.


    Ich bin halt Idealist, Anhänger einer liberalen Demokratie und eines gemeinsamen Europas - über die Punkte, die nicht so gut laufen, können wir später reden.


    Deshalb finde ich, dass wir auch militärisch alles tun sollten, um die Ukraine, die NATO- und EU-Mitglied werden will, zu unterstützen. Deutschland ist das wirtschaftlich stärkste EU-Mitglied. Deshalb erwartet man in Europa, dass Deutschland vorangeht und nicht blockiert, wenn es um die Bekämpfung der russischen Aggression gegen ganz Europa geht. Diesem Anspruch wird Deutschland bislang leider nicht gerecht.

    1. Das bezog sich auf die Haltung zu Waffenlieferungen des politischen Deutschlands.


    2. Das habe ich in den letzten Jahren oft genug gehört und gelesen - bezog sich nicht auf das Forum.


    3. Russisch ist die Sprache in der ehemaligen SU und vielleicht noch in Bulgarien und Serbien akzeptiert und gern gehört. In Ländern wie Polen oder Tschechien würde ich nie im Leben mit jemanden versuchen auf Russisch zu kommunizieren, auch deshalb, weil es bei U40 fast gar nicht mehr gesprochen wird. Auch im Baltikum nicht, obwohl es dort noch sehr verbreitet ist. Mit Ukrainern - überhaupt kein Problem. In ukrainischen Medien werden Gespräche mit Balten oder Georgiern selbstverständlich auf Russisch geführt und fast jeder im Land kann es.


    Es ging mir hier um die recht einseitige Ausrichtung vieler slawistischer Institute (in der Vergangenheit). An meiner Uni gab es die aus meiner Sicht sinnvolle Unterteilung in Ostslawistik, Südslawistik und Westslawistik. An anderen war es wie gesagt üblich, dass verpflichtend Russisch als erste Sprache belegt werden musste.


    Dabei ist Russisch innerhalb der slawischen Sprachen linguistisch betrachtet ein ziemlich Exot hinsichtlich des großen Einflusses von nicht-indoeuropäischen Sprachen und als Zwitter zwischen Ostslawisch und Südslawisch (großer Einfluss des Altkirchenslawischen im Gegensatz zu Ukrainisch und Belarusisch). Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass Polnisch/Tschechisch/Slowakisch/Sorbisch/Ukrainisch/Belarusisch untereinander recht gut verständlich sind, während der Abstand zum Russischen ziemlich groß ist.



    Danke für dein/euer Engagement :thup:

    Reaktion #1 und #3 auf meinen letzten Beitrag sprechen Bände und bringen das Dilemma auf den Punkt.


    Meine Lebenserfahrung sagt mir, wer am lautesten schreien wird, sollte es Deutschland mal in ähnlicher Weise "an den Kragen gehen", einschließlich des Verhaltens von "Freunden".


    Es ist inzwischen hier dermaßen verhärtet, dass jede weitere Diskussion nichts bringt. Das sehe ich auch.

    Wie gesagt, die Diskussion mit Dir erübrigt sich. Du lebst in Deiner Filterblase, und akzeptierst in keiner Weise, dass die für andere nicht relevant ist.

    Es ist völlig ok, sich mit dem Thema nicht auszukennen, oder sich nicht dafür zu interessieren. Das mache ich niemandem auch nur ansatzweise zum Vorwurf.


    Aber noch mal als kleine Erinnerung, wie die Diskussion hier anfing: Da ging es um "Was erlauben Melnyk". Da hatten plötzlich ganz viele ganz viel Meinung und großes Interesse.


    Als versucht worden ist die Hintergründe zu erklären, kam als Antwort allzu oft


    Was geht uns die Ukraine an?


    Die deutsche Politik wurde und wird z. T. ohne die geringste Kritik und Differenzierung verteidigt. Dabei ließ dieses Germany first mitunter Trumps America first wie Kindergeburtstag aussehen.

    Im Grunde haben "wir" alles richtig gemacht.


    Deutsche Politik - und da rede ich nur vom Zeitraum ab 2014 hieß:


    viel Kohle nach Russland

    nur ein Bruchteil davon in die Ukraine


    Intensivierung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu Russland

    Die Ukraine wurde im Vergleich dazu links liegen gelassen.


    Deutschland global betrachtet zweitgrößter Waffenexport nach Russland

    0 Waffenlieferungen in die Ukraine


    Aber: Was erlauben Melnyk! :aerger:


    Aus menschlicher Sicht empfinde ich ihn sogar noch als sehr zurückhaltend, auch wenn man natürlich in Frage stellen kann, ob seine Kommunikationsstrategie den größtmöglichen Erfolg verspricht.


    Jedenfalls wundert mich angesichts der Diskussion hier überhaupt nicht, dass das deutsche Image im östlichen Europa im Keller ist. Das Forum hat logischerweise keinen Einfluss darauf, aber ein Spiegelbild der deutschen Gesellschaft ist es in gewisser Weise schon.

    Ach ja? Du gehst mit keinem Wort darauf ein, dass dieser "Komplex" seit dem zweiten Weltkrieg ein genereller ist, sondern pickst ganz gezielt wieder ausschließlich den Blick nach Osten/auf Russland. Wo ist da also bitte die Unterstellung? :madness Wenn das kein Scheuklappenblick sein soll, dann schau doch auch mal über den Tellerrand hinaus. Warum waren deutsche Soldaten seit 75 jahren quasi nicht an UN Friedensmissionen beteiligt? Warum tat man sich mit Auslandseinsätzen so lange so schwer?

    Eine allgemeine pazifistische Grundhaltung in Deutschland ist doch Konsens. Muss ich das wirklich extra erwähnen?


    Gleichzeitig liegt der Hauptfokus auf Russland, wenn es um das östliche Europa geht.


    2. Weltkrieg? Da kommt maximal noch Polen vor. Die spezifischen Geschichten der baltischen Staaten oder der Ukraine sind praktisch nicht existent.


    Assoziationen zur Ukraine? Gehört(e) halt irgendwie immer zu Russland.


    Russen und Ukrainer - "ein Volk"


    Slawistik studieren? Zumindest bis vor einigen Jahren an den meisten Unis unmöglich ohne Erstzwangssprache Russisch.


    Und das ist erst die Spitze des Eisbergs.