Beiträge von hankey2mlh

    Aber: Die Eagles hatten damals auch "nur" Back-Up Nick Foles, Resultat bekannt. Also gebt euch noch nicht auf...

    Das sehe ich genauso. Wir haben in der NFL über die Jahre doch schon alles erlebt! Nach Wentz' Verletzung hätte wohl kaum einer auch nur einen Cent auf Foles und die Eagles gesetzt. Und die Ravens haben einst mit Trent Dilfer den Super Bowl gewonnen, haha! Und you never know: Auch Maye und Stroud könnten sich heute schwer verletzen.

    Man kann es auch positiv sehen: Wenn Nix sich im zweiten Play vom AFC Championship Game den Knöchel gebrochen hätte, wäre Stidham komplett ins kalte Wasser geworfen worden. So hat Sean Payton nun eine Woche Zeit, um Stidham darauf vorzubereiten und einen Gameplan auf ihn maßzuschneidern. Ich würde sagen: Die Hoffnung stirbt zuletzt, vor allem mit dieser Defense.

    WE SHOUGH!

    Ihr habt es wahrscheinlich mitbekommen: Todd McShay hat in seinem Podcast vor ein paar Tagen die NFL Draft 2025 redraftet: An #1 overall hatte er Tyler Shough und nicht Cam Ward:

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    Spätestens nach dem Spiel heute würde wohl kein Saints-Fan mehr Shough gegen Ward tauschen. Was Shough mit Backups wie Estime oder Austin auf die Beine stellt, ist fantastisch … Shough scheint kaum etwas aus der Ruhe zu bringen und hat eine unglaubliche Poise für einen Rookie. Mittlerweile vier Siege in Folge und ein weiteres Spiel mit 300+ Yards Passing. Ich hatte lange nicht mehr soviel Spaß an den Saints!

    Demnächst markiere ich jeden Post von mir mit dem entsprechenden Ironie Smiley :hinterha: offensichtlich ist das aus meinen bisherigen Posts noch nicht genug herausgekommen…

    Haha, ja bitte! Ich lese bei dir eigentlich meistens raus, dass du dich über die Saints ärgerst… egal ob sie überraschend gut oder erwartungsgemäß grottig spielen.

    Meine Fresse, die Bucs gewinnen diese scheiß Division doch sowieso. Müssen sie ausgerechnet den Saints nun noch Knüppel zwischen die Beine werfen?

    Manchmal habe ich das Gefühl, du möchtest dich UNBEDINGT über die Saints ärgern. Ich muss sagen, dass ich meine Freude daran hatte, wie die Bucs geärgert werden konnten (auch wenn es nicht wirklich schön anzusehen war) und dass Shough sich weiter positiv entwickelt. Ich finde Shough macht für einen Rookie einen mehr als ordentlichen Eindruck, trägt die (zugegeben meist schwerfällige) Offense größtenteils alleine auf seinen Schultern und erinnert mich von der Spielanlage wie auch von seinem Auftreten/Selbstbewusstsein an Josh Allen in seiner Rookie-Saison (ohne dass ich große Hoffnung habe, dass Shough jemals ein Superstar wie Allen sein wird). Aktuell scheint mir gar nicht Shough das Problem zu sein, sondern eher der schwache Supporting Cast bzw. das Playcalling. Jedenfalls kann ich mir Shough als Starter für 2026 gut vorstellen; der Erstrunden-Pick könnte dann besser in die Offensive Line oder einen Playmaker investiert werden.

    Welcher Pick schließlich für die Saints herauskommen wird, finde ich deshalb erstmal nebensächlich. Ein Top-3-Pick wäre natürlich toll, aber es geht auch nicht die Welt unter, wenn die Saints keinen Top-3-Pick haben werden. Möglicherweise lässt sich dafür am Saisonende besser einschätzen, ob man mit Shough einen Quarterback hat, mit dem man die nähere Zukunft bestreiten könnte.

    Für einen top3 pick musst du rattler starten lassen. Shough macht Spaß aber zu viele Spiele sollt er diese Saison trotzdem lieber nicht mehr gewinnen.

    Ich finde ja, dass diese Wunschvorstellung eines Tanking etwas unterkomplex ist. Wer sollte diese Entscheidung, Rattler statt Shough zu starten, denn vertreten? Letztlich müssten Kellen Moore & Co. ihre Köpfe dafür hinhalten, wenn die Saints 2025 nur zwei Siege holen. Und auch jeder einzelne Spieler hat doch für sich ein Interesse daran, sich bei jedem Spielzug möglichst gut zu präsentieren, um sich eine Zukunft in der NFL zu sichern (und sich ganz persönlich auch finanziell fürs weitere Leben abzusichern) - egal ob bei den Saints oder anderswo. Gerade für Spieler mit auslaufenden Verträgen ist es doch völlig egal, ob das Team theoretisch einen Top-3-Pick bekommen könnte. Von daher überraschen mich eure jüngsten Kommentare. Für mich ist das reines Fan-Wunschdenken, das in der Realität kaum funktionieren kann.

    Zur Krönung dieser frustrierenden Saison stehen mit Trey Hendrickson, Zack Baun und Kaden Elliss gleich drei Ex-Saints (die Loomis in der Free Agency hat ziehen lassen) in der 1st Team All-Pro Defense von Next Gen Stats:

    Next Gen Stats 2024 All-Pro Team: Broncos, Eagles duos put stamp on defense; plus, special teamers
    With the NFL regular season in the books, which players were the best of the best at each position? Using advanced data, the Next Gen Stats analytics group…
    www.nfl.com

    Allein schon, dass seine Spieler diese Aktion gegen seinen eindeutigen und wohl auch klar kommunizierten Willen durchziehen zeigt doch, dass Allen gar kein Standing bei seinem Team hat.

    Ja, guter Punkt, das kommt noch erschwerend hinzu, dass Allen nicht genügend Autorität gegenüber den Spielern hat. So ziemlich alle Charakterzüge, die ein guter Head Coach benötigt, fehlen bei Allen! Fachwissen ist eben nicht alles (und auch da lassen sich bei Allen Zweifel anmelden) - für mich ist der Typ längst nicht mehr tragbar!

    Es sind die Falcons, aber der TD aus der Victory Formation war unsportlich und lässt einen am Ende als moralischer Verlierer aus dem Spiel gehen. Nicht schön!

    Vor allem hat es mal wieder gezeigt, woran es Dennis Allen mangelt: Führungs- und Kommunikationsfähigkeiten, Feingefühl, Rückgrat. (Also all das, was ein Head Coach in der NFL benötigt, um erfolgreich zu sein!)

    Sean Payton (man kann ihn dafür mögen oder nicht) hätte den Falcons einfach eins reingedrückt und zu Noch-Falcons-Coach Arthur Smith beim verweigerten Handshake gesagt: "So what?" oder "Good luck for your next job!"

    Nicht so Dennis Allen, der – sichtlich überfordert von der Situation (die Spieler haben den Spielzug ja eigenmächtig gecalled) – unterwürfig "I understand, I understand" erwidert, um sich dann auf der PK beim Erzfeind zu entschuldigen. Dadurch hat er sich nicht nur bei den Fans weiter unbeliebt gemacht, sondern wahrscheinlich auch bei seinen Spielern weiter an Ansehen verloren. Für das weitere Teambuilding wäre es viel wichtiger gewesen, sich solidarisch mit dem Team zu zeigen (der Kern des Audibles war es ja, dass Jamaal Williams – wohl einer der beliebtesten Spieler im Locker Room – zum Saisonabschluss noch "seinen" Touchdown bekommt; ein kompetenter Coach hätte genau das betont und sich damit hinter sein Team gestellt). Stattdessen zeigt Allen mit dem Finger auf die Verantwortlichen und schleimt sich bei den Falcons ein. Ein No-Go für viele Saints-Fans, was sich auch an den Reaktionen in den sozialen Medien sehen lässt. (Jameis Winston war hingegen selten so beliebt, haha!)

    Für mich der finale Beweis, dass Dennis Allen als Head Coach einfach nicht taugt. Nach den letzten beiden Siegen – den zwei überzeugendensten Performances der ganzen Saison – hätte Allen allen Grund gehabt, "on a positive note" in die Offseason zu starten. Diesen Schwung hat Allen sich selbst und den Saints als Organisation komplett genommen. Für mich ist der moralische Verlierer allein Dennis Allen!

    Leider müssen wir dieses Trauerspiel voraussichtlich noch eine weitere Saison ertragen... für mich unverständlich, wie das Front Office an ihm als Head Coach festhalten kann.

    Sollten Sie das gewinnen glaub ich an einen Division Sieg, aber so nicht. Denn man muss sich vor Augen halten. Wir spielten gegen die Bears, mit einen Straßen Rookie QB und das ging gerade positiv noch aus. :bier:

    Ich stimme mit euch vollkommen überein, dass es keinen Grund gibt, nach einem Sieg gegen Chicago in Euphorie auszubrechen. Es gibt in meinen Augen aber auch keinen Grund für die hier im Team-Talk vorherrschende Negativität ("wenig Licht, viel Schatten", "brennt den Laden nieder" usw.).

    Vor 2-3 Wochen hätte ich die Entlassungen von Allen und Carmichael auch noch klar befürwortet.

    Aktuell zeigt sich aber eine deutliche Positiventwicklung; die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für einen Divisionssieg sind mehr als gut. Entsprechend würde ich mich als "verhalten optimistisch" bezeichnen.

    Ich wusste gar nicht, dass die Saints gegen die Chiefs gespielt haben… :hinterha:

    Das zeigt, dass es in der NFL eben kaum leichte Spiele gibt. Und es zeigt sich doch an jedem NFL-Spieltag aufs Neue, dass es gar nicht so leicht ist, gegen vermeintlich schwächere Teams diszipliniert aufzutreten.

    Die Leistung der Saints gegen die Bears war diszipliniert und alles in allem mehr als solide - und damit zeigt für mich die Formkurve der Saints in die richtige Richtung, ganz egal, ob das jetzt die Bears oder Chiefs waren. Die Tabellensituation in der NFC South veranschaulicht diese Positiventwicklung.

    a win is a win is a win... wenig Licht, viel Schatten würd die heutige Leistung umschreiben

    Ich sehe das anders und würde sagen: Immer mehr Licht, immer weniger Schatten.

    - Endlich mal ein Spiel ohne Strafen: insgesamt nur ein False Start.

    - Fünf Takeaways!

    - Die Offense läuft immer noch nicht ganz rund, aber in der Red Zone ist die Effizienz zuletzt deutlich gestiegen.

    - Taysom Hill macht einfach Laune!

    Die Saints haben nun endlich eine positive Bilanz, als einziges Team in der NFC South, und sind damit auf Playoff-Kurs. Weiter so!

    Und was schwebt dir da so im Kopf?

    Weil außer OL und LB fehlt mir nix ein.

    Das habe ich mich auch gefragt. Klar gibt es die eine oder andere Lücke im Kader, aber welches Team hat keine Schwachpunkte?! Sowohl die Offense als auch die Defense sind konkurrenzfähig und dürften in dieser Form ausreichen, um in der schwachen NFC South die Playoffs zu erreichen. Viel mehr ist dann allerdings auch nicht drin, und das wäre selbst mit einem Blockbuster zur Trade-Deadline nicht anders gewesen.

    Also doch nicht so anmaßend, sondern relativ wahrscheinlich.

    Niemand streitet ab, dass es die von dir genannten Probleme gibt. Aber im obigen Video deutet nichts auf eine derartige Situation hin.

    If you hear hooves think horses not zebras ...

    Was soll relativ wahrscheinlich sein?! :paelzer:

    Ich bleibe dabei, dass dein Urteil in der Schärfe ("peinlich", "wie ein Depp") anmaßend ist, weil du eben nicht weißt / wir nicht wissen, welche Erfahrungen Olave mit Rassismus gemacht hat.

    Dazu ja, sind Polizei Kontrollen in den USA was anderes als bei uns. Aber man muss das Verhältnis sehen. 99.9% der Kontrollen laufen absolut richtig ab und man muss schon verdammt viel Pech haben und in eine miese laufen. Dann hilft einem solch ein Verhalten ganz sicher nicht. Wenn ich im Wald spaziere kann auch ein Ast auf den Kopf fallen, deswegen gehe ich doch nicht, nicht mehr im Wald spazieren. Man muss die Dinge auch immer ins Verhältnis setzen.

    Ah ja, 99,9% der Polizeikontrollen sind deiner Meinung nach also nicht rassistisch?! Davon sind wir in den USA und auch in Deutschland leider sehr weit entfernt.

    Und auch dein Satz "Dann hilft einem solch ein Verhalten ganz sicher nicht" ist unlogisch. Oder glaubst du im Ernst, irgendein Polizist wird es sich erlauben, einen NFL-Star zu misshandeln?!

    Ich bleibe dabei: So arrogant Olaves Aussage auf den ersten Blick herüberkommt (und womöglich auch ist!), im Zweifelsfall wird ihn sein Status als NFL-Spieler vor Polizeigewalt schützen. Und deshalb finde ich es auch nachvollziehbar, dass er erwähnt hat, für die Saints zu spielen.

    PS: Mir ist klar, dass wir uns alle im Reich der Spekulationen bewegen, was Olaves Verhalten angeht. Ich wollte nur deutlich machen, dass auch eine andere Lesart als "peinliches, selbstverliebtes Verhalten" möglich ist.

    PPS: Ich hätte übrigens nie gedacht, dass ich mal einen Raser verteidigen würde…

    Das interessiert mich wenig und ich finde deinen Rechtfertigungsversuch für genau diese Situation in der 0 Agression oder überhaupt Aufregung zu erkennen ist absolut hahnebüchen. Ja, der Junge ist erst 23 und hat sich doppelt wie ein Depp benommen. Nicht mehr, nicht weniger.

    Wie schnell solche vermeintlich "unaufgeregten" Polizeikontrollen eskalieren können, selbst wenn erstmal "null Aufregung" zu erkennen ist, dafür gibt es sehr viele Beispiele. Die Anspannung ist oft bei allen Beteiligten groß! In diesem Film (im Trailer sind Ausschnitte von der Polizeikontrolle zu sehen) wird das z.B. gut veranschaulicht:

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    "I play for the saint man" .. hätte ja klappen können. Junge das ist ja fast peinlicher als die Tat selbst.

    https://twitter.com/NFL_DovKleiman/status/1716925975018066133

    Ich finde dein Urteil anmaßend. Woher meinst du zu wissen, was Olaves Motivation war, seinen Status als NFL-Spieler zu erwähnen? Dass Polizeigewalt zur Alltagserfahrung von Afroamerikanern gehört, wirst du sicher mitbekommen haben. Man merkt in dem Video, wie verunsichert Olave ist; wir sprechen hier übrigens über einen 23-Jährigen.

    Schwarze Menschen lernen in den USA von klein auf, gegenüber Polizisten keinerlei "Angriffsfläche" zu bieten. Dass Olave erwähnt, für die Saints zu spielen, könnte also reiner Selbstschutz gewesen sein. Und nicht, dass er sich von seinem privilegierten Status Straffreiheit o.ä. versprochen hat. Nichts peinlich also außer die Raserei selbst, ein solches Verkehrsverhalten finde ich auch nervig, gefährlich und überflüssig.

    Mhhh was soll man noch dazu sagen.... irgendwie ein grusliges Spiel. Letztendlich haben wir es gewonnen.

    Gruselig halte ich für ein viel zu hartes, bezogen auf die herausragenden Leistungen der Defense sogar komplett falsches Urteil. Klar, die Offense läuft weiterhin schwerfällig, aber für das Prädikat "gruselig" hatten auch Carr, Olave, Thomas & Co. schon zuviele brillante Momente.

    Im Power Ranking auf nfl.com sind die Saints vier Plätze nach oben auf #10 geklettert, auch bei ESPN stehen sie auf #10, bei CBS sogar auf #9. Der Saisonstart war holprig (wie bei vielen anderen Teams auch; ist eben der Saisonstart), aber vielversprechend.

    Ich finde, der Saisonauftakt hat einige Hoffnungen, aber auch Befürchtungen bestätigt. Vor allem auch in Hinblick auf Derek Carr.

    Erste Erkenntnis: Auch mit unserem 150-Millionen-Dollar-QB wird die Offense voraussichtlich keine 180-Grad-Kehrtwende machen. Da ist noch viel Sand im Getriebe und Carr gewinnt eben auch keine Spiele im Alleingang (was ja auch ein Tenor der Saisonprognosen war). Der Sieg ist in erster Linie dem starken Auftritt der Defense zu verdanken, die keinen Touchdown zugelassen hat, Tannehill blass aussehen ließ und auch Henry nach starker erster Halbzeit in den Griff bekommen hat.

    Weil die Defense ihre Hausarbeiten gemacht hat, konnte Carr dann eincashen und den Sieg einfahren. Mit einigen Clutch-Plays, seiner Präsenz und Ruhe (trotz brüchiger Offensive Line) hat er der Offense Impulse gebracht, die in den letzten Jahren gefehlt haben. Mit Dalton, Winston oder Hill als Starter wäre das wohl eher wieder eine unglückliche Niederlage geworden.

    Auch die Leistungen der WRs 1-3 Olave, Thomas und Shaheed machen Hoffnung. Thomas wirkte agil und fangsicher wie in seinen besten Tagen, der spektakuläre 25-Yard-Sideline-Catch bei Carrs allererstem Passversuch als Saint hat direkt Laune gemacht. Weiter so!

    "Neuanfang. Warum die Saints endlich konsequent ihr Rebuilding starten"

    Ich hoffe zwar, dass es anders kommen wird, aber unwahrscheinlich ist es nicht, dass die Realität die Saints einholen wird… Der Fokus und alle Hoffnungen liegen auf Derek Carr, doch letztlich steht und fällt alles mit Dennis Allen. Und bei dem ist als Head Coach in der NFL leider immer Letzteres der Fall gewesen…

    Hör auf meinen Text zu klauen…ist ja schlimm mit dir geworden

    Meine Preview im HUDDLE strotzt dieses Jahr auch nicht vor Optimismus. Hier mal meine Headlines der letzten Jahre... die Abwärtsspirale ist leider deutlich zu erkennen:

    2020: "Jetzt oder nie: Auf dem Papier sind die New Orleans Saints meisterlich aufgestellt - wann aber ziehen sie mal bis zum Ende durch?"

    2021: "Federn gelassen: Jahrelang investierten die Saints kräftig, ausgerechnet zum Laufbahnende von Drew Brees wurden sie so von der Salary-Cap-Kürzung der NFL auf dem falschen Fuß erwischt"

    2022: "Weiter auf Kurs: Das Teamgefüge in New Orleans bleibt intakt, auch wenn nach Drew Brees nun Coach Payton weg ist"

    2023: "Königlich mittelmäßig: Geschicktes Jonglieren mit Millionen macht noch keinen Champion"

    Was glaubt ihr, wie nächstes Jahr die Schlagzeile lauten wird - irgendwelche Prognosen?

    vom papier her sind wir stärker als letztes jahr daher muss die nfc south gewonnen werden. und dann ist sowieso alles möglich. einige "experten" rechnen schon mit seed #1 aufgrund des leichten schedules.

    bin schon sehr auf unser spiel in der redzone gepsannt. carr, kamara, williams, olave, thomas, graham, johnson und dazu noch hill... das könnt schon fein werden :heart:

    Welcher Experte traut den Saints denn bitte den #1 Seed zu? Das halte ich doch für eine extrem gewagte Prognose. Die Saints sind Favorit in der NFC South, weil die Divisionskonkurrenz im Umbruch ist. Trotz der guten Rahmenbedingungen traue ich Dennis Allen zu, die Saison komplett zu vergeigen. Sollte es mit den Playoffs klappen, dürfte spätestens in den Divisional Playoffs Endstation sein. Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen.

    NFL-Kolumnist Adam Schein sieht die Saints als das Cinderella-Team für 2023. Die Verpflichtung von Carr hält er für einen genialen Schachzug:

    "The fact that Carr, who signed in New Orleans after being released by the Raiders, remains a polarizing figure among NFL observers is baffling to me. Over his nine NFL seasons, he's proven himself to be a stud. He's a leader. He's clutch. He's the king of the fourth-quarter comeback, with 28 of those so far in his career -- no one in the NFL has had more since he arrived in the NFL in 2014.

    The Saints went 5-6 in one-score games in 2022. Think of how much better their record might have been with Carr working his magic under center."

    Schein resümiert:

    "They are going to take the wide-open NFC South in 2023 and win at least one home playoff game. And I wouldn't bat an eye if they reached the NFC title match."

    Allerdings ist die Analyse zum Teil auch etwas oberflächlich:

    "Speaking of depth, there is plenty at receiver, tight end and the offensive line."

    Plenty of depth sehe ich auf diesen Positionen ehrlich gesagt nicht...

    Wenn das Interview veröffentlicht wird / das Heft erscheint darfst du gerne hier Bescheid geben! Nach deiner kurzen Erklärung ist aber die Tendenz natürlich klar. Kurz zusammengefasst: Es ist klar das Oakland als Arbeiterstadt nicht das Geld hat um mit Steuergeldern neue Stadien zu bauen (die haben bessere Verwendungsmöglichkeiten für das Geld), aber dass die Teams dann die Stadt verlassen ist in den Business-Ligen absolut verständlich/nachvollziehbar und mit bisschen sentimentaler Heimatverbundenheit generiert man halt nicht die Einnahmen um da oben mitzuspielen. Beispiel: Der Werte der Raiders hat sich mit dem Umzug knapp verdoppelt, sie haben eines der modernsten und besten Stadien der NFL, neue Sponsoren und Spieler wollen dahinkommen (auch wegen der nicht vorhandenen State Tax). Damit wird das Team durch den Umzug tendenziell besser bzw. hat bessere Chancen besser zu werden.

    Ich nutze mal Trostys Angebot und verweise auf die Raiders-Titelstory in der Draft-Ausgabe vom HUDDLE (ab morgen im Zeitschriftenhandel). Gesprächsgrundlage war das Buch "Goodbye, Oakland", das im April erscheint. Der interviewte Ex-Oakland-Tribune-Sportredakteur Dave Newhouse hat wie gesagt eine klare und sicher auch streitbare Meinung zu Mark Davis und den Raiders (genau das unterscheidet das Interview allerdings von gewöhnlichen NFL-Interviews, die größtenteils aus nichtssagenden Phrasen bestehen). Der Kern des Gesprächs dreht sich um die Verbandelung von Sport, Politik und Wirtschaft - was somit auch für Nicht-Raiders-Fans interessant sein dürfte.

    trosty, hast du das Interview schon gelesen? Deine Meinung würde mich natürlich sehr interessieren!

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    Ich wüsste mal gerne, was die Alternative für die Saints hätte sein sollen? Welcher QB? Rodgers? Jackson? Einer der letztjährigen QBs? Und bitte, kommt nicht mit Rebuild…

    Jimmy Garoppolo wäre noch eine denkbare Option gewesen. Aber der hat eben erst einmal in seiner NFL-Karriere 16 Saisonspiele hingelegt. Da ist mir Carr weitaus lieber, damit auf der QB-Position - zumindest in dieser Hinsicht - mal wieder etwa mehr Kontinuität herrscht als in den letzten Jahren mit all den Verletzungen und verschiedenen Startern.

    Es ist vielmehr eine Beobachtung wie sich carr die letzten Jahre verhalten hat in entscheidenden Momenten.

    Statistiken verfälschen bei diesem Sport oft finde ich und nicht jede Statistik gibt genauen Rückschluss auf die Leistungen die wirklich fürs Team gebracht wurden. Feine Nuancen wie leadership zb kann man halt nciht an einer Statistik ableiten sondern eher aus Beobachtung.

    Das sehe ich übrigens absolut genauso. Ich erinnere mich noch sehr gut an Jalen Hurts' ersten NFL-Start gegen die Saints. Ganz ohne Blick auf die Statistik war sofort zu erkennen, dass Hurts Leadership und ordentliches Selbstvertrauen mitbringt und Starpotenzial hat.

    So eine Klarstellung hat mir in deinem ersten Beitrag etwas gefehlt, weshalb ich nicht nachvollziehen konnte, worauf deine Meinung basiert.

    Sorry, das sollte gar nicht frech herüberkommen! Der Unterschied zwischen deinem und Pointis Beitrag ist, dass Ponti sehr gut argumentiert hat und mir mit seinen für mich sehr greifbaren und nachvollziehbaren Beobachtungen viele neue Erkenntnisse verschafft hat. Während du doch eher schwammig und größtenteils aus negativen Emotionen heraus formuliert hast (lies es am besten nochmal selbst durch!), so dass mir nicht klar war, worauf deine Schlüsse basieren. Dass du viele Raiders-Spiele geguckt hast und deine (natürlich völlig legitime!) Meinung zu Carr eben auf diesen Eindrücken basiert, die du allerdings nicht konkretisiert hast, ist nicht deutlich geworden. Nichts für Ungut!

    Zusammengefasst würde ich es so auf den Punkt bringen:

    Du hast, ohne Dalton/Winston/Hill letzte Saison intensiv verfolgt zu haben, gefolgert, dass dieses Trio besser sei als Carr. Was für mich als Saints-Beobachter unglaublich schwer zu glauben ist.

    Und ich habe, ohne Carr die letzten Jahre verfolgt zu haben, gefolgert, dass Carr besser sein müsse als das Saints-Trio. Was für dich als Raiders-Beobachter schwer zu glauben ist.

    Das ist wahrscheinlich unser Grundkonflikt, der nun geklärt und dank Pointi etwas differenzierter dargelegt wurde :bier: