Nein, ist sie nicht, denn sie sind in der Regel wirtschaftlich nicht interessant für den BVB (kein Potential zum hohen Weiterverkauf) als auch langfristig sportlich. Sie sind dafür da um eine Zeit X im Kader zu sein, Spiele zu machen und gehen dann nach einer gewissen Zeit auch wieder. Aktuelle Beispiel Groß.
Dass ein Großteil dieser Spieler in den letzten Jahren komplette Flops waren, erwähne ich ich mal lieber nicht. Füllkrug hat kurzfristig ne Lücke geschlossen, von mir aus war das "wichtig", aber er selbst war es nicht, denn man hat ihn nur zu gerne ein Jahr später weiter verschifft, speziell bei dem Angebot.
Die Relevanz eines Spielers bemisst sich aber nicht in erster Linie an der Möglichkeit ihn weiterzuverkaufen sondern am sportlichen Sinn des Transfers. Davon abgesehen: Die Aussage war nicht, dass jüngere Spieler auch relevant oder relevanter sind, sondern das Spieler im mittleren Alter quasi nicht relevant ist. Das bleibt aber falsch.
Ich weiß auch nicht wie oft ich das noch wiederholen muss: Ja, viele Transfers sind gefloppt (übrigens unabhängig vom Alter) . Das hat aber nichts mit der grundsätzlichen Relevanz einer Zielgruppe zu tun. Spieler die floppen sind logischerweise nie interessant, völlig unabhängig von der Zielgruppe.
Anton hat wohl eher die meisten Minuten, weil die Abwehr ständig dünn besetzt und er zumindest fit war. Einige seiner Minuten hätten sich sonst andere geteilt und er wahrscheinlich deutlich weniger und Can ggf. mehr. Aber wenn ich auf Transfermarkt die Minuten zähle, dann sind das ca. 11.500 bei den älteren Spielern und ca. 21.000 bei den Jüngeren und da zähle ich Kobel noch nicht mal hinzu, der ebenfalls zur jüngeren Gruppe gehört. Ebenso nicht die Talente aus dem eigenen Nachwuchs. Brandt natürlich schon, denn der kam als Potentialsspieler mit 23 zum BVB. Ebenfalls natürlich Ryerson, denn der wurde ebenfalls als günstiger Potentialsspieler eingekauft, auch wenn er damals 25 und 3 Monate alt war. Die mit Potential gekauften Spieler dominieren ganz klar das Feld beim BVB. Kein Wunder, die sind das nachhaltigere Kapital des Vereins und sollen auch Spielen.
Jep. Anton hätte wohl an Süle, Bensebaini, Can oder Ryerson abgegeben. Alle aus der Zielgruppe, die angeblich nicht relevant ist.
Aber du sagt es hier doch selbst: Das ist gut 1/3 der Einsatzzeit für ältere Spieler (gucke jetzt nicht im Detail nach). Wie um alles in der Welt soll das keine relevante Zielgruppe sein. Da sind einige unumstrittene Stammspieler dabei. Das hat auch nichts mit Ergänzung des Kaders zu tun.
Kobel nicht hinzuzuzählen ist völlig logisch. Der Torhüter hat nunmal logischerweise die meisten Minuten. Brandt kannste wegen mir reinnehmen. Ryerson hingegen nicht. Der gehört ganz genau in die Zielgruppe, die scheinbar nicht relevant ist, auch wenn er nicht in deine Argumentation passt.
Noch was zu Anton und Guirassy. Das sind keine Spieler gewesen, in die der BVB mit viel "Arbeit" in Form von Scouting, langfristige Gespräche etc. den Kopf verdreht hat, sondern sie waren zum damaligen Zeitpunkt vom Preis-Leistungsverhältnis günstig und haben das verhandeln mit dem VfB leicht gemacht, weil es nichts zu verhandeln gab. Ist jetzt nur ne Vermutung, aber aus den Aussagen der Offiziellen des BVB lese ich, dass man in einen Jobe weitaus mehr "Arbeit" gesteckt hat, als in die beiden zusammen, denn den nach Dortmund zu holen, war ihnen wirklich wichtig.
Das ist zwar richtig in Bezug auf den Ausgangspunkt aber komplett irrelevant. Es ging doch zu keinem Zeitpunkt um Verhandlungen mit dem abgebenden Verein. Es gab doch bei beiden eine Klausel. Gerade diese Spieler muss man natürlich selbst noch von einem Wechsel überzeugen. Für den abgebenden Verein ist tatsächlich völlig egal wie wir mit Spielern umgehen. Für die Spieler hingegen nicht. Und das war der Ausgangspunkt.
Das Guirassy und Anton den Verantwortlichen weniger wichtig war als Bellingham ist eine Aussage, die durch nichts belegt ist.