Beiträge von MrBlue

    MrBlue

    Du, ganz ehrlich: Was Du schreibst ist ein einziges großes „Ich fühl’s halt so, also muss es stimmen“. Dieses Gejammer über „despektierlich“ und „patriotisch“ ist nur Deko, um zu kaschieren, dass du nichts hast, außer die Empörung über etwaige despektierliche Begrifflichkeiten, an den du dich minutenlang hochziehen kannst.

    Du scheinst die Sachen nicht wirklich trennen zu können. Den Begriff patriotisch habe ich genauso wenig ins Spiel gebracht, wie den Vorwurf, du würdest Zverev ganze Tenniskarriere abwerten.

    Ich habe genau zwei deiner Aussagen als schwachsinnig bezeichnet. Nämlich, dass du seine Leistung im 3.Satz als "unwürdig" bezeichnet hast und dass du glaubst, wenn ein Gegner sehr gut aufschlägt müsse man "nur die Returnposition verändern" (wie es Topspieler deiner Meinung nach halt machen) und dann wäre es kein Problem näher an die Linie zu rücken. Und die beiden Aussagen bleiben genau das - Schwachsinn. Tut mir leid! Dass hat auch nichts mit fühlen oder so zutun. Bei einem durchgezogenen Aufschlag plus 200kmh stehst du halt nicht an der Linie - das macht genau null Sinn. Und wenn du einmal zwei Meter hinter der Linie stehst, weil du es musst um den Aufschlag überhaupt konstant retournieren zu können, ist es einfach unfassbar schwierig wieder an die Grundlinie zu kommen, wenn der Gegner nach dem Return weiter Druck macht. Da braucht es dann schlechte Folgeschläge des Aufschlägers, ansonsten bist und bleibst du in der Defensive. Das ist halt der Vorteil des Aufschlags. Und außer deiner leeren Phrase "muss er halt näher an die Grundlinie" habe ich von dir da noch nichts substanzielles gelesen, wie konkret du das machen willst. Ich fühle in diesem Fall also nichts, sondern deine These ist einfach eine, die nicht wirklich zu realisieren ist bzw wo eben auch der Aufschläger mitspielen muss. Kannst du inhaltlich ja gerne nochmal versuchen zu konkretisieren, aber für mich bleiben die beiden Aussagen Schwachsinn - sorry.

    Den ganzen anderen Rest, dass ich Zverev's mentale Leistung für extrem bemerkenswert halte und wieso ich das tue, etc. muss man nicht teilen bzw kann man sogar gerne auch völlig anders sehen - da habe ich gar kein Problem mit, weil es halt meine Meinung ist, die sich aus meinen Erfahrungen, dem was ich gesehen/erlebt habe speist. Entsprechend fand ich den Text von Star du Nord z.B. sehr angenehm. Völlig andere Sichtweise, aber ja völlig nachvollziehbar. Und dass du in Diskussionen dann am Ende auch oft darauf zurückfällst, dass andere Leute sich einen Strohmann bauen ist ja auch nichts Neues. Dazu passend ja auch dein Spruch "alles was ich sage, passiert ja auch." Andere Leute habe vielleicht andere Dinge gesehen/erlebt als du (auch wenn das für dich offensichtlich schwer vorstellbar ist) und entsprechend vielleicht auch andere Einblicke, aber gut. Du kannst gerne weiter was von Strohmännern erzählen. Macht das Ganze halt nur noch witziger, da du mit deinem Geschreibe ja auch nur davon ablenkst, dass du inhaltlich zu einem/dem Kern der Diskussion (deiner These gegen sehr gute Aufschläge müsse man nur die Position verändern und zack, steht man auch näher an der Linie und alles ist gut) rein gar nichts mehr beiträgst. Du haust einfach die These raus, leitest von der alles weitere ab (unwürdig, weggeschenkt)) und bringst aber null Argumente und ziehst Gegenargumente ins Lächerliche. Ich z.B. akzeptiere jede andere Sichtweise über die mentale Stärke von Zverev, weil mir bewusst ist, dass das meinen Erfahrungen geschuldet ist und ich deshalb vor solchen Veränderungen immer großen Respekt habe, weil sie nicht so easy sind. Wenn man das anders sieht - bitte gerne. Aber die Nummer mit dem Aufschlag kann man halt schlecht so sehen wie du, weil es halt einfach in der Vehemenz/Konsequenz in der du es schreibst nicht machbar ist.

    Ich sage das ganz neutral, wohlwissssend, das gleich ein Shi.storm auf mich zu fliegen wird, aber ich habe selten einen Thread hier gesehen, wo ein Sportler so gepusht bzw verteidigt wird, wie hier Zverev.

    Zverev hätte schon längst einen Titel holen müssen, ist tlw unglücklich, tlw unverdient und tlw selbstberschuldet gescheitert. Er ist aktuell KLAR die Nr 3 der Welt, und das auch nur weil wieder zwei Außerirdische vor ihm stehen. Er ist soweit ich das beurteilen kann ein sympathischer Kerl.

    Aber ich muss als neutraler Fan sagen, dass er hier - zumindest für meine Wahrnehmung - zu sehr mit Wattebäuschchen angegriffen wird. Von einzelnen Stimmen abgesehen, ist jeder Satzverlust nur einem überragenden Gegner geschuldet.

    Nehmt es doch einfach so wie es ist: wahrscheinlich benötigt es ein sehr leichtes Bracket, um endlich den "Monkey off his Back" zu bekommen.. Er muss sich nicht dafür rechtfertigen, aber man muss jetzt auch nicht seine Gegner groß reden. Es ist ein historische leichter Weg, zumindest im Vergleich mit den letzten 25-30 Grand Slams. Er wird wahrscheinlich morgen den Titel holen und das könnte dann eventuell endlich seine Last lösen und er schafft vielleicht noch ein paar weitere Grand Slams. Er ist ein sehr, sehr, sehr guter Spieler, aber mir ist hier die Brille tlw zu patriotisch

    Die Sichtweise ist fair und ich kann gut damit leben, dass du es so siehst!

    Wie DU-TH aber auch schon richtig angemerkt hat, wurde Zverev hier eigentlich über die letzten Jahre immer sehr kritisch gesehen (spielt viel zu passiv, gerade in den wichtigen Momenten, hat nicht den Kopf etc.). Was ja auch korrekt war, denn sein Werdegang kommt ja nicht von ungefähr. Aber dieses Jahr spielt er halt gänzlich anders als die Jahre davor und das nicht erst in Paris, sondern im Prinzip das ganze Jahr schon. Entsprechend ist die Kritik dieses Jahr deutlich weniger geworden, weil es recht offensichtlich ist, dass er an vielen der Kritikpunkten gearbeitet und einen klaren Schritt nach vorne gemacht hat. Und wenn man jahrelang meckert, gehört es auch dazu zu loben, wenn sich etwas verändert - wäre zumindest mal mein Ansatz und kann hier noch keine Überhöhung erkennen, oder?


    Und wie Playmaker#88 auch schon völlig korrekt beschrieben hat, ist so ein Turnierverlauf wie der von Zverev nicht ungewöhnlich, er fällt halt jetzt auf, weil sich in Deutschland Leute halt mit Zverev beschäftigen. Wenn Djokovic im Prinzip keinen absoluten Top-Spieler schlagen muss - wer bekommt es mit und wen juckt's? Bei Zverev kommt das halt nach jeder Runde wieder nach vorne, noch bevor es über die Leistung geht, a la 'na okay, jetzt ist der Titel ja auch keine Kunst mehr und quasi Pflicht.' Und das finde ich dann halt maximal despektierlich - sowohl was allein die mentale Leistung von Zverev angeht, aber auch den Gegnern gegenüber. Auch das kann man gerne anders sehen. Aber wenn dann wirklich offensichtlicher Blödsinn kommt (unwürdiger 3.Satz; muss er sich beim Return einfach anders hinstellen, Topspieler machen sowas und noch weiterer wirklicher riesengroßer Schwachsinn), dann darf man darauf auch mal hinweisen und vielleicht auch noch ein zweites Mal, finde ich jedenfalls. Wenn das dann zu patriotisch oder ein Überhöhen sein soll, dann überhöhe ich in dem Fall gerne - denn da waren einfach falsche Annahmen dabei vom Coach von der Couch oder würdest du das anders sehen?

    Was du aber gerne als überzogen ansehen darfst ist meine Meinung zu Folgendem: Ich habe in Sachen Sportmedizin/Sportpsychologie einen gewissen Background und da schon einiges miterlebt, wie Sportler völlig zerbrechen oder eben durch große Kraftanstrengungen nachhaltig etwas verändern. Und allein auf dieser Ebene - vollkommen ohne einen sportlichen Aspekt - würde ich alle Hüte die ich habe vor der mentalen Leistung von Zverev ziehen, wenn er nach dem Verlauf seiner Karriere und auch dem Verlauf dieses Turniers morgen den Titel holen sollte. Das wäre nur auf mentaler Ebene eine mMn unglaubliche Leistung, die man ihm gar nicht hoch genug anrechnen könnte und zu der die allerwenigsten fähig wären!

    Wie gesagt - Letzteres ist meine Meinung durch das was ich gesehen/erlebt habe. Das darf man gerne als "Überhöhung" ansehen. Aber wenn man gegen Aussagen wie "der 3.Satz war unwürdig" oder "muss er sich beim Return halt anders hinstellen" etwas sagt, dann sollte das mMn nicht in diese Kategorie fallen, da die Aussagen einfach schwachsinnig sind.

    Nur erklärt das nicht, warum Zverev plötzlich passiv wurde, die Returns nur noch geschoben hat und die Linie nicht mehr gesehen hat. Und dein „Wenn Mensik so serviert, MUSS man weit hinten stehen!!“ – süß. Als wäre das der erste Aufschläger der Tennisgeschichte, der mal ein paar Minuten heiß läuft. Ein Topspieler reagiert darauf, passt die Returnposition an, variiert, nimmt Risiko. Zverev hat’s nicht getan.

    Alles klar!

    Fehlt nur noch dein Argument, dass Zverev zig Millionen verdient und deshalb besser spielen muss als in Satz 3.

    Nicht das ich das Gefühl habe, eine Diskussion mit dir macht Sinn. Aber dann sag doch mal was konkretes, anstatt so Worthülsen wie "Topspieler passen die Returnposition an." Wie denn?

    Ein Topspieler akzeptiert den Umstand, dass es Phasen gibt, in denen der Gegner manchmal überragend spielt, lässt sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen, sondern lauert auf seine Chance und schlägt dann zurück, wenn der Gegner nur einen Moment nachlässt. Und das hat Zverev gemacht, weil er jederzeit mental stabil geblieben ist.

    Aber veränder du gerne die Returnposition und erzähl weiter was du meinst erzählen zu müssen. Hat mich im Radsport-Thread schon begeistert, aber auch da hat es ja schließlich geklappt, deinen erhellenden Weisheiten aus dem Weg zu gehen :thumbsup:.

    Der Punkt „Mensik hat halt extrem riskiert“ erklärt nicht, warum Zverev nach der Unterbrechung komplett den Faden verloren hat. Ein Top‑Spieler darf sich von einer kurzen Risiko‑Phase des Gegners nicht derart aus dem Konzept bringen lassen. Genau das ist passiert: zu passiv, zu wenig erste Aufschläge, kaum Initiative und das ist selbstverschuldet und nicht vom Gegner erzwungen.

    Mensik hat gut gespielt, klar. Aber Zverev hat den Satz nicht wegen übermenschlicher Winner verloren, sondern weil er sein Niveau deutlich unter das der ersten beiden Sätze gedrückt hat. Das als „kann halt passieren“ abzutun, verfehlt den Kern.

    Der 4. Satz lief besser, weil Zverev wieder aktiv wurde, Mensiks Peak vorbei war und die Dynamik wieder normalisierte.

    Nee, ist und bleibt halt Quatsch was du schreibst, mMn.

    Guck dir mal den 3.Satz gerne nochmal an. Und dann achte mal nur auf die Aufschlagspiele von Mensik, guck dir an, wie der aufgeschlagen hat und wie der danach Druck gemacht hat. Es geht gar nicht um unmenschliche Winner, die du bei den Bedingungen ja ohnehin gar nicht so gut schlagen kannst. Aber wenn Mensik so serviert, dann musst du den Return von weit hinter der Grundlinie spielen - du hast gar keine andere Wahl, oder hast du da auch noch andere Expertise? Und wenn er dann weiter Gas gibt, dann will ich sehen, wie du da wieder nach vorne an die Linie kommst, um selber Druck zu machen. Das ist halt einfach unglaublich schwierig, wenn Mensik mit jedem Schlag volles Risiko geht.

    Klingt für mich nach viel Gelaber von der Couch - sorry. Das hat nix mit aus dem Konzept bringen lassen oder das darf einem Top-Spieler nicht passieren. Das kann (Alcaraz und Sinner vielleicht ausgenommen) in einem Best-Of-Five Match wirklich jedem passieren. 3,5 Stunden auf allerhöchstem Niveau zu spielen bei allen möglichen Einflüssen, einem Gegner auf der anderen Seite - wenn du das kannst, Respekt. Aber das bezweifel ich doch sehr stark...

    Ouedraogo passt grundsätzlich viel besser in Nagelsmanns System. Der spielt ohne klassische Flügel und genau dort ist El Mala am stärksten. Im Zentrum bringt dir Ouedraogo sofort mehr Struktur, Tiefe und Pressingresistenz.

    ??

    Wenn Quedraogo doch viel besser ins System passt und die Sachen, die du benennst so super gut macht, wieso hat er ihn dann nicht von vorneherein nominiert?

    Jetzt hat man doch ein totales Überangebot an zentralen Spielern, die ohnehin nicht alle spielen können. Wie viele Minuten wird Quedraogo denn bekommen?

    Und ich sehe es schon kommen, dass man beim Stand von 0:1 gegen die Elfenbeinküste in der 70.Minute dann zwei zentralen Mittelfeldspieler bringt, wo mir persönlich dann El Mala oder Schade mit Tempo und 1 zu 1 Qualitäten deutlich lieber gewesen wären, weil es Qualitäten sind, die dem Kader so halt völlig fehlen. Ich habe doch lieber eine Mischung als x-mal den gleichen Spielertypen :madness

    Nun muss sich Zverev den Titel holen. Mensik war für mich das größere Risiko gegenüber von Coboli.

    Ich persönlich halte Cobolli für die schwierigere Aufgabe, gerade wenn die Bedingungen so bleiben wie gestern. Cobolli ist extrem gut zu Fuß und spielt extrem viele Bälle zurück. Da wird es schwierig Winner zu schlagen. Dazu sollte Cobolli deutlich fitter sein als Mensik, da er nicht nur das Halbfinale nicht spielen musstee, sondern auch davor eigentlich ähnlich souverän war wie Zverev.

    In München hat Cobolli glatt gewonnen gegen Zverev. Bei dem Turnier fand ich den Deutschen aber auch nicht so gut. In Madrid hat Zverev dann im Viertelfinale glatt gewonnen - genau wie letztes Jahr in Paris in Runde 3.

    Spannend wird die mentale Komponente werden. Zverev weiß seit Tagen, dass das hier seine Chance ist und wird riesengroßen Druck haben. Bisher macht er das bärenstark, aber das kann in einem Finale auf jeden Fall ein Faktor werden. Zverev war schon mehrmals kurz davor und ist immer (teilweise dramatisch) gescheitert. Der Gedanke wird am Sonntag definitiv mitspielen, was nur menschlich ist, aber eben ein Problem werden könnte für Zverev...

    Trotzdem hoffe/glaube ich an Zverev in vier.

    Ich glaube übrigens keinesfalls an ein gezinktes Spiel der Italiener. So funktioniert Profisport nicht. Kein Sportlern zieht zurück wenn es auch nur eine geringe Chance gegeben hätte seine Leistung abrufen zu können. Tennis ist immernoch ein Individualsport.

    Dass das Spiel gezinkt war, wollte ich keinesfalls ausdrücken - das glaube ich auch nicht!

    Aber dass Arnaldi gar nicht erst auf den Platz kommt, hat mich schon erstaunt. Bei der Chance und dem Spiel seines Lebens hätte ich gedacht, dass er es zumindest versucht. Dass es für ihn schwierig bis unmöglich werden würde war ja klar. Nie hat ein Halbfinalist zuvor länger auf dem Platz gestanden. Dass er körperlich klar unterlegen sein würde, davon war absolut auszugehen. Aber eben weil es ein Individualsport ist und sein Moment war - Halbfinale French Open, Primetime - hatte ich erwartet, er kommt zumindest raus. Aber alles gut. Wird schon seine Gründe gehabt haben und wer bin ich das zu beurteilen. Ich war halt nur verwundert, als ich es erfahren habe.

    Hab ich was anderes behauptet? Dieser Satz war halt seines Spiels bei diesem Turnier nicht würdig und zeigt, wie schnell man ihn doch mit sowas aus dem Konzept bringen kann.

    Aha, der 3.Satz war seines Spiels bei diesem Turnier also nicht würdig...

    Du hast aber schon gesehen, dass Mensik im 3.Satz phasenweise alles oder nichts gespielt bzw super viel riskiert hat und dabei erstaunlich wenig Fehler gemacht hat in der Phase des Matches? Und wenn ein Spieler wie Mensik riskiert, seine Aufschläge trifft und gerade mit seiner Rückhand durchzieht, dann ist dass für den Gegner halt auch mal echt schwierig sich da nicht komplett in die Defensive drücken zu lassen. Das hat er nicht über einen längeren Zeitraum durchgehalten und deshalb folgerichtig verloren, aber Satz 3 nach der Unterbrechung war schon extrem, was Mensik da gemacht hat.

    Das hat dann aber relativ wenig bis gar nichts mit unwürdig zutun, sondern kann halt easy passieren. Aber lieber dann Zverevs Spiel als unwürdig bezeichnen anstatt anzuerkennen, was der Gegner da gemacht hat - genau die Art, die ich mag :thumbup:.

    Arnaldi hat verdammt lange auf dem Platz gestanden. Das der nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte sein würde war klar. Aber das er gar nicht antritt, hat mich dann gerade schon verwundert und hat zumindest mal ein leichtes Geschmäckle bzw wirft die Frage auf, ob er das auch so gemacht hätte, wenn er nicht gegen seinen Kumpel Cobolli, sondern z.B. FAA hätte spielen müssen?

    Aber sei es drum - also Zverev gegen Cobolli am Sonntag :thumbup:.

    Und schon schenkt er den 3. Satz weg

    Natürlich schenkt Zverev ihn weg... :stone Dass Mensik seit seiner Auszeit einfach mal so spielt, wie er es auch ins Halbfinale geschafft hat, kann man da gerne unter den Tisch fallen lassen :thumbsup:.

    Best of Five ist halt ein langer Weg auf dem viel passieren kann. Da geht es nicht immer in eine Richtung, sondern schwankt auch mal. Für mich bleibt das Fazit aber nach Satz 3 so wie nach Satz 1: Die Zeit spielt für Zverev und wenn er es schafft nah an der Linie zu stehen, ist er der bessere Spieler. Wenn Mensik an seinem Optimum aufschlägt, ist der halt sehr schwer zu breaken. Aber der muss auch erst einmal noch zwei Sätze auf dem Niveau hinbekommen. Mensik hat extrem viel riskiert in Satz 3 und ist dafür belohnt worden. Und eigentlich muss er auch noch zwei weitere Sätze so viel riskieren, um eine Chance zu haben. Ob das gelingt, da habe ich doch so meine Zweifel...

    Die Bedingungen heute sind natürlich sehr bescheiden und sicher nicht das, was Zverev sich gewünscht hat. Man sieht ja auch sehr sehr schön, dass es deutlich schwieriger ist Winner zu schlagen im Vergleich zu den ersten Runden.

    Insgesamt war der 1.Satz wieder so wie in den Runden davor - nicht komplett schlecht, aber sicher noch weit weg von optimal. Zverev hatte da ja auch in den letzten Runden zu Beginn so seine Problemchen:

    Bei eigenem Service wirkt er noch größtenteils stabil. Wenn er dann im Ballwechsel ist, war er nah an der Linie und ist dann auch der druckvollere Spieler. Bei Aufschlag Mensik hat Zverev aber einfach das Problem, dass er sehr weit hinter der Gundlinie steht und dadurch nicht nur anfällig ist für die Stops von Mensik, sondern dann auch nicht soviel Druck machen kann wie bei seinem eigenen Service. Wenn er es da schafft, im Laufe des Ballwechsels nah an die Linie zu kommen, ist er mMn auch da besser, aber das passiert noch zu selten bzw schlägt Mensik noch sehr gut auf.

    Insofern ist es ein enges Match. Anlass zu Hoffnung (neben dem Ergebnis) gibt es aber dennoch genügend:

    Zverev ist in den wichtigen Momenten da bzw wackelt der Gegner halt auch wieder in diesen Situationen (2x Doppelfehler und ein sehr vermeidbarer Fehler von Mensik zum Break). Dann sollte die Dauer des 1.Satzes Mut machen. Mensik hat schon einiges an Tennis in den Beinen und ist in der Vergangenheit nicht immer kampflos durch lange Matches gekommen. Und wenn sich Zverev dann außerdem wieder so steigern kann wie gegen Jodar und de jong im Laufe des Spiels, dann bin ich doch absolut guter Dinge.

    Beispielsweise ein Temporäres Leichtatlethikstadion (+ Olympiadorf) was sofort nach Olympia umgebaut werden soll.
    Infrastruktur muss natürlich auch verbessert werden.

    Man sagt zwar es wäre für nur 5 Milliarden, aber das scheint sehr optimistisch gerechnet.

    Aber das ist nur meine Meinung keine wissenschaftlich fundierte These.

    Okay.

    Temporäres Olympiastadion muss gebaut werden - korrekt. Aber ansonsten stehen in NRW alle Sportstätten bereits. Ist das in München auch der Fall?

    Bei Infrastruktur und Olympischem Dorf bedarf es sicherlich Investitionen in NRW. Aber die sind ja beide nicht auf das Event beschränkt, sondern davon profitiert die Bevölkerung in der Region ja auch darüber hinaus. Und auch hier die konkrete Frage, ob es diese Investitionen nicht auch in München braucht?

    Ich habe mich mit der Bewerbung von NRW durchaus befasst und habe da auch öfter einen Betrag von ca. 5 Mrd gelesen/gehört. Mit München habe ich mich nur sehr rudimentär befasst, aber wenn man da mal sucht, findet man auch da ganz ähnliche Zahlen, die ich obendrein so verstehe, dass in München sogar etwas mehr in die Sportstätten gehen müsste als in NRW.

    Insofern verstehe ich deine Aussage "NRW wäre deutlich teurer als München" noch immer nicht wirklich. Logisch könnte es auch in NRW am Ende deutlich teurer als 5 Mrd werden - ist ja oft so bei solchen Events, dass Plan und Realität oft nicht viel miteinander zutun haben. Aber aktuell tun sich die beiden Bewerbungen von meinem Verständnis nicht viel bei den Kosten und daraus ein Argument für oder gegen eine der Bewerbungen konstruieren zu wollen, halte ich für genau das - konstruiert.

    NRW wäre deutlich teurer als München, weil viel neu gebaut werden muss. Außerdem auch sehr komplex mit vielen verschiedenen Standorten.

    In München hat man bereits das Olympiastadion, -Park und -Hallen. Man müsste nur renovieren. Nur das Olympiadorf müsste neu gebaut werden.

    Da du dich ja damit beschäftigt zu haben scheinst, kannst du mir den Satz, dass "NRW deutlich teurer wäre, weil viel neu gebaut werden muss" sicherlich erläutern.

    Was muss denn in NRW komplett neu gebaut werden und inwiefern ist dass dann deutlich mehr/teuer als in München? Beziehst du das auf die Sportstätten oder auf die Infrastruktur oder wie kommst du zu der Aussage?

    Der Knackpunkt ist und bleibt aus meiner Sicht Zwerevs (relativ) risikoarmes Spiel. Wenn er einen Gegner erwischt, der im Spiel gegen ihn seine Dinger trifft, dann wird es wieder nicht reichen. Wenn seine Gegner etwas anbieten (wie bisher), dann ist er da. Ich sehe Zwerevs Leistungslevel als konstant auf hohem Niveau an und der Gegner entscheidet, ob das reicht, ich traue ihm nicht zu, in einem Spiel sein Spiel umzustellen, wenn er aufgrund eines starken Gegners auf der Verliererstraße ist.

    Genau das empfinde ich in dieser Saison aber als so deutlich besser bei Zverev - nimm nur gestern das Spiel gegen Jodar:

    Der hat Zverev im 1.Satz teilweise hergespielt, war viel aggressiver und Zverev konnte von Glück sagen, dass der Spanier in den wichtigen Momenten leichtes Nervenflattern bekommen hat.

    Ab Satz 2 war Zverev dann aber wesentlich aktiver, seine Schläge hatten mehr Zug und eine andere Länge. Jetzt kann man sagen, er war nicht auf der Verliererstraße, sondern hatte eine Satzführung im Rücken - fair. Mal sehen, wie er reagiert, wenn er zurückliegen sollte. Aber im Vergleich zu den Vorjahren ist Zverev schon die ganze Saison 2026 mMn wesentlich aktiver & auch in einem Spiel wesentlich variabler als er es sonst war. Da ist ohne Frage noch Luft, aber da ist er sooo viel besser geworden finde ich...

    War nicht abwertend gemeint, entspricht aber der Tatsache. Im Extremfall ist der bestgesetzte im HF Nr.4 , ansonsten Nr10 , dann 1 Umgesetzter und 1x 26/28. Das ist schon mehr als vorteilhaft und ohne Recherche würde ich behaupten extrem selten.

    Ich habe jetzt auch keine tiefe Recherche betrieben, sehe das aber - gerade in Paris anders. Man ist einfach verwöhnt durch Nadal, Federer, Djokovic, Alcaraz, Sinner - die ja einfach immer weit kommen/gekommen sind. Daher kennt man es kaum noch, dass mal ein "Underdog" im Halbfinale oder Finale steht. Aber in der Ära davor - keine Ahnung Anfang bis Mitte der 2000er sagen wir mal meinetwegen - kann ich mich an Spieler im Finale erinnern wie Albert Costa, Martin Verkerk, Gaston Gaudio, Magnus Norman, Mariano (?) Puertas...

    Das waren jetzt auch keine Top-Spieler, hatten in einem Jahr aber halt mal einen Lauf und haben sich auf Sand dann in einen Rausch gespielt. Das gab es vor dieser Ära der großen Dominatoren doch regelmäßig in meiner Erinnerung. Und ich glaube, dass es diese Spieler immer noch gibt, die ohne Frage überraschen könnten. Nur fallen diese Kategorie Spieler halt nicht mehr so auf, weil die Qualität an der Spitze so überragend ist. Jetzt sind Sinner, Alcaraz verletzt, Djokovic in die Jahre gekommen und dann hast du da halt mal andere Namen, die aber alle zocken können. Und klar ist Zverev da im Normalfall der Stärkste. Aber gegen Fonseca, Mensik, Berrettini, FAA z.B. kannst du in einem Best of Five in einer Drucksituation in jedem Fall verlieren.

    Die Chance ist groß, ohne Frage. Aber ein Selbstläufer wird das keinesfalls...

    Wenn sich das nicht in den letzten 20 Jahren dramatisch geändert hat ist der Modus aber halt Best of 1 und nicht Best of 5.

    Was genau willst du damit sagen? :paelzer:

    Wer den 1.Satz gewinnt, gewinnt bei einem GS automatisch das ganze Match, oder wie darf man deine Aussage verstehen?

    Naja ganz ehrlich: Zverev spielt richtig gut und das restliche Feld ist...naja: halt da. Wer soll ihn bitte in einem best of 5 besiegen?

    Das restliche Feld ist halt da finde ich schon sehr abwertend formuliert. Man ist halt seit Jahren verwöhnt, dass Federer, Nadal, Djokovic, dann Sinner, Alcaraz immer liefern und ins Finale kommen. Zum Einen ist das nicht selbstverständlich und zum Anderen haben Nadal und Alcaraz ihre Karrieren z.B. irgendwann auch mal in Paris so richtig gestartet und waren ab dem Moment "einfach da."

    Jodar, Fonseca, Mensik, ua sind die neue Generation, die jetzt schon unglaubliche Stärken haben und in Zukunft ganz sicher die großen Turniere mit prägen werden.

    Außerdem kann in einem Best-Of-Five Match per se viel passieren (z.B. Verletzungen, das weiß Zverev nur zu gut) und in einem Feld, in dem keiner der verbleibenden Spieler bisher einen GS gewonnen hat, ist es auch mental extrem schwierig das Ding zu ziehen. Da kann im Kopf auch alles passieren, auch wenn Zverev gerade da aktuell brutal stabil wirkt.

    Das wird eine ganz schwierige Aufgabe für Zverev. Er wird deutlich aktiver und aggressiver spielen müssen als bisher in Satz 1. Kann er schaffen bzw hat er dieses Jahr schon gezeigt. Ob er es heute, jetzt in diesem Match kann - ich hoffe es sehr und traue es ihm auch absolut zu. Aber das ist noch ein schwieriger Weg.

    Was mich an Zverev dieses Jahr aber wirklich beeindruckt, ist seine Ruhe. Er ist den Satz über schwächer, wie schon gegen de Jong, bleibt aber cool, verteidigt was er kann und ist dann in wichtigen Momenten absolut da. Mental ganz stark!

    Wow - wirklich stark von Zverev. Gegen Jodar in der Form des 1.Satzes wären die allermeisten sicherlich in Satzrückstand geraten.

    Umso beeindruckender, wie er den 1.Satz zieht und dann so derart zulegt und konsequent spielt, dass Jodar dann am Ende quasi chancenlos ist.

    Absoluten Respekt an Zverev! Und jetzt mal gucken, wer dann im Halbfinale wartet.

    Puh - Jodar bisher spielerisch mMn eigentlich klar besser als Zverev. Super Länge, extrem gute Returns und immer wenn sich die Chance bietet aggressiv darauf aus den Punkt zu machen. Einzig in manchen engen Situationen (Aufschlagspiel zum Satzgewinn und im Tie-Break) merkt man vielleicht noch ein wenig die Nervosität, da er da ein paar Fehler eingestreut hat. Aber sonst ist das schon sehr beeindruckend vom jungen Spanier.

    Das wird eine ganz schwierige Aufgabe für Zverev. Er wird deutlich aktiver und aggressiver spielen müssen als bisher in Satz 1. Kann er schaffen bzw hat er dieses Jahr schon gezeigt. Ob er es heute, jetzt in diesem Match kann - ich hoffe es sehr und traue es ihm auch absolut zu. Aber das ist noch ein schwieriger Weg.

    Was mich an Zverev dieses Jahr aber wirklich beeindruckt, ist seine Ruhe. Er ist den Satz über schwächer, wie schon gegen de Jong, bleibt aber cool, verteidigt was er kann und ist dann in wichtigen Momenten absolut da. Mental ganz stark!

    Und das sollte auch so sein. Geschenkt gibt es bei einem GS Turnier selten was. Jodar, Mensik und Fonseca werden das Tennis in den nächsten 10 Jahren mit prägen.

    Trotzdem läuft das alles ziemlich optimal für Zverev. Der Rest seiner Hälfte gibt es sich in ihren Matches gegenseitig so richtig. Und das ist ja nicht nur körperlich, sondern auch mental belastend. Zverev auf der anderen Seite hatte bisher ja ein eher ruhiges Turnier. Das sollte schon ein Vorteil sein. Jodar hat ja auch die letzten beiden Matches fünf Sätze spielen müssen.

    Das ist definitiv noch ein harter Weg zum Titel, aber ob so eine Chance nochmal wieder kommt? Man darf ja auch nicht vergessen, dass Fonseca, Mensik oder Jodar durchaus auch schon in Runde 3 hätten warten können.

    Ja, absolut.

    Wobei die fünf Sätze, die Jodar gegen Carreno Busta gespielt hat körperlich jetzt nicht so anstrengend gewesen sein dürften wie "normale 5 Satz Matches."

    Fonseca finde ich sehr beeindruckend. Nicht nur körperlich, sondern gerade mental. Erst gegen Djokovic 0:2 gedreht und dann gegen Ruud auf Sand, den ich da auch für extrem unangenehm und schlau halte - das ist schon große Klasse.

    Wenn ich tippen müsste, würde ich auch auf Fonseca tippen, nicht auf Mensik. Letzterer hat zwar eine super Rückhand, aber die Vorhand kann da noch nicht mithalten.

    Aber definitiv hat Zverev echt wenig "Glück" in seiner Karriere. Erst hat er Nadal und Djokovic vor der Nase, dann Sinner und Alcaraz und die nächste Generation steht schon wieder in den Startlöchern. Aber dieses Jahr ist er für mich trotzdem der Favorit auf den Titel. Wenn es weiter warm/heiß bleibt in Paris, dann sind die Chancen vermutlich wirklich so groß wie vielleicht nie wieder...

    Nächstes super Match an dem Fonseca beteiligt ist. Aber Ruud hält auch sehr clever dagegen.

    Bei aller berechtigten Hoffnung auf den lang ersehnten/fälligen Triumph von Zverev. Der Weg ins Finale ist noch ein langer und steiniger vorbei an Jodar und dann Fonseca/Ruud/Mensik/Rublev.

    Hoffentlich fängt er sich schnell und legt noch zwei, drei Gänge zu.

    Erledigt!

    Letztlich souverän, wenn auch nicht nur weil er seine eigene Form steigern könnte, sondern weil der Gegner auch sukzessive abgebaut hat. Aber mit nur einem Satzverlust ins Viertelfinale - viel besser geht es nicht. Sehr schön!

    Jetzt also gegen Jodar. Das wird eine echte Prüfung. Der Spanier hat zwar jetzt 2x fünf Sätze überstehen müssen, aber dieses Jahr bisher auf Sand nur gegen Fils, Sinner und Darderi verloren. Der kann schon zocken und ist - ähnlich wie ein Fonseca - wenn mal im Fluss, echt schwer zu schlagen - wird sicherlich ein gutes Match!

    Es ist schon krass, was zehn Grad weniger mit dem Spiel von Zverev machen. Wobei ich ihn so schwach wie in den ersten 20 Minuten heute das ganze Jahr über noch nicht gesehen habe. Acht Fehler nach drei Aufschlagspielen - mit so einer Quote kann man kein Tennis-Match gewinnen...

    Hoffentlich fängt er sich schnell und legt noch zwei, drei Gänge zu. De Jong spielt natürlich ein tolles Turnier und hat rein gar nichts zu verlieren. Aber in Normalform darf der Niederländer kein Stolperstein sein.

    Ich bin sehr gespannt, wie es bei Liverpool weitergeht!

    Vor einem Jahr hätte wohl kaum jemand an Slot gezweifelt. Dann ein verrückter Transfersommer und ein großer Umbruch - diesen Sommer wird vermutlich ein weiterer folgen, wenn ich mir den Kader vor allem defensiv so anschaue. Und dann bin ich sehr gespannt, ob das mit einem anderen Trainer so viel besser aussehen wird als mit Slot, wenn du in so kurzer Zeit einen Kader so auf links drehst.

    Iraola oder Glasner würde ich super gerne sehen. Gar nicht wegen Liverpool explizit, sondern weil ich beide gerne bei einem großen Club sehen möchte. Ich glaube aber irgendwie nicht daran, dass es einer der beiden wird...

    Ich denke, dass man in so einer Diskussion mit Verallgemeinerungen nicht weit kommt. Es gibt fleißige Beamte, es gibt fleißige Leute in der freien Wirtschaft und es gibt Leute in beiden Bereichen, die sich lediglich die Eier schaukeln, aber sicher nicht arbeiten wollen.

    Beim Thema Beamtentum muss ich immer nur in unsere Nachbarschaft gucken. Da wohnen relativ viele Beamte, beide direkten Nachbarn sind welche (bei der Stadt) und könnten unterschiedlicher nicht sein:

    Der eine hat noch 2/3 seines Berufslebens vor sich, wollte immer und unbedingt verbeamtet werden, weil er dem vermeintlichen Klischee nachgerannt ist "gutes Geld für wenig Arbeit." Und wenn ich mittlerweile sehe, wie oft der unter der Woche vormittags im Garten sitzt, kriegt er das wirklich gut hin und macht da auch absolut keinen Hehl draus, dass er beruflich ein laues Leben haben will und auch hat.

    Der andere ist fast am Ende seiner Berufslaufbahn angekommen. Ist einer der fleißigsten und korrektesten Menschen, den ich kenne. Ich habe nie mit ihm gearbeitet, aber so wie ich ihn ansonsten kenne, würde ich sagen "Vorzeige-Arbeitnehmer" wie ihn sich jeder wünschen würde. Aber der wird seit Jahren immer frustriertet und meckert immer lauter über die Umstände/Zustände. Unnötige Wege, langwierige Prozesse, unfähige Mitarbeiter, aufgeblähtes System, etc. und vor allem darüber, dass er, obwohl kein kleines Licht bei der Stadt, es nicht schafft, da Prozesse zu verändern/verbessern. Schema F und auch wenn alle wissen das Schema F Mist ist bzw. es besser gehen würde, ziehen alle munter weiter Schema F durch - haben wir ja schon immer so gemacht. Wie oft ich mir das anhören durfte und wie gefrustet der WAR... Mittlerweile ist er entspannt, hat noch etwas über 2 Jahre und hat die Situation akzeptiert. Vier Tage Homeoffice und sitzt wochentags auch im Garten, weil er sich denkt "leckt mich doch." Und auch der macht daraus keinen Hehl und sagt klar "ich wollte so viel, andauernd hat mir jeder Steine in den Weg gelegt, jetzt könnt ihr mich mal."

    Logisch hast du das auch in der freien Wirtschaft und das ist explizit kein Beamten-Bashing. Aber ich finde es immer bezeichnend, wenn ich die beiden sehe: komplett verschiedene Arbeitseinstellung, komplett verschiedenes Mindset. Aber unterm Strich sind beide - Stand jetzt heute - alles andere als produktiv in ihrem Job und erzählen das auch offen jedem, der es hören will. Und auch wenn es mir letztlich egal ist, denke ich mir nur anhand der beiden Beispiele im direkten Umfeld: irgendwas scheint da grundlegend falsch zu laufen, wenn du arbeitsunwillige Leute offenbar ja irgendwie anziehst und arbeitswillige und auch änderungswillige Leute vergraulst.

    Vielleicht sind das Einzelfälle und mit Sicherheit gibt es auch noch andere Kategorien von Beamten. Aber wenn ich dann an anderer Stelle immer höre, dass man in den Ämtern so viel zutun hat und man diesen Apperat keinesfalls verschlanken, sondern aufstocken sollte, damit Anträge etc schneller bearbeitet werden können, dann gucke ich am Montag Vormittag um 10Uhr schmunzelnd von meiner Terasse nach links und nach rechts und sehe meine beiden Nachbarn seelenruhig mit einer Tasse Kaffee in der Sonne sitzen und denke mir meinen Teil über das Beamtentum in der Stadtverwaltung...

    What a Match!

    Und vor allem - wie Fonseca immer weiter aktiv (wobei aktiv ja noch völlig untertrieben ist) geblieben ist und in entscheidenden Momenten voll auf die Winner gegangen ist - mit 19. Riesen Respekt!

    Djokovic heute mal wieder mit dem eindeutigen Beweis, wieso er - bei allem Respekt den ich vor seinem sportlichen Erfolg unzweifelhaft habe - doch nie an die allergrößten dieses Sports heranreichen wird für mich:

    Die Brasilianer unterstützen ihren jungen Landsmann und feuern ihn nach Punktgewinnen ordentlich an. Und Djokovic reagiert mehrfach beleidigt, gibt Küsschen ins Publikum und guckt nach absolut grandiosen Winnern von Fonseca mehrfach komplett ungläubig, so nach dem Motto "Wie kann der so gut spielen" bzw "wieso sind alle für den anstatt für mich."

    Dabei ist die Frage recht einfach zu beantworten: Fonseca nimmt sein Herz immer mehr komplett selbst in die Hand und spielt ohne Furcht einfach grandioses Tennis. Hoffentlich kann er das komplett drehen!

    Das Turnier könnte tatsächlich die endgültige Geburtsstunde der nächsten Generation sein. Fonseca und Jodar machen schon extrem Spaß dieses Jahr!

    Mit Konoplya wurde jetzt der nächste ablösefreie Neuzugang offiziell bestätigt! :thumbup:

    Jetzt noch Uno fix machen und dann auf der Abgangsseite idealerweise nachziehen mit einigen Verkäufen (wobei das ungleich schwieriger bzw langwieriger werden dürft).