Chain-Gang

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  • Das sehe ich ähnlich. Heutzutage hätte man zumindest in der NFL ganz andere Möglichkeiten, mit Superzeitlupe und Computerunterstützung den korrekten Spot festzulegen. Klar, das wäre ein ziemlicher Aufwand, aber länger als *sing* "the man, working on the chain gang" braucht, würde das auch nicht dauern.
  • yep. es liegt viel am guten willen (oder auch nicht) der refs, wo der ball platziert wird. es gab schon oft die situation, in der die zeitlupe in etwa den punkt zeigt und die refs dem ball einen "bad spot" geben.

    auch refs sind nur menschen, oder? :referee:

    aber die frage kann nur referee oder bfe beantworten... :p
    RoughValley Rheingauners -NFL-Talk ex B-Ligist

    *** 1st pick overall: 12.02.2007 18:50 Uhr 3040 Gramm, 51 cm ***
  • Nanana, nicht so respektlos, bitte.

    Wo der Ball durch die Refs plaziert wird, ist natülich eine Sache des Augenmaß, aber in der Regel sind die Jungs schon fit, wie man z.B. am Sonntag beim Spiel Packers-Vikings gesehen hat. Im letzten Viertel raste da WR Ferguson in Richtung Goal Line und wurde auf Höhe der Goal Line von 2 Mann gestoppt. Da konnte man von aussen (bzw. vorm TV) - so schnell, wie das ganze abgelaufen war, nicht sagen, ob Ferguson mit dem Ball über die Goal Line gekommen war, bevor er "gedownt" wurde. Der zuständige Ref jedoch zeigte ohne zu Zögern auf die Stelle, an der sich der Ball befand, als Ferguson mit dem Knie zu Boden ging. Und die Wiederholung zeigte: Bingo, der Ref hatte absolut recht, der Ball gehörte genau zwischen 1-yard Linie und Goal Line. Dafür braucht es schon ein gutes Augenmaß und jede Menge Erfahrung.

    Und die Chain ist sehr wohl genau. Sobald der Ball bei einem 1st down "gespottet" wurde, wird die Chain an der Außenlinie daran ausgerichtet: Sie beginnt dort, wo die sich die Spitze des Balls (inm Angriffsrichtung) befindet. Damit die Kette dann auch beim evtl. Nachmessen genau liegt, wird ein Marker an der Kette verwendet:

    Dieser Marker wird beim 1st down genau an dem (in Angriffsrichtung befindlichen) Ende der "10er Linie" (also 30 yard-Line, 40 Yard Linie, Midfield, etc.) an der Kette fest gemacht, die sich innerhalb der 10 Yards befindet. Denn irgendwo innerhalb der Kette ist ja immer eine 10-Yard-Linie, sei es ganz am Anfang, in der Mitte oder ganz am Ende.

    Wenn man nun davon ausgeht, dass der Ball von den Refs korrekt plaziert worden ist, ist die chain ein durchaus brauchbares Mittel, um nachzuprüfen, ob das First Down erreicht wurde.

    Natürlich könnte man das heute auch mit GPS-Sensor im Ball :jeck: oder sonstwie machen, aber das wäre wohl erstens reichlich teuer und zweitens gehört die chain gang zum Spiel und spannend ist es ja auch, wenn die Jungs aufs Feld kommen, oder? ;)
  • Johnny No89 schrieb:

    Wenn man nun davon ausgeht, dass der Ball von den Refs korrekt plaziert worden ist, ist die chain ein durchaus brauchbares Mittel, um nachzuprüfen, ob das First Down erreicht wurde.


    Aber genau das ist ja der springende Punkt. Dass die Chain mit Hilfe des Markers ziemlich genau misst, ist mir schon klar. Aber die Platzierung durch die Refs kann gar nicht so genau sein, als dass eine millimetergenaue Abmessung Sinn machen würde. Das ist keine Kritik an den Refs, so ein Augenmaß hat ganz einfach niemand.
  • Silversurger schrieb:

    Das ist keine Kritik an den Refs, so ein Augenmaß hat ganz einfach niemand.


    richtig, aber dadurch das wir (fast) immer auf Ballhöhe sind, liegen wie meist schon seht genau.

    Im Gegensatz zu den Coaches, die aus der Teamarea, aus einem unmöglichen Winkel, aus 30 Yards Entfernung, das ganze natürlich immer haargenau gesehen haben und entweder brüllen "Das war ein 1st down" oder wenns halt um den Gegner geht "der war nie und nimmer im 1st down"

    Wie auch immer.. es ist immer eine "Ansichtssache" ;)

    Gruß Markus :referee:

    PS: sehr sehr schöne Erklärung, Jonny :)
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  • Mal was anderes zur Chaingang.

    Letztes Jahr habe ich ein Spiel auf Premiere gesehen (weiß nicht mehr wer, im Zweifelsfall aber wohl eines der Fins), bei dem der Ballträger (QB) an der Außenlinie entlang lief und kurz vor einem wahrscheinlich harten Tackle ins Seitenaus ging.
    Das ganze machte er ca. 1 yard hinter dem Mann der Chaingang, der das Ende hält, welches normalerweise ein 1st down markiert.
    Jubel, Trubel, Heiterkeit, die Offense freut sich über ein 1st down. Aber nein!
    Es war keins, denn der Typ der Chaingang hatte die Kette nicht auf Spannung, so dass er ca. 2 yards von dem Spot wegstand, der ein neues 1st down gewesen wäre.
    Klar kann man sagen, dass der QB selber wissen muss, wann 10 yards vorbei sind, aber wenn die Chaingang immer geholt wird um ein 1st down festzulegen, dann kann ich doch wohl davon ausgehen, dass die das am Spielfeldrand auch ordentlich markieren. Oder etwa nicht?
  • Grundsätzlich schon, allerdings habe ich schon mehrfach gesehen, wie die Jungs mit dem Marker dem "tackle" des ihnen entgegenlaufenden Spielers aus dem Weg gegangen (um nicht zu sagen: angsterfüllt gesprungen) sind. Weicheier! :jeck:
  • Hammer24 schrieb:

    Grundsätzlich schon, allerdings habe ich schon mehrfach gesehen, wie die Jungs mit dem Marker dem "tackle" des ihnen entgegenlaufenden Spielers aus dem Weg gegangen (um nicht zu sagen: angsterfüllt gesprungen) sind. Weicheier! :jeck:


    Genau die können nix ab :D. Bei Madden renne ich die auch dauernd um und dann fallen sie wie so'n Käfer auf den Rücken, das beste Feature im ganzen Spiel :hinterha:.
  • Hammer24 schrieb:

    Grundsätzlich schon, allerdings habe ich schon mehrfach gesehen, wie die Jungs mit dem Marker dem "tackle" des ihnen entgegenlaufenden Spielers aus dem Weg gegangen (um nicht zu sagen: angsterfüllt gesprungen) sind. Weicheier! :jeck:


    Und das aus guten Grund.. wenn ich mal HL bin (was ich gottseidank nur selten mache.. ich hasse es die Kette im Rücken zu haben) dann wird bei der Ketteneinschulung immer darauf hingewiesen: Safety first.

    Es gibt nur 2 Möglichkeiten, wann sich die Kette bewegen darf/soll:
    1. Der Ref zeigt ein neues 1st down an
    2. Der Spielzug kommt knapp an die Sideline.
    Dann ganz ganz schnell die Chain bewegen, entweder weg vom Geschehen (am besten fallenlassen, und nach hinten hüpfen) oder am Deadballspot neu aufstellen.. hauptsache schnell :)

    Und in Deutschland und Österreich sind es meistens eher Jugendliche, die die Chaincrew bilden. Und wenn so ein RB und 120 kg LB so auf einen zugestürmt kommen, hat ein stehender 70kg Hanswurst schlechte Karten.

    Safety first:
    Dieses Jahr hat ein verletzter Spieler die Kette gehalten (hatte irgendwas mit dem linken Miniskus) ... und schwupps... er meinte er ist hart genug, und hat einen tackle abbekommen:
    Ende vom Lied: Der arme Kerl hat sich das rechte Kreuzband gerissen, und der Chainstick war auch durchgebrochen :rolleyes:

    Gruß Markus :referee:
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