Kaminofen mit zusätzlicher Luftzufuhr

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    • Kaminofen mit zusätzlicher Luftzufuhr

      da man hier ja idealerweise zu so ziemlich jedem Thema Fragen stellen kann und die auch noch sinnvoll beantwortet bekommt, versuche ich es mal mit einem Thema, was mich im Moment beschäftigt:

      wir wollen den Wohn- Eßbereich etwas umgestalten und auch einen neuen Kaminofen aufstellen. Form/Funktionsumfang etc. ist alles kein Problem. Nur die zusätzliche Luftzufuhr, die die Öfen heutzutage wegen des Betriebs in Niedrigenergiehäusern benötigen, gibt mir ein paar Rätsel auf. Wir haben ein Haus aus den 60ern saniert, also nicht die Problematik der NE Häuser. Nun gibt es aber, je nach Kaminstudio und Beratung, 2 Argumentationen, die irgendwie beide Sinn machen :paelzer:
      1. eine externe Luftzufuhr sollte trotzdem angeschlossen werden, da der Verbrennungsprozess durch die Frischluft besser funktioniert (sehe ich ein, hatte während der Unterrischtseinheit keinen Fensterplatz :hinterha:)
      2. die externe Luftzufuhr sollte man nicht anschließen, da der Ofen generell die Raumluft von unten her ansaugt, was bedeutet, dass ständig die "verbrauchtere" Luft genutzt wird. Das ist zwar für den Verbrennungsprozess an sich nicht ideal, macht aber bei der Effizienz der Öfen nur einen vernachlässigbaren Unterschied aus. Der Vorteil wäre aber, dass man ständig eine angenehme Luftzirkulation hat und frische Luft auch nachgefördert wird. (funktioniert natürlich nicht bei Leuten, die 1x im Jahr die Fenster aufbekommen)


      so, und nun weis ich nicht, ob ich die Kernbohrung in den Keller machen soll oder nicht :madness
    • Just|Me schrieb:

      da man hier ja idealerweise zu so ziemlich jedem Thema Fragen stellen kann und die auch noch sinnvoll beantwortet bekommt, versuche ich es mal mit einem Thema, was mich im Moment beschäftigt:

      wir wollen den Wohn- Eßbereich etwas umgestalten und auch einen neuen Kaminofen aufstellen. Form/Funktionsumfang etc. ist alles kein Problem. Nur die zusätzliche Luftzufuhr, die die Öfen heutzutage wegen des Betriebs in Niedrigenergiehäusern benötigen, gibt mir ein paar Rätsel auf. Wir haben ein Haus aus den 60ern saniert, also nicht die Problematik der NE Häuser. Nun gibt es aber, je nach Kaminstudio und Beratung, 2 Argumentationen, die irgendwie beide Sinn machen :paelzer:
      1. eine externe Luftzufuhr sollte trotzdem angeschlossen werden, da der Verbrennungsprozess durch die Frischluft besser funktioniert (sehe ich ein, hatte während der Unterrischtseinheit keinen Fensterplatz :hinterha:)
      2. die externe Luftzufuhr sollte man nicht anschließen, da der Ofen generell die Raumluft von unten her ansaugt, was bedeutet, dass ständig die "verbrauchtere" Luft genutzt wird. Das ist zwar für den Verbrennungsprozess an sich nicht ideal, macht aber bei der Effizienz der Öfen nur einen vernachlässigbaren Unterschied aus. Der Vorteil wäre aber, dass man ständig eine angenehme Luftzirkulation hat und frische Luft auch nachgefördert wird. (funktioniert natürlich nicht bei Leuten, die 1x im Jahr die Fenster aufbekommen)


      so, und nun weis ich nicht, ob ich die Kernbohrung in den Keller machen soll oder nicht :madness


      Ich würde zur externen Variante sorgen, da die Öfen beim warm werden die Luft auch durchaus mal "anders rum" zirkulieren und du dann den Asche- und Rauchgeruch in der Hütte hast.
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • Just|Me schrieb:


      so, und nun weis ich nicht, ob ich die Kernbohrung in den Keller machen soll oder nicht :madness


      Ich bin bei einem örtlichen Kaminbauer (kein Otto-Normal-Ofenhöker, sondern ein Kaminbaumeister) vorstellig geworden, der meinte dass in einem älteren Gebäude nicht zwingend zusätzliche Luftzufuhr sein muss, da die Gemäuer nicht ganz dicht sind. Hin und wieder mal gut durchlüften würde reichen. Gesagt, getan.
      Der Ofen steht im Flur und heizt unsere ganze Wohnung, komplett ohne zusätzliche Luftzufuhr. Einfach alle 4-6 Stunden ein Fenster im Wohnzimmer komplett auf und 5 Minuten durchlüften. Wird dann zwar kurz mal kalt, aber frische Luft wird schneller und besser warm als verbrauchte. Ist schnell wieder muckelig.
    • Buccaneer schrieb:

      Ich würde zur externen Variante sorgen, da die Öfen beim warm werden die Luft auch durchaus mal "anders rum" zirkulieren und du dann den Asche- und Rauchgeruch in der Hütte hast.


      wenn du damit recht hast würde ich auch plötzlich reichlich CO in der Bude haben. kann ich mir ehrlich gesagt nur schwer vorstellen, dass so etwas in D eine Zulassung erhält
    • Exakt. Sowas dürfte keine Zulassung erhalten.

      Zu Deinem Problem:
      Per Ferndiagnose ist sowas natürlich immer schwer zu beurteilen. Letztlich ist die Beantwortung Deiner Frage von Randbedingungen wie dem Schnitt Deines Hauses, dem Grundriss des Bereichs wo Du den Ofen aufstellen möchtest und der generellen Zirkulation innerhalb des Hauses abhängig. Ich würde dazu tendieren, dass Du - ähnlich wie bei einer Therme - keine zusätzliche Frischluftzufuhr brauchst, zumindest solange ausreichend Luft an den Ofen über die Zirkulation im Haus herankommt, vielleicht auch über zusätzliche Schlitze in den Türen. Wer Dir hier aber auf jeden Fall weiterhelfen können sollte ist Dein zuständiger Bezirksschornsteinfegermeister.
    • Wir haben auch den Schornsteinweger gefragt, denn wir sind auch dabei einen uns einen Kamin einzubauen. Er hat zur externen Luftzufuhr geraten da auch Dunstabzugshaube im neben Raum vorhanden ist. Ansonsten hätten wir ein Fensterschalter einbauen müssen der nur den Betrieb der Haube erlaubt wenn ein Fenster offen ist. Da man ansonsten Haube und Kamin die Luft von drinnen Verbrauchen und du im übertrieben sinne nachher kein Sauerstoff mehr hast. Wenn kein Fenster geöffnent wird. Trifft so krass wohl auch nur auf Niedrigenergie Häuser zu aber sicherheitshalber würde ich einen Schornsteinfeger fragen. Der muss es wissen.
    • stimmt, ein paar wichtige Detials habe ich irgendwie vergessen. also im Moment steht da schon ein Ofen (ohne externe Luftzufuhr) und funktioniert auch gut. ist halt ein älteres Modell und erfüllt die neuen Normen nicht mehr, weswegen er ins Ferienhäuschen umziehen soll.

      die Problematik mit der Dunstabzugshaube habe ich nicht, da sich die Küche auf einer anderen Etage befindet.

      den schwarzen Mann werde ich auch noch fragen, gute Idee
    • Mach Dir nicht zu groe Sorgen, wohne in einem Nierigenergiehaus und betreiben seit 4 jahren einen Kaminofen , auch ohne die externe Zufuhr.
      War in meinen Augen viel Panikmache dabei. Einzig wenn wir den Ofen anhaben und dazu den Trockner ebenfalls, machen wir im Hauswirtschaftsraum das Fenster auf Kipp.
      Bisher habe ich ,selbst bei der Dunstesse noch keine Rauchschwaden wabern sehen(bzw gerochen)
      Der Ofen ist recht Modern und folgt gängigen Normen (Oranier Polar 4)
    • Adi schrieb:

      Muss der den Kamin nicht ohnehin abnehmen? Oder wie ist da die Regelung?


      Er muss Informiert werden, das man einen zuhause hat.
      Bei uns sah die Abnahme so aus das er sowieso wegen der Therme kam,
      dann einen Blick auf den Ofen richtete und sagte, "ja ok habe ich gesehen"

      Sicher gibt es auch stregere Feger ,da sie ja auch als Halbgötter in Schwarz bezeichnet werden.
    • Adi schrieb:

      Muss der den Kamin nicht ohnehin abnehmen? Oder wie ist da die Regelung?


      Er muss ihn begutachten und erteilt dann die Genehmigung, oder auch nicht. Daher unbedingt vorher mit dem Schornie abklären, was man vor hat und ob das so wie geplant genehmigungsfähig ist ! Also noch vor dem Beginn der Arbeiten oder dem Kauf.
      Bei mir gab es das Problem, dass der Zug im Schornstein stellenweise mit Bauschutt verstopft war, was man ohne technische Hilfsmittel nicht sehen konnte. Hätten wir da mal einfach so den Ofen angeschlossen und gestocht.....