Gauland Debatte

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    • Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.

      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...

      Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Football Is an honest game. It's true to life. It's a game about sharing. Football is a team game. So is life.
      -
      Joe Namath
    • Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Dazu einfach ein paar Anmerkungen:
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      :jeck:
      1. Das, was Surger und Schuminio sagen.

      2. Sind da auch welche von den Leuten dabei, die zwar Ausländer verprügeln und sonstigen Unsinn machen, aber das Ganze aus Gruppenzwang und nicht Ausländerfeindlichkeit getan haben?

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...

      Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Steht aber eventuell nicht bei Wikipedia, deswegen kann er das nicht wissen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bay Araya ()

    • Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...

      Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Dann dürfte sich Gauland ja bei denen reichlich unbeliebt gemacht haben. Den geliebten Führer als Fliegenschiss bezeichnen... ;)
      -------------
      Team Goff #FreePulisic
      I think you're always going to have tension in the Middle East when there's people who want to kill the Jews and Jews who don't want to be killed and neither side is willing to compromise.
    • Doylebeule schrieb:

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...
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      Dann dürfte sich Gauland ja bei denen reichlich unbeliebt gemacht haben. Den geliebten Führer als Fliegenschiss bezeichnen... ;)
      Die wählen wahrscheinlich auch noch lieber das Original ;)
    • Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...
      Stimmt, wieviele hunderttausend Teilnehmer waren es noch gleich in den letzten Jahren?

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Mal unterstellt, dass das stimmt: Wir reden hier also von einem Potential von wenigen tausend Personen, von denen bestenfalls ein paar hundert bei derart absurden Veranstaltungen auftreten. Von denen haben dann - Deine Darstellung als richtig unterstellt - "Teile" eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden.

      Ich will nicht ausschließen, dass es ein paar mehr "echte" Nazi-Spinner gibt, als ich vermutet hätte. Aber man muss auch ein klein wenig die Perspektive wahren: Wir haben rund 80 Mio. Einwohner, 800.000 Schizophrene (1 %), 4.000 (0,005 %) NPD-Mitglieder und ein paar völlig durchgeknallte Spinner, von denen offenbar so wenige bei der NPD "beheimatet" sind, dass es bislang nicht einmal für ein Verbot der NPD gereicht hat. Das alles ist gewiss nicht schön, aber für einen gesamtgesellschaftlichen Konsens im praktischen Sinne würden mir weit weniger als 99 % ausreichen. Zum Vergleich: Man schätzt die Anzahl der Kreationisten in Deutschland auf 1,3 Mio.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Chief ()

    • Chief schrieb:

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...
      Stimmt, wieviele hunderttausend Teilnehmer waren es noch gleich in den letzten Jahren?

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Mal unterstellt, dass das stimmt: Wir reden hier also von einem Potential von wenigen tausend Personen, von denen bestenfalls ein paar hundert bei derart absurden Veranstaltungen auftreten. Von denen haben dann - Deine Darstellung als richtig unterstellt - "Teile" eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden.
      Ich will nicht ausschließen, dass es ein paar mehr "echte" Nazi-Spinner gibt, als ich vermutet hätte. Aber man muss auch ein klein wenig die Perspektive wahren: Wir haben rund 80 Mio. Einwohner, 800.000 Schizophrene (1 %), 4.000 (0,005 %) NPD-Mitglieder und ein paar völlig durchgeknallte Spinner, von denen offenbar so wenige bei der NPD "beheimatet" sind, dass es bislang nicht einmal für ein Verbot der NPD gereicht hat. Das alles ist gewiss nicht schön, aber für einen gesamtgesellschaftlichen Konsens im praktischen Sinne würden mir weit weniger als 99 % ausreichen. Zum Vergleich: Man schätzt die Anzahl der Kreationisten in Deutschland auf 1,3 Mio.
      Ach, gibt's ja doch.

      de.wikipedia.org/wiki/Rudolf-He%C3%9F-Gedenkmarsch
    • Chief schrieb:

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

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      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...
      Stimmt, wieviele hunderttausend Teilnehmer waren es noch gleich in den letzten Jahren?

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

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      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Mal unterstellt, dass das stimmt: Wir reden hier also von einem Potential von wenigen tausend Personen, von denen bestenfalls ein paar hundert bei derart absurden Veranstaltungen auftreten. Von denen haben dann - Deine Darstellung als richtig unterstellt - "Teile" eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden.
      Ich will nicht ausschließen, dass es ein paar mehr "echte" Nazi-Spinner gibt, als ich vermutet hätte. Aber man muss auch ein klein wenig die Perspektive wahren: Wir haben rund 80 Mio. Einwohner, 800.000 Schizophrene (1 %), 4.000 (0,005 %) NPD-Mitglieder und ein paar völlig durchgeknallte Spinner, von denen offenbar so wenige bei der NPD "beheimatet" sind, dass es bislang nicht einmal für ein Verbot der NPD gereicht hat. Das alles ist gewiss nicht schön, aber für einen gesamtgesellschaftlichen Konsens im praktischen Sinne würden mir weit weniger als 99 % ausreichen. Zum Vergleich: Man schätzt die Anzahl der Kreationisten in Deutschland auf 1,3 Mio.

      Doylebeule schrieb:

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...
      Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Dann dürfte sich Gauland ja bei denen reichlich unbeliebt gemacht haben. Den geliebten Führer als Fliegenschiss bezeichnen... ;)

      Ihr könnt das gerne weglächeln, zynische oder ironische Kommentare lassen oder wie @Chief die Zahlen kleinreden.

      Fakt ist, dass der Zuspruch der AfD gewachsen ist, seit dem sie das Themenfeld "Flüchtlinge" stärker besetzt haben und ihren "Nationalismus" wohldosiert ausleben und Fakt ist auch, dass der extremen Rechten und den Nationalisten in Deutschland etwas gelungen ist, was denen in den letzten Jahrzehnten in diesem Ausmaß verwehrt war:

      Ein Schulterschluss der verschiedenen Strömungen. Während man in den einzelnen Lagern in der Vergangenheit sehr stark zerstritten war und eher gegeneinander gearbeitet hat, hat man es nun geschafft, dass man einen gemeinsamen Nenner findet und auch zusammenarbeitet. Sei es die Identitäre Bewegung, die mit ihrem völkischen Nationalismus zumindest einen Teil dessen bedient, was Alt- und Neonazis wollen oder HoGeSa, deren Mitglieder teilweise als Ordner oder sagen wir mal "militärischer Arm für PEGIDA auf die Straße geht und deren Demos gewalttätig (vor allem gegen Journalisten) abschirmt. Oder AfD und NPD, die sich in der öffentlichen politischen Debatte in einigen Themen zwar uneinig geben, dann aber bei bestimmten Veranstaltungen wie "Tag der deutschen Zukunft" oder ähnlichem dann wieder auffällig einig sind, wenn es um den "Erhalt des Deutschen Volkes" geht. Teilweise sind die Schnittmengen schon erstaunlich.

      Das ist es, was Angst machen muss und nicht wie viele Menschen heute auf Facebook davon reden, Menschen wieder in ein KZ zu stecken. Auch wenn AfD Politiker und Anhänger da teilweise ganz vorne mit dabei sind. Das ist nämlich das Ende der Kette und nicht der Anfang. Natürlich kann heute keiner in sein Wahlprogramm reinschreiben, dass er andere in Lager stecken will. Aber wenn man sieht wie viele Anschläge es auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland gibt (laut BKA waren es 2017 im Schnitt pro Tag 1 Anschlag), dann kann man sich ausmalen, welche Vernichtungsphantasien in vielen Köpfen immer noch schlummern.

      Und 1933 - 1945 haben ja auch (angeblich) viele nicht gewusst, was da in ihrer Nachbarschaft mit den Juden ablief. Ja ich weiss, das ist jetzt sehr zynisch aber natürlich so ein bisschen das Problem an der Sache: Wenn Du immer ein bisschen mehr zulässt kannst Du am Ende eben die große Maschinerie nicht mehr aufhalten.
      Football Is an honest game. It's true to life. It's a game about sharing. Football is a team game. So is life.
      -
      Joe Namath
    • Chief schrieb:

      Mal unterstellt, dass das stimmt: Wir reden hier also von einem Potential von wenigen tausend Personen, von denen bestenfalls ein paar hundert bei derart absurden Veranstaltungen auftreten. Von denen haben dann - Deine Darstellung als richtig unterstellt - "Teile" eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden.
      Das Problem sind nicht unbedingt die Hardcore-Neonazis, die sich ein drittes Reich nach Vorbild 33-45 zurückwünschen, auch wenn die seit Aufkommen von Pegida und NPD deutlich offensiver auftreten. Was mich viel mehr sorgt sind Aussagen von AfD-Mandatsträgern bis hinauf in die Landtagsfraktionen, die nach der Machtübernahme erstmal die Lügenpresse beseitigen wollen und dann mit den politischen Gegnern kurzen Prozess machen oder wahlweise sie auch wegsperren wollen. Da sind wir dann ganz schnell bei türkischen Verhältnissen.
    • Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...
      Stimmt, wieviele hunderttausend Teilnehmer waren es noch gleich in den letzten Jahren?

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Mal unterstellt, dass das stimmt: Wir reden hier also von einem Potential von wenigen tausend Personen, von denen bestenfalls ein paar hundert bei derart absurden Veranstaltungen auftreten. Von denen haben dann - Deine Darstellung als richtig unterstellt - "Teile" eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden.Ich will nicht ausschließen, dass es ein paar mehr "echte" Nazi-Spinner gibt, als ich vermutet hätte. Aber man muss auch ein klein wenig die Perspektive wahren: Wir haben rund 80 Mio. Einwohner, 800.000 Schizophrene (1 %), 4.000 (0,005 %) NPD-Mitglieder und ein paar völlig durchgeknallte Spinner, von denen offenbar so wenige bei der NPD "beheimatet" sind, dass es bislang nicht einmal für ein Verbot der NPD gereicht hat. Das alles ist gewiss nicht schön, aber für einen gesamtgesellschaftlichen Konsens im praktischen Sinne würden mir weit weniger als 99 % ausreichen. Zum Vergleich: Man schätzt die Anzahl der Kreationisten in Deutschland auf 1,3 Mio.

      Doylebeule schrieb:

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Dann dürfte sich Gauland ja bei denen reichlich unbeliebt gemacht haben. Den geliebten Führer als Fliegenschiss bezeichnen... ;)
      Ihr könnt das gerne weglächeln, zynische oder ironische Kommentare lassen oder wie @Chief die Zahlen kleinreden.
      Dann scheine ich ja geradezu magische Fähigkeiten zu haben. Bislang dachte ich, die Zahlen wären schon ohne mein Zutun klein.

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...
      Stimmt, wieviele hunderttausend Teilnehmer waren es noch gleich in den letzten Jahren?

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Mal unterstellt, dass das stimmt: Wir reden hier also von einem Potential von wenigen tausend Personen, von denen bestenfalls ein paar hundert bei derart absurden Veranstaltungen auftreten. Von denen haben dann - Deine Darstellung als richtig unterstellt - "Teile" eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden.Ich will nicht ausschließen, dass es ein paar mehr "echte" Nazi-Spinner gibt, als ich vermutet hätte. Aber man muss auch ein klein wenig die Perspektive wahren: Wir haben rund 80 Mio. Einwohner, 800.000 Schizophrene (1 %), 4.000 (0,005 %) NPD-Mitglieder und ein paar völlig durchgeknallte Spinner, von denen offenbar so wenige bei der NPD "beheimatet" sind, dass es bislang nicht einmal für ein Verbot der NPD gereicht hat. Das alles ist gewiss nicht schön, aber für einen gesamtgesellschaftlichen Konsens im praktischen Sinne würden mir weit weniger als 99 % ausreichen. Zum Vergleich: Man schätzt die Anzahl der Kreationisten in Deutschland auf 1,3 Mio.

      Doylebeule schrieb:

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Dann dürfte sich Gauland ja bei denen reichlich unbeliebt gemacht haben. Den geliebten Führer als Fliegenschiss bezeichnen... ;)
      Fakt ist, dass der Zuspruch der AfD gewachsen ist, seit dem sie das Themenfeld "Flüchtlinge" stärker besetzt haben und ihren "Nationalismus" wohldosiert ausleben und Fakt ist auch, dass der extremen Rechten und den Nationalisten in Deutschland etwas gelungen ist, was denen in den letzten Jahrzehnten in diesem Ausmaß verwehrt war:

      Ein Schulterschluss der verschiedenen Strömungen. Während man in den einzelnen Lagern in der Vergangenheit sehr stark zerstritten war und eher gegeneinander gearbeitet hat, hat man es nun geschafft, dass man einen gemeinsamen Nenner findet und auch zusammenarbeitet. Sei es die Identitäre Bewegung, die mit ihrem völkischen Nationalismus zumindest einen Teil dessen bedient, was Alt- und Neonazis wollen oder HoGeSa, deren Mitglieder teilweise als Ordner oder sagen wir mal "militärischer Arm für PEGIDA auf die Straße geht und deren Demos gewalttätig (vor allem gegen Journalisten) abschirmt. Oder AfD und NPD, die sich in der öffentlichen politischen Debatte in einigen Themen zwar uneinig geben, dann aber bei bestimmten Veranstaltungen wie "Tag der deutschen Zukunft" oder ähnlichem dann wieder auffällig einig sind, wenn es um den "Erhalt des Deutschen Volkes" geht. Teilweise sind die Schnittmengen schon erstaunlich.

      Das ist es, was Angst machen muss und nicht wie viele Menschen heute auf Facebook davon reden, Menschen wieder in ein KZ zu stecken. Auch wenn AfD Politiker und Anhänger da teilweise ganz vorne mit dabei sind. Das ist nämlich das Ende der Kette und nicht der Anfang. Natürlich kann heute keiner in sein Wahlprogramm reinschreiben, dass er andere in Lager stecken will. Aber wenn man sieht wie viele Anschläge es auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland gibt (laut BKA waren es 2017 im Schnitt pro Tag 1 Anschlag), dann kann man sich ausmalen, welche Vernichtungsphantasien in vielen Köpfen immer noch schlummern.

      Und 1933 - 1945 haben ja auch (angeblich) viele nicht gewusst, was da in ihrer Nachbarschaft mit den Juden ablief. Ja ich weiss, das ist jetzt sehr zynisch aber natürlich so ein bisschen das Problem an der Sache: Wenn Du immer ein bisschen mehr zulässt kannst Du am Ende eben die große Maschinerie nicht mehr aufhalten.
      Man stecke einfach alle und alles, was einem selbst nicht gefällt, in einen Sack, klebe ein schrecklich-schönes, großes und abschreckendes Etikett drauf und prügle verbal kräftig mit der verbalen (Nazi-)Keule drauf ein. Undifferenzierter geht es aus meiner Sicht kaum noch. Ich respektiere Deine guten Absichten, aber "gut gemeint" ist eben nicht "gut gemacht".

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Chief ()

    • Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Mal unterstellt, dass das stimmt: Wir reden hier also von einem Potential von wenigen tausend Personen, von denen bestenfalls ein paar hundert bei derart absurden Veranstaltungen auftreten. Von denen haben dann - Deine Darstellung als richtig unterstellt - "Teile" eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden.
      Das Problem sind nicht unbedingt die Hardcore-Neonazis, die sich ein drittes Reich nach Vorbild 33-45 zurückwünschen, auch wenn die seit Aufkommen von Pegida und NPD deutlich offensiver auftreten. Was mich viel mehr sorgt sind Aussagen von AfD-Mandatsträgern bis hinauf in die Landtagsfraktionen, die nach der Machtübernahme erstmal die Lügenpresse beseitigen wollen und dann mit den politischen Gegnern kurzen Prozess machen oder wahlweise sie auch wegsperren wollen. Da sind wir dann ganz schnell bei türkischen Verhältnissen.
      Mir ist zwar bislang keine derartige Aussage untergekommen, aber in der Tat: Solche Aussagen würden mir auch Sorgen machen.
    • Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie meistens irgendwo in der Mitte...schlimm genug.
      Minnesota Vikings Defensive Ranks 2017:

      Yards per game against: #1 (275.9)
      Points per game against: #1 (15.8)
      3rd down conversions allowed: #1 (25.2 %)
    • Schuninio schrieb:

      Fakt ist, dass der Zuspruch der AfD gewachsen ist, seit dem sie das Themenfeld "Flüchtlinge" stärker besetzt haben und ihren "Nationalismus" wohldosiert ausleben
      Du beschreibst das im Folgenden m.E.n. völlig korrekt, auch wenn ich den Teil, wo es am Ende in der gleichen Katastrophe endet wie bei den NS, zwar in der Logik, aber nicht in einer Zwangsläufigkeit mitgehen würde.

      Den anfänglichen Spielraum, die eigentliche Entfaltungsmöglichkeit der AfD beim Thema Flüchtlingskrise, den schreib ich aber kritisch den sonstigen Parteien und der Öffentlichkeit an. Diese politische Lücke und die Sprachlosigkeit sind genauso Ausgangspunkt der Problematik rund um die AfD, wie sie Teil der Lösung sind. Man wird sie nicht "weggeschämt" bekommen, was ja teilweise die Taktik zu sein scheint. Was der AfD ihre Provokation und Grenzverschiebung ist, ist dem Rest der politischen Landschaft ihre Dankbarkeit für Provokationen, weil sie dann empört reagieren dürfen und die Sachdebatte mal wieder auslassen können.

      Glaubt hier einer die Grünen wollen nochmal ihr Verhalten in der Flüchtlingskrise öffentlich diskutieren? Ihren desaströsen Umgang mit Fakten, oder ihren positiven Rassismus? Die lieben die alles übertönende AfD.

      DIe AfD wird man nicht los (und auch ich möchte sie nicht haben) mit den Mitteln der jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart, sondern mit der Besetzung von Meinungen zu "heiklen" Themen, die von Teilen der (linken) Öffentlichkeit völlig unnötig zu einem Tabu erklärt wurden. Wenn man weiter der Meinung bleibt, das schon eine Diskusion von bestimmten Themen einen Sog entwickelt der schlussendlich wieder in einer menschlichen Katastrophe endet, dann wird diese Lücke immer der Kern bleiben aus dem sich solche Parteien ernähren.
      -------------
      Team Goff #FreePulisic
      I think you're always going to have tension in the Middle East when there's people who want to kill the Jews and Jews who don't want to be killed and neither side is willing to compromise.
    • Chief schrieb:

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...
      Stimmt, wieviele hunderttausend Teilnehmer waren es noch gleich in den letzten Jahren?

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Mal unterstellt, dass das stimmt: Wir reden hier also von einem Potential von wenigen tausend Personen, von denen bestenfalls ein paar hundert bei derart absurden Veranstaltungen auftreten. Von denen haben dann - Deine Darstellung als richtig unterstellt - "Teile" eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden.Ich will nicht ausschließen, dass es ein paar mehr "echte" Nazi-Spinner gibt, als ich vermutet hätte. Aber man muss auch ein klein wenig die Perspektive wahren: Wir haben rund 80 Mio. Einwohner, 800.000 Schizophrene (1 %), 4.000 (0,005 %) NPD-Mitglieder und ein paar völlig durchgeknallte Spinner, von denen offenbar so wenige bei der NPD "beheimatet" sind, dass es bislang nicht einmal für ein Verbot der NPD gereicht hat. Das alles ist gewiss nicht schön, aber für einen gesamtgesellschaftlichen Konsens im praktischen Sinne würden mir weit weniger als 99 % ausreichen. Zum Vergleich: Man schätzt die Anzahl der Kreationisten in Deutschland auf 1,3 Mio.

      Doylebeule schrieb:

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Dann dürfte sich Gauland ja bei denen reichlich unbeliebt gemacht haben. Den geliebten Führer als Fliegenschiss bezeichnen... ;)
      Ihr könnt das gerne weglächeln, zynische oder ironische Kommentare lassen oder wie @Chief die Zahlen kleinreden.
      Dann scheine ich ja geradezu magische Fähigkeiten zu haben. Bislang dachte ich, die Zahlen wären schon ohne mein Zutun klein.

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...
      Stimmt, wieviele hunderttausend Teilnehmer waren es noch gleich in den letzten Jahren?

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Mal unterstellt, dass das stimmt: Wir reden hier also von einem Potential von wenigen tausend Personen, von denen bestenfalls ein paar hundert bei derart absurden Veranstaltungen auftreten. Von denen haben dann - Deine Darstellung als richtig unterstellt - "Teile" eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden.Ich will nicht ausschließen, dass es ein paar mehr "echte" Nazi-Spinner gibt, als ich vermutet hätte. Aber man muss auch ein klein wenig die Perspektive wahren: Wir haben rund 80 Mio. Einwohner, 800.000 Schizophrene (1 %), 4.000 (0,005 %) NPD-Mitglieder und ein paar völlig durchgeknallte Spinner, von denen offenbar so wenige bei der NPD "beheimatet" sind, dass es bislang nicht einmal für ein Verbot der NPD gereicht hat. Das alles ist gewiss nicht schön, aber für einen gesamtgesellschaftlichen Konsens im praktischen Sinne würden mir weit weniger als 99 % ausreichen. Zum Vergleich: Man schätzt die Anzahl der Kreationisten in Deutschland auf 1,3 Mio.

      Doylebeule schrieb:

      Schuninio schrieb:

      Chief schrieb:

      Erzwolf schrieb:

      Chief schrieb:

      Wir haben mit Sicherheit drängendere politische Probleme als die Frage der Bewertung der deutschen Geschichte.
      Da bin ich anderer Meinung. Die Bundesrepublik fusst ja auf den Überzeugungen, dass das, was in der Nazizeit passiert ist sich keinesfalls wiederholen darf und dass von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Gauland und Co versuchen gerade diese beiden Grundsätze auszuhöhlen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig die Geschichte richtig zu bewerten und dafür zu Sorgen, dass die in der Nachkriegszeit gezogenen Lehren weiterhin ihre Gültigkeit haben.
      Es dürfte (fast) ausnahmsloser Konsens in unserer Gesellschaft sein, dass sich die Nazizeit nicht wiederholen darf. Ich tippe mal, dass es selbst bei NPD, DVU o. ä. schwierig sein wird, Leute zu finden, die das anders sehen.
      Diese Parteien und ihr Umfeld bringen regelmässig am 20.April, zum Todestag von Rudolf Heß und zu Demonstrationen zum "Tag der deutschen Zukunft" eine Klientel an den Start, die neben Holocaustleugnern auch überzeugte Nationalsozialisten beherbergt. Dokumentation dieser Aufmärsche von Journalisten wie Kohlhuber und Co. zeigen sehr deutlich, dass dort Menschen am Start sind, die sich genau diese NS-Zeit zurückwünschen. T-Shirts mit abgewandelten Runen der NS Kampfverbände oder andere NS-Symbolik, SS-Totenkopf-Tattoos, Shirts mit Landkarten vom Deutschen Reich und entsprechender Kommentierung. Trägt man nicht mal eben aus Versehen oder weil das so schön ist und man die Bedeutung nicht kennt...Kann man alles ignorieren und mit "Spinner" abtun. Diese Menschen haben aber zum Teile eine politische Heimat in der NPD und teilweise auch in der AfD gefunden. Beide Parteien nehmen (nicht offiziell) auch an einigen Veranstaltungen teil bzw. hochrangige Mitglieder sind bei diesen Veranstaltungen durchaus zugegen. Im Gegenzug dafür treten Aktivisten der ultrarechten Szene auch bei NPD/AfD-Veranstaltungen auf. Vieles davon ist in Bildern und Videos dokumentiert.
      Dann dürfte sich Gauland ja bei denen reichlich unbeliebt gemacht haben. Den geliebten Führer als Fliegenschiss bezeichnen... ;)
      Fakt ist, dass der Zuspruch der AfD gewachsen ist, seit dem sie das Themenfeld "Flüchtlinge" stärker besetzt haben und ihren "Nationalismus" wohldosiert ausleben und Fakt ist auch, dass der extremen Rechten und den Nationalisten in Deutschland etwas gelungen ist, was denen in den letzten Jahrzehnten in diesem Ausmaß verwehrt war:
      Ein Schulterschluss der verschiedenen Strömungen. Während man in den einzelnen Lagern in der Vergangenheit sehr stark zerstritten war und eher gegeneinander gearbeitet hat, hat man es nun geschafft, dass man einen gemeinsamen Nenner findet und auch zusammenarbeitet. Sei es die Identitäre Bewegung, die mit ihrem völkischen Nationalismus zumindest einen Teil dessen bedient, was Alt- und Neonazis wollen oder HoGeSa, deren Mitglieder teilweise als Ordner oder sagen wir mal "militärischer Arm für PEGIDA auf die Straße geht und deren Demos gewalttätig (vor allem gegen Journalisten) abschirmt. Oder AfD und NPD, die sich in der öffentlichen politischen Debatte in einigen Themen zwar uneinig geben, dann aber bei bestimmten Veranstaltungen wie "Tag der deutschen Zukunft" oder ähnlichem dann wieder auffällig einig sind, wenn es um den "Erhalt des Deutschen Volkes" geht. Teilweise sind die Schnittmengen schon erstaunlich.

      Das ist es, was Angst machen muss und nicht wie viele Menschen heute auf Facebook davon reden, Menschen wieder in ein KZ zu stecken. Auch wenn AfD Politiker und Anhänger da teilweise ganz vorne mit dabei sind. Das ist nämlich das Ende der Kette und nicht der Anfang. Natürlich kann heute keiner in sein Wahlprogramm reinschreiben, dass er andere in Lager stecken will. Aber wenn man sieht wie viele Anschläge es auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland gibt (laut BKA waren es 2017 im Schnitt pro Tag 1 Anschlag), dann kann man sich ausmalen, welche Vernichtungsphantasien in vielen Köpfen immer noch schlummern.

      Und 1933 - 1945 haben ja auch (angeblich) viele nicht gewusst, was da in ihrer Nachbarschaft mit den Juden ablief. Ja ich weiss, das ist jetzt sehr zynisch aber natürlich so ein bisschen das Problem an der Sache: Wenn Du immer ein bisschen mehr zulässt kannst Du am Ende eben die große Maschinerie nicht mehr aufhalten.
      Man stecke einfach alle und alles, was einem selbst nicht gefällt, in einen Sack, klebe ein schrecklich-schönes, großes und abschreckendes Etikett drauf und prügle verbal kräftig mit der verbalen (Nazi-)Keule drauf ein. Undifferenzierter geht es aus meiner Sicht kaum noch. Ich respektiere Deine guten Absichten, aber "gut gemeint" ist eben nicht "gut gemacht".
      Hat er zwar gar nicht gemacht, aber gut.
    • Volltreffer: zeit.de/politik/deutschland/20…tionalsozialismus/seite-2

      Während noch vor drei Jahren Abschiebungen so gut wie gar nicht ernsthaft betrieben wurden, baut die Regierung nun Schritt für Schritt einen effizienten Abschiebeapparat auf.

      Und die AfD liegt immer noch bretthart bei 15 Prozent.

      Während seinerzeit bei kriminellen Handlungen die ethnische Herkunft mutmaßlicher Täter von den Medien bewusst meist nicht genannt wurde, avanciert heute eine brutale Straftat besonders dann zur Nachricht, wenn ein Migrant oder Flüchtling daran beteiligt gewesen sein soll.

      Und die AfD liegt immer noch bretthart bei 15 Prozent.

      Bis zur Bundestagswahl wurde eine harte Politik gegenüber Flüchtlingen im Bundestag nur von einer Minderheit vertreten, mittlerweile gelten dort allzu liberale Äußerungen schon fast als ungehörig. Zudem hat vor allem die CSU Redeweisen der AfD übernommen, sie betrachtet den Islam "in jeder seiner Varianten" als nicht zu Deutschland gehörig. Damit wird gewissermaßen regierungsamtlich ein Desintegrationskurs verfolgt, der bei enttäuschten und vor den Kopf gestoßenen Migranten ein Verhalten provoziert, das dann mit noch härterer Ausgrenzung bekämpft wird. Der Teufelskreis der Desintegration ist längst beschritten.

      Und die AfD liegt immer noch bretthart bei 15 Prozent.

      Mit Blick auf 2015 wurde Vertreterinnen und Vertretern einer liberalen Flüchtlingspolitik (zum Teil zu recht) vorgeworfen, die eigenen Gefühle wichtiger zu nehmen als äußere Realitäten. Heute hingegen quittiert man die wachsende Kluft zwischen der Kriminalitätsstatistik und der gefühlten, medial hochgejazzten Kriminalität mit: Pech für die Realität. Auch hier wird ein Teufelskreis beschritten, denn wo Sachlichkeit als Argument gegen Gefühligkeit nichts mehr gilt, da wird die subjektive Emotion zum Ausschlag gebenden Kriterium – und damit geadelt, angestachelt und belohnt. Ähnlich verhält es sich beim neuesten Bamf-Skandal, wo völlig zu Recht von den illegal erteilten Asylbescheiden die Rede ist – aber fast gar nicht von den illegal verweigerten. Halbierte Realität füllt hier den ganzen öffentlichen Raum.

      Und die AfD liegt immer noch bretthart bei 15 Prozent.

      Vielleicht führen all die umgekehrten Vorzeichen irgendwann doch noch zu einem Abschmelzen der AfD, doch das müsste dann bald mal geschehen, denn sie haben Folgen: Desintegration von Migranten, eingeschränkte Wirklichkeitswahrnehmung, Belohnung von Irrationalität.

      Die Frage ist nicht,ob man sich den angeblichen Provokationen eines Alexander Gauland verweigert. Angezeigt wäre viel mehr eine freie und ergebnisoffene Debatte darüber, welche der bisher ergriffenen Maßnahmen gegen die AfD denn nun was gebracht haben. Und ob nicht längst ein Strategiewechsel nötig ist.

      "Jason Witten is the standard as a person and as a football player" (Jason Garrett)
    • Während noch vor drei Jahren Abschiebungen so gut wie gar nicht ernsthaft betrieben wurden, baut die Regierung nun Schritt für Schritt einen effizienten Abschiebeapparat auf.
      Solange dieser angeblich effiziente Abschiebeapparat noch nicht tatsächlich tätig ist, wird man ja kaum die Lorbeeren einfahren können für eine von der Allgemeinheit als "gerecht" empfundene Abschiebepraxis. Ist das Justizsystem in den nächsten ~5 Jahren in der Lage Rechtsansprüche gegen negative Asylbescheide "zeitnah" abzuarbeiten? Wohl kaum.
      Werden Parteien links der CDU ihre quasi-Sabotagehaltung gegen Abschiebungen aufgeben, die sie landauf landab in Regierungsverantwortung auf Landesebene bespielen? Am Sankt-Nimmerleins-Tag!

      Klar gibts hier eine Bewegung in die (mMn) richtige Richtung, aber die hätte es hoffentlich auch ohne die AfD gegeben.
      Während seinerzeit bei kriminellen Handlungen die ethnische Herkunft mutmaßlicher Täter von den Medien bewusst meist nicht genannt wurde, avanciert heute eine brutale Straftat besonders dann zur Nachricht, wenn ein Migrant oder Flüchtling daran beteiligt gewesen sein soll.
      Das ist auch nur halb-wahr. Man muss wohl zugeben das ein Interesse im Nachgang oft von der Herkunft des Täters abhängig ist. Ich glaube zumindest nicht das ein dt. Sexualmörder bei den 3 bekannten Fällen eine besonders ausgebreitete Sicherheitsdebatte ausgelöst hätte. Aber die Fälle waren eben auch schon prominent in den Medien, bevor die Herkunft des Täters bekannt war. Da kann man schwerlich ein "Angemessenheits-Lineal" ansetzen, zumal eine prozentual höhere Verbrechensneigung von Zuwanderern (wenn es sie gibt) ja ein Themengebiet wäre was sich, zusätzlich zur eigentlichen Tat, auch zu diskutieren lohnt. Ein "warum?" und "weshalb?" gibt vielleicht Aufschlüsse zur zukünftigen Vermeidung. So eine Debatte hat ja nur die oft befürchtete "unhygenische" Tendenz richtung Rassismus, wenn sie schlecht diskutiert wird. Gegen solche Entwicklungen gibt es aber eine überragende (und staatstragende) Mehrheit und für mich auch eine intellektuelle Abwehr von einem übergroßen Teil der Bevölkerung. Nur wenn man es nicht diskutieren will, macht man die Tür weit auf.
      Bis zur Bundestagswahl wurde eine harte Politik gegenüber Flüchtlingen im Bundestag nur von einer Minderheit vertreten
      eine Opposition zur Flüchtlingspolitik der Regierung gab es überhaupt nicht, es sei denn man will die paar CDU-Abweichler hier wirklich zu einer "Minderheit" zusammenfassen.
      mittlerweile gelten dort allzu liberale Äußerungen schon fast als ungehörig.
      manch einer schämt sich vielleicht für seine früheren Aussagen und würde sie heute nicht wiederholen, aber ich seh da irgendwie keine Selbstzensur bei SPD, Grünen und Linke. Von da kommen doch quasi ausnahmslos die gleichen "liberalen" Ansichten zu Themen wie Abschiebung oder Familiennachzug, ganz objektiv sogar mehr als vor der Bundestagswahl. Heute werden solche Aussagen im Parlament ja erst "provoziert", vorher wurde garnicht drüber gesprochen, weil alle der gleichen Meinung waren. Ich persönlich möchte solche "liberalen Äußerungen" übrigens öfter hören, besonders außerhalb der Echokammern. Wann gabs denn hier im Forum das letzte Mal einen Beitrag wo ein "liberaler" Ansatz zur Flüchtlingspolitik positiv vorgestellt wurde, also nicht als Antithese zu dem was die AfD so will, oder die CSU so macht? Noch nie?
      -------------
      Team Goff #FreePulisic
      I think you're always going to have tension in the Middle East when there's people who want to kill the Jews and Jews who don't want to be killed and neither side is willing to compromise.
    • aikman schrieb:

      Volltreffer: zeit.de/politik/deutschland/20…tionalsozialismus/seite-2

      Frank Plasberg disliked das.


      Ich persönlich glaube ja bezüglich des Umgangs mit der AfD, der Zug ist abgefahren und schon weit aus dem Bahnhof auf offener Strecke. Es existieren mittlerweile zwei unversöhnliche, sich gegenüberstehende Lager, zwischen denen ein konstruktiver und krawallfreier Dialog bzw. Meinungsaustausch schon nicht mehr möglich ist.

      Man erlebt es ja schon im eigenen Bekanntenkreis ... wo es gerade nach solchen Vorfällen wie in Köln oder jetzt Wiesbaden bis zur Eskalation nicht mehr weit ist.

      Das gesellschaftliche Klima, zumindest hier im Osten, ist teilweise schon ziemlich vergiftet bzw. es hat eine ganz gefährliche Proteststimmung eingesetzt, die sich weniger mit politischen Alternativen beschäftigt, als eher mit einem "erst einmal gegen alles sein". Die AfD bzw. noch eher die Flüchtlingsfrage wirkt da wie ein Ventil oder ein Anlass, eben diese Proteststimmung nun auch lautstark nach außen zu tragen.

      Nuanciertes oder ausbalanciertes Denken und Sprechen ist teilweise schon gar nicht mehr möglich, es gibt nur noch schwarz und weiß, keinerlei Grautöne mehr. Das hat was vpn Bush damals und der Achse des Bösen ... "entweder für uns oder gegen uns". Ohne Dialoge, Argumente oder Kompromisse. Und das bekommt man nicht von heute auf morgen abgeschafft ... diese gesellschaftliche Mentalität wird mittel- oder auch langfristig noch eine ganze Weile Bestand haben.

      Eben z.B. auch befeuert durch solche Vorkomnisse wie jetzt das getötete Mädchen ... und so sind neben der Uneinigkeit der anderen Parteien auch die "brettharten 15%" der AfD zu erklären.
    • Die Geister die man rief, die wird man nicht mehr los.

      Letzten Endes hat die katastrophale Informationspolitik der Bundesregierung hier eine gewichtige Rolle.
      Dass ein Projekt dieser Größenordnung nicht von heute auf morgen laufen kann, kann sich jeder an 3 Fingern abzählen. Zugegeben hat das aber keiner (war ja auch wieder Bundestagswahl) Ein "Wir schaffen das.." ist zwar generell nicht falsch, aber ein ausgearbeiteter Plan mit realistischen Terminschienen wäre schon irgendwie cooler gewesen.
      Dass es bei den Grünen immer noch genug Leute gibt, die mit Stricken den Weltfrieden erzwingen wollen... geschenkt. Mit denen muss man genau so leben wie mit den Höckes und Poggenburg.
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!
    • DarthRaven schrieb:

      aikman schrieb:

      Volltreffer: zeit.de/politik/deutschland/20…tionalsozialismus/seite-2
      Frank Plasberg disliked das.


      Ich persönlich glaube ja bezüglich des Umgangs mit der AfD, der Zug ist abgefahren und schon weit aus dem Bahnhof auf offener Strecke. Es existieren mittlerweile zwei unversöhnliche, sich gegenüberstehende Lager, zwischen denen ein konstruktiver und krawallfreier Dialog bzw. Meinungsaustausch schon nicht mehr möglich ist.

      Man erlebt es ja schon im eigenen Bekanntenkreis ... wo es gerade nach solchen Vorfällen wie in Köln oder jetzt Wiesbaden bis zur Eskalation nicht mehr weit ist.

      Das gesellschaftliche Klima, zumindest hier im Osten, ist teilweise schon ziemlich vergiftet bzw. es hat eine ganz gefährliche Proteststimmung eingesetzt, die sich weniger mit politischen Alternativen beschäftigt, als eher mit einem "erst einmal gegen alles sein". Die AfD bzw. noch eher die Flüchtlingsfrage wirkt da wie ein Ventil oder ein Anlass, eben diese Proteststimmung nun auch lautstark nach außen zu tragen.

      Nuanciertes oder ausbalanciertes Denken und Sprechen ist teilweise schon gar nicht mehr möglich, es gibt nur noch schwarz und weiß, keinerlei Grautöne mehr. Das hat was vpn Bush damals und der Achse des Bösen ... "entweder für uns oder gegen uns". Ohne Dialoge, Argumente oder Kompromisse. Und das bekommt man nicht von heute auf morgen abgeschafft ... diese gesellschaftliche Mentalität wird mittel- oder auch langfristig noch eine ganze Weile Bestand haben.

      Eben z.B. auch befeuert durch solche Vorkomnisse wie jetzt das getötete Mädchen ... und so sind neben der Uneinigkeit der anderen Parteien auch die "brettharten 15%" der AfD zu erklären.
      Danke für Deine Betrachtung aus dem Osten. Finde ich dann immer wieder amüsant, wenn sich ausgerechnet DIE Leute aufregen, deren persönliche Lebenswirklicheit so weit weg ist von einer "Überfremdung". Diejenigen würde ich ja gerne mal zu einem "Survivaltrip" hier nach Duisburg einladen. Wahrscheinlich zücken die dann jedes Mal ihr Reizgas, wenn sie einen Türken sehen :jeck:
      Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!