Arizona Cardinals Offseason 2018

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    • Arizona Cardinals Offseason 2018

      so, wird mal Zeit, das jemand dem Offseason Thread für diese sympatische Franchise aus der Wüste aufmacht. nach dem Ende einer enttäuschenden Saison stehen die Zeichen auf Umbruch...und zwar deutlich!

      1. HC Bruce Arians geht in den Ruhestand
      2. QB Carson Palmer ebenfalls
      man darf gespannt sein, wie es hier weiter geht, denn auch der DCJames Bettcher könnte den verein für einen HC Posten bei einem anderen Team verlassen.
      “Every year it’s just one goal: Win the Super Bowl. If you don’t win the Super Bowl it’s not a good year,” - Bruce Arians
    • Source: The #AZCardinals are slated to interview in-house candidate defensive coordinator James Bettcher for their head coach position. It will be their first interview and could happen as soon as tomorrow, source said.
      Über Bettcher hat SI.com gestern auch einen interessanten Artikel gebracht: Link

      Das wird ebenfalls eine interessante Offseason in der Wüste.
      Excuses are for losers!





    • Allgemein:

      Mit zwei Siegen in Folge schließen die Cardinals die 2017er Saison dann doch noch mit einer ausgeglichenen 8-8 Bilanz und nur ein Spiel hinter den hochgehandelten Seattle Seahawks ab. Ein letztendlich doch noch versöhnlicher Abschluß, der während der Saison aufgrund diverser Irrungen und Wirrungen (Verletzungen, QB-Sinnkrise, HC-Frage) so nicht unbedingt absehbar war. Nun stehen allein schon wegen zweier Personalfragen Entscheidungen von großer Tragweite ins Haus, die wesentlich mitentscheiden werden wohin sich die Franchise mittelfristig in den nächsten 3-5 Jahren hinbewegt.


      Headcoach & Quarterback

      Bruce Arians bestimmte selbst den Zeitpunkt seines Abgangs, ein Privileg in der heutigen NFL-Zeitrechnung. Der siegreichste Headcoach in der Geschichte der Franchise (50-32-1) merkte, daß es, auch gesundheitlich bedingt, jetzt wohl Zeit wurde nach 40 Jahren Coaching etwas kürzer zu treten und mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Erst recht spät zu Coaching-Ehren gelangt (Indy und Arizona), machte er das maximal Beste daraus und hinterließ bei beiden Stationen einen mehr als bleibenden Eindruck, gerade auch auf der persönlichen Ebene.

      Carson Palmer tat es ihm gleich und verabschiedete sich nach einer auch ohne den ganz großen Erfolg doch sehr gelungenen Karriere vom NFL-Business und speziell den Cardinals. Niemehr der Gleiche nach seiner katastrophalen Knieverletzung im Playoffspiel 2006 gegen die Steelers legte er bei den Bengals, Raiders und Cardinals eine gute bis überdurchschnittliche Leistungsbilanz vor, die jedoch in den letzten Jahren immer mehr von gravierenden Verletzungen überschattet wurde. Eine Familie, mehr Geld als man jemals ausgeben kann und noch einigermaßen gesund .. da verschieben sich dann eben die Prioritäten und man entdeckt, daß es auch noch etwas anderes im Leben als Footballspiele gibt.


      2017

      Offensiv hakte es in der vergangenen Spielzeit und das gerade nach den Verletzungen von Palmer und RB David Johnson ganz gewaltig. Adrian Peterson zeigte trotz gelegentlicher Lichtblitze, daß Father Time eben doch unbesiegt ist und das Team kam als ganzes auf gerade einmal knapp 87 Laufyards pro Spiel (Platz 30 NFL), ein absolut inakzeptabler Wert. Mit 228 Paßyards pro Partie ging es etwas besser voran (Rang 15), aber Blaine Gabbert und Drew Stanton sind eben die die sie sind und so ist es wohl vor allem Larry Fitzgerald (109 Catches) zu verdanken, daß es offensiv in 2017 nicht noch tiefer nach unten ging. 18.4 Punkte pro Spiel (Rang 25) reichen dann aber natürlich trotzdem nicht für irgendwelche Playoff-Aspirationen aus.

      Dagegen war die Defensive im letzten Jahr durchaus ein positiver Lichtblick am Horizont, 311 Yards pro Spiel gegen Arizona bedeuten Platz 6 ligaweit, wobei die Stärke dabei vor allem in der Laufverteidigung mit < 90 Yards pro Spiel lag. Individuell war OLB Chandler Jones eine herausragende Figur, mit 17 erzielten Sacks führte er sogar die gesamte NFL an und stellte damit nebenbei einen neuen Franchise-Rekord auf. Seine Führungspositionen in Sachen Tackles for Loss (28) und QB-Hits (38) zeigten zudem seine herausragende Stellung und sind ein Beweis dafür, daß ein Trade mit Bill Belichick durchaus auch mal zwei Gewinner haben kann.


      Verletzungen

      In der NFL gilt zwar zumeist "next man up", aber irgendwann sind dann keine next men mehr da, die was reißen können.

      David Johnson fiel gleich im ersten Spiel aus, ein herber Verlust des offensiv vielleicht wichtigsten Spieler des Teams. Carson Palmer verpasste die letzten neun Spiele und der wichtige Defensivakteur Markus Golden sogar die letzten zwölf Partien. Vier der fünf Starter in der O-Line fanden sich im Saisonverlauf auf "Injured Reserve" wieder, dazu die beiden Safeties und Führungsfiguren in der Secondary Tyvon Branch und Antoine Bethea.

      Hier kann es in 2018 eigentlich nur eine Besserung geben, auch wenn der Verletzungsteufel sogar im letzten Spiel noch einmal zuschlug und TE Jermaine Gresham eine Achillessehnenverletzung bescherte, die sein Mitwirken zum nächsten Training Camp fraglich erscheinen läßt.


      Ansonsten ...

      Die Special Teams waren in 2017 kein Problem, Kicker Phil Dawson, der seit gefühlten 50 Jahren in der Liga unterwegs zu sein scheint, erzielte mit 32 erfolgreichen Fieldgoals eine neue persönliche Bestmarke und den zweitbesten Wert eines Kickers in Arizona jemals. P Andy Lee, der immer noch besser als Tim Tebow ist, drosch das Ei durchschnittlich 47.3 Yards pro Punt, ein neuer Franchise-Bestwert.

      Der neue QB wird ein offenes Rennen .. Draft oder Free Agency, alles ist offen. Alle drei derzeitigen Spielmacher (Stanton, Gabbert, Barkley) werden FAs und wohl auch nicht wiederkommen. Durch das Karriereende von Palmer spart man 14 Millionen an Cap ein, ausreichend Geld für Smith oder Cousins wäre wohl vorhanden. Oder aber man holt sich einen jungen QB im Draft, aber an Position 15 in Runde 1 alles andere als so einfach. Es bleibt spannend.

      Was wird aus Fitz? "The ageless wonder" strafte auch in 2017 mal wieder alle Zweifler Lügen und glänzte selbst mit zweitklassigen Hupfdohlen wie Gabbert und Stanton. Einer dieser Spieler, bei dem man dann nach der Karriere wirklich öfters mal fragen wird ... what could have been ?? Palmer und Kurt Warner .. dann wird es schon ein wenig eng mit der Aufzählung von QBs, die ihm nur annähernd das Wasser während seiner Zeit in der Wüste reichen konnten. Nicht auszudenken, wenn er mal fünf Jahre mit einem Brady oder Rodgers hätte agieren können .. umso höher ist seine Karriere einzuschätzen.

      Die größte Enttäuschung? Robert Nkemdiche. Der 1st Rounder von 2016 nähert sich dem Bust-Status. Auch wegen der Erwartungshaltung an ihn ließ man Calais Campbell von dannen ziehn, leider entwickelt er sich nicht auch nur annähernd so, wie es das Team und FO imaginiert hatten. 12 Tackles und kein einziger Sack ... unterirdisch für einen Spieler mit seinen Voraussetzungen. 2018 ist sein make-or-break.

      Die größte (positive) Überraschung? Rookie Budda Baker. Erst mit der Verletzung von Branch schlüpfte er in die Starting Lineup ... dann aber gabs kein Halten mehr. Der 2nd Rounder verbuchte einen Sack, zwei forced fumbles und 61 Tackles und eine Menge Potenzial auf der Habenseite. Als Sahnehaufen obendrauf wurde er NFC-Pro Bowler als ein Special Teamer.

      Die Draft Class 2017? Ausbaufähig.

      Haason Reddick (Runde 1/Pick 13) wurde von ILB auf OLB geswitched und zurück und konnte daher nie so richtig heimisch werden. Der Speed und die Athletik sind vorhanden und augenfällig, nun muß er seine feste Position finden und diese Voraussetzungen auch in positive Leistungsnachweise umsetzen. Es sieht aber recht gut aus.

      Baker (2/36) wurde erwähnt, Chad Williams (WR/3/98) war die größte Enttäuschung unter den Rookies. 10 Spiele "inactive", letztlich mit nur drei Fängen für 31 Yards, da muß viel mehr kommen. Dorian Johnson (OG/4/115) wurde nach dem Camp auf den Practice Squad verfrachtet und von dort von den Texans gesigned, T.J. Logan (RB/5/179) und Rudy Ford (S/6/208) landeten auf IR.

      Offensive Tackle Will Holden (5/157) kam durch die Verletzungssorgen in der O-Line zu vermehrter Spielpraxis in sieben Partien und behauptete sich in diesen recht gut. Hier könnte sich eventuell mittelfristig ein gewisses Startermaterial herauskristallisieren.

      Der neue Headcoach? In der Mache.

      Bisher wurden acht Kandidaten befragt:

      Arizona DC James Bettcher

      Atlanta Falcons special teams coordinator Keith Armstrong

      Philadelphia Eagles quarterback coach John DeFilippo

      New England Patriots defensive coordinator Matt Patricia

      Patriots linebackers coach Brian Flores

      Eagles defensive coordinator Jim Schwartz

      Pittsburgh Steelers offensive line coach Mike Munchak

      Carolina Panthers defensive coordinator Steve Wilks

      Minnesota Vikings offensive coordinator Pat Shurmur


      Laut General Manager Steve Keim geht hier Weile vor Eile, ein neuer Chef könnte also auch erst nach dem Superbowl benannt werden. Dem in-house Kandidaten James Bettcher werden dabei gute Chancen eingeräumt, da er nicht nur in Arizona auf den Spickzetteln der Coaching-Headhunter relativ weit oben steht.




    • DarthRaven schrieb:

      und glänzte selbst mit zweitklassigen Hupfdohlen wie Gabbert und Stanton.
      :jeck: :jeck: :thumbsup:

      Ansonsten sehr schön geschrieben. Kompliment :thumbup:
      „Das offizielle Bewerbungspapier für die WM, das Bid-Buch an die Fifa, umfasste 1212 Seiten. Ich kann Ihnen sagen: Ich habe keine einzige davon gelesen. Ich habe das nur getragen, das war schwer genug.“

      Franz Beckenbauer im „Sky“-Interview über die Bewerbung für die WM 2006. (dpa)
    • Herr aikman hat es ja schon angerissen, der Nachfolger von Bruce Arians wurde nun gefunden.


      Steve Wilks also, der vorherige Defensive Coordinator der Carolina Panthers. Er war auch bei den Titans und den Giants im Gespräch und tritt nun 48-jährig seine erste Cheftrainerstelle an.

      Die Tatsache, daß er gerade mal ein Jahr DC bei den Panthers war, nachdem er vorher fünf Jahre deren Secondary anleitete, zeigt, daß es jetzt ziemlich schnell ging, obwohl er sich vorher schon "hochdienen" mußte. Vor seinem Aufenthalt in Carolina war er drei Jahre Secondary-Coach der Chargers und ebenfalls drei Jahre Defensive Backs-Coach bei den Bears.

      Ein "defensive-minded" Coach also, der laut eigener Aussage das Grundsystem des 3-4 Schemas erst einmal beibehalten will.

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      Wie auch schon erwähnt hat er gleich Nägel mit Köppen gemacht und gleichfalls beide Koordinatoren-Stellen besetzt ... Mike Holcomb (DC) und Mike McCoy (OC).

      Holcomb kennt er aus Carolina, wo dieser die Linebacker fünf Jahre anleitete, wobei die genaue Aufgabenverteilung noch exakt definiert werden wird - wer callt die Plays, wer macht den Gameplan ... parallel bedeutet der Move den Abschied des alten DC James Bettcher, der sich ja auch Ambitionen als Headcoach ausgerechnet hatte.

      McCoy ist eine kleine Überraschung, denn eigentlich wurde der derzeitige Eagles-QB Coach John DeFilippo als heißer Kandidat für diesen Posten gesehen. Nun weiß man nicht, ob dieser sich nicht erst noch auf den Superbowl konzentrieren und daher noch keine definitive Zusage geben wollte oder aber er noch andere heiße Eisen im Fire hat ... auf jeden Fall fiel die Wahl nun auf den ehemaligen OC der Denver Broncos und HC der Chargers.
    • Nun, da die Besetzung(en) an der Seitenlinie feststehen wird es Zeit, sich um das Wesentliche zu kümmern ... das "Produkt" auf dem Feld.

      Und da gibt es derzeit mehr als genug Baustellen, angefangen bei der wichtigsten Position, dem ...


      QUARTERBACK

      Palmer trat bekanntlich zurück und die übriggebliebenen Akteure (Drew Stanton, Blaine Gabbert, Matt Barkley) sind a) nicht besonders furchterregend (für den Gegner) und b) allesamt Unrestricted Free Agents. Heißt also, wird keiner von denen verlängert steht man mit Beginn des neuen Ligajahres (14.03.) ohne einen einzigen QB da! Hier stehen alle Zeichen auf einen hochkarätigen Free Agent (Cousins ... Cousins ... Cousins) oder aber einen hohen Draftpick. Eine Schlüsselpersonalie, an der die Richtung der Franchise für die nächsten drei bis fünf Jahre hängen könnte. Schon hier also eine ganz schöne Herausforderung für den neuen Headcoach.


      WIDE RECEIVER

      Die ungeklärte QB-Situation könnte auch einen Ripple-Effekt auf dieser Position bedeuten, denn die Franchise-Ikone Larry Fitzgerald wird sicher keine große Lust haben, in seinem letzten Jahr noch einmal den Babysitter zu spielen oder sich nach halbhohen bzw. überworfenen Bällen hechten zu müssen. Noch hat er sich nicht entschieden, ob er ein letztes Jahr dran hängt, jedoch wird die Frage nach dem neuen QB sicher keine unwesentliche Position bei seiner finalen Entscheidungsfindung einnehmen. Die beiden Brownies, John Brown und Jaron Brown, sind beide UFAs, ebenso Brittan Golden. Bleiben noch J.J.Nelson und Chad Williams, die derzeit einzig feste Kadergrößen für 2018 darstellen. Man sieht, auch hier könnte es, abhängig von Fitz, einen gewaltigen Umbruch geben. Wenn er aufhört sowieso, aber auch wenn er weiter macht, benötigt man (mindestens) noch einen weiteren gestandenen Akteur. "Danke", Michael Floyd!


      TIGHT END

      Wenn man wenigstens einen überragenden Tight End hätte, dann könnte man die Schwäche auf WR kompensieren und vor allem einem jungen QB erhebliche Hilfestellung leisten, aber ... Pustekuchen!

      Jermaine Gresham zog sich eine schwere Verletzung im letzten Saisonspiel zu, die ihn bis in die neue Saison hinein ausfallen lassen wird. Troy Niklas, der nie die Erwartungen erfüllen konnte, wird UFA und Ifeanyi Momah ist jetzt nicht der Typ Spieler, der den gegnerischen DC unruhig schlafen läßt. Ein kleiner Lichtblick könnte Ricky Seals-Jones sein, der als Rookie Free Agent im letzten Saisondrittel stark auftrumpfte (3 TDs) und mit etwas mehr Training und Erfahrung zu einem kleinen, aber feinen Puzzleteil avancieren könnte.

      Aber auch hier braucht man dringend Verstärkung, ansonsten wird der 2018er Paßangriff angesichts der vielen Baustellen auf den drei Positionen (QB-WR-TE) eine einzige Katastrophe!


      RUNNING BACKS

      Der frühzeitige saisonale Ausfall von David Johnson war ein herber und nicht zu ersetzender Verlust für die 2017er Cardinals-Offensive. Er war ja nicht nur die bell-cow als Running Back, auch als glänzender Paßempfänger war er das absolute Epizentrum der Offensivabteilung. Hier kann man nur die Daumen drücken, daß er in alter Frische, Klasse und ohne Nachwehen oder Spätfolgen wieder zu 100% findet. Adrian Peterson wird das Team verlassen, Kerwynn Williams ist UFA .. heißt also, auch hinter Johnson wird es wohl ein paar neue Gesichter in der Wüste geben.


      O-LINE

      D.J.Humphries agierte bis zu seiner Verletzung mehr als solide und wird auch in 2018 den Left Tackle geben. Mike Iupati (Left Guard) und Jared Veldheer (Right Tackle) stehen auf der Kippe ... zwar sind beide sehr gutbezahlte Veteranen im gesetzten Alter, aber eigentlich haben die Cards keine annähernd gleichen Backups bzw. Alternativen dahinter, daß sie einen oder gar beide releasen könnten ... knifflig.

      Alex Boone ist ein guter und wertvoller Backup, der auch mal als Starter einspringen kann. Jedoch ist er UFA und wird, denke ich, schon ein paar gute Angebote auf dem Markt bekommen ... knifflig. Center A.Q.Shipley absolvierte als einziger Starter alle 16 Spiele und agiert meist solide und befriedigend. Kein Überspieler, aber auch keine liability. Right Guard Evan Boehm gibt sich wie eine Etappe nach Alpe du Huez, hoch und runter, kreuz und quer, mal gut, mal haareraufend, aber auch hier kann man es sicherlich schlechter haben.

      Dahinter wird man sehn, wer von Max Tuerk (C), Earl Watford (RG-UFA), John Wetzel (RT), Khalif Barnes (G/T-UFA) und Vinston Painter (G/T) auch noch in 2018 im 53er Roster vertreten sein wird.




      Defense folgt ...
    • D-LINE

      Die beiden DTs Josh Mauro und Corey Peters spielten trotz Verletzungen sehr ansehnlich, letzterer verdiente sich eine dreijährige Vertragsverlängerung. DE Frostee Rucker ist UFA und mit 34 Jahren keine Gewissheit auf eine Rückkehr in die Wüste. Olsen Pierre würde ihn auf dieser Position beerben, daneben wird es Zeit für Rodney Gunter und vor allem Robert Nkemdiche endlich die Erwartungen zu erfüllen, ansonsten wird es die letzte Saison in Arizona sein.

      So nachvollziehbar der Abgang von Calais Campbell auch war, man hat sein Fehlen schon im Locker Room und vor allem auf dem Feld gemerkt, einen solchen Topspieler ersetzt man eben nicht im Vorbeigehn.


      LINEBACKER

      Strong-Side LB Chandler Jones war der NFL Sack-Leader und zumindest im ersten Jahr seines Mega-Vertrages jeden Penny wert. Inside-LB Deone Bucannon und Weak-Side LB Markus Golden spielten trotz Dauerverletzungen auf hohem Niveau, Middle-Linebacker Karlos Dansby absolvierte erneut ein solides Jahr, wird aber UFA und ist 36 Jahre alt, also eher nicht zurückkehren.

      Haason Reddick kann und soll ihn auch in 2018 ersetzen, Kareem Martin, Bryson Albright (beide OLB) und Josh Bynes sowie Gabe Martin (beide ILB) sind die Backups.


      SECONDARY

      Eine sehr starke Unit in 2017 und auch 2018 sollte es theoretisch keinen signifikanten Rückschritt geben. CB Patrick Peterson ist der Star der Einheit, ihm gegenüber erfüllte der Routinier Tramon Williams die Erwartungen, ist nun aber UFA und kann vielleicht doch noch einmal aus mehreren Angeboten auswählen. Die Backups auf Cornerback sind Justin Bethel und Brandon Williams.

      Free Safety Tyrann Mathieu steigerte sich im Verlaufe der Saison, hat aber nach schweren Verletzungen einen Step verloren und könnte nach einem Pay-Cut gefragt werden. Strong Safety und Veteran Tyvon Branch spielte eine gute Saison, verletzte sich aber schwer und ist nun im gesetzten Alter UFA, hier ist offen, ob er bleibt. Wenn ja, dann wahrscheinlich nur zu einem Einjahresvertrag.

      Altmeister Antoine Bethea (FS) und der vielversprechende Budda Baker (SS) im zweiten Jahr sind hier die Ersatzspieler und durchaus in der Lage, mal kurzfristig als Spot-Starter einzuspringen.


      SPECIAL TEAMS

      Kicker Phil Dawson und Punter Andy Lee hatten holprige Saisonstarts, fanden jedoch in der zweiten Hälfte der Spielzeit wieder zu alter Form und werden wohl auch 2018 noch einmal im Dress der Wüstenvögel auflaufen. Longsnapper Aaron Brewer ist UFA, wird aber wohl nicht die Bank sprengen, T.J. Logan verpaßte zwar seine Rookie-Saison, verdiente sich aber den Job als Returner im Camp und wird ihn dann wohl 2018 auch erstmals in der Regular-Season ausüben.
    • Damit es nicht untergeht: Larry Fitzgerald verschiebt seine Hall-of-Fame-Wahl um ein Jahr und hängt noch eine Saison bei den Cardinals dran. :bounce:
      Keep Fantasy Football out of the Teamthreads!

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    • Heeeath schrieb:

      Damit es nicht untergeht: Larry Fitzgerald verschiebt seine Hall-of-Fame-Wahl um ein Jahr und hängt noch eine Saison bei den Cardinals dran. :bounce:
      Der ist auch nicht kaputt zu kriegen.
      Finde es faszinierend, dass er immer noch soviel Bock hat zu spielen und auch den Cards die Treue hält.
      Nach der vergebenen Chance 2015 und zwei weiteren nicht so guten Saisons hätte ich eher gedacht, dass er aufhört.
    • Neu

      Sollte nicht ich ihm die Bälle zuwerfen, wird er in seiner wohl letzten Saison einige Meilensteine erreichen ...



      Career-Receiving Yards


      1. Jerry Rice - 22.895

      2. Terrell Owens - 15.934

      3. Larry Fitzgerald - 15.545



      Career-Receptions


      1. Jerry Rice - 1.549

      2. Tony Gonzales - 1.325

      3. Larry Fitzgerald - 1.234



      Career-Receiving TDs


      1. Jerry Rice - 197

      .........

      6. Antonio Gates - 114

      7. Tony Gonzales - 111

      8. Larry Fitzgerald - 110



      Neben der (nochmaligen) Bestätigung, wie "wahnsinnig" Jerry Rice eigentlich war, zeigt die Auflistung von Fitz in sämtlich relevanten Top10-Kategorien und teilweise sogar Top3 alltime, was für ein besonderer Spieler das eigentlich ist. Man darf ja nie vergessen, welche Quarterbacks ihm teilweise das Ei zugeworfen haben, da waren ja Leute wie Kurt Warner und Carson Palmer fast schon (positive) Ausnahmen ... umso höher ist seine Leistung und vor allem die Beständigkeit einzuschätzen.

      Schade, daß es nie zum SB und einer damit wohl auch verbundenen nationalen Würdigung geklappt hat. So ist er zwar den Insidern und meisten Fans ein Begriff, aber der absoluten Bekanntheit standen wohl der Standort der Franchise, der geringe Glamour-Faktor und der teilweise fehlende sportliche Erfolg im Weg.

      Aber vielleicht ist diese Art Understatement ja auch genau sein Ding ...
    • Neu

      DarthRaven schrieb:


      Schade, daß es nie zum SB und einer damit wohl auch verbundenen nationalen Würdigung geklappt hat. So ist er zwar den Insidern und meisten Fans ein Begriff, aber der absoluten Bekanntheit standen wohl der Standort der Franchise, der geringe Glamour-Faktor und der teilweise fehlende sportliche Erfolg im Weg.

      Aber vielleicht ist diese Art Understatement ja auch genau sein Ding ...
      Noch ist seine Karriere ja nicht vorbei. Und bei TO hats auch nicht für Titel gereicht.