Scheidung/Besitzverhältnisse

  • Vorne weg, ich weiß dass die Situation ohne einen Rechtsbeistand nicht zu klären ist. Hätte trotzdem gerne mal einige Meinungen, Tipps, Ratschläge.


    Eine Bekannte von mir ist seit 4 Jahren verheiratet. Sie hat mit ihrem Mann ein Haus gebaut das in kürze bezugsfertig sein wird. Problem ist, sie liebt ihren Mann nicht mehr und will ihn verlassen. Beide haben für den kredit bei der Bank unterschrieben.


    Er weigert sich das haus zu verkaufen. Will es aber auch nicht ihr überlassen, sondern dort einziehen und seine Eltern in die ELW ziehen lassen. Vorne weg, die Eltern besitzen keinen Mietvertrag... Das Konto von dem die monatliche Rate abgehen soll, ist das meiner Bekannten. Sie möchte dies auf jeden Fall ändern. Er weigert sich. Er ist zwar selbständig, verdient aber nur sporadisch Geld.


    Sie weiß absolut nicht was sie tun soll.....


    Gibt es eine Möglichkeit, ihn daran zu hindern ins Haus zu ziehen? Wie ist das, kann man die Frau dazu zwingen den gesamten Betrag zu bezahlen auch wenn die Eltern die ELW bewohnen?

  • da sollte sie auf jeden fall nen anwalt zu rate ziehen. auch wenn's erstmal nur ein beratungsgespräch ist.


    als laie würde ich fragen: kann er denn seinen teil des kredits eigentständig bezahlen? wenn nicht, wäre das ein guter ansatz. auf jeden fall würde ich erstmal die einzugsermächtigung widerrufen und mal mit der bank reden.


    auf keinen fall würde ich seine eltern dort einziehen lassen. wenn erstmal fakten geschaffen sind, wird es schwer (und teuer), sie dort wieder raus zu kriegen. sind beide eigentümer? dann dürften bei einem mietvertrag auch beide unterschriften erforderlich sein. sollte er sie ohne vertrag einziehen lassen wollen, würde ich die polizei rufen bzw. damit drohen. zur not selbst in die ELW ziehen.

  • Meinungen, Tipps oder Ratschläge werden da nicht helfen, wer in so einer Situation noch nicht beim Anwalt war ist selber schuld. Da werden Dinge (Unterlassung?) unter Umständen im Eilverfahren zu regeln sein. Im Prinzip ist schon die Schlüsselübergabe zu verhindern.

    Einmal editiert, zuletzt von Buffalo ()

  • Anwaltlicher Rat auf jeden Fall, aber Nr. 1 Prio sollte es sein das Gespräch mit dem Noch-Ehemann zu suchen, denn eins ist klar.


    Im Konfliktfall werden beide finanziell enorm verlieren.


    Das ist unheimlich schwer in der Zeit in der normalerweise beide ziemlich verletzt sind (hab das selber erlebt). Wenn man sich einigt, ist der einzig rechtlich sichere Weg (sowohl für Grundeigentum als auch für irgendwelche ehelichen Unterhalt etc Regelungen) das notariell aufsetzen zu lassen

  • Anwaltlicher Rat auf jeden Fall, aber Nr. 1 Prio sollte es sein das Gespräch mit dem Noch-Ehemann zu suchen, denn eins ist klar.


    Im Konfliktfall werden beide finanziell enorm verlieren.


    Das ist unheimlich schwer in der Zeit in der normalerweise beide ziemlich verletzt sind (hab das selber erlebt). Wenn man sich einigt, ist der einzig rechtlich sichere Weg (sowohl für Grundeigentum als auch für irgendwelche ehelichen Unterhalt etc Regelungen) das notariell aufsetzen zu lassen


    Das wäre die beste Lösung.
    Was dem im Wege stehen kann ist das Verhalten des Ehemanns. Dem Post von OlympicHero folgend hört es sich wie Rache an.
    Trennung verweigert, vielleicht ein neuer Partner an der Seite der Ehefrau?


    Wenn nicht der Weg eingeschlagen wird, denn du beschreibst wird das sehr teuer.


    Einmal editiert, zuletzt von LuckySpike ()

  • Ich wundere mich immer wieder, wie man eben noch ein gemeinsames Haus bauen will und im nächsten Moment die Beziehung zu Ende ist. Aber die Statistik belegt es: Hausbau und Kinder sind die häufigsten Trennungsgründe.


    Ich meine auch, dass man in jedem Fall anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen sollte, wenn sich die Konflikte nicht anderweitig lösen lassen. Vielleicht sollte sie sich erstmal anwaltlich beraten lassen, ohne dass der Rechtsanwalt nach außen in Erscheinung tritt - denn das gießt regelmäßig erst einmal noch zusätzliches Öl ins Feuer.


    So ganz allgemein kann man sagen:
    - Für den Kreditvertrag haften beide im "Außenverhältnis" (= gegenüber der Bank) als Gesamtschuldner, d. h. die Bank kann von jedem die volle Summe (insgesamt natürlich nur einmal) verlangen. Untereinander muss normalerweise jeder die Hälfte tragen. Geld kriegt man natürlich faktisch nur von dem, der welches hat.


    - Wenn (Normalfall) beide je zur ideellen Hälfte Grundstückseigentümer (und damit Hauseigentümer) sind, handelt es sich um eine sog. Eigentümergemeinschaft. Das heißt dann im Ergebnis, dass Entscheidungen (abgesehen von Notmaßnahmen) nur einvernehmlich getroffen werden können. Wenn man sich nicht einigen kann, bleibt jedem die Möglichkeit einer Teilungsversteigerung - im Regelfall ein riesiges Verlustgeschäft (und zudem anfällig für erhebliche Verfahrensverzögerungen).


    Oberste Priorität sollte m. E. der Versuch haben, sich wieder "zusammenzuraufen". Wenn die Trennung noch nicht (z. B. durch Zusammenleben mit einem neuen Partner) verfestigt ist, käme beispielsweise eine Paarberatung/Paartherapie in Betracht. Das könnte die (emotional und finanziell) mit Abstand beste Lösung sein.


    Wenn das nicht klappt, sollten sich die Partner "objektiv" betrachtet auf eine einvernehmliche Lösung (freier Hausverkauf oder Übernahme der Immobilie durch einen Partner, hälftige Tragung der Kreditraten) verständigen. Alles andere wird irrsinnig teuer (nicht umsonst sind Trennungen eine extrem häufige Ursache für Armut).


    Leider werden in solchen Situationen häufig vernünftige Überlegungen mehr oder weniger komplett von emotionalen Gesichtspunkten überlagert. Die ehemalige Liebe schlägt in Haß um und man gönnt der/dem "Ex" nicht das Schwarze unter den Fingernägeln, selbst um den Preis des eigenen Ruins.


    Mehr oder weniger schikanöses Verhalten kann man ohnehin kaum vermeiden. Was will sie machen, wenn er seine Eltern einziehen läßt? Theoretisch kann man wegen allem und jedem Klage erheben, aber darüber freuen sich bestenfalls die Anwälte.

  • Ich wundere mich immer wieder, wie man eben noch ein gemeinsames Haus bauen will und im nächsten Moment die Beziehung zu Ende ist. Aber die Statistik belegt es: Hausbau und Kinder sind die häufigsten Trennungsgründe.


    Das habe ich mir auch gedacht, klar ein Haus baut man nicht an einem Tag, aber so lange dauert das doch nun auch nicht. Ich mein da sollte man doch schon vorher so ne Ahnung haben das man nicht die nächsten 20 Jahre mit dem Partner zusammen sein möchte.


    Zur Statisik, beim Hausbau kann ich es ja vielleicht noch verstehen das man sich da öfter mal streitet, aber Kinder als Trennungsgründe, müsste es da nicht anders herum sein.


    Gruß isten

    SB50 Champion Anderson Barrett Brenner Brewer Bush Caldwell Colquitt Daniels T.Davis V.Davis Doss Ferentz Fowler Garcia Green C.Harris R.Harris Hillman Jackson Keo Kilgo Latimer Manning Marshall Mathis McCray McManus Miller Myers Nelson Nixon Norwood Osweiler Paradis Polumbus Ray Roby Sanders Schofield Siemian Smith Stewart Talib Thomas Thompson Trevathan Vasquez Walker Ward Ware Webster S.Williams Wolfe Anunike Bolden Bruton Clady Heuerman Sambrailo K.Williams

  • Ich weiß ja nicht, wer von euch schon ein Haus gebaut hat und/oder Kinder hat. Aber von Beginn an in nicht ganz sattelfesten Beziehungen kann ich mir schon vorstellen, dass das großes Konfliktpotential hat. Auch Kinder, besonders wenn man vorher seine individuellen Freiheiten gewohnt war und es z.B. für selbstverständlich hielt, wenn man nach einer langen Arbeitswoche einfach mal sonntags 5 Stunden Couching zum Ausspannen machen wollte. Mit Kindern geht das nicht mehr. Punkt. Das ist für viele Einzelne eine Lebensumstellung, die nur schwer zu verkraften ist.


    Ich für meinen Teil habe schon ein Haus gebaut und ein Kind (bald 2). Meine Frau und ich hatten deswegen keine Probleme, was aber meines Erachtens auch daran liegt, dass wir vor diesen Dingen schon knapp 10 Jahre zusammen waren.


    Zum Thema Hausbau: Wir haben aus Kostengründen sehr sehr viel selbst gemacht und haben vom ersten Spatenstich bis zum Einzug gut 2 Jahre gebraucht. Da ist ne lange Zeit. Zwischendurch denkst du, das wird nie fertig.

  • Danke erstmal für die Denkanstöße.


    Wie ich jetzt erfahren habe. Beläuft sich der Kreditrahmen auf die Summe X, die wenn man sie prozentual aufteilt 60% die Frau trägt und 40% der Mann. Für einen Teil hat sie wohl alleine unterschrieben. Gibt es darüber die Möglichkeit, dass sie quasi "mehr" Recht hat auch wenn wir hier nur über Schulden reden?


    Ja, der Mann akzeptiert die Trennung nicht und stellt sich deshalb quer. Er ist aber sehr auf materielle/finanzielle Dinge aus. Daher sehe ich das größte "Druckmittel" wohl in der Teilungsversteigerung. Habe mich da mal bisschen im Internet belesen. Diese kann man, wenn ich mehreren unabhängigen Quellen glauben darf wohl auch vorantreiben ohne das der Partner sein einverständniss gibt (wohl gerichtlich etc.). Er kann sich ja dann immer noch überlegen, ob er nicht doch lieber das Haus selber verkauft und den schaden minimiert....

  • Ich weiß ja nicht, wer von euch schon ein Haus gebaut hat und/oder Kinder hat. Aber von Beginn an in nicht ganz sattelfesten Beziehungen kann ich mir schon vorstellen, dass das großes Konfliktpotential hat. Auch Kinder, besonders wenn man vorher seine individuellen Freiheiten gewohnt war und es z.B. für selbstverständlich hielt, wenn man nach einer langen Arbeitswoche einfach mal sonntags 5 Stunden Couching zum Ausspannen machen wollte. Mit Kindern geht das nicht mehr. Punkt. Das ist für viele Einzelne eine Lebensumstellung, die nur schwer zu verkraften ist.


    Ich für meinen Teil habe schon ein Haus gebaut und ein Kind (bald 2). Meine Frau und ich hatten deswegen keine Probleme, was aber meines Erachtens auch daran liegt, dass wir vor diesen Dingen schon knapp 10 Jahre zusammen waren.


    Dann lass dich mal überraschen, wenn das 2. Kind da ist. Zwei Erwachsene ein Kind - easy, Zwei Erwachsene zwei Kinder gar nicht mehr easy und mit jedem Kind wird es schwerer.

  • Dann lass dich mal überraschen, wenn das 2. Kind da ist. Zwei Erwachsene ein Kind - easy, Zwei Erwachsene zwei Kinder gar nicht mehr easy und mit jedem Kind wird es schwerer.


    Würde ich so nicht unterschreiben, das ging bei mir und meiner Frau trotzdem. Die Trennung hat(te) andere Gründe.

    Finally, the fat Lady has sung...

  • Würde ich so nicht unterschreiben, das ging bei mir und meiner Frau trotzdem. Die Trennung hat(te) andere Gründe.


    Ich rede nicht von Trennungsgrund, aber mit jedem Kind wird der Alltag ich sag mal "zeitlich ausgefüllter". Das macht tierisch Spass, aber ich fühle mich wie ein Fass voll Wasser und wenn da noch mehr Wasser hinein geschüttet wird schwappt anderes hinaus.


    Mit der Scheidung hat es eher was auf sich je nachdem wie belastbar eine Beziehung ist. Jeder Topf braucht seinen Deckel.

  • Ich rede nicht von Trennungsgrund, aber mit jedem Kind wird der Alltag ich sag mal "zeitlich ausgefüllter". Das macht tierisch Spass, aber ich fühle mich wie ein Fass voll Wasser und wenn da noch mehr Wasser hinein geschüttet wird schwappt anderes hinaus.


    Das hatte ich so nicht aufgefasst bzw. gemeint.
    Natürlich stellt ein zweites Kind neue / andere Herausforderungen an das Zeitmanagement, aber so pauschal wie von Dir beschrieben ist es m.E. nicht.

    Finally, the fat Lady has sung...

  • Dann lass dich mal überraschen, wenn das 2. Kind da ist. Zwei Erwachsene ein Kind - easy, Zwei Erwachsene zwei Kinder gar nicht mehr easy und mit jedem Kind wird es schwerer.


    Ich brauch mich nicht überraschen lassen, wir denken, wir wissen, was da auf uns zu kommt, sonst hätten wir uns nicht für ein zweites Kind entschieden. :) Das war kein Überraschungskind, das war von Anfang an unsere Lebensplanung.

  • Ich brauch mich nicht überraschen lassen, wir denken, wir wissen, was da auf uns zu kommt, sonst hätten wir uns nicht für ein zweites Kind entschieden. :) Das war kein Überraschungskind, das war von Anfang an unsere Lebensplanung.



    Kurz offtopic
    Kann man das wirklich so planen ? Meine Frau und ich sind immer noch unentschieden wegen einem 2. Kind. Einerseits fänden wir es schön wenn unser Sohn ( 9 Monate ) ein Geschwisterchen hätte, andererseits wissen wir wie viel Zeit wir ( gerne ) für unser Kind aufwenden und sind uns nicht so sicher wie das dann mit 2 wird.

  • Kurz offtopic
    Kann man das wirklich so planen ? Meine Frau und ich sind immer noch unentschieden wegen einem 2. Kind. Einerseits fänden wir es schön wenn unser Sohn ( 9 Monate ) ein Geschwisterchen hätte, andererseits wissen wir wie viel Zeit wir ( gerne ) für unser Kind aufwenden und sind uns nicht so sicher wie das dann mit 2 wird.


    Diese Fragen hatten wir auch. Die Entwicklung eines Kindes geht aber echt schnell. Zwischen 9 Monaten und 2 Jahren sind es echt Welten. Mein Bruder und ich sind 14 Monate auseinander, ich bin der Ältere. Meine Frau und ihre Schwester sind 3 Jahre auseinander, sie ist die Jüngere. Keiner von uns kann sich bewusst erinnern, dass irgendeiner mehr oder weniger Aufmerksamkeit geschweige denn Liebe von den Eltern bekommen hätte. Von daher: Das hat früher geklappt, das klappt auch heute. Wichtig ist, dass beide es wollen und die Beziehung stimmt. Dann klappt auch die Aufgabenaufteilung. So zumindest unsere Meinung vor Kind 2, das in ca. 7 Wochen da sein wird.

  • Ich rede nicht von Trennungsgrund, aber mit jedem Kind wird der Alltag ich sag mal "zeitlich ausgefüllter". Das macht tierisch Spass, aber ich fühle mich wie ein Fass voll Wasser und wenn da noch mehr Wasser hinein geschüttet wird schwappt anderes hinaus.



    Ja, es macht viel Spaß und bringt jede Menge Freude und Erfüllung - aber es ist teilweise mindestens genauso anstrengend. Vor allem, wenn beide Eltern Vollzeit arbeiten wie bei uns z.B.


    Nun ist das unsere eigene Entscheidung (das Vollzeit arbeiten, die zweite Tochter war eher - sagen wir Zufall :tongue2: ) , und ich will mich auch nicht beschweren, aber dass zwischen den Eltern in solchen Situationen gewisse Spannungen entstehen können, sollte nicht verwundern. Wir haben uns auch schon ordentlich gezofft hier ;)

    Minnesota Vikings 2021:

    NO excuses!

    ...well, except for....get vaxxed already! :cards

  • Ich kann Dir sagen, dass es insbesondere auch für das 1. Kind schön ist, ein Geschwisterchen zu bekommen.
    Ich will hier nun gar nicht auf Einzelkinder einhauen, sondern berichte auch nur, was wir bei uns selbst bemerkt haben. Ich bin jedenfalls der Überzeugung, dass es für unseren ältesten eine sehr wichtige Erfahrung war und ist, nicht der (einzige) Prinz im Hause zu sein.
    Mittlerweile haben wir 3 Kinder und ich kann es mir absolut nicht mehr vorstellen, wie es war, nur eines gehabt zu haben.

  • Frage zu dem Sachverhalt.


    Das Haus ist mittlerweile verkauft. Dazu wurden die Küche von den Eheleuten als auch die Küche der Eltern in der ELW verkauft.


    Die Eltern (von ihm) fordern jetzt von meiner Bekannten das Geld für die Küche, da sie angeblich nie eine Zustimmung zum verkauf gegeben haben.


    Der Mann hat alle Gespräche mit den Käufern geführt. Meine Bekannte hat quasi nur den Notarvertrag unterschrieben, in dem beide Küchen drin stehen.


    Meine Frage wie realistisch ist es, dass meine Bekannte bezahlen muss?


    Lustiger FunFact am Rande: Seine Eltern haben die Rechnung von der Küche des Ehepaares mit dran gehange, weil diese knapp 10.000€ gekostet hat und nicht deren rechnung über 5000€. Fordern tun sie aber 6.000€.

  • Ich dachte, die Eltern "wohnen nur da", maximal zur Miete? Welches Recht sollten sie also an der Küche haben...? Es sei denn natürlich, sie hätten sie nach irhem Einzug selbst gekauft, dann hätte sie Deine Bekannte natürlich nicht verkaufen dürfen (schlicht weil sie ihr nicht gehören würde). Und es ist egal, wer welche Verhandlungen führt, am Ende zählt die Unterschrift...aber der Mann musste als Miteigentümer doch auch unterschreiben?

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  • Ich halte das für sehr realistisch. Was einem nicht gehört kann man nicht verkaufen, das könnte sogar strafrechtliche Folgen haben.
    Den Vertrag dürften ja aber wenigstens beide unterschrieben haben, sodaß Sie nur die Hälfte zahlen müsste (er hat ja dann mit verkauft).
    Beim Preis könnte es kritisch werden, vor Gericht könnte das auf den Wiederbeschaffungswert hinauslaufen.
    Generell aber mal der Tipp, einfach vorher zu fragen wenn man für was auch immer 2 linke Hände hat ;)

  • Ich dachte, die Eltern "wohnen nur da", maximal zur Miete? Welches Recht sollten sie also an der Küche haben...? Es sei denn natürlich, sie hätten sie nach irhem Einzug selbst gekauft, dann hätte sie Deine Bekannte natürlich nicht verkaufen dürfen (schlicht weil sie ihr nicht gehören würde). Und es ist egal, wer welche Verhandlungen führt, am Ende zählt die Unterschrift...aber der Mann musste als Miteigentümer doch auch unterschreiben?


    Ja der Mann hat natürlich auch für den Vertrag unterschrieben.


    Die Küche um die es geht, haben die Eltern gekauft. Die Rechnung die an dem Anwaltsschreiben hängt ist aber die Küche von den Eheleuten (Die Rechnung läuft auch Namentlich auf sie). Also nicht die Küche der ELW wo die Eltern wohnen, dafür haben die Eltern aber eine eigene Rechnung.


    Wie siehts im Gegenzug mit einer Klage gegen den Ex-Mann aus, arglistige Täuschung etc.? Der Kontakt zu den Eltern war nicht erwünscht und er hat meine Bekannte im Glauben gelassen, dass das so alles rechtens ist.

  • Der Ex und seine Eltern werden wahrscheinlich sagen das es so abgesprochen gewesen wäre, die Küche mit zu verkaufen und sie ihnen den Anteil zahlt.
    Eine Einschätzung dazu ist schwerlich möglich, selbst wenn man das Anwaltschreiben kennen würde.
    Sie wurde ja nicht getäuscht, die Küche stand im Vertrag, sie wusste das sie ihr nicht gehört und hat unterschrieben.


  • Sie wurde ja nicht getäuscht, die Küche stand im Vertrag, sie wusste das sie ihr nicht gehört und hat unterschrieben.


    Das ist korrekt. Getäuscht wurde sie schon, denn er hat ja gesagt, dass es ok ist, dass die Küche verkauft wird. (Ich verstehe was jetzt kommt, Gutgläubig etc.) Aber man geht ja dann doch davon aus, dass der Sohn, der in einem Haus mit seinen Eltern wohnt doch auch mit denen redet...

  • In einem Notarvertrag steht normalerweise immer so eine Klausel von wegen, frei von Rechten Dritter, oder so ähnlich drin. Das hätte der Ex ja durch seine Unterschrift bestätigt und somit quasi für Sie mit, das wäre noch eine Möglichkeit wenn es denn so im Vertrag steht. Das würde ihr zumindest in der Argumentation gegen den Ex helfen ob das gegenüber den Eltern juristisch belastbar wäre kann ich dir leider auch nicht sagen.

  • Ehrlich gesagt würde ich hier den "weg mit Schande" Weg gehen.


    Erst mal die echte Rechnung anfordern, Zeitwert ermitteln und davon dann maximal 60% zahlen (war doch so die Aufteilung im Kaufvertrag, die dann auch beim Erlös rausgekommen sein sollte, oder)?


    Küchen verlieren schneller Wert als Neuwagen.
    Bei einer 5.000 € Küche also 2.500 € ansetzen, 1.500€ anbieten und dann "verpisst Euch"


    Zur Anklage wird das sowieso nicht kommen, weil sie sonst ihren eigenen Sohn als Miteigentümer und Verkäufer ja mit verklagen müssten. :hinterha:


    Das maximale Risiko sehe ich da bei 60% vom Neuwert (=3.000€)


    Weswegen man wegen solcher Kleckerbeträge überhaupt noch diskutiert oder da meint sich bereichern zu müssen ist für mich eigentlich nur ein Zeichen von menschlicher Armut

    Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!

  • Im Prinzip gebe ich dir da recht, bei Scheidungen ist das für die Beteiligten leider nicht immer so einfach, da spielen dann halt oft Emotionen die Hauptrolle.


    Bzgl. Anklage kann man es unter Verwandten natürlich immer versuchen so zu drehen, das der Sohn das Geld für die halbe Küche in der schweren Zeit natürlich hätte behalten dürfen und nur die Ex ihren Anteil zu bezahlen hätte.

  • Zitat von Buccaneer

    Weswegen man wegen solcher Kleckerbeträge überhaupt noch diskutiert oder da meint sich bereichern zu müssen ist für mich eigentlich nur ein Zeichen von menschlicher Armut

    Ich galube kaum, das es bei diesem Fall hier um finanzielle Aspekte geht.
    Emotionen , wie so oft beim Thema "Trennung".....

    -Joe Banner: “Since Mike Lombardi and I are Moe and Larry, we set out to find Curly."
    (J.Banner at the press conference regarding the endless coach search)


    -Funny, so many Browns fans still clamor for the "safe pick" ignoring that all we've done for 15 years is the "safe pick".


    "And when that turnaround happens, wherever I am, I will smile – more than a little bittersweetly – and say, to myself, “Go Browns!”
    Sashi Brown. A Cleveland Brown,bleeding brown an orange.

  • Ich hab das Thema "durch" und weiß, was für ein Affenzirkus das ist.
    Hab genug dafür "draufgelegt"


    Emotionen kann man nicht mit Geld aufwiegen.
    Aber man selber "Größe" bewahren, selbst wenn man dazu gute Mine zum bösen Spiele machen muss

    Dann mach ich eben mein eigenes Forum auf...mit Blackjack und Nutten!