Coronavirus

  • Ich denke da solltest du mit den USA, GB, Israel oder sonst wem sprechen. Denn die EU hat diesen shize nicht angefangen.

    Ich lebe aber nicht in den USA, GB, Israel oder sonstwo, sondern in der EU, also mache ich hier den Mund auf. Man muss nicht jeden "shize", den andere anfangen, mitmachen, sondern kann auch mal mit gutem Beispiel vorangehen - das wäre eine coole, neue Rolle für unseren Kontinent, der über weite Teile der Menschheitsgeschichte als Heimat von Ausbeutung und Unterdrückung aufgetreten ist.


    Laut Statista (Stand 20. Januar) gibts auf dem ganzen afrikanischen Kontinent mit seinen 1,2 Milliarden Bewohnern etwa so viele Covid-Fälle wie in Frankreich alleine.

    Muss ich dir wirklich etwas über Dunkelziffern erzählen und warum die in Afrika vermutlich sehr viel höher sind als in Frankreich oder darf ich davon ausgehen, dass dir das eigentlich längst klar ist?

  • Muss ich dir wirklich etwas über Dunkelziffern erzählen und warum die in Afrika vermutlich sehr viel höher sind als in Frankreich oder darf ich davon ausgehen, dass dir das eigentlich längst klar ist?

    Gibt es dazu Schätzungen? Wie hoch ist diese Dunkelziffer denn ungefähr? Um auf europäische Verhältnisse zu kommen, müsste es zehn Mal so viele Fälle in Afrika geben, wie bisher registriert. Das halte ich aufgrund der Verbreitungsmöglichkeiten des Virus aufgrund mangelnder Infrastruktur und der Bevölkerungsdichte nicht für realistisch.

    GNP1.de - die deutschsprachige Nummer 1 für MMA, K-1 und Co.


    Beverly Hills 90210, Cleveland Browns 3

  • Gibt es dazu Schätzungen? Wie hoch ist diese Dunkelziffer denn ungefähr? Um auf europäische Verhältnisse zu kommen, müsste es zehn Mal so viele Fälle in Afrika geben, wie bisher registriert. Das halte ich aufgrund der Verbreitungsmöglichkeiten des Virus aufgrund mangelnder Infrastruktur und der Bevölkerungsdichte nicht für realistisch.

    Im letzten NDR Coronavirus-Update Podcast wurde das thematisiert. Es gab eine Studie in Afrika, wo bei allen Obduktionen auf Corona getestet wurde. Dabei waren 20% aller Verstorbenen infiziert. Das war zwar nur ein einzelnes Land über wenige Monate, aber verdeutlicht doch, dass es in Afrika eine gewaltige Dunkelziffer gibt.

  • Im letzten NDR Coronavirus-Update Podcast wurde das thematisiert. Es gab eine Studie in Afrika, wo bei allen Obduktionen auf Corona getestet wurde. Dabei waren 20% aller Verstorbenen infiziert. Das war zwar nur ein einzelnes Land über wenige Monate, aber verdeutlicht doch, dass es in Afrika eine gewaltige Dunkelziffer gibt.

    Natürlich gibt es die. Wir wissen aber auch nicht, wie hoch die in der EU, in Deutschland ist. Das ist halt, wie so vieles, ein bisschen im Trüben fischen. Viel mehr Sorgen macht mir: wenn in D schon so wenig spezifiziert wird hinsichtlich Ausbreitung von Mutationen, wie krass muss das erst in Afrika sein? Wenn ich dann noch lese, dass z. B. in Südafrika bisher noch gar nicht geimpft wurde :eek::madness

  • Hey! Stimmt, die faulen Geizhälse in Malawi waren das bestimmt nicht. Wäre ja noch schöner, wenn die was abbekämen, bevor wir allein durch unsere harte Arbeit privilegierten Europäer durchgeimpft sind... :cards

    Polemik?! Echt jetzt? Muss das sein?


    Ich habe keineswegs geschrieben, dass erst ALLE wir und dann erst alle anderen. Ich finde dennoch, dass die EU in Firmen wie Biontech teilw. jahrzehntelang in deren medizinische Forschung investiert hat und deshalb die Verteilung durchaus zugunsten der mitfinanzierenden Ländern ausfallen darf (also ganz im Gegenteil zu Israel). Lass uns hier bitte nicht bei schwarz und weiss bleiben.



    Vorteile gegenüber den Ärmsten der Welt, die sonst schon einen großen Teil der negativen Folgen unseres westlichen Lifestyles tragen müssen?
    Wenn man das in Europa mit Demokratie und Menschenrechten ernst meint, darf man das langsam auch mal zeigen.

    Entwicklungshilfe mal richtig zu machen? Ja gern, aber das ist ein ganz anderes Thema , dass hat auch vor der Pandemie nicht funktioniert. Doch wenn sich die EU weiterhin mit der Pandemie selbst beschäftigten muss, wird dieses Thema deswegen nicht besser. Denn, und ich denke da sind wir uns einig, 3. Welt-Länder brauchen viel mehr von der EU als nur Impfstoff.
    Daher hoffe ich sehr, dass die EU weiterhin alles daran setzt, die potentiellen Impfstoffhersteller wie Sanofi, Curevac und Co. sowie die Medikamtenforschung gegen dieses Virus weiterhin mit ALLEM unterstützt, dass wäre wesentlich nachhaltiger für ALLE. Und das darf dann für 3Länder gern mitfinanziert werden.

  • Von dem was ich gelesen habe, kann ich mir nicht erklären wie von der Leyen sagen kann, dass es fixierte Liefermengen zu bestimmten Zeitpunkten gibt. Es ist jeweils der Zusatz "best reasonable effort" versehen, genau so wie es der Chef von AstraZeneca dargestellt hat. Unabhängig davon ist allerdings schon klar definiert, dass die Standorte in UK auch für die EU Dosen zuständig sind. Das passt dann nicht zur Aussage von AstraZeneca, dass erstmal nur die UK damit beliefert wird. Das dürfte im Widerspruch zu "best reasonable effort" stehen aus meiner Sicht. Insgesamt finde ich das agieren von beiden Seiten hier nicht gerade professionell (EU) bzw. moralisch richtig (AstraZeneca). Es scheint für mich so, dass AstraZeneca gemerkt hat, dass ihre Produktionskapazitäten in der EU (inkl. UK!) nicht ausreichen um die Lieferziele für GB und EU gleichzeitig zu erreichen. AstraZeneca hat sich anscheinend entschieden, für GB die Lieferziele beizubehalten und nur für die EU weniger zu liefern, anstatt für EU und GB etwas weniger zu liefern. Es scheint hier auch nicht wirklich auf Vorrat produziert worden sein, d.h. es wurden nicht genügend Dosen für die EU schonmal zurückgestellt. Diese sind wohl eher dann gleich nach GB gegangen (oder auch woandershin). Die entscheidende Frage bleibt die Auslegung von "best reasonable effort". So einen schwammigen Begriff (auch die Definition davon im Vertrag ist schwammig) vor Gericht durchzusetzen ist denke ich fast unmöglich. Aber eine gerichtliche Regelung hilft eh keiner Seite. Man kann nur hoffen, dass hier schnell eine gute Kompromisslösung für alle Seiten gefunden wird (z.B. die Lieferausfälle werden gleichmäßig auf EU und GB aufgeteilt). Meine größte Furcht ist, dass jetzt ein harter Kampf der Kunden um die Impstoffe beginnt. Das könnte langfristig noch viel größere Konsequenzen haben. Umso froher bin ich, dass die EU hier gemeinsam bestellt hat. Hätten alle EU Länder gegeneinander konkuriert (so wie jetzt mit GB), wäre das eventuell das Ende der EU gewesen. So könnte es zu einer Stärkung der Einheit in der EU führen. Mal schaun.


    Insgesamt bin ich immer noch optimistisch, dass im Sommer 60-70% der EU Bevölkerung ein Impfangebot hat. Wenn man sich die geplanten Liefermengen von Biontech, Moderna, AstraZeneca, J&J und Curevac für Q1 und Q2 anschaut, sieht das ganz gut aus. Hinzu kommt ja jetzt der wichtige Biontech Produktionsstandort in Marburg der im ersten Halbjahr 250M Dosen produzieren soll. Diese gehen dann hoffentlich erstmal nur an die EU.

    best reasonable effort ist doch absoluter Standard für etwas was es zum Zeitpunkt eines Vertragsabschlusses noch gar nicht wirklich gibt, bzw. zugelassen ist.


    Es ist doch völlig logisch das AZ die Mengen die die EU geordert hat, noch gar nicht produziert hat, schließlich ist der Impfstoff erst seit gestern zugelassen. Niemand produziert massig im voraus für einen Kunden, ohne das es eine Zulassung gibt. In UK ist der Impfstoff schon seit einem Monat zugelassen und wird dort verimpft. Außerdem hat UK 3 Monate vor der EU einen Vertrag mit AZ abgeschlossen.
    Übrigens gab es auch in der Anfangsphase der Impfungen in UK Probleme mit den Liefermengen und es dauerte knapp 2 Wochen bis diese behoben waren.


    Von daher habe ich mich über die Äußerung von Flinten Uschi und anderer schon die ganze Zeit meine Zweifel gehabt. Das Verhalten der EU in diesem Fall ist natürlich wieder massig Wasser auf die Mühlen ihrer Kritiker. Dazu passt auch ganz gut, das man mit den gestrigen Beschlüssen zur Kontrolle von Impfstoffexporten defacto eine harte Grenze zwischen Irland und Noriland geschaffen hätte, was weder mit UK noch mit Irland abgestimmt war und in beiden Ländern zu Panikattacken geführt hat. Noch in der Nacht ist man dann zurückgerudert und hat einen extra Passus für Nordirland eingebaut.


    Eigentlich nicht so schlimm, ist ja noch nix passiert, zeigt aber wie planlos man teilweise in der EU Kommission agiert.


    Anstatt die ganze Zeit in der Öffentlichkeit einen auf dicke Maxe zu machen und irgendwelche Schuldzuweisungen auszusprechen und sich selbst als Unschuldslamm darzustellen, wäre es viel besser gewesen einen vernünftigen Dialog mit AZ zu suchen. Es erhöht die Kompromissbereitschaft enorm wenn derjenige der das was man von ihm will, nicht unbedingt tun muss, nicht vorher öffentlich an den Pranger gestellt wird um von seinen eigenen Fehlern abzulenken. Aber da der eigene Ruf wohl wichtiger ist, als lösungorientiertes handeln, hat man dies wohl nicht gemacht, wobei man sich nach der der Veröffentlichung des Vertrages jetzt komplett lächerlich gemacht hat.

  • Es ist doch völlig logisch das AZ die Mengen die die EU geordert hat, noch gar nicht produziert hat, schließlich ist der Impfstoff erst seit gestern zugelassen. Niemand produziert massig im voraus für einen Kunden, ohne das es eine Zulassung gibt. In UK ist der Impfstoff schon seit einem Monat zugelassen und wird dort verimpft.

    Warum sollte AZ nicht ihre kompletten Produktionskapazitäten nutzen? Sollte die EU-Zulassung nicht kommen (sehr unwahrscheinlich) gibt es trotzdem einen riesigen Markt für das Produkt. Und wenn sie gar nicht mehr Kapazitäten haben, dann stimmt was am Deal nicht bezüglich Lieferdatum und -mengen.

  • Ich lebe aber nicht in den USA, GB, Israel oder sonstwo, sondern in der EU, also mache ich hier den Mund auf. Man muss nicht jeden "shize", den andere anfangen, mitmachen, sondern kann auch mal mit gutem Beispiel vorangehen - das wäre eine coole, neue Rolle für unseren Kontinent, der über weite Teile der Menschheitsgeschichte als Heimat von Ausbeutung und Unterdrückung aufgetreten ist.

    da gebe ich dir in der Sache grundsätzlich schon recht, nur lebe ich nun mal in Europa. Und als Europäer ist vorerst mein primäres Interesse, dass Europa gleich fair behandelt wird wie zB UK oder die USA. Wenn dem nicht so ist, wie es derzeit offensichtlich der Fall ist, dann kann es für die EU nicht Priorität haben, dass genügend Impfungen an Drittländer geliefert werden. Das bedeutet nicht, dass man zB Afrika ignoriert, aber ich als EU muss darauf achten, dass Europa ausreichend Impfstoff bekommt - das ist in diesem konkreten Beispiel nämlich die Hauptaufgabe der EU. Ansonsten kippt die Stimmung in der Bevölkerung und ich denke damit wäre keinem gedient. Das man darüber hinaus für eine faire Verteilung weltweit eintritt bzw diese aktiv vorantreibt, ist natürlich absolut richtig und das unterstütz ich und ich denke der Großteil der Europäer auch

  • Warum sollte AZ nicht ihre kompletten Produktionskapazitäten nutzen? Sollte die EU-Zulassung nicht kommen (sehr unwahrscheinlich) gibt es trotzdem einen riesigen Markt für das Produkt. Und wenn sie gar nicht mehr Kapazitäten haben, dann stimmt was am Deal nicht bezüglich Lieferdatum und -mengen.

    Es ist ja nicht so das man bei AZ nix anderes als Corona Impfstoff produziert, oder man zig neue Werke hochgezogen hätte, die nur darauf warten Impfstoff zu produzieren und bis dahin in der Nase bohren.


    AZ hat für viele verschiedene Regionen verschiedene Lieferketten und Werke zur Impfstoffproduktion eingeplant und nicht irgendwo zentral.


    Der Markt ist erst da wenn es Zulassungen gibt, vorher gibt es keinen Markt. Es gibt ja in dem EU Deal auch keine verbindliche Lieferdaten und -mengen, sondern alles best reasonable effort. Best reasonable effort bedeutet das man die Maßnahmen einleitet die vergleichbare Unternehmen unter Abwägung wirtschaftlicher Gesichtspunkte auch einleiten würden und nicht das man alle anderen Produktionen einstellt und massig auf Vorrat Impfstoff produziert.

  • Was mich da etwas wundert:


    "SARS-CoV-2 ist auch bei Raumtemperatur über einen langen Zeitraum auf Maskenmaterialien infektiös. Unter der Annahme, dass eine Reduktion um über 95 % das mögliche Risiko einer Infektion auf ein vertretbares Maß minimiert, sollten FFP2-Masken frühestens ab dem siebten Tag wieder getragen werden."


    Heißt das denn nicht auch das man lieber draussen Handschuhe tragen sollte? Ich dachte der Virus hält sich nur einige Minuten auf Flächen und nicht 7 Tage...

    FF World Champion (2019, 2017, 2013, 2012), OFL Champion (2020)


    Record: 6 Time NFL-Talk Fantasy Football Champion

  • Was mich da etwas wundert:
    "SARS-CoV-2 ist auch bei Raumtemperatur über einen langen Zeitraum auf Maskenmaterialien infektiös. Unter der Annahme, dass eine Reduktion um über 95 % das mögliche Risiko einer Infektion auf ein vertretbares Maß minimiert, sollten FFP2-Masken frühestens ab dem siebten Tag wieder getragen werden."


    Heißt das denn nicht auch das man lieber draussen Handschuhe tragen sollte? Ich dachte der Virus hält sich nur einige Minuten auf Flächen und nicht 7 Tage...

    Ich glaube du musst da Stoffe mit glatten Handflächen wie Klinken, Knöpfe, Mischbatterien, Handläufe, Geländer usw. unterscheiden. In Stoffen (und Masken) haben Viren wohl ein lebensfähigeres Überlebensmedium. Würde ich mal vermuten.


  • Außerdem hat UK 3 Monate vor der EU einen Vertrag mit AZ abgeschlossen.


    du als Unternehmer solltest doch wissen das das überhaupt keine Rolle spielt, wenn AZ einen Vertrag mit der EU schließt das sie zum Zeitpunkt X Menge Y liefern, spielt es dabei überhaupt keine Rolle ob AZ 3 Monate vorher mit Land Z ebenfalls einen Vertrag abgeschlossen hat
    übrigens steht im Vertrag zwischen AZ und der EU unter 13.1 (e) sogar nochmal explizit drin das der AZ/EU Vertrag nicht durch andere Verträge beeinflusst ist - sprich die EU hat sich extra nochmal zusichern lassen das der UK Vertrag keine Rolle spielt


    morgen soll es einen Impfgipfel zwischen der EU und den verschiedenen Impfstoffherstellern geben - warten wir mal ab was dabei rauskommt

  • du als Unternehmer solltest doch wissen das das überhaupt keine Rolle spielt, wenn AZ einen Vertrag mit der EU schließt das sie zum Zeitpunkt X Menge Y liefern, spielt es dabei überhaupt keine Rolle ob AZ 3 Monate vorher mit Land Z ebenfalls einen Vertrag abgeschlossen hat
    übrigens steht im Vertrag zwischen AZ und der EU unter 13.1 (e) sogar nochmal explizit drin das der AZ/EU Vertrag nicht durch andere Verträge beeinflusst ist - sprich die EU hat sich extra nochmal zusichern lassen das der UK Vertrag keine Rolle spielt


    morgen soll es einen Impfgipfel zwischen der EU und den verschiedenen Impfstoffherstellern geben - warten wir mal ab was dabei rauskommt

    In dem Vertrag steht doch gar nicht das AZ zum Zeitpunkt X Menge Y liefert. Das ist doch lediglich die Interpretation der EU Kommission bzw deren Behauptung.


    Außerdem spielt der Zeitpunkt der Bestellung sehr wohl eine Rolle. Man hatte für UK 3 Monate mehr Zeit zum planen und Aufbau der Prozesse und diese sind mittlerweile seit über einem Monat aktiv. Sollte eigentlich logisch sein, das es dort nun besser läuft als innerhalb der EU. Wie bereits gesagt am Anfang lief es in UK auch nicht rund mit den Lieferungen, da Prozesse in der Paxis meist doch anders laufen als in der Theorie und nachjustiert und angepasst werden muss.


    Zu dem UK Vertrag allgemein.

    Zitat

    Es gäbe den einen oder anderen Ansatzpunkt auf Seiten der EU. Zum Beispiel wird unter Punkt 13 (e) zugesagt, dass keine anderen Verpflichtungen von AstraZeneca diesem Vertragswerk entgegenstehen. Da könnte man argumentieren: Was ist mit den Lieferverpflichtungen an die Briten? Allerdings wird am Anfang des Vertrages vereinbart, dass sich AstraZeneca nach bestem Bemühen verpflichtet, erst die notwendigen Kapazitäten aufzubauen. Und zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses waren die Vereinbarungen mit Großbritannien ja schon bekannt. Es ist also nur ein schwacher Ansatzpunkt.

    https://www.tagesschau.de/astr…ertrag-interview-101.html


    Ist ja schön das man morgen miteinander redet, die Gespräche wären mit Sicherheit einfacher und würden wohl schneller zu einem positiven Ergebnis führen, wenn man vorher seitens der EU den Dialog gesucht hätte und nicht mit irgendwelchen Behauptungen AZ den schwarzen Peter hätte zuschieben wollen.

  • In dem Vertrag steht doch gar nicht das AZ zum Zeitpunkt X Menge Y liefert. Das ist doch lediglich die Interpretation der EU Kommission bzw deren Behauptung.


    wie du doch selber schon geschrieben hast ist diese Art der Formulierung normal wenn das Produkt noch gar nicht fertig ist, gleiches gilt für die ständige Verwendung von "best reasonable effort"
    um wie viel möchtest du wetten das das genauso auch im Vertrag mit UK formuliert ist?



    Außerdem spielt der Zeitpunkt der Bestellung sehr wohl eine Rolle. Man hatte für UK 3 Monate mehr Zeit zum planen und Aufbau der Prozesse und diese sind mittlerweile seit über einem Monat aktiv. Sollte eigentlich logisch sein, das es dort nun besser läuft als innerhalb der EU. Wie bereits gesagt am Anfang lief es in UK auch nicht rund mit den Lieferungen, da Prozesse in der Paxis meist doch anders laufen als in der Theorie und nachjustiert und angepasst werden muss.


    dann hätte AZ bei den Vertragsgesprächen klar sagen müssen wir werden euch erst später beliefern können weil wir erst die Produktionskapazitäten aufbauen müssen - wäre völlig legitim gewesen - haben sie aber eben nicht getan





    gerade geleasen: https://www.reuters.com/articl…neca-plants-idUSKBN29Y2MD


    Zitat

    AstraZeneca says fixed most of European manufacturing issues.


    na was für ein Zufall, einen Tag nachdem der Vertrag öffentlich wurde und einen Tag vor dem Impfgifel kriegt man die Probleme plötzlich doch in den Griff ...

  • Und als Europäer ist vorerst mein primäres Interesse, dass Europa gleich fair behandelt wird wie zB UK oder die USA. Wenn dem nicht so ist, wie es derzeit offensichtlich der Fall ist, dann kann es für die EU nicht Priorität haben, dass genügend Impfungen an Drittländer geliefert werden.

    Das kann ich ein Stück weit verstehen, aber doch nicht ganz. Wir finden es unfair, wenn einige Länder sich im Verhältnis mehr und früher Impfstoff sichern als wir. Soweit sind wir uns einig. Die Frage, bei der es auseinander geht, ist: Sind wir nur neidisch und wären mit der unfairen Verteilung einverstanden, wenn wir auf der Seite der Privilegierten stünden? Oder stört uns die Ungerechtigkeit wirklich und wären wir somit erst zufrieden, wenn der Zugang zum Impfstoff global gerechter erfolgen würde?


    Nur zur Erinnerung: Bei meinem Einwurf ging es nicht um die AZ-Verträge o. Ä., sondern um die Aussage von @bashman, die Produktion des neuen Biontech-Werkes bleibe hoffentlich komplett in der EU.

  • wie du doch selber schon geschrieben hast ist diese Art der Formulierung normal wenn das Produkt noch gar nicht fertig ist, gleiches gilt für die ständige Verwendung von "best reasonable effort"
    um wie viel möchtest du wetten das das genauso auch im Vertrag mit UK formuliert ist?

    ?( Ist das eine Frage? Keine Ahnung worauf sich das bezieht und im welchem Zusammenhang das steht.


    Zitat


    dann hätte AZ bei den Vertragsgesprächen klar sagen müssen wir werden euch erst später beliefern können weil wir erst die Produktionskapazitäten aufbauen müssen - wäre völlig legitim gewesen - haben sie aber eben nicht getan

    Haben sie doch, steht doch sagar im Vertrag und noch mal, wo steht in dem Vertrag das man Menge X zum Zeitpunkt Yliefern muss?


    5.1. Initianol Europen Doses
    AZ shall use its best reasonable efforts to manufacture the initial European Doses within the EU for distribution and to deliver to the Distribution Hubs, following EU marketing authorization, aprrocimately xxxxx 2020 xxxxx Q1 2021 and the remainder of the initial European Doses by the end of xxxx


    Das steht eindeutig nach best reasonable efforts und nicht sie müssen bis dann und dann so und soviel liefern. Die Liefermenge 2020 konnte ja auch nicht geliefert werden, weil es keine Zulassung gab.



    Zitat

    gerade geleasen: https://www.reuters.com/articl…neca-plants-idUSKBN29Y2MD
    na was für ein Zufall, einen Tag nachdem der Vertrag öffentlich wurde und einen Tag vor dem Impfgifel kriegt man die Probleme plötzlich doch in den Griff ...


    Bereits 26.01 gab es doch schon die Aussage von AZ das man doch deutlich mehr als die 31 Mio die angekündigt waren liefern wird können und man intensiv an den Problemen beim hochfahren der Produktion arbeitet und außerdem die ersten Dosen an die EU bereits am 07.02. statt wie geplant am 15.02. ausliefern wird.


    Ging natürlich im allgemeinen Getöse welches die EU veranstaltet hat mehr oder weniger unter

  • Nur zur Erinnerung: Bei meinem Einwurf ging es nicht um die AZ-Verträge o. Ä., sondern um die Aussage von @bashman, die Produktion des neuen Biontech-Werkes bleibe hoffentlich komplett in der EU.

    Vielleicht habe ich das nicht ganz deutlich ausgedrückt, was ich sagen wollte. Aber deine Interpretation meiner Aussage ist falsch, da sich meine Aussage nur auf die Produktion im 2. Quartal bezog. Worum es mir ging ist, dass ich hoffe das mit dem neuen Werk erstmal sichergestellt wird, dass die zugesagten EU Liefermengen fürs 2. Quartal garantiert werden, bevor an Länder exportiert wird, die schon mehr Lieferungen erhalten haben. Wie Spahn sagte, es geht nicht um Europe first, sondern Europe's fair share. Für die 3. Welt ist es leider nie fair und ja das ist ungerecht. Eine Lösung dafür habe ich leider auch nicht. Grundsätzlich sehe ich das Thema genauso wie @Adi. Er hat es nur deutlich besser beschrieben.

  • Ich lebe aber nicht in den USA, GB, Israel oder sonstwo, sondern in der EU, also mache ich hier den Mund auf. Man muss nicht jeden "shize", den andere anfangen, mitmachen, sondern kann auch mal mit gutem Beispiel vorangehen - das wäre eine coole, neue Rolle für unseren Kontinent, der über weite Teile der Menschheitsgeschichte als Heimat von Ausbeutung und Unterdrückung aufgetreten ist.

    Muss ich dir wirklich etwas über Dunkelziffern erzählen und warum die in Afrika vermutlich sehr viel höher sind als in Frankreich oder darf ich davon ausgehen, dass dir das eigentlich längst klar ist?

    @bashman bringt es da ziemlich auf den Punkt. Europa darf nicht benachteiligt werden, darum ging es mir

  • A
    ?( Ist das eine Frage? Keine Ahnung worauf sich das bezieht und im welchem Zusammenhang das steht.


    es ist eine rhetorische Frage und bezieht sich darauf das du dich so sehr auf die Formulierung "best reasonable efforts" einschießt - warum genau diese Formulierung so häufig im Vertrag steht und eben keine Menge X zum Zeitpunkt Y hast du dir doch bereits in deinem ersten Beitrag selber beantwortet


    Zitat von dir:


    best reasonable effort ist doch absoluter Standard für etwas was es zum Zeitpunkt eines Vertragsabschlusses noch gar nicht wirklich gibt, bzw. zugelassen ist.


    damit hast du vollkommen Recht und genauso wird das auch in dem Vertrag mit UK formuliert sein

  • Vor einem halben oder 3/4 Jahr hätte niemand erwartet, dass es so schnell einen wirksamen Impfstoff geben wird. Alle haben drüber gelacht. Nun gibt es ihn und er wird nach und nach zum impfen eingesetzt. Wie schnell oder langsam es funktioniert, ist m.E. absolut nebensächlich.


    Hin und wieder kommt es darauf an, ob das Glas halb-leer oder halb-voll ist.

  • und es haben alle gesagt, dass über Weihnachten die Zahlen steigen... tatsächlich sind sie aber vor Weihnachten stark gestiegen und seit Weihnachten rückläufig.

    Alles Gelingen
    hat sein Geheimnis,
    alles Misslingen
    seine Gründe.

  • und es haben alle gesagt, dass über Weihnachten die Zahlen steigen... tatsächlich sind sie aber vor Weihnachten stark gestiegen und seit Weihnachten rückläufig.

    Den Rückgang hätte es aber ohne die "Panikmache" nicht gegeben.

  • Oder vllt. Stecken die Leute sich gar nicht im privaten Umfeld an, sondern da wo sie die meiste Zeit verbringen: Auf Arbeit und auf dem Weg zur Arbeit... Keine Ahnung, aber Arbeit ist ja das einzige was noch offen ist und wo man hin darf und sich viele verschiedene Personen sehen. Im privaten Umfeld sieht man ja immer die gleichen...

    Alles Gelingen
    hat sein Geheimnis,
    alles Misslingen
    seine Gründe.

  • Oder vllt. Stecken die Leute sich gar nicht im privaten Umfeld an, sondern da wo sie die meiste Zeit verbringen: Auf Arbeit und auf dem Weg zur Arbeit... Keine Ahnung, aber Arbeit ist ja das einzige was noch offen ist und wo man hin darf und sich viele verschiedene Personen sehen. Im privaten Umfeld sieht man ja immer die gleichen..

    Ich habe heute früh auf‘m Weg zum Bäcker mal wieder festgestellt, dass sich wohl eher nicht „immer die gleichen“ Leute im privaten Umfeld treffen. Am Rhein war morgens das absolute Chaos los. Menschenmassen wie ich sie eher im Sommer erwarte. Große Gruppen an Menschen unterwegs - ist ja schließlich Hochwasser: das muss man gemeinsam bestaunen.


    Auf der Arbeit gibt es zT sehr gute Konzepte. Im privaten Umfeld gibt es 0 Konzepte - da wird darauf vertraut, dass das Umfeld gesund ist und einen selbst nicht trifft.

  • Meanwhile in Down Under...

    Australien bleibt bei seiner harten Linie gegen Corona. Ab heute Abend gilt in der Region rund um die Stadt Perth fünf Tage lang ein Lockdown für zwei Millionen Einwohner. Grund dafür ist, dass es EINE neue Infektion gegeben hat.

    "Solche Kommentare diskreditieren sich selbst durch ihre eigene Bananigkeit"
    Mai Ti Nguyen-Kim (Wissenschaftsjournalistin)


    "Remember, remember - the 5th of November"

  • Gesunkene Zahlen über Weihnachten und Neujahr hingen doch auch damit zusammen, dass gar nicht alles gemeldet werden konnte oder?

    "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt ... Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." - Arthur Schopenhauer